Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Auch noch wortgleich!

    11.04.2005, Rüdiger Biesold
    "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen!"; so heißt das Original.
    Bei der sogenannten Bildungspolitik kann man/frau zwar nur verblöden (unabhängig von den Parteibüchern); aber um solche Parallelen zu vergessen, braucht es schon schwer demente Zustände. Manchmal erscheint das fast beneidenswert, spielt doch solch unwürdiges (verlogenes?) Gezeter dann wenigstens keine bewußte Rolle mehr.
  • Zweifel

    11.04.2005, Maria Mayer
    Ulbricht:
    "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen"

    Merkel:
    "Niemand hat die Absicht, das BAföG abzuschaffen"

    Sie gestatten, dass ich zweifle?
    Antwort der Redaktion:
    Natürlich gestatten wir!

    Die Redaktion
  • Falscher Druck

    08.04.2005, Karl Bednarik
    Hallo an die Redaktion,

    Zitat:
    Das entspricht dem 2000fachen des Luftdrucks oder den Druckverhältnissen in einer Wassertiefe von 200 Metern.


    Nachdem pro 10 Metern Wassertiefe nur rund 1 bar hinzukommt, kann das so nicht stimmen.

    Außerdem bildet sich Methanhydrat erst ab etwa 500 Metern Wassertiefe, was einem Druck von mehr als 51 bar entspricht, sofern die Temperatur nicht höher als 4 Grad Celsius ist.


    Mit freundlichen Grüßen,
    Karl Bednarik.


    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Bednarik,



    Sie haben vollkommen Recht. Der Autor hat den Dreisatz falsch angewendet. 2000 bar entspräche einer Wassertiefe von 20 000 Metern! Diesen Druck benötigt aber das von den Wissenschaftlern untersuchte Klathrat aus Wasser und Wasserstoff auch.



    Methanhydrat (das Klathrat aus Wasser und Methan) bildet sich dagegen in der Tat bereits bei Temperaturen von 2 bis 4 Grad Celsius und etwya 50 bar, was einer Wassertiefe von gut 500 Metern entspräche. Dieses Klathrat wurde aber vom Forscherteam nicht weiter untersucht, offenbar weil Methan in dieser Einschlussverbindung als Wasserstoffquelle weniger ergiebig ist als der "pure" Wasserstoff.



    Wir bitten die Irritation zu entschuldigen und haben den Fehler verbessert.



    Mit freundlichen Grüßen



    Gerhard Samulat

    (Der Autor)
  • Schimpansisches Haudrauf

    07.04.2005, Rüdiger Biesold
    Es ist nicht einmal so richtig klar, ob denn die Trennung Mensch/Menschenaffe biologisch haltbar ist. Dafür ist um so klarer, daß die Trennung zwischen den beiden Richtungen mit dem Alter des Fossils immer schwieriger wird.
    Selbst wenn dieser Sahel-Mensch/Affe eher mehr menschliche Merkmale hat, muß er deswegen noch lange kein Urahn von Homo sein. Ein früh ausgewanderter und im Verfolg steriler Seitenast ist bis zum Beweis des Gegenteils wohl die realistischere Variante.
    Ruhmessucht und Veröffentlichungsdruck sind immer weniger gute wissenschaftliche Paten, beide verhindern seriöses Arbeiten und Wägen.
  • Theorie?????????

    05.04.2005, Rüdiger Biesold
    Theorie sollte man diese Vermutungen nicht nennen. Die immer mehr um sich greifenden Computersimulationen (statt richtiger Forschung) leiden extrem darunter, daß die Vorgaben solcher Programme vom Erfinder abhängen; die Ergebnisse sind dann eher eine Selbstbestätigung aber keine Stütze für irgend etwas anderes.
    Es mag sein, daß der Neandertaler keinen Handel trieb; vielleicht liegt der Grund dafür aber weniger in mangelnden Fähigkeiten als vielmehr in der geringen Bevölkerungsdichte und in Kaltzeiten noch schwierigeren Transportbedingungen. Andere Schwesterarten bei den Primaten treiben auch keinen Handel und existieren. Wenn die denn ausgerottet werden sollten, dann bestimmt nicht wegen dieses Mangels.
    Es ließ sich bisher auch nicht nachweisen, daß es größere kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Sapiens und Neandertaler gab. Es wäre aber wohl davon auszugehen, daß die Erkenntnis des "Handelsvorteils" zu solchen Auseinandersetzungen geführt hätte.
    Es sollte nachdrücklicher als bisher nach möglichen Krankheitserregern gesucht werden, die von Sapiens auf Neandertaler übergesprungen sein könnten und so zu einem dramatischen Bevölkerungsrückgang führten. Es könnten dabei durchaus Erreger in Frage kommen, die bei Sapiens jedenfalls keine Krankheit erzeugten/erzeugen und dennoch bei Neandertaler lethal waren.
    Wenn sich die kleinen Neandertaler-Restgruppen dann aus Not und unfruchtbar mit Sapiens mischten, ergäbe sich ebenfalls ein kurzfristiges Aussterbeszenario.
  • Titel

    30.03.2005, Hartl Johann, Erzieher und Heilpädagoge. Arb.lo
    Einerseits, Kosten entstehen überall, denn Geld regiert die Welt. Leider! Andererseits, daß nur Zahlungsfähige in den Genuß dieser doch sehr wertvollen und auch wichtigen Inform. von Spektrumdirekt kommen sollen, halte ich für fragwürdig. Bei ehrlichem Bemühen aller Beteiligten müßte es möglich sein, in einer "SOZIALEN" Marktwirtschaft einen gangbaren Weg auch für finaziell weniger Bemittelte zu finden. Leider sind Solidarität und Ehrlichkeit wenig gefragt. Leider!
  • Kalte Kernfusion

    29.03.2005, Karl Bednarik
    Hallo an die Physiker,

    nachdem Deuterium-Kerne aus zwei Teilchen bestehen, sollten sie sich auch wie Bosonen verhalten.

    Meine Frage ist nun, ob es in einem Bose-Einstein-Kondensat aus Deuterium-Kernen durch Tunnelvorgänge zu einer Kernfusion kommen könnte.

    Auch in myonischen Molekül-Ionen kann es durch das Tunneln zur Fusion kommen.

    Mit Dank für die Antwort im Voraus,
    und mit freundlichen Grüßen,
    Karl Bednarik.

  • Nur, wo ist der Spicker?

    24.03.2005, Rüdiger Biesold
    Was neues entdeckt wurde eigentlich nicht. Es treten immer wieder mal Effekte auf, die dann unter Atavismus abgelegt werden. Bisher machte man sich anscheinend wenig Gedanken über die Ursachen. Vermutlich liegen in dem abfällig als Schrott bezeichneten Genmaterial noch eine Menge Geheimnisse, außerdem sind die Chromosomen auch nicht die ganze Vererbung.
    Die entdeckten Effekte bei der Ackerschmalwand sind nun hoffentlich der Anlaß, da etwas genauer zu werden. An Herrn Mendel liegt das aber nicht, woher sollte der wissen, wie kompliziert das werden wird. Der Fehler lag wie so häufig bei den Nachfolgern, es wird aus Lehrsätzen ein Dogma gemacht ohne Rücksicht auf weitere Erkenntnisse; ggf. werden gar neue Erkenntnisse wegen alter Lehrsätze verbogen oder unterdrückt. Der Abriß solcher Denkmauern ist Voraussetzung für neue Erkenntnis, dann kann auch wieder entdeckt werden.
  • eben nicht!

    23.03.2005, Rüdiger Biesold
    Es ist völlig klar und auch weiter unten im Artikel beschrieben, daß auch hier der Planet nicht gesehen wurde. Es wurde aus regelmäßigen Abschwächungen des Infrarot legiglich eine Bestätigung der Vermutung über einen zusätzlichen Körper neben dem Stern geliefert.
    Wenn die Vermutungen so stimmen, müssen nur die Entstehungstheorien von Planetensystemen umgeschrieben werden. Für Gasriesen in unmittelbarer Sonnenähe ist danach kein Raum.
    Die Methoden der Nachweisvermutung sind schon aufregend genug; aber mehr ist es eben nicht!
  • Guter Artikel, nur...

    22.03.2005, Matthias Paul Scholz
    ..wird sich's mit ihm genauso verhalten wie mit allen guten Ratschlägen: die, die ihn lesen, verhalten sich (zumindest wohl zum Großteil) bereits löblich. Und die, die mit ihrem Kaufverhalten den industriellen Massentierwahn am Leben halten, lesen ihn nicht.
  • Sensationserkenntnis

    22.03.2005, Rüdiger Biesold
    Ein Urahn für alle madegassischen Lemuren; der hat dann wohl für mindestens eine Generation die erfolgreiche Selbstbegattung entdeckt, die Nachfolgegeneration entwickelte dann die Sexualität neu. Mir scheint da eine Neuauflage der Genesis erfunden zu sein; Kain und Seth pflanzten sich auch ohne Frauen fort (Eva wurde nur einmal entwickelt und von Inzest ist an dieser Stelle der Bibel/Thalmut/Koran nicht die Rede).
    Aber im Ernst, wie bei vielen endemischen Inselpopulationen so stammen auch die Lemuren von einer kleinen Einwanderergruppe ab; das ist nicht neu, höchstens wieder einmal bestätigt. Vielleicht war eines der beiden Geschlechter nur einmal vertreten, aber selbst das ist ziemlich unwahrscheinlich. Ein derartig enger Genpool mit zwangsläufigem Inzest führt eher zu Mißbildungen und Aussterben, nicht zu erfolgreicher Radiation. Die Insel war vor mehreren 10Mio Jahren außerdem leichter vom Kontinent aus erreichbar.
  • Leserbrief von: Rüdiger Biesold

    22.03.2005, Maria Mayer
    Der letzte Satz hat mir besonders gut gefallen: "Diese Vielfalt läßt eine chromosomale Definition einer Frau folglich nicht zu; die Säuger sind nicht die ganze Biologie oder Genetik."

    Genau! Und für mich als nicht eindeutig definierte Intersexuelle ist das ein großer Trost: Mit welchem Recht verlangt man von mir, mich als eindeutig männlich oder weiblich zu definieren?
  • Susanne Grittner hat Recht!

    22.03.2005, Maria Mayer
    Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen: "Die" Rückseite sieht man nicht! Eine Teil der Rückseite ja, okay, aber das gilt nicht. "Die" Rückseite ist die ganze Rückseite.
    Übrigens: Die bildliche Darstellung - die man sofort erfasst - zeigt genau das, was Frau Grittner schreibt: Der Würfel fliegt an der seitlich stehenden Betrachterin vorbei.
    Quod erat demonstrandum.
  • Optimal angepasst?

    19.03.2005, W. Schulte-Kramer
    Zu korrigieren ist eventuell auch die Darstellung des Pferdes als Beispiel für optimale Anpassung an das Leben in der Steppe. Ohne die zufällige Existenz der Landbrücke nach Eurasien wäre das Pferd schon seit 10000 Jahren ausgestorben (ob mit oder ohne Mithilfe der Menschen) und würde in den Biologiebüchern auftauchen als ein weiteres Beispiel für eine Tiergruppe, die sich aufgrund von Überspezialisierung in eine evolutionäre Sackgasse entwickelt hat, in der sie u. a. aufgrund des nicht optimal an Grasnahrung angepassten Verdauungsapparates der Konkurrenz durch die wiederkäuenden Paarhufer nicht überleben konnte (oder kennt jemand wiederkäuende Paarhufer, die an Koliken verenden?). Zudem ist auch zu erwähnen, dass auch in Eurasien die Pferde nur in der Obhut des Menschen überleben konnten und lediglich wenige Spezialisten wie Esel und Zebras in extremen Lebensräumen in freier Wildbahn überlebten im Gegensatz zu den vielen freilebenden wiederkäuenden Paarhuferarten. Auch in Amerika konnten die von Haustieren abstammenden Mustangs die Steppen erst dann wieder besiedeln, als die riesigen Büffelherden durch den Menschen dezimiert worden waren.
  • Darwin für Anfänger

    18.03.2005, Dominique Boursillon
    Allmächtiger!
    Muss man denn wirklich überall nach Darwin suchen, und sei es mit vom am weitesten her an den Haaren herbeigezogenen Argumenten?
    Hätten das doch bloß Albert Schweitzer und Mutter Teresa gewusst: Sie hätten Gebühren für ihre Selbstlosigkeit verlangt!!!
    Ich glaube, es ist ein Fehler, in allem in der Natur nach einem hehren Zweck zu suchen, die Natur wird von uns noch gewaltig unterschätzt...
    Aber was soll´s? Der übergeordnete Darwin'sche Zweck klinkt logisch, erfüllt die Erwartungen des einfachen Gemütes und gereicht für eine Publikation in Nature! Und erklärt ganz nebenbei die Notwendigkeit des Sozialabbaus und das Scheitern des sozialen Miteinanders.
    Allmächtiger!