Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • ... und jetzt praktisch?

    15.12.2017, Albrecht Giese
    Wenigstens ein kleines praktisches Beispiel haette der Artikel geben sollen, Theorie allein ist hier zu mager. Was z.B. wenn der Hintermann sehr nahe ist? Jetzt groesseren oder kleineren Abstand zum Vordermann waehlen? - Dann haette man wenigstens eine Vorstellung von der Dynamik.
  • Forscherinnen testen prähistorischen Knüppel

    15.12.2017, Özay
    Bin ich der einzige der dieses Bild als sehr gewagt ansieht?

    Komische Überschrift zu diesem Bild.
  • Eine alte Erkenntnis ...

    15.12.2017, Max Müller
    Gegenseitige Rücksichtnahme (hier: auch den Hintermann wahrzunehmen) führt dazu, dass es allen besser geht und alle möglichst gut und schnell ans Ziel kommen. Egoismus des Einzelnen dagegen führt zum Verkehrskollaps für alle.
    Rücksichtnahme - als das moralisch und auch vernunftmäßig Richtige, das wird hier wissenschaftlich noch einmal unterstrichen.
    - Wann endlich lernen wir daraus?

    Es ist doch die alte Erkenntnis, die schon Paulus in seinem Brief an die Korinther genannt hat:
    "Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient."
  • Mit Volldampf zurück ins Mittelalter

    15.12.2017, Herr Schmidt
    Sind Ärzte und Wissenschaftler nicht der Wahrheit verpflichtet? Geister gibt es doch gar nicht. Partienten haben ein Recht darauf das zu erfahren. Zu erkennen, dass man in Afghanistan in einem religiösen Wahn gelebt hat, dass man sich geirrt hat und dass alle Verwandten und das ganze Dorf sich irren, ist sicher hart. Aber wie soll es sonst gehen? Man hat für die Zukunft ein Leben in Deutschland gewählt.
  • Und wie ....

    15.12.2017, Peter Reigber
    bitte kann ich auf den Abstand nach hinten achten ? Wie weit ich auf den Vordermann auffahre, das habe ich in der Hand Den Abstand zum Hintermann kann ich in keinster Weise beeinflussen da ich ja sonst wieder zu nah auf den Vordermann auffahre.
  • Bremschleunigen

    15.12.2017, MarcGyver
    Mal abgesehen davon, dass es vielen Autofahrern vermutlich egal ist, ob die Fahrer hinter ihnen später ankommen oder nicht, lässt sich das schon allein durch das Ungleichgewicht aus Brems- und Beschleunigungsvermögen von Autos schlecht realisieren. Durch die deutlich stärkere Entschleunigung kann man den Abstand zum Vordermann noch einigermaßen gering halten, weil man bei Bedarf auch schnell zum Stillstand kommen kann. Durch Beschleunigung einen (gefühlt*) zu großen Abstand wieder auf das vermutete Optimum zu reduzieren, ist da schwieriger.

    *) Viele Autofahrer können auch auf ihren bekannten Routen, bei denen sie die Ampelphasen abschätzen können, scheinbar auch dann zwischen zwei Ampeln nur binär mit Gas und Bremse umgehen, wenn vorher klar ist, dass sie sowieso wieder stehen. Das ist, vor allem zusammen mit zu geringen Abständen, dem Verkehrsfluss nicht dienlich, lässt sich den Fahrern aber auch nicht so einfach austreiben, weil sie gefühlt so schneller am Ziel sind, wie sie es bisher machen.
  • Wortspiele

    14.12.2017, Robert Orso
    Also ich konnte über den "schwarzen Tag" schmunzeln. Über die 360 Tonnen schwarzen Graphit, der den Boden rutschig werden und die Arbeiter wie Grubenarbeiter aussehen ließ.

    Schwarz im wahrsten Sinn des Wortes.
  • Muss ich mal loswerden

    14.12.2017, Stefan Dobrick
    Vielen Dank an Philip Häusser! Seine Clips sind informativ, in angenehmem Rahnem witzig und gottlob so wenig verkopft, dass es einem Laien spielend zu folgen gelingt.
  • Druckgradient

    14.12.2017, Robert Orso
    @Gottfried Heumesser
    der Unterdruck an der Rückseite sorgt dafür dass die Poren am hinteren Ende entsprechend lufleer bleiben. Es entsteht ein starker Druckgradient von vorne nach hinten der ein gutes Durchdringen des Körpers mit Luft ermöglicht.

    Wäre der Druck an der Rückseite (und auch rundherum) so hoch wie an der Vorderseite, würde nur ein relativ kleiner Druckgradient von außen nach innen bestehen - denn im inneren des Körpers sind die Poren ja noch leer.
  • Korrektur

    14.12.2017, Gottfried Heumesser
    Die BHS beginnen natürlich ab der 9. Schulstufe.
  • Ohje, nach dem Radio-Feature

    14.12.2017, Schantall Rumpeltes
    über Faked Science schaue ich noch ungläubiger auf solchen Quatsch. Was ist denn der tiefere Sinn solcher "Forschung"?
    Und lieber Dr. Kevin-Justin, Sie haben sicher den Namen Ihrer Frau dazu genommen oder ist das Ihr Geburtsname?
  • Elektroautos: Vince Ebert extrapoliert falsch

    14.12.2017, Thomas Hansch
    In der Kolumne "Was wäre, wenn wir alle elektrisch fahren würden?" extrapoliert Vince Ebert falsch und verbreitet damit fake-news in Sachen Elektromobilität. Seine "bescheidene" Annahme, dass bei 60 Millionen E-Autos jeder Fahrzeugbesitzer sein Auto nur alle zwei Tage für jeweils eine halbe Stunde an einer Schnellladestation mit 350 kW auflädt, ist völlig überzogen.

    Um eine halbe Stunde aufladen zu können, müsste die Batterie eine Kapazität von 175 kWh haben. Ein aktueller Tesla hat eine Batterie mit 75 bis 100 kWh, andere Fahrzeuge lediglich 20 bis 40 kWh. Der Verbrauch von Elektroautos liegt zwischen 10 und 20 kWh pro 100 km. Gehe ich vom 15 kWh/100 km aus, kann ich mit der Ladung einer halben Stunde (175 kWh) 1167 km weit fahren. Da alle 2 Tage eine Ladung erfolgt, müsste ich im Jahr über 210.000 km fahren, um den Strom zu verbraten. Vince Ebert liegt mit seiner bescheidenen Annahme wohl mindestens um den Faktor 10 zu hoch.

    Rechnen wir mal richtig: In Deutschland gab es 2016 einen Stromüberschuss von 50 Mrd kWh. Nehmen wir ein Elektroauto mit einem sehr hohen Verbrauch von 20 kWh auf 100 km an, so können mit dem Überschussstrom 250 Mrd km gefahren werden. Das wären z.B. 25 Mio Elektroautos mit 10.000 km jährlich. Und das ohne ein einziges Kraftwerk neu bauen zu müssen...
  • Die Entwicklungspsychologie sagt schon seit langem: Schulbesuch erhöht IQ

    14.12.2017, Dr. med. Sabine Ladner-Merz
    In vielen Standardwerken zur Entwicklungspsychologie findet sich die klare Botschaft: Schulbesuch erhöht sowohl IQ-Werte als auch spezielle schulische Fähigkeiten. Zitat: Die meisten Kinder besäßen einen höheren intellektuellen Leistungsstand, wenn sie an mehr Tagen im Jahr zur Schule gingen. Aus: Siegler, R., DeLoache, J., Eisenberg, N.: Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendaolter, Hrsg. Sabine Pauen, Elsevier, München, 2005(!!), S. 429 f. Dort finden sich für die Behauptung zahlreiche Studienbelege. Wenn schon mehr Schultage pro Jahr positiv wirken, wie negativ wirkt sich dann das Streichen eines ganzen Schuljahres aus?
    Aus meiner Sicht ist damit die Frage bereits seit langem geklärt, wie Schulbesuch auf den IQ wirkt, nämlich positiv. Im übrigen wirkt ein längerer Schulbesuch auch protektiv in Bezug auf eine mögliche Demenzentwicklung im höheren Lebensalter, da längerer Schulbesuch wohl die Entwicklung von Demenzsymptomen hinausschiebt.
    Aus entwicklungsbiologischer Sicht gibt es aus meiner Sicht keinen vernünftigen Grund, junge Menschen, die bei der gestiegenen Lebenserwartung viel länger leben werden (hoffentlich) als bisherige Generationen, kürzer zu beschulen und die jungen Menschen mit weniger Wissen und IQ in ein längeres Leben zu schicken ...
  • Vögel haben das Problem nicht

    14.12.2017, Ralph FIscher
    Ich würde mich auch gerne wie ein Vogel verhalten, aber es gibt noch keine fliegenden Autos.

    Und im Stau habe ich genau "Null" Einfluss auf meinen Hintermann. Ich wüsste nicht wie ich da irgendwas regeln soll

    Wenn man verlangt das Fahrassistenzprogramme das beachten, dann ist das trottz allem nur die Kontrolle zum Vordermann.
  • Besonders problematisch, wenn das nur bei Kranken thematisiert wird

    14.12.2017, Christian
    Diese zwei Punkte aus dem Artikel zeigen das ganze Dilemma auf:
    "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht unsere westliche Erklärung von psychischen Störungen anderen Kulturen überstülpen", warnt Rief. Andere Interpretationen, auch die religiöser Art, "sollte man respektieren und beide Erklärungen in die Therapie einfließen lassen". Auch Kölkebeck sieht die Gefahr, die westliche Sicht auf seelisches Leid anderen Kulturkreisen aufzudrängen.
    [...]
    aber auch: "Erfahrungen zeigen, dass etwa Wundermittel und Exorzismen bei schweren psychischen Erkrankungen nur selten ausreichend wirken."

    Wenn jemand sich gerade in einer Notlage befindet, ist das natürlich ein schwieriger Zeitpunkt, sie mit Schwächen, Irrtümern usw. ihres Weltbildes zu konfrontieren. Einerseits läuft man in weltanschaulichen Fragen Gefahr, (ob bewusst oder nicht) Verwundbarkeit auszunutzen um eine eigene Agenda zu verbreiten (z.B. religiöse Missionierung oder politische Propaganda) und auf der anderen Seite kann natürlich auch die Zugänglichkeit für rationale Argumente eingeschränkt sein.
    Obendrein kann es für Menschen eine zusätzliche Belastung darstellen, wenn trostspendende Konzepte (z.B. eine unsterbliche Seele, ein Jenseits, in dem sie verstorbene Verwante wiedertreffen usw.) in Frage gestellt werden.

    Auf der anderen Seite können mystische Vorstellungen natürlich einer informierten, selbstbestimmten Entscheidung über eine Therapie (z.B. auch Medikamente) im Wege stehen. Wie erklärt man etwa die Wirkung von Psychopharmaka einem Menschen, der glaubt, es sprächen Verstorbene zu ihm oder ein Dschinn pflanze ihm irgendwelche Träume ein, ein Gott bestrafe ihn gerade usw.?

    Das ganze Problem zeigt auch die Notwendigkeit, falschen Vorstellungen etwas entgegen zu setzen, auch wenn sie grade keinen greifbaren Schaden anrichten:
    "Harmlosen" Aberglauben unwidersprochen zu lassen, aus einem fehlgeleiteten "Respekt" vor Tradition, Kultur, Religion etc. erscheint mir problematisch, weil sich so ein Aberglauben genau dann als weniger harmlos herausstellen kann, wenn die Gelegenheit besonders ungünstig ist, eine Weltanschauung in Frage zu stellen.

    Deswegen halte ich es für sinnvoll, im Alltag (zumindest ansonsten) geistig gesunde Jenseitsgläubige (nur so z.B.) durchaus mit Belegen zu konfrontieren, die gegen ihre Überzeugungen sprechen.
    Man tut den Religiösen im eigenen Umfeld auf Dauer wohl keinen Gefallen, wenn man aus falschverstandenem Respekt auf eine argumentative Auseinandersetzung mit ihren Überzeugungen verzichtet.

    Gerade der (auch unabhängig von Migration in Deutschland verbreitete) Glaube an ein Leben nach dem Tod erscheint mir arg problematisch. Menschen, denen von Kindheit an eingeredet wurde, sie (und ihre Angehörigen) seien letztlich unsterblich, zeigen oft starke Abwehr dagegen, wenn man sie mit Belegen dafür konfrontiert, dass Bewusstsein und Persönlichkeit eng mit biologischen Körperfunktionen verknüft sind (und höchstwahrscheinlich auch mit Ende dieser Aktivität aufhören). Lässt man diesen Glauben aber unwidersprochen, brechen sich die Probleme gerade dann Bahn, wenn die Personen ohnehin mit schwierigen Fragen (z.B. psychische Krankheiten, Entscheidungen über Organspende, Sterbehilfe etc. bei nahestehenden Personen) konfrontiert sind.

    Deswegen sollten wir in der öffentlichen Debatte solche Themen nicht ausklammern und endlich das Tabu überwinden, mit dem es derzeit behaftet ist, religiösen Vorstellungen zu widersprechen.

    Psychische Ausnahmesituationen sind gewiss nicht ideal um dergleichen anzusprechen. Tun wir es nicht vorher, landen Menschen vermehrt in Situationen, in denen eine Beratung zur informierten selbstbestimmten Entscheidung sehr schwierig ist.