Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • In den Rahmen zurück, aber wie?

    22.11.2003, Rüdiger Biesold
    Der Mensch überschritt schon im Zustand des Naturvolkes seine Grenzen, nur setzten dem Hungersnöte oder Epidemien Grenzen; der Rahmen war noch zu nah. In modernen Gesellschaften hat sich der Mensch durch religiöse Wahnideen (von Gods own country über Gottesstaat bis Kreuzritter oder Gotteskrieger) und daraus abgeleiteten Ansprüchen gegenüber anderen Menschen und der Natur ein sich selbst erfüllendes Anspruchssystem geschaffen. Insbesondere die Industriestaaten funktionieren samt ihren sogenannten sozialen Sicherungssystemen nur, wenn es beständig mehr gibt. Bereits eine geringere Menschenzahl oder geringere wirtschaftliche Gewinne gefährden so ziemlich alle Systeme (z.B. Rente, Sparmodelle und Versicherungen aller Art). Der daraus resultierende Zwang treibt den Menschen aber immer weiter aus dem Rahmen; irgendwann wird er hart aufschlagen (siehe Osterinsel, Mayastädte) mit geringer Überlebensrate auf sehr fraglichem wirtschaftlichem und kulturellem Niveau. Für den notwendigen Paradigmenwechsel gibt es keinerlei Ansatz, von unten fehlt die Erkenntnis, von oben neben der fehlenden Erkenntnis Können Mut und Perspektive (völlig unabhängig von der Staatsform). Aber der fehlende Stein der Weisen ist keine Entschuldigung für handlungsunfähige Ignoranz.
  • Legende?

    22.11.2003, Hudler
    Nettes Bild
    Jetzt wäre es halt auch noch sehr schön, wenn man in der Darstellung die einzelnen Komponenten des Virus auseinanderhalten könnte. Vielleicht kann die Redaktion das noch nachtragen, oder wurde das von Autoren in Nature nicht publiziert?
  • Quellen der Korruption

    22.11.2003, Rüdiger Biesold
    Ein völlig übersehenes Problem der Korruption in den Entwicklungsländern stellen die Interessen der Industriestaaten (d.h.deren Regierungen und Wirtschaftslenker) dar. Schließlich wird auch in einem guten Teil der Industriestatten (allen voran natürlich wieder die USA) Naturschutz als "Jobfeindlich" angesehen. Wenn in einem Entwicklungsland ein nützlicher Diktator herrscht, wird dessen Korruptionsbereitschaft nachgerade gefördert; da interessieren schon keine Menschenrechte und Naturschutz noch weniger (z.B. Mobutu/Kongo). Im eigenen Land USA interessieren Klimaschutz und Naturschutz ja auch nur nachrangig.
    Das ist in den USA allerdings ein systemimmanentes Problem. Da Wahlen auch weit unterhalb der Washington-Ebene nur durch umfangreiche industrielle Geldzuwendungen gewonnen werden können, bestehen eben Verpflichtungen; in der Forschung der USA ist fast jeder mit dem umfangreichen Sponsoring vor die gleichen Probleme gestellt. Letztlich läuft es auf dasselbe hinaus, ob ich wegen aktueller Zahlung wegschaue oder wegen Vorauszahlung erst gar nicht hingucke oder wegen vorauseilenden oder nachlaufenden Gehorsams Meinung und Ergebnis anpasse.
    So lange die Quellenlage so bleibt, wie sie derzeit ist, lassen sich anderswo nur sehr punktuelle Erfolge erzielen. Auf Dauer überlebt da weder die Natur noch der Mensch.
  • So So...Japaner also...

    21.11.2003, Arnd Klinkhart
    Da kann man ja nur hoffen, dass Japan nicht jetzt wieder mit der unsäglichen Diskussion anfängt, Japan finge Wale nur der Forschung wegen. Mit der "Entdeckung" und Forschung kann es so weit her ja nicht sein, wenn die Exemplare schon einige Jahre alt sind...

  • Angst machende Errungenschaften der Zivilistion

    20.11.2003, J. Götz
    In dem Beitrag wurde nicht berichtet, wie alt die Kinder waren, die die Fische entsorgten. Sicher sind sie in irgendeinem Bildungssystem integriert und können die Möglichkeiten der modernen Medien nutzen. Aber was ist das Ergebnis? Sie sind nicht in der Lage einzuschätzen, dass sie Lebewesen in eine feindliche Umgebung entlassen in dem Glauben, diesen zu helfen.
  • Wieso ein Konflikt?

    19.11.2003, Rüdiger Biesold
    Nach internationalen Vereinbarungen gehören archäologische Funde in das Land, auf dessen heutigem Territorium gefunden werden. Das ist nicht immer befriedigend und es halten sich auch nicht alle daran; insbesondere werden gern Funde aus früheren Zeiten (zum Teil mit koloniolalistischer Gewalt "entführt") mit der nicht immer zutreffenden Behauptung des besseren Erhaltes für die Wissenschaft nicht zurück gegeben.
    Der Begriff Nationenkonflikt ist hier aber völlig fehl am Platz. Wenn schon, dann wäre das ein Staatskonflikt; der Fundort liegt im Sprachgebiet der deutschen Nation, die hat in ihrer Erscheinungsform als Südtiroler deswegen besondere Rechte im italienischen Staat. Ließe man den Nationenbezug zu, müßte Ötzi dahin, wo er ausweichlich seiner Mitochondrien (Bryan Sykes; Die 7 Töchter Evas) hingehört. Demnach war er ein Protokelte (seine Mitochondrien finden sich im keltischen Irland). Ab nach Dublin? Vorsicht mit den Nationen!
  • Beispiel dazu

    19.11.2003, Rüdiger Biesold
    Auf der Heimatinsel der Dronte spielte sich ein solcher Fall ab. Auch dort wuchs ein Baum (Name nicht gegenwärtig), der darauf angewiesen war, daß Dronte die Samen fraßen, abgeschliffen ausschieden und so erst keimfähig machten (Ko-Evolution). Nachdem die Dronte vernichtet waren, hatten die Bäume über Jahrzehnte keinen Nachwuchs. Da Bäume meist langlebig sind, fiel der Umstand auf. Durch Einsatz von Truthühnern konnte das Problem schließlich gelöst werden.
    Auf physikalischen Inseln ist das noch einigermaßen übersichtlich. Aber die vom Menschen geschaffenen Inseln in Form von Rudimentarealen sind schon wegen mangelnder Kenntnis viel Problematischer.
  • Untermauerung

    19.11.2003, Rüdiger Biesold
    Immerhin ein Ansatz bekannte Tatsachen zu unterstützen. Natürlich kann man annehmen, daß entsprechende Strukturen auch bei anderen Menschen mit der gleichen Problemfolge vorhanden sind. Es wird nicht deutlich, was denn mit der Gruppe der "nicht-Rassisten" los ist; vermutlich unterliegt ein Teil dieser denselben Strukturen, nicht alle wollen etwas zugeben bzw. haben eine falsche Selbsteinschätzung.
    Problematisch werden solche Vorgänge neben direkten rassistischen Übergriffen im Alltag, wenn z.B. Polizisten wegen solcher Fixierung mögliche Täter der eigenen Hautfarbe nicht in Betracht ziehen oder samt den Richtern viel milder beurteilen. Die Effekte sind in den USA bereits legendär, aber nicht nur dort vorhanden (Spanien und die Moros, Frankreich und Araber, Deutsche und Russen, Chinesen/Japaner und Europide, Schwarzafrika und Weiße usw. usf.)
    Dann gibt es noch die besonders schwierige Gruppe der "Konvertiten"; darunter verstehe ich Leute, die mit anderer Hautfarbe die Überzeugung der Mehrheit angenommen haben. Wenn also ein Afro-US-Amerikaner denkt und sich benimmt wie ein Weißer, muß er noch mehr beweisen, daß er der bessere Weiße ist; schließlich kann er nicht aus seiner Haut. In meiner Familie hatte ich einen katholischen Polen, der zum protestantischen Deutschen wurde; er litt beständig unter diesem Herkunftsmakel und mußte immer beweisen, daß er der beste evangelische Deutsche aller Zeiten sei. Was geht in den Hirnen solcher Leute vor? Überschreiten die Spitzenausschläge die Papierbreite?
    Unter diesen Prämissen sollten George Bush, Condolezza Rice und Arnold Schwarzenegger mal getestet werden.
  • Gefährdung

    18.11.2003, Rüdiger Biesold
    Nicht nur eingeschleppte Tiere, auch eingeschleppte Pflanzen verdrängen angestammte Organismen. Das ist auf Inseln besonders deutlich, findet aber überall statt.
    Genetisch veränderte Organismen sind per Definitionem Fremdorganismen und schon allein deshalb gefährlich.
    Der Mensch läßt aber weder das Einschleppen in fremde Biotope noch die weitere Erzeugung und Freisetzung manipulierter Wesen - schönes "Vernunftwesen" das!
  • RE: Anfang vom Ende

    18.11.2003, Kommentator
    "Irgendwie wird sich der Mensch samt dem Leben auf diesem Planeten schon noch ausrotten."

    Dann wird auch kein Hahn mehr nach ihm krähen !
  • Da bin ich aber beruhigt ;-)

    18.11.2003, Karl Bihlmeier
    Wieder ein Problem verkleinert, das mir bisher noch gar nicht bewusst war. Oder sollte es technisch möglich sein, wie in "Armageddon" ein paar Raketen oder eine Handvoll Selbstmörder mit ein paar Atombomben ins All zu jagen, um dort einen Asteroiden aus der Bahn zu blasen? Natürlich kann so ein Brocken statistisch gesehen schon nächsten Dienstag nachmittag Helgoland in die Nordsee stampfen, und in der Folge die Niederlande versenken und jedes Haus bis Kassel einebnen. Aufgrund der wesentlich höheren Wahrscheinlichkeit sollte man bis dahin aber noch Lotto spielen, und aufs Autofahren verzichten ;-)
  • RE: Anfang vom Ende

    18.11.2003, Karl Bihlmeier
    Ich sehe die Sache eher gelassen: das Leben werden wir auf disem Planeten kaum ausrotten können, uns selbst schon. Dann bekommt in wenigen hundert Millionen Jahren die nächste intelligente Spezies ihre Chance.

    P.S.: es wäre blauäugig, davon auszugehen, dass das Militär die Technologie für synthetische Viren schon aus Gründen der "nationalen Sicherheit" (was immer das auch sein mag) nicht intensiv studieren und ggf. nutzen wird.
  • RE: Wie nett, aber ohne Fakten

    18.11.2003, Manfred Nehonsky
    Völlig richtig, auch beim Space-Shuttle hatten Nasa Techniker gemeint, ein Unfall auf ca. 20.000 Starts (!!! Nachgelesen bei P.Feynmann,er hatte die Columbia Katastrophe untersucht) könnte passieren. Außerdem geht meines Erachtens die Gefahr von viel kleineren Brocken aus. Der Arizona Krater (1200m Durchmesser) wurde von eienm nur ca. 30-50 m großen Eisenmeteoriten geschlagen. Das Steinheimer Becken (Nähe Augsburg)(3km Durchm.) von einem ca. 100m großen Gesteinsbrocken. Diese Kleinkörper können schon morgen ohne viel Vorwarnzeit kommen, sie löschen zwar die Menschheit nicht aus, aber die Wirkung in Mitteleuropa, oder anderen dichtbesiedelten Gebieten wäre enorm.
  • RE: nicht willkommen

    17.11.2003, Rüdiger Biesold
    Anonym und feige, keinerlei Sachkenntnis und auch noch eine irreführende Tarnbezeichnung; eigentlich keiner Antwort wert, aber das ist zu viel. Die Bezeichnung "Politkgegner" soll wohl suggerieren, er teile da nichts, aber er betet die einschlägige Ideologie der größten Oppositionspartei und der Wirtschaft nach. (Es geht auch wenig ohne Politik; leider!) Dieses Gejammer über mehr CO2 und Atomstromimport ist mindestens so alt wie die AKW und der Kampf dagegen, aber nicht richtiger geworden. Gegen Windräder klagen mitnichten "die Bauern" und auch nicht nur. Bisher hat auch keiner behauptet, daß Windräder das Energieproblem lösen.
    Das Dosenpfand-Chaos schließlich beruht auf einer Gesetzeskonstruktion aus Zeiten vor Rot-Grün. Paradoxerweise hat der Verursacher dieser Konstruktion über seine Bundesratsmehrheit eine durchgreifende Verbesserung verhindert.
    Ich finde die derzeitige Regierung alles andere als erhebend und die Unterschiede zur Vorgängerin sind marginal; aber es sollte mit ein wenig Anschein von Wissen und nicht hinter feigem Pseudonym versteckt diskutiert werden.
  • Wie nett, aber ohne Fakten

    17.11.2003, Rüdiger Biesold
    Solche Abschätzungen sind nun wirklich grob fahrlässig, nach den Statistikern passiert Tschernobyl erst in 200.000 Jahren und dann noch mal solange für Harrisburg. Seriös ist das kaum.
    Es sollte besser hinterfragt werden, was hinter dieser so eindringlich geschilderten Gefahr eigentlich steht. Die Abschätzung als solche läßt keinerlei Rückschlüsse zu, wann es tatsächlich passiert, wie wir an AKW gesehen haben. Verschiedene Lebenskrisen in der Geschichte des Planeten wurden keineswegs schlüssig mit Meteor- oder Asteroiden-Einschlägen in Verbindung gebracht. Andere Erklärungen dafür werden herunter gespielt oder nicht zur Kenntnis genommen. Jetzt ist es plötzlich weniger gefährlich? Es existiert schon lange die These, daß die Einschlagtheorie forciert wurde, weil dem US-amerikanischen Militär die Feinde und damit die Gelder auszugehen drohten. Nun haben sie aber mehr als ihnen (und uns) lieb sein kann, für diese Feinde reichen die Gelder schon nicht und ruinieren die US-amerikanische und die Weltwirtschaft. Also machen wir flugs die zuvor benötigte Gefahr wieder kleiner. Die Frage wird sich ohnehin in Kürze stellen, wie mit Flugzeugträgern und Tarnkappenbombern künstlich erzeugte Viren bekämpft werden können.
Top