Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • C.F. von Weizsäcker und Integration in der Wissenschaft

    14.06.2007, Henryk Smykowski
    Ihren Artikel über Carl Friedrich von Weizsäcker habe ich mit Vergnügen gelesen und habe leider erst jetzt genügend Zeit gefunden, mich dazu zu äußern. Im Grunde genommen möchte ich lediglich eine Ihrer Äußerungen kommentieren, die Sie jedoch als abschließende Beurteilung hochgewertet haben, nämlich Ihre Überzeugung über die "Selbstzersplitterung des (wissenschaftlichen?) Weltbilds" oder, wie Sie es gleich darauf formulierten, über den "Zerfallsprozess der Naturwissenschaften". Wenn Sie dabei die engstirnigen Spezialisten meinen, die isoliert von den übrigen Wissenschaften forschen, dann stimme ich Ihnen zu. Sicherlich gibt es immer mehr solche "Fachidioten", es gibt allerdings auch viele erfolgreiche Integrationsprozesse, die das Zusammenwirken, die Kohärenz der Naturwissenschaften kräftigen. Ich bin der Meinung, das diese Tendenz doch noch zu dominieren scheint.
    Ich sehe eher ein Problem in der Kluft zwischen den Human- und den Naturwissenschaften, die weit tiefer ist als diejenige, die vor über 100 Jahren die Biologie von der Physik und der Chemie trennte. Diese Kluft wurde Anfang des 20. Jh. mit großem Engagement vieler Physiker und Chemiker, jedoch gegen den Willen vieler Biologen, überbrückt. Dasselbe wird, meiner Meinung nach, auch mit der erstgenannten Kluft passieren. Einzelne Disziplinen, wie Psychologie oder Paleoantropologie, haben bereits den Anschluß an die Naturwissenschaften gefunden. Es liegt im Interesse der gesammten Menschheit, dass sich die Sozialwissenschaften den Methoden der Naturwissenschaften möglichst schnell öffnen und weiterentwickeln sollten, um bei den Lösungen der immer komplexer werdenden sozialen Probleme angewendet werden zu können. Solche Integrationsprozesse betrachte ich nicht als Donquichotterie und möchte mich dabei, wie Sie weiter sehen werden, aktiv beteiligen.
  • Unterschiedliche Vorgänge

    12.06.2007, Olaf Wachsmuth, Meine
    Enttäuscht, wenn nicht sogar verärgert, war ich, als ich feststellen musste, dass Sie die Begriffe „Eichen“ und „Kalibrieren“ nicht unterscheiden. Meines Wissens ist das Eichen ein Rechtsakt, bei dem nur festgestellt wird, ob ein Messmittel geeignet ist, damit Handel (oder medizinische Arbeiten) durchzuführen. Beim Kalibrieren hingegen wird die Abweichung des angezeigten vom wahren Wert ermittelt und gegebenenfalls korrigiert und die verbleibende Messunsicherheit festgestellt.
    Es kann sein, dass auch diese Definition nicht vollständig ist. Prinzipiell sind nichtsdestoweniger „Eichen“ und „Kalibrieren“ zwei völlig unterschiedliche Vorgänge.
    Antwort der Redaktion:
    Zwar ist das Eichen laut der neuesten Auflage der Brockhaus-Enzyklopädie von 2006 tatsächlich ein per Gesetz geregeltes Verfahren „zur Richtighaltung der Messgeräte für den gesamten geschäftlichen und amtlichen Verkehr“. Dieser Quelle zufolge wird der Begriff „Eichen“ im „Sprachgebrauch der Technik über das amtliche Eichen hinaus im Sinne von Justieren und/oder Kalibrieren verwendet.“ Genau das haben wir im vorliegenden Text getan.

  • Müssen wir umdenken?

    12.06.2007, Hans Dieterle, Steinach
    In geschichtlichen Maßstäben gemessen glaubte die Elite der Wissenschaft noch vor sehr kurzer Zeit, dass die Erde den Mittelpunkt des Weltalls darstelle, um den sich alles dreht. Dann vor ca. hundert Jahren identifizierte man die verschwommenen Nebelgebilde am Nachthimmel als ferne Galaxien. Vor wenigen Jahrzehnten war selbst Einstein anfänglich noch von einem statischen Kosmos überzeugt. Heute dagegen versuchen wir mit immer neuen Theorien eine Welt zu ergründen, die einen „Anfangspunkt“ hat und maßen uns an, die physikalische Wirklichkeit dieses Ursprungs mit mathematischer Spitzfindigkeit in eine Formel zu zwingen.
    Haben wir moderne Zeitgenossen uns vielleicht wieder einmal voreilig auf ein Weltbild versteift, von dem wir glauben, das sei nun alles? Dunkle Materie und dunkle Energie ließen sich sehr einfach als die verwandelten Überreste früherer Welten erklären, in die wir gravitativ eingebunden sind. Ebenso ließe sich die seltsame filamentartige Anordnung ferner Galaxienhaufen plausibel interpretieren - ihre verborgenen/dunklen Strukturen bestehen schon seit Urzeiten. Urknall-Explosionen sind nach dieser Weltsicht ganz „alltägliche“ kosmische Ereignisse. Ein Teil der durch Satelliten-Beobachtung registrierten Gamma-Blitze könnten daher auch als Urknall-Signale ferner Weltregionen gedeutet werden. Hat vielleicht einmal ein naher Gammablitz auch unsere Erdenregion getroffen und einen Großteil des damals existierenden Lebens ausgelöscht? (Müsste in geologischen Formationen nachweisbar sein.)

    Eine neu entstehende kosmische Aktivitätszelle (Zündmechanismus unbekannt) erfasst auch benachbarte Weltregionen und wandelt bereits erloschene (dunkle) Galaxien zu neuen Gebilden um: Kondensationskerne für neue Strukturen. Die allgegenwärtigen kosmischen Staubwolken könnten als verdampfte Planeten-/Sonnensysteme und Super-Nova-Reste früherer Welten gedeutet werden. Auch würde das Sommersprossengesicht der kosmischen Hintergrundstrahlung bestens in diesen Rahmen passen.
    Es würde sich nach meiner Ansicht lohnen, die gesamten offenen Fragen der heutigen Kosmologie einmal auf diese ketzerischen Überlegungen hin abzuklopfen.


  • Kritische Software

    11.06.2007, Roland Schmitt, Münster (Westf.)
    Ich bin nicht sicher, ob der Essay aus heutiger Sicht die richtigen Schwerpunkte setzt. Er erweckt vielmehr den Anschein, als seien die Glaubenskriege, die uns vor mehr als 30 Jahren beschäftigt haben, immer noch am Lodern. Diese bieten zwar amüsanten Hintergrund für einen Essay, lassen aber auch den Elfenbeinturm durchschimmern, der Theoretiker und Praktiker bei diesem Thema sehr früh voneinander trennte.

    Programmiersprachen sind in erster Linie nach dem zu beurteilen, was sie leisten sollen. Kriterien, die letztlich unter Ästhetik subsummiert werden können, sind demgegenüber nachrangig.

    Für die Zuverlässigkeit kritischer Software, beispielsweise für den sicheren Betrieb eines Passagierflugzeugs oder für die Steuerung eines Kernkraftwerks bildet die bei der Konstruktion dieser Software verwendete Programmiersprache das entscheidende Fundament. Eine solche Programmiersprache muss sowohl den Programmierer bestmöglich vor unbeabsichtigten eigenen Fehlern bewahren als auch die Qualitätssicherung wirkungsvoll unterstützen: Dabei geht es darum, verbleibende Fehler – das können auch böswillig verursachte (Sabotage) sein – rasch und mit hoher Sicherheit zu erkennen sowie sicherzustellen, dass das Endprodukt exakt den Spezifikationen entspricht.

    Derartige Anforderungen erfüllen gewiss nicht alle Programmiersprachen. Bei den meisten der von Herrn Hayes erwähnten Sprachen waren sie vermutlich auch kein Design-Kriterium. Das waren sie aber explizit bei der Sprache Ada, die Herr Hayes nur kurz und in eher unfreundlichem Kontext erwähnt.
    Um nicht in den Verdacht zu geraten, Glaubenskrieger für Ada zu sein: Ada ist sicher nicht die einzige Programmiersprache, die für kritische Software geeignet ist. Mit entsprechend Programmierdisziplin, deren Einhaltung allerdings durch strenge Kontrolle sichergestellt werden muss, können auch etliche andere Programmiersprachen eingesetzt werden (Herrn Hayes' Lieblingssprache LISP eher nicht). Bei Ada wird diese erforderliche Programmierdisziplin aber bereits weitgehend durch die Sprache selbst erzwungen, Kontrolle ist insofern also nicht erforderlich. Naturgemäß ist daher Programmieren in Ada kein Freizeitvergnügen, für poetische Freiheit ist wenig Raum, aber das muss so sein.

  • Anregung zum "doch lieber vergessen"

    10.06.2007, Thomas Schneider, Köln/Dresden
    In dem Film "The Final Cut" mit Robin Williams wurde der Ansatz der kompletten Speicherung aller Erinnerungen auf einer Art Chip bereits 2004 thematisiert. Was in dem Artikel "Erinnerung total" wohl viel zu kurz kommt, wird hier besonders hervorgehoben:
    Inwieweit verändere ich mein Verhalten, wenn ich weiß, dass ich rund um die Uhr aufgezeichnet werde? ("Was denken die Leute in 30 Jahren von mir?")
    Inwieweit werden gar Menschenrechte verletzt - vertrauliche Informationen, evtl. einfach nur äußerst persönliche Informationen, natürlich ganz zu schweigen vom Missbrauch dieser Daten?

    Der Film "spielt" auch mit Menschenrechtsbewegungen gegen die "totale Aufzeichnung" und einer Untergrund-Szene, die sich mit dem Loswerden solcher Implantate beschäftigt.
  • Zu "Beleidigende Vorurteile" von PD Dr. Rainer Oesterreich

    10.06.2007, Dr. B. Lehnemann
    Ich bezweifle nicht, dass Arbeitslosigkeit häufig eine schwerwiegende psychische Belastung darstellt. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Höhe der Alimentierung von Nichtarbeit einen Einfluss auf das Mindestgehalt hat, bei dem Arbeit für den Betreffenden (finanziell) attraktiv wird. Ich halte den Einfluss dieses Sachverhalts auf die Arbeitslosenzahlen für größer als die im Artikel beschriebene (temporäre) Friktionsarbeitslosigkeit. Es entspricht schlichtweg ökonomischer Rationalität, in einer derartigen Situation für einen vergleichsweise sehr geringes Zusatzeinkommen eben keine Arbeitsstelle anzunehmen.
    Herrn Oesterreichs Vergleich mit anderen europäischen Staaten anhand der nackten Arbeitslosenzahlen und der Höhe der Sozialleistungen greift m.E. zu kurz, worauf auch die Zuschrift zum gleichen Artikel von Herrn Jörg Michael hinweist.
    Im übrigen wird weder jede offene Stelle ausgeschrieben und statistisch erfasst, noch können die Stellen erfasst werden, die entstehen würden, wenn Arbeitsstellen, deren Netto-Wertschöpfung derzeit unterhalb der Zuwendungen für Arbeitslose liegt, besetzt werden könnten. Insofern halte ich die Rechnung "Arbeitssuchend Gemeldete minus gemeldete offene Stellen gleich verbleibende Arbeitslosigkeit" nicht für unabhängig vom Niveau der Transferleistungen und damit in der gegebenen Form für nicht aussagefähig in Bezug auf das diskutierte Problem.
  • Meine Lieblingssprache ist LOGO

    08.06.2007, Norbert Fornefeld, Lippstadt
    Zum Ende des Essays fiel mir ein, welche meine Lieblingsprogrammiersprache ist.

    Als Lehrer habe ich in den 1980er und 1990er Jahren mit LOGO gearbeitet. Ich wünsche mir jetzt allerdings eine zeitgemäße Version. Ein deutsches LOGO mit farbigen und durchnummerierten Klammern, farbigen Hervorhebungen von Schlüsselwörtern usw.
    Dieses neue LOGO sollte in einer funktionalen Sprache implementiert sein, nicht wie damals in einer imperativen Sprache (Turbo Pascal). Es sollte die Option bieten, dll-Dateien einzubinden, z. B. zum Rechnen mit sehr langen Ganzzahlen. Eventuell sollte es objektorientiert sein und einen UML-Editor aufweisen.

    Außerdem würde ich gern einen Artikel über eine Klassifizierung der gesprochenen Sprachen lesen. Darin sollten nicht die üblichen Verwandschaftsverhältnisse der Sprachen aufgeführt sein. Der Artikel sollte vielmehr nach ähnlichem Lautumfang, Klang und Aussprache, ähnlicher Wortbildung, Schachtelung, Verwendung bestimmter Wortarten, Nutzung von Modi und Tempora gegliedert sein. Hat die Sprache komplizierte Flexionsformen, ist sie agglutinierend oder isolierend? Ist sie weit verbreitet, sprachlich und schriftlich leicht erlernbar?
    Antwort der Redaktion:
    Zur Klassifizierung der gesprochenen Sprachen: Zu diesem Themenkreis haben wir das Sonderheft Evolution der Sprachen veröffentlicht, das immer noch lieferbar ist. Ich fürchte allerdings, dass Sie auf Ihre weiter gehende Frage in diesem Sonderheft keine Antwort vorfinden werden. Es gibt ein groß angelegtes Projekt, das sich einer Klassifizierung in Ihrem Sinne widmet: den "World Atlas of Language Structures" des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Vielleicht hilft Ihnen die Website http://www.eva.mpg.de/lingua/files/wals.html des Projekts weiter.
    Christoph Pöppe, Redaktion
  • 600-Seiter mit einer neuen physikalischen Theorie

    06.06.2007, Jörg Gäthje, Köln
    Sehr geehrter Herr Breuer,

    Sie schreiben "Einmal erhielt ich einen 600-Seiter mit einer neuen physikalischen Theorie. Der Autor würde mich an dem bei Publikation fälligen Nobelpreis mit 25 Prozent beteiligen. Die Adresse des Absenders war eine JVA in Berlin, ich lehnte ab."

    Welche Theorie wurde dort aufgestellt?

    Mit freundlichen Grüßen

    Jörg Gäthje
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Gäthje,



    von „Theorie“ zu sprechen war in dem erwähnten Fall – wie in den allermeisten ähnlich gelagerten – schon viel zu freundlich gesagt. Vielmehr sind das mehr oder weniger krause Kompilationen aus falsch verstandenem Elementarwissen aus der Physik, zusammengerührt mit reichlichen absurden Eigenzutaten. Die Unterlagen des bestimmten Herrn habe ich dazu gar nicht mehr, aber die Details sind auch nicht erwähnenswert.



    Ich will solche Elaborate nicht generell despektierlich kommentieren. Zumeist sind sie Produkte, die in intellektueller Isolation entstehen, ohne den Stand der Forschung auch nur zur Kenntnis zu nehmen – und meistens nicht einmal den Stand, wie er in der Grundvorlesung Theoretische Physik 1-4 gelehrt wird. Hier sehe ich also oft eher eine gewisse persönliche Tragik im Vordergrund als einen Beitrag zur Wissenschaft.



    Besten Gruß



    Reinhard Breuer

  • Der Einfluss der Öllobby

    04.06.2007, R. Pietzsch, Schmalkalden
    Der Einfluss der Öllobby bei der Begriffswahl "Kraftstoffe der 3. Generation" ist nicht zu übersehen. Die Bezeichnung soll suggerieren, dass es sich um "bessere" Kraftstoffe als die der 1.Generation handelt. Dabei gilt als einziges Kriterium die Nettoenergiebilanz und nicht die Affinität zu mineralischen Kraftstoffen. Und die ist bei synthetischen Kraftstoffen miserabel. Um die erforderlichen hohen Drücke und Temperaturen beim Fischer-Tropsch-Verfahren zu erzielen, ist jede Menge Energie nötig. Außerdem beinhaltet das Synthesegas bereits ein hohen Anteil CO2, d.h. Kohlenstoff aus der Biomasse, der nicht mehr in die gewünschten Alkane umgewandelt werden kann. Dagegen ist zur Herstellung von Biodiesel und Bioethanol deutlich weniger Energie erforderlich, auch wenn Pimentel und Patzek das Gegenteil behaupten. Doch betrachtet man deren Veröffentlichungen fällt auf, dass z.B. zur Destillation Wasserdampf verwendet werden soll, obwohl es Vakuumdestillationsverfahren gibt, für die Umgebungswärme oder Solarwärme ausreicht. Vielleicht kennt man das in Amerika noch nicht. Außerdem werden in nicht einem Fall die gesamten Pflanzen bilanziert, sondern nur der öl- oder stärkehaltige Anteil. Der Rest der Pflanze, der z.B. zur Prozesswärmeerzeugung dienen könnte, verschwindet aus der Bilanz.
    Es ist ziemlich sicher, dass die gescholtene "1. Generation" von Kraftstoffen, voran Bioethanol in Form von E85 weltweit in Zukunft eine größere Rolle spielen wird, als die hochgelobte 3. Generation, wenn auch vielleicht nicht im Öllobbyland Deutschland.
  • Kleiner Schreibfehler

    03.06.2007, Rainer Siegle, Schwaikheim
    Auf S. 29 sollte es in der rechten Spalte im zweiten Absatz Philanthropin heißen.
  • Wichtige Aspekte fehlen

    02.06.2007, Dr. Volker Typke, Ulm
    Dies ist ein netter, lesenswerter Artikel, in dem jedoch wichtige Aspekte fehlen. So wird z. B. nicht erwähnt, dass für alle "wichtigen" Sprachen (also: Sprache weltweit eingesetzt und von "allen" Computer-Herstellern unterstützt) ein regelmäßiges Update durch die ISO vorgesehen ist, durch das den Entwicklungen der Informatik und der Hardware Rechnung getragen wird. So hat Fortran ca. 4 major upgrades durchlaufen, und das aktuelle Fortran (Fortran2003) hat nur noch geringfügige Ähnlichkeit mit dem Ur-Fortran von 1955; es ist vielmehr als voll objektorientierte Programmiersprache einzustufen.
  • Vesto Slipher

    01.06.2007, Wolfgang Steinicke, Umkirch
    In diesem Beitrag ist Ihnen auf S. 35 ein kleiner Fehler unterlaufen. Dort heißt es "... seines Kollegen Vesto Slipher vom Lick-Observatorium bei San Francisco ...".
    Slipher hat seine Messungen natürlich am Lowell Observatorium, Flagstaff, gemacht.
  • Irrtümer durch Fehlmessungen

    31.05.2007, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Wenn man schon den Absolutheitsanspruch vertritt, keine einzige Reliquie der Christenheit sei echt, so sollte man doch berücksichtigen, dass auch die Naturwissenschaft Irrtümern - hier Fehlmessungen - unterliegen kann, so beim angeführten Turiner Grabtuch (TG) im Jahre 1988: Die Radiokarbonmethode darf nur bei organisch "reinen" Stoffen angewandt werden und führt bei "verschmutzten" Materialien zur verkürzten Altersbestimmung! So beim TG (Datierung ins 13./14. Jahrhundert), dessen Proben Umwelteinflüssen wie Weihrauch, Kerzenruß und sogar Brandspuren ausgesetzt waren, wodurch der ursprüngliche Kohlenstoffanteil (Konzentration) des zerfallenden C 14 - Isotops verfälscht wurde.
    Für die Echtheit des TG spricht vielmehr - das ist freilich noch kein Beweis -, dass ein Gremium unabhängiger, internationaler Wissenschaftler bei dessen Analyse zahlreiche Übereinstimmungen mit bekannten Fakten aus der Zeit Christi festgestellt hat, wie etwa: Pollenkörner im Gewebe und Texturen des Tuchgewebes aus dem damaligen Raum Palästina, Abdrücke römischer Münzen, Kreuzigung durch Handgelenke statt durch Handteller, Konvergenz zu den Passionsberichten der Evangelien. Übrigens handelt es sich beim Abbild auf dem TG um den nicht erklärbaren "Negativabdruck" eines menschlichen Körpers, der wiederum erst im fotografischen Negativ "positiv", also real, erscheint.
  • Methanogene Blattbesiedler übersehen

    29.05.2007, Dr. Gero Benckiser, Gießen
    Der Artikel von den Physikern Keppler, Röckmann, die ihre Ergebnisse vor geraumer Zeit in Gießen vortrugen, erwähnt mit keinem Wort, dass Mikroorganismen zahlreich die Phyllosphäre von Pflanzen besiedeln. Darunter dürften sich auch methanogene Bakterien befinden, die bei der Umwandlung von CO2 oder Acetat in CH4 Energie gewinnen und als Folge Methan freisetzen. Pflanzen versuchen den stomatären Bereich vor mikrobieller Besiedelung zu schützen, um ein Eindringen in den interzellulären Bereich zu verhindern. Dies gelingt weitgehend aber nicht immer vollständig. Methanogene Blattbesiedeler könnten daher durchaus für sie günstige Lebensumstände vorfinden und Methan, das die Autoren dem pflanzlichen Metabolismus zu schreiben, an die Atmosphäre abgegeben.

  • Danke

    28.05.2007, Dr. Karl Vörckel, Grünberg
    Lange habe ich nichts mehr gelesen, wo etwas derart Kompliziertes derart fasslich dargestellt wird.
    Danke
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