Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Goldgräberspekulationen

    23.02.2005, Rüdiger Biesold
    Es mag schon sein, daß auf dem Mars Wasser zu finden ist; aber die ewige einseitige Interpretation irgendwelcher möglicher Anzeichen als Tatsache für vorhandenes Wasser erinnert eher an die Goldgräbermentalität früherer Zeiten. (Zum Goldwaschen braucht man allerdings Wasser.)
    Die behauptete "Eichung" von Meteoreinschlägen ist so präzise wie der ebenfalls behauptete uhrähnliche Ablauf genetischer oder sprachlicher Veränderungen. Selbst auf dieser Grundlage ist die Darstellung eines Alters von 5 Millionen Jahren des angeblichen Sees unhaltbar; wenn denn der Interpretation als gefrorener See gefolgt werden kann, kann bestenfalls von "seit 5 Millionen Jahren gefroren" gesprochen werden. Die Einschlagkrater sprechen nicht unbedingt für Eis. Zu erklären wäre auch, wieso sonst (fast) alles Wasser verschwand, dieses große wassergefüllte Becken aber erhalten blieb und dann vor 5 Millionen Jahren zufror.
    Wissenschaft muß sicher um Gelder für weitere Forschungsprojekte werben, aber doch nicht mit Spekulationen, die zu Tatsachen verbogen werden. So etwas ist unredlich, nicht wissenschaftlich; Wissenschaft sollte sich auch nicht an die Mentalität herrschender Politikerkasten anpassen. Ein Pferdemarkt mit Roßtäuschern ist jedenfalls nicht auf dem Mars.
  • Evolution?

    22.02.2005, Rüdiger Biesold
    Der Begriff der Evolution ist ohne Zusatz biologisch zu verstehen. Unter diesem Gesichtswinkel ist der Begriff hier aber fehl am Platz. Von einem soziologischen Rückfall auf eine frühere Kulturstufe könnte man in diesem Fall sprechen, folgt man der aufgezeigten Stufenentwicklung.
    Von der Vergleichbarkeit linguistischer und genetischer Untersuchungsergebnisse zu sprechen ist bei einem Unterschiedsfaktor von 10 auch ein wenig gewagt. Allerdings haben beide Wissenschaften keine geeichten Ablaufuhren, die Zeitfaktoren sind daher sehr verschwommen und möglicherweise je nach Gewichtung der Einzelergebnisse dennoch vergleichbar (das sollte nur verdeutlicht werden).
    Die erzählte Geschichte mit der Aussetzung könnte durchaus einen realen Hintergrund haben, nur nicht mit Kindern. Eine Ausstoßung einer Kleingruppe kommt ab und an vor, das kann an Krankheiten oder schwerwiegenden Vergehen liegen oder es fanden sich Leute zu einer Familie zusammen, denen das nicht gestattet war und die deshalb möglicherweise auch flüchteten. In diesem Fall wäre eine Rückkehr zur Jäger- und Sammlerkultur auch logisch, diese unstete Lebensweise erschwert möglichen Verfolgern die Auffindung und Flucht ist ohne größere materielle Verluste auch viel leichter.
    Wenn man zudem den Kern des Märchens von Hänsel und Gretel bedenkt, wäre der Verfälschungsfaktor ähnlich.
  • Geburtstag?? Jubiläum!!

    21.02.2005, H. Schiller, Hannover
    Was soll diese alberne Metapher vom "Geburtstag" des - ähm - Himmelskörpers?

    Wenn überhaupt, sollte man - gerade in einer "Wissenschaftszeitung" - von dem 75-jährigen Jubiläum seiner Entdeckung sprechen!!
  • Definitionsproblematik

    18.02.2005, Rüdiger Biesold
    Ob ein um die Sonne kreisender Körper nun ein Planet oder ein Planetoid oder nur ein Brocken ist, ist nicht klar zu definieren. Allein die Größe ist es nicht, denn nicht nur Pluto, auch Merkur ist kleiner als Monde. Die irreguläre Umlaufbahn von Pluto ist auch kein durchschlagendes Argument; es könnte ein eingefangener Körper sein, aber auch eine durch Kollision veränderte Umlaufbahn.
    Bei der Benennung des Entdeckers wird es vollends kompliziert. Wenn man den heutigen (aus meiner Sicht falschen) Sprachgebrauch für Extrasolare Planeten berücksichtigt, müßte der Berechner der mutmaßlichen Position von Pluto als Entdecker gelten; schließlich sind bisher alle extrasolaren Planeten ausschließlich aus Bewegungsstörungen des jeweiligen Zentralgestirns errechnet und werden dennoch als "entdeckt" bezeichnet.
    Wissenschaft ist ein kompliziertes Geschäft, der Sprachgebrauch sollte etwas näher an der Exaktheit der Instrumente liegen.
  • Titel

    18.02.2005, Rüdiger Biesold
    Dieser Fall sollte endlich Anlaß dafür sein, die Regulationsmechanismen von Wissenschaft zu überprüfen. Wie kann es sein, daß jahrzehntelang gemunkelt wird, ohne auch nur ansatzweise ernsthaft zu untersuchen. Die verantwortlichen Wegseher sind ebenso zur Rechenschaft zu ziehen, denn sie haben der Wissenschaft noch mehr geschadet. Erst wenn dieser Schritt auch vollzogen wird, dürfte es eine zuverlässigere Selbstkontrolle geben.
    Dazu müßte allerdings ein gerichtsähnliches Gremium eingerichtet werden und bei jedem Einzelfall sichergestellt sein, daß es keine auch nur unterschwelligen Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Gremiums und dem möglichen Täter gibt. Bei Nachweis solcher Unterfangen kann die Konsequenz nur Aberkennung aller Grade und Gehälter sein - für die Täter und die Weggucker!
    Daneben müßte auch noch aufgearbeitet werden, welchen Leuten Schaden entstanden ist (so mancher dürfte seine weitere Laufbahn beendet haben müssen, weil er die Machenschaften nicht teilen wollte) und wer durch wissendes Schweigen begünstigt wurde. Da wurde die Tür zu einem Augiasstall geöffnet, dessen Größe muß noch bestimmt werden und ein Herakles fehlt!
  • Körperabdruck?

    18.02.2005, Jens Philip Höhmann
    Angeblich soll sich der Abdruck des Leibes Christi im Turiner Grabtuch verewigt haben. Ob dem so ist, wird kontrovers diskutiert. Warum aber wird bei allen diesen Debatten selten darauf eingegangen, dass ein Abdruck eines menschlichen Körpers niemals so aussehen könnte, wie wir ihn im Raum sehen, sondern verzerrt? In einer Sendung über dieses Thema wurde ein Versuch in dieser Richtung gemacht und herausgekommen ist ein viel breiterer Gesichtsabdruck. Die Verfechter der Echtheitshypothese sollten auf dieses Argument eingehen und sich Gedanken darüber machen, was sie hiergegen anführen können.
  • Es geht auch ohne Zähne!

    17.02.2005, besimo-meyer ruth
    Warum sollen Menschen ohne Zähne nicht überlebensfähig sein? Sicher muss das zur Zeit der Vormenschen wesentlich schwieriger gewesen sein also heute, aber für das Überleben sind Zähne vor allem beim modernen Menschen nicht notwendig. Kleinkinder vermögen auch "schwierigere" Nahrungsmittel ohne Zähne zu zerkleinern. desweiteren beobachten wir heute alte Menschen, welche sich ohne Zahnersatz ernähren können, ohne dass Fehl- oder Mangelernährung auftritt. Die noch vor wenigen Jahren in zahnmedizinischen Kreisen vertretene Meinung, verloren gegangene Zähne müssen ersetzt werden, ist heute teilweise verlassen worden.
  • Wahnsinn ohne Ende?

    16.02.2005, Karl-Heinz Herzog
    Wann wird der Irrsinn endlich ein Ende haben, dass der Mensch in Regelkreise eingreift, die er nicht einmal ansatzweise begreift? Solange das Immunsystem nicht gründlich erforscht ist, heißt es definitiv FINGER WEG!
    Meine Lebensgefährtin ist selbst Ärztin und wurde "routinemäßig" Hepatitis-geimpft. Resultat Leberzirrhose!! Die richtige Schweinerei: Als die Laborwerte nur eine Diagnose mehr zuließen, wurde seitens des Labors immer noch die Diagnose heruntergespielt.
    Die Unterstützung "offizieller Stellen" ist im Ernstfall nicht nur Null - sondern absolut negativ.
    Was mich am allermeisten ärgert, ist die Tatsache, dass wir ja schon seit Jahren minderwertige Nahrungsmittel bekommen, aber dass wir jetzt noch unsere Gesundheit ruiniert bekommen, ohne dass wir uns in Zukunft dagegen wehren können, ist bodenlos. Essen muss ein jeder - egal wie schlecht das Zeug ist. So sehr mich die Gewissheit freut, dass die hirn- und kritiklose Masse die Folgen ihrer Lethargie in ein paar Jahren abbekommt, hat der Umstand, dass ich dem Irrsinn genausowenig ausweichen kann durch die Wahl eines bewussteren Lebensstils, wenig Tröstliches.
  • Mathematik des Terrors

    12.02.2005, Heinz-Jürgen Fey
    Sie sollten schon korrekt recherchieren bzw. zitieren: In Tokio wurden beim Giftgasanschlag 12 Menschen geteötet und nicht 5000; ca. 5000 wurden verletzt.
    Beim Bombenanschlag in Nairobi wurden ca. 220 Menschen getötet und nicht 5500. Natürlich immer noch schlimm, aber trotzdem eine andere Größenordung.

    Bitte ein bisschen mehr Sorgfalt beim Recherchieren!!!!
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Fey,

    herzlichen Dank für Ihren Hinweis, das war wirklich missverständlich formuliert.

    Herr Samulat hat die Zahl der insgesamt Betroffenen in Afrika wie in Japan zusammengefasst (er sprach von "starben oder verletzt wurden), er hat nicht allein die Todesopfer genannt. Zur besseren Verständlichkeit haben wir den Text entsprechend geändert.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Antje Findeklee, Redaktion
  • Welcher Zeitraum ?

    12.02.2005, Peter Kohler
    Auf welchen Zeitraum bezieht sich P(x) ?
    Verwirrt der Tabubruch (Entsetzliche Dinge mathematisch zu beschreiben) die Redaktion so sehr, daß sie die wichtigste Information vergisst?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Kohler,



    das National Memorial Institute for the Prevention of Terrorism (MIPT) listet alle Terroranschläge von 1968 bis heute auf. Diese 37 Jahre sind somit der Zeithorizont dieser Betrachtungen. Damit ergäbe sich – rechnet man die Anschläge auf die Tokioter U-Bahn und auf die amerikanischen Botschaften in Nairobi und Daressalam hinzu – überschlagsmäßig gut alle zehn Jahre ein so verheerender Anschlag wie der auf die Twin-Towers in New York am 11. September 2001.



    Doch ist das nicht die ganze Wahrheit. Am Ende der Originalarbeit von Aaron Clauset und Maxwell Young deuten die Autoren an, dass sich die mittlere Zeit zwischen zwei Anschlägen von 96 Stunden damals im Jahr 1980 auf nunmehr 17,3 Stunden (seit 1998) verkürzt hat. Das heißt, jedes Jahr werden derzeit durchschnittlich 506 Anschläge verübt, bei denen Menschen zu Schaden kommen (sterben oder verletzt werden).



    Da am 11. September 2001 nach Angaben des MIPT 2823 Tote zu beklagen waren, kommen die Autoren auf eine Wahrscheinlichkeit von



    P(x=2823) ≈ 3 x 10-4



    Das heißt, drei von 10 000 Anschlägen sind derartig gewalttätig – respektive jeder 3333. Anschlag. Diese Zahl dividiert durch 506 Anschläge pro Jahr ergibt alle 6,6 Jahre einen derartigen Gewaltakt, was die Autoren auf sieben Jahre aufgerundet haben. Hier wurde aber vorausgesetzt, dass sich die Spirale der Gewalt in absehbarer Zeit nicht noch schneller dreht.



    Wir hoffen, Ihnen damit geholfen zu haben, und wünschen uns zugleich herbei, dass diese kühle Abschätzung sich in Zukunft als falsch erweisen wird, weil wir hoffentlich niemals wieder einen so schlimmen Anschlag miterleben müssen.



    Mit freundlichen Grüßen


    Gerhard Samulat


    Autor des Beitrags
  • Säugetiere?

    12.02.2005, Rüdiger Biesold
    Der Fund wirft gleichzeitig wieder einmal die Frage nach der Monophylie der Säugetiere auf; insbesondere der Status der Monotrematra ist da nicht gesichert. Diese ließen sich durchaus auch als weiterentwickelte Reptilien (deren Monophylie allerdings auch nicht sicher ist) betrachten.
    Es ist nicht nur so etwas Komplexes wie das Ohr möglicherweise mehrfach evoluiert worden, beim Auge verhält es sich noch komplexer. Die ebenfalls hochkomplexe Holometabolie bei Insekten könnte ebenfalls polyphyletisch sein.
    Unsere schönen Stammbäume sind möglicherweise nur in den Verzweigungen Gattungen/Arten halbwegs richtig, aber wieviele Stämme aus welchen Wurzeln diese Äste tragen, ist fraglich. Anatomisch sehr ähnliche Strukturen sind mehrfach konvergent entstanden und lassen allein bei strenger Beurteilung keinen sicheren Verwandtschaftschluß zu. Auch genetische Strukturen helfen nicht unbedingt weiter; bei alten Funden läßt sich das nicht mehr prüfen, sichere Zeittakte der Entwicklung gibt es nicht und Konvergenzen gibt es da auch. (Bei notwendiger Begrenzung auf ausgewählte Abschnitte ergeben sich manchmal Verwandtschaftsbilder, die offensichtlicher anatomischer Unfug sind.) Es ist aber eben auch in der Wissenschaft ein Riesenproblem, eingefahrene Denkschemata zu verlassen.
  • Grauzone zwischen Wissen und Vermutung

    09.02.2005, Rüdiger Biesold
    Der Zusammenhangsverdacht ist immerhin hinreichend plausibel für eingehende Untersuchungen. Zunächst müßte ausgeschlossen werden, daß die väterliche Seite bei alleiniger Erkrankung Auswirkungen hat. Wenn das so sein sollte, liegt es wohl nicht an Erbfaktoren sondern an Auswirkungen von Stoffen im mütterlichen Organismus auf den Fetus. Der Ausschluß anderer Autoimmunerkrankungen nimmt mich allerdings wunder, denn auch diese sind mit Entzündungsprozessen verbunden. Möglicherweise liegt hier nur das Problem relevanter Fallzahlen vor; Allergien und Schuppenflechte sind die häufigsten Ausprägungen in diesem Sektor.
    Es müßte allerdings auch untersucht werden, inwieweit Mütter (und/oder Väter) mit nicht entdeckter (weil bisher symptomloser) Allergie oder Schuppenflechte ebenfalls Auswirkungen haben. Es gibt eine erhebliche Zahl von symptomlosen Leuten und bei manchen treten ausschließlich die rheumatoiden Erscheinungen ohne Hautveränderungen auf. Die Schuppenflechte läßt sich auch ohne genetische Untersuchung (von den eventuell beteiligten Genfaktoren wissen wir auch noch lange nicht genug) feststellen; es ist auch bekannt, daß zumindest die Schuppenflechte meist noch weiterer Faktoren bedarf, um die Symptomatik ausbrechen zu lassen.
    Um da gesicherte Aussagen zu machen und dann nach Aussagen über beteiligte Stoffe zu kommen, ist noch eine Menge zu tun.
  • Und der Wildhund?

    08.02.2005, Rüdiger Biesold
    Die genetische Altersbestimmung der Haushundewerdung ist sehr fraglich (genetische Veränderungen laufen nicht im Zeittakt); über Fossilfunde wird es auch schwierig, da sich bei frühen Funden nicht feststellen läßt, ob "schon-Hund" oder "noch-Wolf".
    Caniden (und noch ein paar andere) sind Beutegreifer, deren Erfolg von sozialer Interaktion mit dem Opfer und häufig auch miteinander abhängt. Sie bringen daher eine "soziale Intelligenz" mit und sind prädestiniert für den Anschluß auch an andere Rudel. Polarfüchse leben zumindest längere Zeit paarweise zusammen und interagieren ebenfalls, von daher sind sie vermutlich leichter zu domestizieren im Sinne von Anschluß an den Menschen als der Rotfuchs. Viel interessanter ist da die Frage, wieso das mit dem afrikanischen Wildhund (angeblich) nicht gehen soll. Spielt hier die Ablehnung durch den Menschen vielleicht eine viel stärkere Rolle als die Eignung der Art?
    Daß die Selektion durch den Menschen "friedlichere" Tiere begünstigt, ist völlig selbstverständlich und führt in kurzer Zeit zu Veränderungen. Aber das liegt in dem schwierigen Grenzgebiet von Biologie und Soziologie; wir wissen noch viel zu wenig über die Verteilung von Vererbung und aktuell Erlerntem in diesem Bereich. Zudem stehen sich da völlig diskussionsunfähige "Schulen" gegenüber, das trägt auch nicht zur Klärung bei.
  • Sehr zweifelhafte Ergebnisse

    08.02.2005, Rüdiger Biesold
    Frauen aus früheren Jahrhunderten starben durchschnittlich früher, weil jede Geburt auch ein erhebliches Risiko für die Mutter war, schließlich gab es da noch keine Antibiotika. Wenn eine Frau später gebar, trat das entsprechende Risiko auch später auf. Man kann diese Ergebnisse wohl nicht für heutige Zeiten gelten lassen, jedenfalls nicht in Ländern mit gutem medizinischem Service.
    Es müssen auch Zweifel angemeldet werden hinsichtlich der erblichen Weitergabe von früher oder späterer Geburt. Der Fertilitätsgrad unterliegt wohl weitaus überwiegend genetischen Faktoren, aber ob Frau früher oder später gebiert, hängt auch von soziologischen Faktoren ab. Diesen soziologischen Faktoren unterlagen Frauen jedenfalls früher viel länger, weil sie zu Hause blieben, während Männer auf Wanderschaft gingen; hier liegt auch der Grund für die alte Volksweisheit, nach der Mädchen einen Sohn dazu bringen und Knaben weggehen. Auch das stimmt nicht mehr mit heutigen Gegebenheiten überein, hat aber Bezug zu solch altem Datenmaterial. Demgemäß übernahmen Männer zu Zeiten der Datenerhebung eher soziologische Vorstellungen ihrer neuen Familie, während die Frauen eben in gleicher Umweltprägung verbleiben. Mit Genen hat das alles ziemlich wenig - nicht nichts - zu tun.
    Der Mensch ist in seiner Verhaltensausprägung ein biologisch/soziologisches Mischwesen; hoffentlich begreifen das mal beide Wissenschaften.
  • Keuchen Sie beim Schlafen?

    05.02.2005, Dr. Helmut Hudler
    Wohl kaum - auch das Atmungssystem der Menschen kennt ja die Regulation je nach Funktionszustand.
    Kaum jemals würde ein Schlafender auch nur annähernd so viel Luft in seiner Lunge umsetzen wie ein Marathonläufer. Bei Menschen gibt es ja noch einen weiteren Regulationsmechanismus, nämlich die Menge abgegebenen Sauerstoffs im Gewebe, reguliert über den Gehalt an 2,3 Diphosphoglycerat in den Erythrozyten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch völlig anders konstruierte Lebewesen wie die Insekten über einen Regulationsmechanismus verfügen, der die Menge aufgenommenen Sauerstoffs verändert und an den Funktionszustand des Organismus anpasst.