Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Annahmen...

    30.11.2004, H. Schiller
    Ein Schließen von der Anzahl der Blattöffnungen auf die Höhenlage nimmt implizit an, dass die CO2-Konzentration entweder konstant oder in ihrem örtlich-zeitlichen Verlauf aus anderen Quellen bekannt ist. Gleichzeitig will man aber mit der Methode Rückschlüsse auf Klimaveränderungen ziehen - ist das nicht ein selbstreferentieller Ansatz?
  • Es gibt mehr

    28.11.2004, Stefan Pschera
    Eigentlich weiß dies schon jeder. Die Darwinsche Evolution (Mutation, Selektion) kann nur ein Teil der "Evolutionskräfte" sein.
  • Klima-Umschwung

    27.11.2004, Peter Altreuther
    So ganz neu war das nicht, dass Wasserdampf das beste Klimagas darstellt, viel wirksamer als Kohlendioxid oder Methan. Interessant wäre nur, woher der Wasserdampf gekommen ist; etwa aus vulkanischen Ereignissen?
    Übrigens werfen solche Erkenntnisse Zweifel auf an den geltenden Theorien. Wasserdampf kommt in den üblichen Klima-Rechnungen nicht durchweg vor. Andererseits ist die inkriminierte Kohlendioxidkonzentration schon seit Jahrhunderten ausreichend, um die vom Erdboden ausgehende Strahlung in seinem Spektralbereich fast vollständig zu schlucken. Sie ist gesättigt, was bedeutet, dass eine weitere Erhöhung keine weitere Erwärmung mehr bewirkt (in bodennahen Schichten, vielleicht nicht in 10 km Höhe).
    Fazit: Es wird wärmer, soviel ist sicher. Aber aus welchem Grund, das weiss kein Mensch...

  • Titel

    26.11.2004, Michael Stanzer
    zunächst verweise ich auf die vorangegangene diskussion zu diesem thema
    /www.wissenschaft-online.de/sixcms/detail.php?id=715866

    wiedenholen möchte ich, dass es immer eine vielzahl von komplexen gründen gibt, die ein "aussterbe-phänomen" bewirken

    die koinzidenz mit dem heutigen "büffel-artikel" (ob nun bewusst oder aus zufall sei dahingestellt), zeigt auf, dass sogar großsäuger (vegetarier) in dem gleichen zeit und in einem vergleichbaren habitat ausgestorben sind -
    in diesem zusammenhang weise ich nochmals insbesondere auf die eigenart der schneidezähne der neanderthaler aus krapina (museum zagreb) hin, die deutlich machen, dass es sich bei dieser europäischen neanderthal-species vorwiegend um vegetarier gehandelt haben muss, weil mit solchen abgeflachten (selbst bei kindern) bleistift-zähnen kein fleischverzehr möglich sein kann - vielmehr deutet die zahn-morphologie dieser neanderthaler auf reine pflanzenfresser/esser hin

    da diese neanderthaler/heidelberg mensch nur in zentral und südeuropa, nicht aber in nordeuropa lebten, ergibt sich daraus ein weiteres indiz, weil man eben im norden nur mit fleischverzehr länger überleben kann -
    auf die untersuchungen von kurt lewin
    ("genidentitäten") möchte ich in diesem zusammenhang hinweisen

    wie wir heute nahezu sicher wissen hat der homo sapiens mit dem neanderthaler gleichzeitig in europa gelebt, da sie jedoch unterschiedliche nahrungsquellen hatten, war ihre konkurrenz offensichtlich auch nicht besonders groß, was deren relativ "friedliches" nebeneinanderleben - einige jahrtausende hindurch - erklären könnte

  • Kunst oder Keule...

    26.11.2004, Dominique Boursillon
    Warum fällt es uns so schwer anzuerkennen, dass andere Rassen etwas geschaffen haben könnten, das nur wir für uns beanspruchen wollen? Eitelkeit? Bedenkt man, dass der moderne Mensch rücksichlos seine Umwelt ausbeutet und ohne Skrupel Leben ausrottet, so würde es mich nicht verwundern, wenn dieser moderne Mensch auch den Neandertaler ausgerottet hätte. Was, wenn der Neandertaler nett und sanftmütig gewesen wäre, und wir die Bestie, die ihm den Garaus machte?
    Das würde sicherlich einiges erklären, könnte sich aber vermutlich nur langsam und schwer durchsetzen...

    Eine Überlegung ist es dennoch Wert, oder?
  • Lobby-Gutachten

    26.11.2004, Rüdiger Biesold
    Das erste Problem stellt der Versuch mit Mais dar, natürlich fliegen schwere Pollen nicht so weit wie leichtere. Dennoch wird sofort auf die grundsätzliche Ungefährlichkeit geschlossen. Das gleichwohl auch bei entfernteren Pflanzen Spuren festgestellt wurden, wird unter den Grenzwert gekehrt; der ist nur genau deswegen nicht zu halten.
    Die Gutachten und Untersuchungen werden aber ausschließlich von Instituten vorgenommen, die sich von Anfang an für die Realisierung eingesetzt haben. Wird da wirklich mit genügend kritischer Distanz gearbeitet? Ebensogut könnte ein Gutachten über die Schädlichkeit des Autofahrens bei VW und Mercedes bestellt werden.
  • Folgenreicher Eurozentrismus

    26.11.2004, Rüdiger Biesold
    Der Neandertaler hatte offensichtlich Bestattungsriten, die sich ohne komplexere Sprache und transzendentales Bewußtsein sonst nicht erklären lassen. Er hatte auch mehr Gehirnmasse als der homo sapiens.Als Träger einiger Kulturstufen inzwischen (widerwillig) anerkannt, wird ihm die Fähigkeit zur letzten Kulturstufe seiner Lebenszeit nicht zugetraut. Eines der klassischen Felder, wo Wissenschaftler Opfer ihrer gesellschaftlichen Soziologie werden. Es muß um jeden Preis an der Überlegenheit des modernen Europäers gegenüber allem anderen festgehalten werden, das andere hat gefälligst primitiv zu sein. Dieser Keim zu letztlich völlig ungerechtfertigtem Rassismus für die eigene Gruppe wurde im Talmuth angelegt, in Bibel und Koran "verbessert", von Nazis und Geistesverwandten bis zur Hybris mißbraucht und von heutigen Fundamentalisten aller möglichen Richtungen zur Rechtfertigung vorgebracht. Der Neandertaler als Gegner kann sich nicht mehr wehren und verstößt schon durch seine Existenz gegen die monotheistischen Lehren; deshalb wurde ihm zu Beginn seiner Entdeckung sogar sein Status als homo... abgesprochen.
    Als letzter Rest darf er keine größeren kulturellen Leistungen vollbracht haben und mußte selbstverständlich der "überlegenen Art" (nämlich wir) weichen. Dummerweise läßt sich die Überlegenheit mit nichts beweisen. Größere kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den beiden Arten scheint es nicht gegeben zu haben, kulturell hat mit größerer Warscheinlichkeit homo von neandertalensis profitiert; der effektivere (nicht umweltschonendere) Jäger war neandertalensis offensichtlich auch.
    Am Klimawandel kann der neandertalensis kaum gescheitert sein, er hatte während der zurückliegenden mindestens 200.000 Jahre größere Klimaänderungen überstanden. Möglicherweise hat sapiens Krankheiten mitgebracht, die einen erheblichen Teil der Art neandertalensis infizierte und umbrachte, bevor diese Art eine Immunantwort evoluieren konnte. Der überlebende Rest (ein gewisser Prozentsatz hat ja längere Zeit überlebt) ging dann möglicherweise einfach in der sapiens-Einwanderungswelle unter. Wenn sich die beiden Arten untereinander unfruchtbar kreuzten (d.h. falls es Kreuzungsprodukte gab - wofür es Anhaltspunkte gibt - , dann waren diese unfruchtbar), dann führte das sehr schnell zum Ende der Reste von neandertalensis. Wir sollten endlich unsere religiös und rassistisch vernebelte Brille bei dem Neandertalerproblem ablegen und der Schwesterart gerecht werden.
  • Warum nicht primordial?

    24.11.2004, Rüdiger Biesold
    Die Hypothese der primordialen schwarzen Löcher ist bisher nicht widerlegt, natürlich auch nicht besser belegt! Hypothetisch möglich sind sie. Die Sternenarmut um sie herum wäre dann auch für 2 Hypothesen gut. Entweder sind die umgebenden Sterne schon lange aufgesaugt oder es sind erst keine entstanden, weil ein Teil der Materie ex Initialzündung wegen Verteilungsunregelmäßigkeiten per Schwerkraft beieinander blieb, sofort kollabierte und möglicherweise auch Materieansammlungen weit jenseits des Schwarzschildradius an sich zog.
    Ob es sich dabei um mehrere kleine oder sofort um ein großes Objekt ging ist zu klären; der Entwicklungsmechanismus wird bei mehreren kleinen schwarzen Löchern nicht anders oder einfacher.
    Um ein entlegenes Beispiel aus dem praktischen Leben zu zitieren, Kriminalisten stellen Sprengstoff auch immer an nicht gezündeten Spuren fest; warum soll das bei der Initialzündung so prinzipiell anders gewesen sein?
  • Da gibt es noch viel zu tun

    24.11.2004, Rüdiger Biesold
    Solche Programme sollten auch für Musik, Literatur und Wissenschaft eingesetzt werden. Auch auf diesen Gebieten hat jeder seine eigene Handschrift bzw. seine Eigenarten.
    Zumindest im Falle Wissenschaft verhülfe die Drohung mit solchen Überprüfungen zu mehr Ehrlichkeit und die ist auf diesem Gebiet am dringendsten. Es wäre sicher sehr spannend, wieviel von den Werken so einiger Geistesgrößen als selbstverfaßt übrig blieben. Bisher deucht mir jedenfalls, daß dies nach dem Muster des jüngsten Bundeswehrskandals abläuft: "Alle wissen es, keiner redet darüber!"
  • Wer will wo was warum

    23.11.2004, Rüdiger Biesold
    Das mit dem dürfen ist so eine Sache, entscheidender ist wohl der Wille etwas zu wollen; wobei damit sowohl tun als auch Verhinderung von Tätigkeit gemeint ist. Letzteres ist abseits von ethischen Überlegungen vielleicht sogar der wichtigste Punkt. Diejenigen, die über genügend Finanzen und Macht verfügen lassen sich in ihren Tätigkeiten ohnehin nur schwer einschränken, benutzen aber ihre Möglichkeiten, um andere zu behindern. Es gibt schließlich genügend Patente in Panzerschränken, die ausschließlich zur Verhinderung der Nutzung dort liegen (in ausgesuchten Fällen mag das auch gut sein).
    Solange das entscheidende Kriterium der ganzen Diskussion die Optimierung finanziellen Gewinnes bleibt (alle anderen Gründe sind letztlich nicht entscheidend, bestenfalls Opium fürs Volk), wird es auch keine sinnvollen Lösungen geben, denn die die Macht und das Geld schon haben, haben einen uneinholbaren Vorsprung und tun, was ihnen gut dünkt. Für dieselben Entscheider ist Konsens auch nur dann wichtig, wenn das abnicken ihrer Position bedeutet.
    Aber Konsens ist nicht nur deswegen kein absoluter Wert, bekanntlich wird Blödsinn durch Mehrheiten oder gar Einstimmigkeit nicht besser.
  • Urcousin wäre besser

    20.11.2004, Rüdiger Biesold
    Da der Artikel mit Zitat des Entdeckers überzeugend ausführt, daß der Fund kein Urahn des Menschen sein kann, sollte das auch nicht in der Überschrift samt Untertitel stehen.
    Bisher spricht in der Tat alles dafür, daß sich die sogenannten Primaten (diese Bezeichnung ist nach meinem Dafürhalten nicht sehr glücklich für diese Gruppe und wird nicht besser dadurch, daß sich der Mensch mit seiner Selbsterhöhung -die Europiden allen voran- nun mal dazu rechnen lassen muß) in Afrika entwickelten und auf mehreren Entwicklungsstufen jeweils für sich auswanderten. Mit einiger Sicherheit ist dieser Fund so eine Seitenlinie, das wertet den Fund doch aber nicht ab und er muß deswegen nicht besonders populistisch behandelt werden.
    Im Falle der iberischen Halbinsel kommt auch noch hinzu, daß deren geologische Vergangenheit samt Zuordnung zu Kontinentalplatten ziemlich unterbelichtet aufgeklärt ist. Es ist schon von daher keineswegs sicher, daß der Fund in seiner Lebenszeit Teil europäischer Fauna war.
  • Man nehme die passenden Daten!

    19.11.2004, H. Sextl
    Der Autor nimmt Daten ab einer Zeit, als die Temperaturen langsam wieder zu sinken begannen. Lesen Sie nach in "Pomona" Jahrgang 1868. Dort sind die Weinlesedaten für die Pfalz ab dem 9.Jahrhundert (!) gelistet. Im 12.Jhdt. gab´s Jahre, da waren die Trauben im August reif, bzw. gab´s schon neuen Wein. Bis wir soweit sind muss es schon noch länger warm sein als 2003!
  • Geburt im Wasser

    19.11.2004, Rüdiger Biesold
    Es gibt neben den Ichthyosauriern auch rezente lebendgebärende Echsen; die Verwandtschaftsverhältnisse der Reptilien untereinander sind auch nicht endgültig geklärt; aber warum soll sich nicht auch die Geburt im Wasser bei luftatmenden Tieren mehr als nur 2x entwickelt haben.
    Die Sauropterygier machten schon immer ein statisches Problem hinsichtlich des Eierlegens, einige von diesen waren weder von der mutmaßlichen Körperstatik noch von der Flossenkonstruktion her zu einem Landgang fähig. Nun also ein Fund mit weiterentwickelten Embryonen im Mutterleib eines Sauropterygiers. Die Begründung für das Verenden der Muttertiere ist allerdings seltsam. Lebendgebärende luftatmende Tiere des Wassers ohne Möglichkeit des Landganges müssen in Steißlage gebären, sonst verendet das Jungtier noch wärend der Geburt. Die Fundlage bei den Ichthyosauriern ist diesbezüglich eindeutig, ebenso alle beobachteten (gutgegangenen) Geburten bei Walen.
    Das muß zumindest bei den Walen aber bereits präadaptiv so gewesen sein, bei Echsen wäre auch der Weg über eine Ooviviparie denkbar.
  • Flucht wohin?

    16.11.2004, Rüdiger Biesold
    Sicher ist der Artikel ein wenig sehr allgemeinsprachlich ausgefallen; aber in diesem Fall ist das trotzdem ganz gut gelungen. Phänomene des Massenverhaltens oder der Massenpsychologie müssen nicht immer nur in schwer verständlicher Fachsprache vermittelt werden, da haben die, die diesem Verhalten besonders unterliegen wenig davon. Diejenigen aber, insbesondere Fachkollegen, die sich im stillen Kämmerlein und gegen beträchtliches Honorar überlegen, wie sich solche Effekte zugunsten von Volksverführern ausnutzen lassen, haben von der Beschränkung auf die Fachsprache sehr viel.
    Schließlich gibt es genügend Beispiele dafür, wie Panik und Freude auf Massenveranstaltungen oder auch nur medial für politische Zwecke mißbraucht werden; das klappt so gut, weil es eben von den Fachkollegen vorbereitet und fachsprachlich analysiert wurde. Wie sonst will man den Sportpalast ("Wollt ihr den totalen Krieg? donnerndes Heil der Massen trotz sichtbar bevorstehenden Untergangs), Parteitage mit dröhnenden Jubelchören in den USA (trotz schlecht rednerisch begabter Spitzenkandidaten und eben nicht die Interessen der Mehrheiten vertretend alle Beide) erklären?
    Da werden doch ganz offensichtlich gezielt Strategien eingesetzt, um auch nur ansatzweises Denken auszuschalten und in Gefühlsstürmen untergehen zu lassen. Wenn man bei solchen Veranstaltungen denkt und sich nicht mitreißen läßt, dann ist Flucht angesagt, die Jubelgarden werden dann nämlich physisch gefährlich.
    Aber schon die alten Römer wußten, daß Brot und Spiele gut gegen das Denken von Massen sind und diese dadurch besser lenkbar und damit verführbar sind. Unsere modernen "demokratischen" Systeme nutzen diese Effekte perfide aus und verhindern damit eine tatsächliche Herrschaft des Volkes zu Gunsten der Machtoligarchie; in diesem Punkt sind sich Parteien und organisierte große Religionsgemeinschaften erstaunlich ähnlich.
    Breiter gestreutes Wissen um solche Vorgänge bietet wenigstens eine bessere Chance sich zu entziehen; ich fürchte nur, daß unserem Jäger/Sammler Hirn (charakteristischerweise sind es ja die "alten" Regionen, die für Massenhysterie ansprechbar sind) da noch ein paar Evolutionsschritte fehlen und deshalb wählen die allerdümmsten Kälber auch ihre Metzger immer noch selber.
  • Sagen, Märchen und schlichter Nonsens

    16.11.2004, Ingo-Wolf Kittel
    Wow, da sind wohl von Anfang an - im Titel schon - Begriffe, Redewendungen auch und manch anderes kunterbunt durcheinander geraten: was dazu die Aktivitäten der Neuronen im Hirn des Referenten wohl 'sagen'?

    Wo auch noch Körpersprache was "sagt", ja sogar "schreit", dann dröhnt solch 'schreiender Unsinn' nur noch!

    Wenn "nüchterne Überlegungen" offenbar gar nicht mehr "gegenlenken" und nicht einmal mehr simpelste Logik 'eine Rolle spielt', kann man in der Tat nur panisch Reissaus nehmen...

    Bitte nicht mehr desgleichen! (Letzte Bitte auf der Flucht...)
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