Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Kleine Fortsetzung der Menschheitsgeschichte

    29.08.2016, Job
    Hallo, vielen Dank für Ihren Artikel. Ich bin der Meinung, dass der Autor der Studie Evolution nicht verstanden hat. Sie geschieht zufällig und damit in alle Richtungen gleichzeitig. Für die Gene ist eben nicht allein entscheidend, wieviele Nachkommen man produziert. Sonst hätten Kakalaken und Ratten schon lange die Nase vorn. Eine Grundlage unserer Gattung und unserer Spezies insbesondere, ist es, möglichst viel Energie in unsere Nachkommen zu stecken. Und das tun Menschen mit hoher Bildung in der Regel mehr, Menschen mit geringer Bildung weniger. Damit spreizt sich das Spektrum von Kindern die einen guten Start ins Leben haben, gut ausgebildet werden und gut versorgt sind. Diese finden wahrscheinlicher einen Partner, der ähnliche Voraussetzungen hatte. Diese Gruppe ist bestimmt nicht die Mehrheit, verfügt aber über den Großteil der Ressourcen, wodurch ihre Gene auf einen längeren Zeitraum in die Zukunft gesichert, da sie eine Nische gefunden haben die sie allein zuverlässig besetzen können. Somit kann man schlecht behaupten, die Menschheit züchtet sich selbst dümmer. Auch wenn man heute mit sehr viel weniger Verstand als noch vor 1000 Jahren ein bequemes Leben führen kann. Die Menschehit diversifiziert sich. Es wird immer Intelligentere geben und auch weniger Intelligente. Solange keine einschneidenden Bedrohungen viele Menschen dezimieren, wird das auch auf Lange Sicht so bleiben.
  • Ach- Wirklich ?

    29.08.2016, Daniel Hage
    Der Mensch ist, evolutionär und mitleidslos betrachtet, eine Infektion der Erdoberfläche -ein Krankheitserreger und nichts sonst ! Wie das mit anderen so "Erfolgreichen" eben auch so ist- immer mehr und mehr- 5 Milliarden, 8 Milliarden demnächst 10 Milliarden- "Weshalb denn Aufhören mit dem so erfolgreichen Konzept?" sagte der Choleraerreger als man Ihn darauf Aufmerksam zu machen versuchte dass er sich gerade zu Tode sigt und mit seinem befallenen Organismus untergehen wird, Untergehen MUSS !...
    Genauso ist das auch mit dem Krankheitserreger Namens Mensch - weiter, immer weiter, mehr,immer mehr - nur SO ermittelt und erzielt "man" "Erfolg" ! ...
    GUTE NACHT !!!
  • vom Ziel zum Start

    29.08.2016, Ulrich Heemann
    Karl Bednarik hat Recht. Näher an der neuronalen Situation bedeutet das, dass eine Verbindung zum positiven Objekt erst geschaffen werden kann, wenn das positive Objekt gefunden wurde. Dann erst kann die Verbindung zum nächsten Objekt, also z.B. zum letzten Zugangsweg geschaffen werden und von dort aus zu einem etwas "älteren", davor liegenden Objekt und so weiter. Alles andere wäre gar nicht sinnvoll, denn sonst müsste man sich alle sinnvollen und auch sinnlosen Wege merken - eine heillose Aufgabe, die neurologisch auch nur schwer umsetzbar wäre.
  • Die Rolle der Wachstumsfaktoren

    29.08.2016, Michael Rückert, Bergisch Gladbach-Refrath
    Professor zur Hausen empfiehlt leider keine Ernährungsumstellung in Richtung vegan ohne tierisches Eiweiß und tierisches Fett. Stattdessen propagiert er eine weitere Impfung. So wie er es schon beim Thema Gebärmutterhalskrebs tut. Hier wäre die Lösung viel einfacher: Die Frauen sollten die Männer vor dem Sex auffordern, ihren Penis gründlich zu waschen. Denn das Papillom-Virus sitzt im Smegma. Die Penis-Beschneidung hat darin ihren medizinischen Sinn. Sie ist in unserem Kulturkreis natürlich nicht umsetzbar.

    Professor zur Hausen hält eine Ernährungsumstellung deswegen für nicht sinnvoll, weil wir angeblich alle schon durch unsere kindliche Ernährung mit Milchprodukten "infiziert" sind. Zusätzlich zu epidemiologischen Betrachtungen wären Vergleichsuntersuchungen mit seinen biogenetischen Methoden von Veganern einerseits und "Normalessern" andererseits aussagekräftig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die permanente Zufuhr von Wachstumsfaktoren über tierische Produkte weniger Einfluss haben sollte als eine "Startinfizierung" in der Kindheit.
  • Modelle für das Unfassbare

    28.08.2016, Rainer2507
    Bravo, eine aus meiner Sicht voll zutreffende Beschreibung. Wobei es Forschern allgemein leichter fällt neuen Entdeckungen aufgeschlossen zu sein, als Wissenschaftlern.
  • Was ist Wahrheit?

    28.08.2016, Manfred Selck
    Wahrheit ist die praktischste Theorie. Wenn ich vor mir ein Glas Bier auf dem Tisch sehe, ist es meistens unpraktisch anzunehmen, es stände unter dem Tisch. Dann würde es vergeblich zu fassen suchen und durstig bleiben. Wenn es aber nur eine Spiegelung wäre oder ein Hologramm, müsste ich meine Theorie natürlich verbessern um etwas zu trinken zu bekommen.
  • "Realität" ? -Wirklichkeit !

    28.08.2016, Daniel Hage
    Wenn Sie in Ihrem Artikel den Begriff der "Realität" vermeiden würden
    und statt dessen schrieben, "Modelle welche sich der WIRK-lichkeit annähern"
    DANN hätten Sie beinahe den Stein der Weisen getroffen- aber eben nur beinah !
    "Realität ist" was sich das Menschenhirn mit all seinen evolutionären Beschränktheiten in jedem Augenblick so von der Welt zusammenzimmert- "Wirklichkeit" aber ist das was in jedem Moment Neu WIRD und was wir nur Rudimentär zu erfassen vermögen- Sandkörnchen um Sandkörnchen dazugewinnend vom Strand des Grossen Meeres des Werdens, Vergehens und bleibenden Seins !
    Ich schreibe diese Worte zum Gedenken an Prof. Hans Peter Dürr !
  • Absolute Wahrheiten - vielleicht gibt es sie doch? (Und vielleicht finden wir sogar welche.)

    28.08.2016, Hans-Jürgen Steffens
    Am Beitrag "Ist das noch Wissenschaft - oder kann das weg?" ist eigentlich nichts auszusetzen (was man bei der vita des Autors auch nicht erwarten sollte). Dass ich mich dennoch dazu äußere, liegt an einer Haltung vieler Naturwissenschaftler, die von außen als defensiv empfunden wird und von innen vielleicht auch so gemeint ist. Diese Haltung wird besonders deutlich im letzten Abschnitt in der Formulierung "Die Naturwissenschaft produziert keine Wahrheiten. Sie produziert immer bessere Modelle der Realität".

    Letzteres ist unbestritten. Aber gilt nicht auch ersteres? Betrachten wir den Sachverhalt der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit. Ist das keine Wahrheit, die die Naturwissenschaft experimentell "produziert" hat? Interessanterweise gerade durch den Verzicht auf ein Modell (i.d.Fall des Äthers). Haben wir es hier nicht mit einer Wahrheit zu tun, die man vielleicht nur deshalb nicht absolute Wahrheit nennen, weil die Phantasie (sie muss dann natürlich schon sehr wild sein...) es zulässt, dass es in Zukunft auch mal anders sein könnte?

    Die oben angedeutete defensive Haltung mag ein Grund dafür sein, dass man sich zum Zwecke der Immunisierung auf den Aspekt der Modelle konzentriert und sich deshalb weniger angreifbar macht. Aber sind die Modelle nicht nur ein Mittel zum eigentlichen Zweck, nämlich das Naturgeschehen "algorithmisch" erfassen zu können? Was hin und wieder zu kurz kommt: Die Natur richtet sich letztlich nicht nach unseren Modellen, sondern nach eigenen Gesetzen, eben den Naturgesetzen. Dass es überhaupt welche gibt, ist ja schon erstaunlich genug und dass sie sich sogar mathematisch fassen lassen, ist eigentlich ein Wunder.
    Wäre es nicht an der Zeit, dass Naturwissenschaftler mehr Zivilcourage zeigten und feststellen: Die Naturgesetze unabhängig von unseren Modellen und sie sind objektiv! (Man sollte der Fairness halber feststellen, dass es solche Physiker gibt. Den leider verstorbenen Physiker Heinz Oberhummer würde ich dazu zählen.)

    Sollte man sich langsam also nicht doch wieder von seiten der Naturwissenschaftler ein Herz fassen und etwas selbstbewußter formulieren: Ja wir produzieren Wahrheiten und manche von diesen Wahrheiten halten wir für absolut. So absolut, dass wir es ablehnen, etwa wenn uns jemand ein perpetuum mobile "verkaufen" möchte, darüber überhaupt in einen (ergebnisoffenen) Disput einzusteigen.

    MfG H.-J. S.

    P.S. Im Teaser des Artikels wird der Begriff "absolute Wahrheit" im Kontext der Naturwissenschaften thematisiert. In diesem Sinne habe ich meinen Beitrag formuliert. Fasst man den den klassischen Begriff der Naturwissenschaften ein klein wenig weiter und lässt ihn in die Mathematik etwas "hineinschmecken" (Oberhummer s.o. tut dies recht explizit), dann würde ich überhaupt keine Hemmungen mehr haben, von der Existenz absoluter Wahrheiten zu sprechen. Einfaches und dennoch nichttriviales Beispiel betrifft die Existenz einer unbeschränkten Menge von Primzahlen. Auch darüber liesse ich nicht mit mir reden.
  • und der indirekte Einfluß bei unabhängigen Studien?

    27.08.2016, Bettina
    durch vorauseilenden Gehorsam werden vermutlich die Ergebnisse noch mehr in Richtung der Wünsche der Pharma und Lebensmittelindustrie vefälscht, selbst wenn eine Studie unabhängig finanziert wurde, hofft man in Zukunft vielleicht auf Geld der Firmen.
  • Problemlösungswege

    27.08.2016, Karl Bednarik
    Ganz allgemein werden Problemlösungswege vom Ziel ausgehend im Rückwärtsgang entwickelt.
    Zum Beispiel:
    Um das Öl aus dem Behälter zu holen, benötigt man ein Loch.
    Um das Loch zu machen, benötigt man einen Bohrer.
    Um den Bohrer anzutreiben, benötigt man eine Bohrmaschine.
    Um die Bohrmaschine zu bekommen, benötigt man ein Geschäft.
    Um das Geschäft zu finden, benötigt man ein Telefonbuch.
    Sobald man den Problemlösungsweg ermittelt hat, wird er dann im Vorwärtsgang realisiert.
  • Das musste jetzt aber nicht sein...

    26.08.2016, bossel
    "China unternahm im letzten Jahrzehnt große Anstrengungen, um die Abstammung seiner Bevölkerung" von einer chinesischen Urbevölkerung zu beweisen. Viel mehr ist das nicht.

    Entscheidender Punkt:
    "Wie Untersuchungen verschiedener chinesischer Bevölkerungsgruppen zeigen, stammen 97,4 Prozent ihrer genetischen Merkmale vom prähistorischen modernen Menschen aus Afrika ab."
    Womit klar ist, dass ein Großteil dieses Artikels sich mit nationalchinesischem Nonsens beschäftigt. Da erwarte ich von Spektrum doch etwas höhere Qualität.
    Glücklicherweise gibt es (wie im Artikel erwähnt) auch in der VRC Wissenschaftler, die nicht dem idiotischen China-zuerst-Wahn verfallen sind, aber das sollte doch eher ein Grund sein, solchen Spinnern wie Wu Xinzhi eben kein Forum zu bieten. Muss man fürchten, hier noch Erich von Däniken als wissenschaftlichen Autoren zu finden?

    "die meisten chinesischen Stücke, einschließlich der besten Exemplare wie etwa der Yunxian- und der Dali-Schädel, sind nur einer Hand voll chinesischer Paläontologen und ihrer Kooperationspartner vorbehalten."
    Bleibt zu hoffen, dass sich das bald ändert. Rechnen sollte man damit aber nicht unbedingt.
  • harald-zur-hausen-multiple-sklerose-durch -fleischkonsum

    26.08.2016, Bringmann
    ein toller Artikel. Auch für Laien verständlich und nachvollziehbar. Außerdem spannend geschrieben.
  • Fleisch ist ungesund

    26.08.2016, Markus
    Würden die Menschen nicht ignorieren, wie und unter welchen Umständen Fleisch produziert wird, gäbe es diese Fragen nicht, denn dann würden sie einfach auf Fleisch verzichten. Je ungemütlicher die Wahrheit ist, desto vehehemter wird sie ignoriert.
  • Hieß die Baufirma

    25.08.2016, rap
    der zusammengebrochenen Gebäude vielleicht Mafia?
    Soll ja vorkommen dass die dort Dienstleistungen übernimmt...
    Von der Giftmüll"entsorgung" bis hin zum nicht normgerechten Baugewerbe...
  • Wer forschen will braucht Geld

    25.08.2016, Peter Weppen
    Zumindest an deutschen Universitäten geht mit den Haushaltsmitteln nicht viel, gerade einmal die Finanzierung der Kosten für Büro und Telefon lassen sich damit bestreiten. Angewandte Forschung (nicht nur Pharma und Medizin, auch Ingenieure, Naturwissenschaftler, Informatiker) greifen gern zu, wenn Unternehmen Forschungsgelder ausloben. Welcher Zuwendungsempfänger möchte sich solche Quellen für alle Zukunft verbauen? Die Angabe von Interessenkonflikten oder Geldgebern in einer Publikation ist doch bestenfalls ein Placebo für die Seele. Als Leser ist man dann gewarnt, dass eine Studie oder ein Forschungsergebnis möglicherweise/wahrscheinlich einen signifikanten Bias hat. Soll man das Ergebnis dann vorsorglich uminterpretieren oder besser ganz ignorieren?
    Eine objektivere Forschung kann es nur geben, wenn die Universitäten und Forschungsinstitute mehr Grundfinanzierung zur Verfügung haben. Die Offenlegungspflicht jedenfalls hält Forscher nicht davon ab mit spendablen Firmen im Geschäft zu bleiben und deren (und den eigenen) Interessen dienlich zu sein.