Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Ein Einwand und eine Zustimmung

    25.05.2004, Dipl.-Volkswirt (bdvb) Augustin
    Die Auffassung, dass die flussartigen Strukturen nicht durch Wasser entstanden sein können, weil es dazu zu kalt und zu trocken auf dem Mars sei, trifft zu - unter den HEUTIGEN Bedingungen!

    In den vergangenen Jahren gab es jedoch oft Beiträge, die in Frage stellen, ob es immer so war und auf dem Mars vor Millionen oder gar Milliarden von Jahren einmal ein milderes, wärmeres Klima herrschte und der Planet über fließendes Wasser verfügte. Das wäre ein Argument gegen die Zweifel am Wasser als Verursacher der fraglichen Strukturen - und zwar auch dann, wenn lediglich einmal ein Meteoritenhagel für kurze Zeit Wassermengen geschmolzen hat.

    Volle Zustimmung verdient es aber, durch das erwähnte Experiment wissenschaftlichen Abstand zu schaffen und zu fragen, ob auch andere Ursachen denkbar sind. Diese Frage wird für meine Begriffe ganz allgemein nicht oft genug gestellt - insbesondere von denjenigen nicht, die die in Frage stehende Erklärung oder Theorie präferieren. Sie schwächen dadurch die Chancen ihrer eigenen Erklärung für die Beobachtung.



    Dipl.-Volkswirt (bdvb) Augustin
  • what a difference a comma makes...

    24.05.2004, H. Schiller, Hannover
    Ist in dem Artikel wirklich "seit Jahren nur wenige alte Ölfelder ausschöpfen" gemeint? Also, dass von den alten ÖF nur wenige...

    Oder doch eher
    "nur wenige, alte Ölfelder", also 1) überhaupt nur wenige und 2) auch noch keine von den neuen.

    Um die journalistische Sorgfalt in so vitalen Fragen bangt
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Schiller,

    Sie haben allem Anschein nach recht, ein Komma macht hier wie so oft den entscheidenden Unterschied.

    Mit besten Grüßen,
    die Redaktion
  • spektrumdirekt

    24.05.2004, Dr. Peter Ziegler
    Eine Frage: Erscheint spektrumdirekt nicht täglich (ausser sonn- und feiertags)?
    Ganz stark vermisse ich die Querverweise, wie sie bei Spektrum-Online vorhanden waren.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Dr. Ziegler,

    spektrumdirekt erscheint durchaus täglich. Die Ausgabe des nächsten Tages schalten wir abends zwischen 19:00 und 23:00 Uhr frei. Eine Ausnahme bilden damit der Sonntag und der Montag sowie die Tage nach Feiertagen. Dadurch ist womöglich in der letzten Woche der Eindruck einer selteneren Erscheinungsweise entstanden.

    Zu Ihrer Frage nach den Querverweisen: Diese sind in der gleichen Weise vorhanden, wie zuvor, allerdings nun zusammengefasst links neben dem Artikel.

    Mit besten Grüßen,

    Richard Zinken
    Chefredakteur
  • Gottkaisertum war konsequent

    23.05.2004, Peter Kremer
    Caligula war kein Wirrkopf, wie Mr. Arya in seinen Interviews so gern betont, sondern ein Machtmensch, der begriff, dass ein Weltreich sich nicht mehr mit dem Personal einer mittelitalienischen Kleinstadt regieren ließ. Also versuchte er ein autokratisches System zu errichten, das Anleihen beim hellenistischen Gottkönigtum machte und ihm zumindest die Loyalität der östlichen Provinzen und Ägyptens sicherte. Das Unterfangen war logisch, scheiterte aber an verschiedenen Widerständen, z. T. auch daran, dass die Zeit noch nicht reif war für eine solche Form der Herrschaft.
  • RE: RE: titanenwurz oder rafflesia?

    23.05.2004, monika
    rafflensia
  • Lange?

    23.05.2004, Rüdiger Biesold
    Wie kann man einen Artikel, der für einen essenziellen Rohstoff einen Vorrat von noch 40 Jahren darstellt mit der Überschrift versehen "Noch lange nicht ausgeschöpft".
    Das heißt doch wohl, daß die jetzt 60-jährigen über die Runde kommen; ist das nun lange oder bloß mal wieder ignorant?
    Selbst wenn man davon ausgehen kann, daß es noch einige nicht entdeckte Vorkommen gibt und mehr als jetzt bekannt jetzt nicht wirtschaftlich förderbare Reserven angegangen werden können, da muß einiges passieren.
    Wenn das Erdöl versiegt, ist das Ende von Heizung, Transport und Chemieindustrie erreicht (immerhin ist dann auch die bisherige imperialistische Kriegführung nicht mehr möglich; insbesondere der Staat, dessen Armee in 130 Staaten steht, darf mit dem Einsammeln beginnen).
    Wollen wir wirklich unseren Kindern und Enkeln das Problem unter dem Motto "Für uns recht es ja noch" überlassen?
    Das "Problem" stellt sich dann doch wohl in etwa so dar, daß mindestens 2/3 der Menschheit nicht mehr versorgt werden können (keine Nahrung, kein Wasser, keine Medizin, keine Heizung usw.). Also die Menschheit weltweit im Zustand Deutschlands (das hieß damals Heiliges römisches Reich deutscher Nation und wurde von christlichen Mörderbanden aller Konfessionsmischungen verheert) am Ende des 30-jährigen Krieges. Immerhin ist die Dauer dieses Krieges mit der "langfristigen" Reserveprognose für Erdöl vergleichbar.
  • Erstaunlich?

    23.05.2004, Rüdiger Biesold
    Der Mensch hat durch gezielte Auslese einzelne Hunderassen erzeugt. Er hat damit künstlich einen sehr speziellen und engen Genpool pro Rasse angelegt. Es ist daher zwangsläufig, daß die Mitglieder eines so engen Genpools einander gleichen. Erstaunlich ist eher der Umstand, daß sich Genetiker darüber wundern. Vielleicht liegt das daran, daß einige Genetiker meinen, im Ablauf der Evolution sozusagen eine geeichte Uhr sehen zu können. Da existiert aber überhaupt keine Uhr; selbst bei großen Zahlen und ohne gezielte Zuchtwahl sind die zeitlichen Abläufe auch zufällig.
    Solche engen Genpools entstehen auch, wenn Mitglieder einer Art durch Vereinzelung oder Auswanderung vom Rest der Art isoliert werden oder als Kleingruppe eine "Katastrophe" überstehen. Wir finden Beispiele dafür in den Inselendemiten, beim Gepard und bei den europiden Menschen im Vergleich zu Schwarzafrikanern. Der gleiche Effekt dürfte auch bei einer ganzen Reihe (allen?) von anderen "Rassen" zu finden sein, die der Mensch durch Zuchtwahl erzeugt hat. "Natürlich" sind alle diese Rassen nicht, aber in ihrem Bestand permanent bedroht. Nun macht sich der Mensch auch noch daran, neue Organismen durch Genveränderung zu erzeugen. Die U(h)r-Genetiker müssen umdenken. Nebenbei bemerkt sind solche Existenzen nicht nur ein Problem hinsichtlich ihres eigenen Fortbestandes, da ist auch ein unübersehbares Problem hinsichtlich der Interaktion (also Bedrohung und Gefährdung) mit anderen Arten inclusive unserer eigenen.
  • und dann?

    22.05.2004, Jutta Paulus
    Vierzig Jahre halten die Ölreserven also noch, nicht eingerechnet die erheblichen Steigerungen des Verbrauchs durch China. Na toll. Und dann? Stellen wir innert weniger Jahre unser komplettes Wirtschaftssystem um, ohne heute die Voraussetzungen dafür zu schaffen? Jeder vernünftige Forscher kann da nur den Kopf schütteln. Aber wir pumpen munter weiter Geld und (menschliche) Ressourcen in eine aussterbende Technologie, statt uns endlich der Tatsache bewusst zu werden, dass nur die Umstellung auf erneuerbare Energien und Rohstoffe (auch die Petrochemie muss sich dann umgucken!) Zukunft hat.
    Dem Planeten wird es dienen, wenn die Menschheit endlich ausstirbt!
  • Eben, kritisches Denken macht Spass

    22.05.2004, Jens Martignoni
    Lieber Matthias Paul

    Ich bin ganz Deiner Meinunung, was das kritische Denken anbelangt. Nun waren meine Bemerkungen ja auch etwas ironisch gemeint, aber dass es eine Form geben soll, die keinen "Mittelpunkt" resp. Schwerpunkt besitzen soll, ist mir neu. Nun bei einem n-dimensionalen Irgendwas kann es ja sein, dass dieser Punkt in der nächsthöheren Dimension gesucht werden muss, aber er ist da. Der Gegenbeweis zu meiner These, dass wir uns im Mittelpunkt des Universums befinden, dürfte übrigens gar nicht so einfach sein,. Die Logik, das könne wohl einfach nicht sein, genügt da nicht. Und wenn dieser Gegenbeweis gelingen würde, dann wäre eben die Existenz des wahren "Mittelpunktes" zur Diskussion. Am Beispiel der Meeresoberfläche eben dann der Erdmittelpunkt.
    Beste Grüsse.
  • RE: RE: RE: RE: inkomplette Querschnittslähmung

    22.05.2004, Klaus Hössl
    Ich bin auch inkomplett gelähmt. Hoffe aber bald wieder zu gehen.
  • noch lange nicht???

    22.05.2004, Erik Geibel
    Wenn der angebebene Zeitraum von 40 Jahren, für die die bekannten Ölreserven nach Meinung des genannten Experten noch reichen sollen kein Druckfehler ist, dann finde ich die Zahl doch sehr beunruhigend. Gingen die Schätzungen bisher nicht noch von mehreren Jahrhunderten aus? Wie auch immer, solche Prognosen werden gerne von der Ölindustrie missbraucht, um den dringend nötigen Wandel zu nachhaltiger Energieerzeugung zu bremsen oder den Handlungsbedarf zu relativieren!
  • Titel

    22.05.2004, Wolfgang Schmitt
    Hallo,
    (mein Kommentar)
    mir hat der alte Ticker besser gefallen.
    Ließ sich einfacher archivieren.
    Gruß
  • Toroid

    21.05.2004, Karl Bednarik

    Hallo an alle,

    es gibt auch die Möglichkeit, daß unser Universum keine Hyperkugel, sondern ein Hypertoroid ist. Im Gegensatz zur Hyperkugel ist der Hypertoroid einem euklidischen Raum ähnlich, also abwickelbar, obwohl er endlos, aber nicht unendlich groß ist.

    http://members.chello.at/karl.bednarik/MUFFIL-1.jpg

    Beim 3-dimensionalen Torus oder 3-Torus handelt es sich um einen Quader oder Würfel, dessen 6 gegenüberliegende Flächen paarweise miteinander verheftet sind.

    Beim 4-dimensionalen Torus oder 4-Torus handelt es sich um einen Tesserakt dessen 8 gegenüber liegenden Würfel paarweise mit einander verheftet sind.

    http://members.chello.at/karl.bednarik/WUERFEL6.jpg

    Das ermöglicht die Umformung eines pulsierenden Universums in ein Universum mit zyklischer Zeit.

    http://members.chello.at/karl.bednarik/PULUNI.jpg

    http://members.chello.at/karl.bednarik/ZYKUNI.jpg

    Mit freundlichen Grüßen,
    Karl Bednarik.

  • Mehr Freude am kritischen Denken

    19.05.2004, Matthias Paul Scholz
    Lieber Jens,

    man mag ja zu Recht von der Inflation von mehr oder weniger spekulativen Hypothesen in der Kosmologie genervt sein - dass für das Vorhandensein solcher Eigenschaften wie Größe und Form eines Topos die Existenz eines Mittelpunktes desselben notwendig sei, ist aber wohl auf jeden Fall unrichtig. Und man ist auch keineswegs im Mittelpunkt einer n-dimensionalen Entität, bloß weil man überhin gleich weit schauen kann - das ist nämlich zum Beispiel an den meisten Punkten der Meeresoberfläche der Fall.
    Der Wettbewerb von Ideen, selbst wenn sie noch so unausgegoren sein sollten, ist doch von je her ein Kennzeichen einer lebendigen Wissenschaft gewesen und spricht keineswegs gegen sie; auf vielen Feldern haben sich manche Modelle eben bereits so durchgesetzt, daß uns ihr oft ebenso chaotischer Klärungsprozeß im Lauf der vergangenen Jahrhunderte nicht mehr bewußt ist - man denke nur an die mannigfaltigen (heutzutage oft amüsant erscheinenden) antiken und mittelalterlichen Überlegungen zum Wesen der Wettererscheinungen.
    Ansichten der Art, daß man alles "mit guten Argumenten beweisen" kann, sind daher nicht nur faktisch falsch, sondern auch kontraproduktiv und noch dazu freudlos(außer natürlich für Rechtsanwälte).
  • Hervorragend!

    19.05.2004, Evelin Fröhlich
    Liebes Spektrumdirekt-Team,

    der Meinung von Herrn Beecken kann ich mich nur voll und ganz anschießen.

    Ich finde allerdings nicht nur großartig, dass die Artikel jetzt als PDF-Download zur Verfügung stehen, sondern bin auch von der Möglichkeit des "Einzelkaufs" sehr angetan, ich werde bestimmt regen Gebrauch davon machen.

    Übrigens, Herr Zinken, bei Ihren erfrischenden Intros sollten Sie auf jeden Fall von der "Auswanderung" keinen Gebrauch machen. Mit einer Tasse Kaffee und dem Newsletter fängt dann jeder Tag fröhlich an.
    Weiter so.