Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Kugelinhalt oder Oberfläche?

    29.10.2017, Andreas Sumerauer
    Ist eine Kugel ist wirklich die Menge aller Punkte im dreidimensionalen Raum, die den gleichen Abstand von einem vorgegebenen Mittelpunkt haben? Ich denke, hiermit wird eher die Kugeloberfläche beschrieben. (oder habe ich da etwas falsch verstanden?)
  • Gruselig II

    29.10.2017, Thomas Gehrke
    Wenn kleine Kinder gewisse Tiere als 'gruselig' bezeichnen, dann verstehe ich das. Von Redakteuren eines Wissenschaftsmagazins erwarte ich eine Wortwahl über diesem Niveau.
  • Die "echte" Entscheidung?

    29.10.2017, Signe Filler
    Wenn man Nudging als Manipulation betrachtet, geht man dann davon aus, dass man ohne das Nudging die "echte, unmanipulierte Entscheidung" getroffen hätte? Ich habe meine Zweifel. Schließlich lassen wir uns dann ja auch manipulieren - nur eben diesmal von zufälligen Gegebenheiten/ "Voreinstellungen".
    Wenn wir z.B. ohne das wir was anderes sagen standardmäßig keine Organspender sind, dann ist das ja nicht so was wie der "natürliche Entscheidungsausgangspunkt", von dem aus wir objektiver entscheiden, als wenn wir standardmäßig Organspender wären. Das hat halt auch mal jemand so festgelegt. Was, wenn er nun zufälliger Weise anders entschieden hätte?

    Nudging funktioniert nur, solange man nicht bewusst darüber reflektiert - was aber die Voraussetzung ist, wenn man argumentiert, dass Nudging einen Widerspruch dazu darstellt, dass man als mündiger und kompetenter Bürger behandelt wird. Der Punkt ist, natürlich können wir kompetent handeln. Der Witz beim Nudging ist ja grade der, dass man, wenn man nach System 2 darüber bewusst reflektiert, immer noch die Möglichkeit hat, sich anders zu entscheiden. Nur wenn man nach System 1 entscheidet und nicht darüber nachdenkt, funktioniert Nudging. Hätte es in diesem Fall aber kein Nudging gegeben, hätte man ja trotzdem nach System 1 entschieden - nur diesmal mit zufälligem Ausgang.
  • Hoden schneller als Hirn?

    29.10.2017, Michi Hartmann
    Soso, die Hoden --- also gibt es in Ihrer Welt nur männlichen Nachwuchs? Der Mensch ist männlich, na klar. Unbewusster Sexismus ist auch Sexismus. Danke, dass Frauen in Ihrem Hirn anscheinend nicht als normaler menschlicher Bevölkerungsteil von 52% oder so existieren. Oder sind die Eierstöcke mit "Hoden" mitgemeint? ...just saying. ...
  • Determinismus, Freiheit, Kreativität...

    29.10.2017, Christian Bornhauser
    Auch wenn ihre Ausführung richtig ist, so ist ihre Schlussfolgerung m. E. doch falsch. Aus dem Zufall des Zeitpunktes des Zerfalls eines Isotopes (zum Beispiel) kann ich nicht auf (Willens)Freiheit schließen. Es ist richtig, dass man nicht das Wetter genau vorhersagen kann, aber doch gibt es im Geschehen in der Atmosphäre keinen einzigen Vorgang, der keine empirische - physikalische - Ursache hätte. Wenn man auf der Willensfreiheit besteht, dann muss man die Welt des empirisch, des kausal Erklärbaren, des Messbaren, also den Raum der Physik, verlassen und sich auf das Gebiet des Jenseitigen, der Meta-Physik, begeben, wofür etwa die Christen den Heiligen Geist hernehmen. Ich will mich darüber aber gar nicht lustig machen (schlimm, dass man überhaupt darauf hinweisen muss), weil der Begriff steht für das "Wunder" der Kreativität des Lebendigen an sich und insbesondere des Menschen als "Gottes Ebenbild". Tatsächlich ist es doch so, dass wir nicht wirklich wissen, woher Ideen eigentlich kommen (klar doch: aus dem Gehirn), aber warum sie uns kommen und wann und welche, das weiß niemand. Wo jetzt eine Idee ist war vorher nichts (Nichts). Wo jetzt eine Melodie ist war vorher nichts. Wo jetzt eine Erkenntnis ist war vorher nichts. Das plötzliche In-der-Welt-sein von Etwas (eine Idee, eine Komposition...), wo vorher nichts war, ist ein Vorgang vergleichbar mit der Schöpfung der Welt aus dem Nichts, z. B. durch den Ich-Bin (Was-Ist-Was-Immer-War-Was-Immer-Sein-Wird), wie es die Alten in den Büchern Moses so schön geschrieben haben. Man muss nicht unbedingt Moses bemühen, aber wenn man Freiheit konstatiert, dann muss man (leider?) den Bereich des Messbaren verlassen und an etwas glauben, das das Diesseitige übersteigt.
  • @Paul Kalbhen

    29.10.2017, sherfolder
    " Der „Zufall“ im Sinne der Quantenphysik – nämlich als Synonym für Unwägbarkeit, Unbestimmtheit, Unschärfe definiert – ermöglicht erst grundsätzlich Freiheit!"

    Wenn Ihre Entscheidung x statt y zu tun, in der ersten Variante durch ein deterministisches Geschehen und in der zweiten Variante durch den Einluss quatenmechanischer, also unbestimmter, zufälliger Prozesse hervorgerufen worden wäre - an welcher Stelle waren Sie dann frei? Auf den Ausgang indeterministisch ablaufender Hirnprozesse haben Sie doch genauso wenig, also gar keinen Einfluss wie auf den Ausgang rein deterministisch ablaufender Prozesse im Gehirn.
  • Kaku redet zwar von Willensfreiheit, meint aber etwas ganz anderes

    29.10.2017, sherfolder
    Das Problem an diesem Beitrag ist, dass Kaku die Frage der Vorherbestimmung, der Möglichkeit, eindeutige Voraussagen über die Zukunft zu treffen, vermischt, bzw. gleichsetzt mit der Frage nach dem freien Willen. Gesetzt den Fall, es gebe keine quantenmechanischen Effekte, sondern nur eine Welt, die nach rein deterministischen Gesetzen funktioniert, dann wäre ein freier Wille ausgeschlossen. Das gleiche würde gelten, wenn neben die kausale Determinierung auch noch der Zufall treten würde. Weder durch die erste Variante, noch durch die zweite entsteht für den Menschen eine Freiheit seines Willens.
    Dass der renommierte US amerikanische Physiker Michio Kaku in seinem Videobeitrag quasi am Thema vorbei redet, verwundert doch sehr.
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  • Seltener spritzen vorschreiben

    28.10.2017, Ingo
    Beim Rückgang der Insekten, die als Nahrung in der Kette dienen, kommt noch
    hinzu, dass immer mehr Tiere immer weniger Insekten vorfinden und immer
    weniger zur Fortpflanzung übrigbleiben. Man muss zumindest den Einsatz der
    Schädlingsbekämpfung drosseln(z.B. nur noch einmal spritzen) und dies auch
    vorschreiben, zur Not auch überwachen.
  • Sprachliche Trends folgen 14-Jahres-Zyklen

    28.10.2017, Walther Umstätter
    Von den sprachlichen Trends hat schon J. Naisbitt in seinem berühmten Bestseller Megatrends berichtet. Neu, bzw. bemerkenswert ist hier nur die durchschnittliche Dauer von 14 Jahren. Diese Zyklen dürften durchaus mit der bekannten Halbwertszeit der Literatur von 5 Jahren korrespondieren, da die Zyklen einen aufsteigenden und einen absteigenden Teil haben.
  • Psychisch gesund ein Leben lang>

    28.10.2017, Klaus Prehn
    > ist durchaus normal, aber wie der Bericht schon erläutert ist das nicht selbstverständlich. Wie oft sagen wir: "Ich bekomme gleich einen an der Waffel", oder " Ich werde gleich verrückt", et cetera pp. Aber der totale Negativstress, die totale Überforderung durch immer mehr Leisten usw. bringt uns alle hier und da an die Leistungsgrenzen und darüber hinaus, und da lauert die Gefahr! Genau so die alltäglichen sogn.Nackenschläge, wie Tod v. eigenen Kindern, von Vater, Mutter-Geschwister oder von Freunden, auch geschäftliche/berufliche Niederlagen können das bewirken usw.usf. Auch der falsche Umgang mit der Milddroge Alkohol usw. Die Gefahr, dass vermeindlich gesunde Menschen erkranken ist somit hoch und vielfältig! Alle haben wir die Gefahren im täglichen Leben zu meistern, der Eine mehr der Andere weniger, und der Eine ist stärker und der Andere schwächer, aber gefährdet sind wir alle!
  • @ Heinrich Sauer: Sehen heißt denken

    28.10.2017, sherfolder
    "Wie im Text steht, wird der visuelle Cortex analysiert - und das hat mit Denken oder Gedanken nur sehr mittelbar zu tun. "

    Visuelle Informationsverarbeitung, also Sehen, ist denken, hat also mit "Denken oder Gedanken" direkt und nicht nur mittelbar etwas zu tun.
    Wenn Sie etwas wahrnehmen, dann sind ca. 30 Prozent des Cortex mit der neuronalen Berechnung, also mit der Auswertung des visuellen Inputs befasst.
    Und diese Rechenarbeit der Großhirnrinde, durch die erst wir eine Wahrnehmung der Umwelt erhalten, steht für das, was man als Denken bezeichnet.
  • ich bin da sehr skeptisch

    28.10.2017, jw
    was jemand wirklich denkt ist meines Erachtens nicht erfassbar, und das ist auch gut so und wird (hoffentlich) auch so bleiben.
  • Bashing des Verbrauchers

    28.10.2017, Walter
    hinsichtlich der Fleischproduktion: 51% der deutschen Fleischproduktion gehen in den Export. Die Fleischpreise müssen also auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sein.
    Deshalb muss sich keiner wundern, dass die Standards bei der Fleischproduktion niedrig sein müssen und wir eine Massentierhaltung haben. Die Verbraucher fordern keine niedrigen Fleischpreise.
  • Möglicherweise Summenwirkung; dazu unsere fehlende Tiefsicht der Dinge

    28.10.2017, Jens Hafner
    Stimmt, besonders in diesem Jahr fiel mir auf, wie gering die Verschmutzungen der Autoscheibe mit Insekten war. Im Nachhinein ein gruseliges Gefühl, den Zusammenhang nun zu begreifen.
    Ich befürchte allerdings, dass sich eine klare Ursache des Insektensterbens nicht ausmachen lassen wird, sondern dass es ein Summeneffekt ist: Viele einzelne Faktoren interagieren auf uns überwiegend unbekannte Weise. Die Natur ist ein hochkomplexes System. So wie schon nur der Mensch ansich auch. Was ist mittlerweile über unseren Körper alles bekannt geworden! Bakterien verändern unser Verhalten, brachliegende Gene lassen durch Ernährungsumstellungen aktivieren. Rätselhafte Autoimmunerkrankungen. Und ebenso rätselhafte Spontanheilungen.
    Immer stärker wird in den einzelnen Wissenschaftszweigen klar, wie unklar alles immer noch ist. Als ob die Heisenbergsche Unschärferelation auch für die Natur insgesamt gilt: Je genauer wir etwas anschauen und erklären wollen, umso unschärfer die Grenzen, umso unklarer das Bild, kein Ort ist gültig, kein Grund der Grund.
    Man muss sich fragen, inwieweit sämtliche technisch-chemischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte eine summarische Rolle beim Insektensterben spielen: Pestizide, Elektrosmog, Medikamente, Nanopartikel. Dazu eine erhöhte Bevölkerungsdichte. Und weil jeder Interessenvertreter jeweils anderen Interessenvertretern und damit anderen Dingen die Schuld geben kann, muss nicht gehandelt werden. Jeder ist fein raus. Obwohl er, wie wir alle, drin sind: im gleichen Boot.
  • Bin ich privilegiert?

    28.10.2017, Franco Vaderno
    Warum nur kenne ich nur einen Freund, der einmal von einer psychischen Erkrankung betroffen war. Der musste einen ganz schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Ich glaube, soviele Leute gut zu kennen, dass aus meiner Sicht eigentlich die Aussage 'mehr als die Hälfte war irgendwann im Leben betroffen' von der Statistik her nicht stimmen kann. Auch weist dieser Bekanntenkreis durchaus eine große Vielfalt von Persönlichkeiten auf, dass er irgendwo in der Nähe des Durchschnittsbürgers anzusiedeln ist. Ich nehme Phasen normaler jugendlicher Entwicklung und von Trauer aus. So kann ich wieder einmal behaupteten Zahlen nicht trauen. Oder muss ich damit rechnen, dass die Hälfte meiner Bekannten doch bald noch mit einer psychischen Krankheit rechnen muss, damit diese Statistik wieder einigermaßen stimmt?