Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • unbrauchbare Mixtur

    28.10.2004, Rüdiger Biesold
    Wieso soll für Homo sapiens nicht gelten, was sonst biologischer Standart ist? Homo betrachtet durch eine normale Biologenbrille hätte allein wegen der Hautfarbe zur Aufstellung von Arten geführt; möglicherweise wären die dann später wegen der offensichtlichen fruchtbaren Kreuzbarkeit auf Rassestatus zurückgesetzt worden.
    Man möge sich erinnern; der Streit um Art oder Rassestatus des Neandertalers ist noch keineswegs beendet und schon wird einem verzwergten Deszendenten sofort ein eigener Artstatus zugebilligt. Schließlich ist diese ganze Diskussion sehr abhängig vom Zeitpunkt der Betrachtung eines Stammbaumes, die sehr frühen Glieder einer Neuentwicklung sind kaum voneinander zu unterscheiden, die Endglieder gehören unterschiedlichen Gattungen bis Reichen an (je nach Länge der Betrachtungszeit). Nur für den rezenten homo sapiens soll das alles nicht gelten?
    Wenn damit darauf abgehoben werden soll, daß eine unterschiedliche Rassezugehörigkeit keinerlei Wertunterschied rechtfertigt, dann ist das richtig. Aber diese Wertvorstellungen sind nicht biologisch; eine Amsel und eine Singdrossel sind auch nicht unterschiedlich wertvoll. Hier werden einfach biologische Standarts für die Gattung homo (rezent) ignoriert aus politischen Gründen oder aus Gründen mangelnder Reflektion. Das Ergebnis ist dann so eine Art Negativ-Rassismus von der Art eines Herrn Mugabe, der führt nicht weiter und hat ähnlich fatale politische Ergebnisse wie Rassismus.
    Am Ende wird dann auch noch darauf verwiesen, daß vielleicht ashkenasische Juden einen relevanten Rasseunterschied haben könnten. Da wird die schiefe Geisteshaltung der Autoren endlich deutlich. Beginnend damit, daß Jude ein religiöser Begriff ist, weder ein biologischer noch ein staatspolitischer. Es ist von abgegrenzten Inselpopulationen abgesehen kein Bezug zwischen biologischer und religiöser Zugehörigkeit erkennbar. Es gibt aber einen Anspruch dieser religiösen Gruppe, etwas besonderes zu sein; wird hier etwa versucht diesen religiös begründeten Anspruch biologisch zu unterstützen? Eine höchst fatale Konsequenz. Genau in diesem Sinne ist der Begriff der Rassezugehörigkeit von homo nicht nur unbrauchbar sondern gefährlich. Insoweit widerlegt sich der Artikel selbst.
  • Titel

    28.10.2004, Ingrid
    Hallo,
    mein Lebendgefährte ist durch eine Chemotherapie inkomplett querschnittsgelähmt..keiner kann einem so richtig sagen, was man da tun kann....welche Therapien Sinn machen etc....
    bin für jeden Tipp/Rat dankbar
    little_dream12003@yahoo.de

    DANKE!!
    Ingrid
  • Titel

    25.10.2004, Silvia Pham
    Wie sollen Magneten gegen Depression helfen?
    Wir kennen jemanden,der die Kraft des Magnetismus nutzt um sich vor der gefährlichen Strahlung von Handys,Computern usw. zu schützen.
    Macht das Sinn?
  • Die größte wissenschaftliche Herausforderung...

    24.10.2004, Ingo-Wolf Kittel
    "Die größte wissenschaftliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts könnte [eher] sein, die Wiederauferstehung und Propagierung einer schon im 19. Jahrhundert einmal gepflegten G e h i r n m y t h o l o g i e auf höherem [...] Niveau zu erkennen und zu verhindern, gegen die sich [der Psychiater] Karl Jaspers am Anfang des gerade vergangenen schon einmal wenden musste... "

    Aus dem Beitrag "Respekt!" zu dem wissenschaft-online-Forum "Hirnforschung mit Folgen". Es wurde gestartet, als ein Gedankenaustausch zwischen Prof. Dr. Wolf Singer, Frankfurt, und Prof. Dr. Thomas Metzinger, Mainz, in Form eines Interviews durch Herrn Dr. Carsten Könneker - redaktionell unter der irreführenden Rubrik "Streitgespräch" mit dem provokanten Titel "Ein Frontalangriff auf unsere Menschenwürde" versehen - in der Ausgabe 4/2002 von 'Gehirn & Geist' veröffentlicht worden war. Das Gespräch wurde dabei mit der redaktionellen Bemerkung eingeleitet, in der Hirnforschung bahne sich die größte wissenschaftliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts für unsere Gesellschaft an.

    Mittlerweile wurde in G&G 5/2004 mit dem bemerkenswerten Interview von Prof. Dr. Peter M. S. Hacker, Oxford, einem in der angelsächsischen Philosophie weithin bekannten Wittgenstein-Spezialisten, das von ihm und dem renommierten Neurophysiologen Prof. Dr. Maxwell R. Bennett, Sydney, (s. G&G 6/2004, S. 7; im Verlag Blackwell, Oxford 2003) publizierte Buch 'Philosophical Foundations of Neuroscience' vorgestellt. Die beiden Autoren analysieren in diesem umfangreichen Werk alle wesentlichen Voraussetzungen der Wissenschaften, die sich auf die Neurobiologie stützen. Ihre Ergebnisse sind ernüchternd. Wenn davon offenbar vollkommen unbeeindruckt in G&G weiterhin geradezu maßlos überzogen erscheinende Einschätzungen der Tragweite neurobiologischer Forschungen vorgetragen werden, stellt sich die Frage nach der Informationsbasis von Redaktion und Mitarbeitern sowie ihrer journalistischen Unabhängigkeit und vor allem: ihrer Objektivität.
  • Titel

    21.10.2004, Jana
    Hallo Karina,

    mir geht es genau wie Dir. Ich wurde ebenfalls ohne Gebärmutter, oder vielmehr nicht richtig ausgebildete Gebärmutter geboren. Wenn Du willst können wir uns schreiben.

    Gruß Jana
  • kompliziertes Gehirn

    21.10.2004, Rüdiger Biesold
    Außer den Synästhetikern gibt es auch Leute, die Bilder mit Tönen assoziieren, es wäre interessant, ob diese Version in ähnlichen Hirnregionen zu finden ist. Bisher war noch nichts darüber zu lesen, daß sowohl Farben wie Töne bei einem Menschen gleichzeitig eine Rolle spielen.
    Bei der Spracherlernung hängt es nach bisherigen Untersuchungen vom Alter ab, wo die zweite Sprache gespeichert wird, als Kind können wir offensichtlich 2 Muttersprachen in der gleichen Gehirnregion speichern, damit dürfte dann die Übersetzung in Farben oder Bilder für beide Sprachen weniger schwierig sein; müßte aber auch untersucht werden. Bei späterer Erlernung wird die zweite (oder n-te) Sprache in einer anderen Region abgespeichert als die Muttersprache, es scheint fast zwangsläufig, daß dann der Farb/Tonübersetzer nicht in gleicher Weise funktionieren kann. Bei Englisch wird das alles noch komplizierter, weil diese Sprache unter Berücksichtigung des Schriftbildes sozusagen für jedes Wort eine eigene Ausspracheregel hat; deshalb haben Untersuchungen bei Muttersprachlern auch ergeben, daß englisch-sprachige etwa dreimal langsamer lesen als Italiener oder Spanier; diese Sprachen haben viel eindeutigere und durchgehende Regeln der Aussprache und ganz wenige Ausnahmen. Möglicherweise hilft es, wenn ein Synästhetiker bei der Benutzung einer spät erlernten Fremdsprache das Schriftbild "vergißt". Ich selbst gehöre zu den Akustikern, mir hilft das; ich muß aber auch nicht in einer fremden Sprache schreiben und kann für diesen seltenen Fall Wörterbücher benutzen. Im Deutschen wirkt sich das auch aus, weil da die Dehnungsschreibung mit Vokalverdoppelung, e oder h auch kompliziert ist, (von der schwierigen Groß/Kleinschreibung ganz zu schweigen) das ist in einem akustischen Gedächtnis schlecht darstellbar (und führte in jedem Schulaufsatz zu mindestens einem Fehler, der Computer merkt das inzwischen).
    Aber es wird wohl noch dauern, bis wir auch nur einen vergleichsweise so kleinen Komplex unserer Hirnfunktion wirklich verstehen.
  • Synästhesie und Mehrsprachigkeit

    20.10.2004, Gabriele
    Mir half die Synästhesie schon als Kind. Wenn mir vorgelesen wurde, erkannte ich am Klang/Vokale=Farbe, ob der Vorleser den Text verändert. Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn man etwas auswendig zu lernen hat, denn die Farben prägen sich gut ein.
    Habe erst mit über 40 Jahren herausgefunden, dass ich Synästhetikerin bin - war sehr aufgewühlt damals. Ja, und wie viele andere S. erstaunt, dass nicht ALLE Menschen Buchstaben und Zahlen farbig sehen. Die Welt ist so schön, wenn sie bunt ist! Habe meine Farbkarte immer in mir.
    Eine Sache, die ich bisher noch in keinem Untersuchungsbericht erwähnt sah, ist die Mehrsprachigkeit.
    Denn ich lebe jetzt in einem englisch-sprachigen Land und komme manchmal mit den Vokalen und den Farben ins Schleudern, da sie anders geschrieben als gesprochen werden.
  • Wie blockiert man Knoten?

    19.10.2004, Rüdiger Biesold
    Die mathematische Beschreibung ist keine Lösung. Die zentrale Verteilerfunktion solcher Netzknoten war schon bekannt. Aber die Schlußfolgerung -man müsse nur die Knoten blockieren, das sei effektiver als die Blockade der Hauptverbindungen- ist gelinde realitätsfern. Letztlich ergibt die Blockade der Knoten konsequent durchgeführt auch eine Blockade der Hauptverbindungen und damit den Zusammenbruch des weltweiten Flugverkehrs. Wenn der Knoten nur stillgelegt wird und die Hauptverbindungen nicht, etablieren sich blitzartig Ersatzknoten und das Verteilungsproblem ist das gleiche wie vorher (evtl. etwas zeitverzögert).
    Wie realistisch ist aber die Einstellung des Weltflugverkehrs mit seinen immanent notwendigen Vernetzungen und für welchen Zeitraum?
    Es ist leicht zu sehen, daß das nicht umsetzbar ist.
    Außerdem gibt es noch ein kleines Nebennetzwerk, die militärische ebenfalls weltweite Flugvernetzung. Das fällt insoweit besonders ins Gewicht, weil diese sich damit bewegenden Leute mit geheimen Dingen zu tun haben (z.B. Schutz von obskuren Forschungslaboratorien in fremden Ländern), vorsätzlich kontaminiert werden (manchmal sogar von der eigenen Führung) und sehr vielfältige Kontakte auch sexueller Natur haben. Es gibt auch Ausbreitungswege von Infektionen, die solchen militärischen Bewegungslinien folgen (z.B. der Sprung des HIV von Kongo nach Haiti).
    Dieser Zusammenhang ist insoweit sich selbst potenzierend, weil bei einer ernsten weltweiten Gefahr wohl militärisches Potential eingesetzt würde und die bringen dann sozusagen die 5.Kolonne unsichtbar und noch effektiver gleich mit.
    Dieses Problem mag mathematisch-physikalisch mit Formeln beschreibbar sein, es ist aber ein medizinisches, gesellschaftliches und ethisches; Lösungen müssen daher kommen.
  • Immer diese Übertreibungen!

    18.10.2004, Ingo-Wolf Kittel
    Der als Physiker und Germanist gebildete Autor scheint Liebhaber von Science-fiction und in seiner Begeisterung für die Neurobiologie nachgerade hin- und fortgerissen zu sein, wenn er sich - frei phantasierend, aber ansonsten ganz Physiker, ganz Techniker, ganz Mann mit erkennbar martialischen Neigungen - eine Aufrüstung "junger und gesunder Hirne" vorstellen kann. (An den 'Chefredakteur' ist die Frage zu richten, ob er sich des Beistands und Rates seines wissenschaftlichen Beirates vergewissert hat; denn dessen Mitglied Singer hat mehrfach öffentlich erklärt, er halte unser Gehirn für optimiert und damit für nicht mehr verbesserbar. Abgesehen von der Frage, welche utopisch leistungsfähigen Apparate Herr Könneker da 'im Auge hat': danach können Manipulationen gesunder Gehirne nur Verschlimmbesserungen sein.) Vielleicht zeigt er aber auch nur journalistischen Eifer und übertreibt im Bann seiner Vorstellung von der Hirnforschung als Jahrhundert- und Leitwissenschaft in seiner Propaganda. Sie ist allerdings reichlich irreführend.

    - Die Bedeutung der "elf bedeutenden Neurobiologen" kann so bedeutend nicht sein und über spezielle oder lokale Bedeutung nicht sonderlich, jedenfalls nicht bedeutend hinausreichen: in dem fast fünfhundert Seiten starken Grundlagenwerk der Neurowissenschaften von Bennett und Hacker werden gerade mal zwei von ihnen erwähnt, der eine als Coautor eines Nobelpreisträgers, der andere, weil die weltbekannten Autoren zu Aussagen von ihm kurz Stellung nehmen - kritisch!
    - In was die Mitglieder dieses Kreises auch noch 'führend' sind oder sein sollen (es müsste sich nach dem erwähnten Beiratsmitglied, der mit gleich mehreren Kollegen dort bemerkenswerterweise auch Mitglied dieses Zirkels ist, eigentlich um 'Gleichgeschaltete' handeln; denn nach ihm legen 'Verschaltungen' uns fest, nicht etwa vernünftig begründete Absprachen, gemeinsame Beschlüsse, freie Vereinbarungen, gezielte Verabredungen oder verschworene Abmachungen): es ist zwar verführerisch zu glauben, aber wohl nicht realistisch anzunehmen, in einem auf die Erforschung neuronaler Prozesse spezialisierten Wissenschaftsbereich könnte man mehr als eben diese Vorgänge klären und manipulieren, jedenfalls soweit man 'wissenschaftlich' bleibt und nicht wissenschaftspolitisch agiert. (In den sachlichen Partien von DAS MANIFEST wird dies an sich auch klar zum Ausdruck gebracht. Etwas sehr anderes ist es, wenn dieser öffentlichen Erklärung, die faktisch einen Zustands- oder Zwischenbericht darstellt, durch einen Titel, der in massiven Grossbuchstaben gesetzt ist und zudem leicht irreführen kann - weil er in der historisch belasteten Bedeutung als Kampf- und Programmschrift einer 'Partei' reichlich ungute Assoziationen verschiedener Art anregt, vor allem, wenn er einem auf dem Cover blutrot entgegendröhnt... - eine in sachlich-wissenschaftlichen Zusammenhängen befremdliche aggressive Konnotation verliehen wird; online wird die Elfergruppe an einer Stelle sogar ganz militärisch als 'Phalanx' bezeichnet! Dabei wird nirgendwo erklärt, zu welchem Anlass und Zweck diese Kundgabe überhaupt verfasst wurde, oder gar, ob eine Notwendigkeit dazu bestand, so dass sich die Frage aufdrängt, was mit dieser eigenartigen Titelgebung einer Deklaration fraglicher Motivation von Seiten der Redaktion - die sie möglicherweise sogar selbst angeregt hat - wiederum 'manifestiert' und demonstriert werden soll bzw. wird: Parteinahme?)
    - Solange Wissenschaftler, wie Bennett und Hacker aufzeigen, glauben und sogar andere glauben machen wollen, alles das, was wir traditionell nun einmal - ob besonders treffend oder nicht - 'geistig' nennen, hätte etwas mit neuronalen Vorgänge im Hirn zu tun, so dass geistreiche Bemerkung oder geistlose Kommentare deswegen geistvoll, uninteressant oder auch falsch sind, weil bei ihrem Aussprechen oder Hinschreiben - man muss schon verblüfft fragen: überraschenderweise? - Gehirnaktivitäten festzustellen sind, und sie deswegen Gehirnphysiologie in Form cerebraler Pseudopsychologie betreiben - und nicht wenige von ihnen Wahrnehmungsforschung sogar mit philosophischer Erkenntnistheorie verwechseln und das sich daraus ergebende 'Bild' von Art und Organisation neuronaler Abläufe in dem Organ, das wir unser Gehirn nennen und 'mit' dem wir denken wie wir 'mit' einer Hand winken, zu einem Menschenbild überhöhen -, drängt sich die Frage auf, wie 'wissenschaftlich' in einem Forschungsbereich gedanklich gearbeitet wird, in dem ein derartiges - geistiges... - Durcheinander herrscht?

    Tatsächlich sieht es vielmehr danach aus, als sollten vor der lautstarken Ausrufung der Hirnforschung zu einer 'Leitwissenschaft' und ihrer Überhöhung zur Jahrhundertwissenschaft im Jahre IV eben dieses Jahrhunderts besonders ihre eifrigsten 'Vertreter' erst einmal die Konsequenzen aus der Feststellung ziehen, die ein anderes Mitglied der Elfergruppe - offenbar in Unkenntnis des Buches von Bennett und Hacker, aber auch anderer einschlägig relevanter Literatur (wie etwa die von Engel und König, die 'seit Ende des 20. Jahrhunderts' vorliegt, psst, real: seit sechs Jahren...und den Untertitel trägt: "Eine kritische Bestandsaufnahme"!) - soeben in der Deutschen Zeitschrift für Philosophie gemacht hat: "Die Hirnforschung hat, anders als Physik und Chemie, für sich bisher keine grundlegende Methoden- und Begriffskritik durchgeführt."

    Es könnte allerdings auch sein, um selbst ein wenig zu phantasieren, dass die elf (wohin?) führenden Professoren, intelligent, wie sie sind, und zum Teil offensichtlich geschäftstüchtiger als kritisch, sich DAS MANIFEST ausgedacht haben, oh pardon, nein, der eben Zitierte diktiert es in jedes erreichbare Mikrophon: dass ihre Hirne es sind, die es - wie alle gehaltvollen, aber auch unsinnigen Behauptungen... - 'konstruiert' haben und also dann ihre elf Träger dazu gebracht haben es zu 'äußern'.

    Um darüber dann die Gleich(ver)schaltung anderer Gehirne wie solcher von Journalisten zu erreichen, damit diese wiederum Propaganda zur Gleichschaltung weiterer Hirne betreiben - möglicherweise ja ganz simpel zur H e b u n g der imposanten Bedeutung der, wie noch bei aller Politik bisher, auch mit Bild und Personalien groß hervorgehobenen FührerInnen?

    Wer wen hier führt und leitet, das ist hier die Frage - ob in die Irre oder sonst wohin...


    INGO-WOLF KITTEL Facharzt
    für Psychotherapeutische Medizin
    D-86152 AUGSBURG Frauentorstr. 49
    Tel.: +49-(0)821-349 45 05
  • Keine Abfälle?

    16.10.2004, Rüdiger Biesold
    Die Fusionstechnologie verspricht mit weniger und vor allem fast keinen so langfristig strahlenden Abfällen/Produkten zu laufen, wenn man die Spalt-AKW dagegen hält. Aber völlig problemlos und abfallfrei ist die auch nicht.
    Es werden durchaus Materialien des Bauwerkes radioaktiv und müssen entsorgt werden. Das Hauptproblem dürfte aber der sichere Einschluß von Tritium werden. Das hat zwar eine kurze Halbwertszeit und ist bald verschwunden, aber es hat eben auch dafür eine hohe Strahlungsintensität zu Beginn und ist bei Unglücken durchaus gefährlich. (Es kann dann auch im Wasser vorkommen und leicht inkorporiert werden.) Der Supergau der klassischen AKW kann nicht vorkommen; ein erheblicher Vorteil der Fusion.
    Die Endlagerproblematik für das eigentliche AKW nach Abbau ist ähnlich der der Spalt-AKW (wegen der kontaminierten Bauteile).
    Das sind alles um Größenordnungen geringere Gefahren als bei den bisherigen AKW, aber keine Gefahren sind es nicht.
  • "Unkraut" auf Grundstücken

    14.10.2004, Günther Thiel
    Ich habe sehr ähnliche Erfahrungen mit einem "wilden" Grundstück und den Nachbar gemacht. In anderen Ländern gibt es Konzepte, um Grundstücke im städtischen Bereich artenreicher zu gestalten. Dazu zählen besonders öffentliche Grundstücke, z.B. Schulgrundstücke. So werden auch die Kinder näher an das Thema herangeführt.
  • Schwieriges Grenzgebiet

    13.10.2004, Rüdiger Biesold
    Das Wünschelrutengehen leidet wie viele andere dieser Erscheinungen natürlich auch unter vielen Trittbrettfahrern. Grundsätzlich ist die Erforschung dieser Grenzgebiete aber davon belastet, daß die Versuchsanordnungen nur wenig mit "natürlichen" Bedingungen zu tun haben; zusätzlich beeinflußt die Versuchsanordnung für sich allein das Testobjekt durch Rückkopplung und damit Werte- und Eigenschaftsveränderung.
    Bei (echten) Wünschelrutengängern scheint es so zu sein, daß die auf äußerst schwache Magnetfeldänderungen reagieren, was aber fließende Objekte voraussetzt; ruhende Objekte sind da viel schwächer oder still.
    Ähnliches gilt für Gedankenübertragung. Auch hier scheinen schwache Magnetfelder als Begleitumstand von "Denken" eine Rolle zu spielen. Die beteiligten Magnetfelder entziehen sich wegen der geringen Feldstärken bzw. ungenügend empfindlicher Meßinstrumente der Meßbarkeit und das zu messende Empfangsinstrument Gehirn wird durch angebrachte Meßtechnik stark beeinflußt.
    Zusätzlich tritt die Schwierigkeit auf, daß der zu prüfende Mensch nicht gleichförmig ist (der ist nun mal keine Maschine mit definierten Eigenschaften); der Empfang ist nicht gleichmäßig empfindlich bzw. nicht immer vorhanden und möglicherweise ist auch eine spezielle soziologisch-psychische Abstimmung nötig.
    Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß da etwas ist - aber nicht immer bewußt wird. Ob das jemals meß- und prüftechnisch nachgewiesen werden kann, steht dahin. Glücklicherweise räumt die Wissenschaft inzwischen auch ein, daß der fehlende Nachweis kein Beweis für die Nichtexistenz solcher Effekte sei.
  • Demontage

    13.10.2004, Rüdiger Biesold
    Nicht mal saufen können die genetischen Halbfrauen besser; oh weia! Wenn die Frauen nach wissenschaftlichen Prognosen auch noch schneller laufen, dann ist es wohl ganz zappenduster mit der "Herrlichkeit".
    Aber auch diese Erkenntnis ist nicht revolutionär neu. Jeder halbwegs gute Beobachter weiß, daß im Durchschnitt (eben nicht im Einzelfall) Frauen kontrollierter bleiben bei Alkoholgenuß (auch!). Mit Sicherheit ist dieser Effekt nicht nur körperlich-genetisch begründbar. Eine ganze Reihe soziologischer Faktoren veranlaßt den durchschnittlichen Mann in unseren immer noch männlich dominierten Gesellschaften zu Gehabe eines Platzhahnes samt der darin innewohnenden chronischen Überschätzung seiner tatsächlichen Fähigkeiten. Aber da der moderne Mann evolutionär später auftauchte als die moderne Frau, bestehen ja noch Chancen, daß wir doch noch was lernen.
  • Vielfaltsergänzung

    12.10.2004, Rüdiger Biesold
    Wenn wir dazu noch (zumindest in den Industrieländern) entsprechende Behandlung von Kleingärten und Hausgrundstücken bekämen, wäre das doch ein weiterer nicht zu unterschätzender Fortschritt. Klein-Wimbledon mit Rasen muß wirklich nicht sein.
    Ich wurde persönlich Anfang der 70er-Jahre von Nachbarn "besseren Standes" gefragt, ob mir denn etwa das stark verunkrautete Grundstück (100qm freie Fläche) gehöre; von denselben Leuten wurde ich einige Jahre später beglückwünscht zur frühen Einrichtung einer ökologischen Nische.
    Immerhin sind da in 20 Jahren über 150 Jungvögel mehrerer Arten erfolgreich ausgeflogen und mein Grundstück war bunt von Wildblumen, Schmetterlingen, Wildbienen und sonst noch einiger Natur; außer einigen Rückschnitt-Eingriffen war es auch wenig arbeitsintensiv.
  • Uhr????

    12.10.2004, Rüdiger Biesold
    Die Ausdrücke Uhr und kalibrieren setzen eine Exaktheit voraus, die schlicht nicht gegeben ist. Allenfalls läßt die Genomanalyse eine gute Feststellung von Verwandtschaften zu (wegen Konvergenzen aber auch nicht immer zuverlässig). Aber der Gang der Evolution ist nicht Uhr-ähnlich, er ist holperig und zufällig. Evolution ist nun einmal nicht gezielt, eher ist eine Erbänderung letal oder jedenfalls nicht von entscheidendem Vorteil; selbst wenn man alle diese Fehlschläge kennte, gäbe es keinen regelmäßigen Gang.
    Neben der Zufälligkeit wann sich wo was ändert und dann durchsetzt, gibt es auch noch äußere Einflüsse mit möglicherweise induktiver Wirkung auf die Zusammensetzung des Genoms, wie z.B. Strahlen, Temperatur, Zusammensetzung des umgebenden Raumes (Wasser oder Luft); auch diese sind im Laufe der Erdgeschichte alles andere als konstant. Diese Voraussetzungen lassen grobe Abschätzungen von zeitlichen Abläufen zu, mehr nicht.
    Es scheint immer noch so zu sein, daß ein Teil der Biologen-Zunft unter der im Vergleich zur Physik und Mathematik mangelnden Exaktheit ihrer Wissenschaft leidet, das wird durch solche verkrampfte Zwangs-Jacke für Evolutionsabläufe nicht besser. (Evolution ist auch nicht "beweisbarer" mit exaktem kalibriertem Uhr-Lauf; diese Versuche dienen wegen der widerlegbaren Abläufe eher Gegnern.) Biologie und Genomforschung sind wegen dieses "Defizites" auch nicht weniger wert. Schließlich haben die Physiker auch ihre Unschärferelation und Mathematiker Stufen in der Unendlichkeit und irrationale Zahlen, bei den Geologen läßt die Voraussagegenauigkeit von Erdbeben und Vulkanausbrüchen noch mehr zu wünschen übrig als Wetterprognosen von Meteorologen usw. usf.; die alle tun an manchen Stellen nur so exakt.
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