Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Berufsbildende Oberstufe

    18.03.2004, Peter Sinnl
    Vielleicht könnte man in diesem Zusammenhang einmal darüber nachdenken, inwieweit das Humboldtsche Bildungsideal heute noch Bedeutung hat, dessen Prinzipien an den Oberstufen-Gymnasien gehegt und gepflegt werden. Nicht einmal der Philosophieunterricht (als Philosophiegeschichte entartet)entspricht mehr den Erfordernissen moderner Naturwissenschaft.Man könnte zum Beispiel als Studiumvoraussetzung für Mediziner die berufsbildende Oberstufe "Chemieingenieur - Biochemie", wie sie an Österreichs Höheren Technischen Lehranstalten ausgebildet wird, auswählen. Darin ist auch genügend Physik enthalten und vor allem, was für die Erkenntnisfähigkeit so wichtig ist, Laboratoriumsübungen.
  • Das ist doch schon seit Jahrzehnten bekannt

    17.03.2004, K. Lux
    Alles Weisheiten von vorvorgestern. Als man nach der Wende das Forschungsinstitut für Geflügelwirtschaft im Osten geschlossen hat, waren diese Dinge dort bereits längst untersucht worden. Spulwürmer und ähnlich appetitliche Sachen gibts nunmal vorwiegend nur bei unhygienischen Haltungsformen. Und bei glücklichen Tieren mit Freilauf nutzt eh nur ein kleiner Bruchteil dieselbige wirklich, wenngleich natürlich bei Käfighaltung die Käfige nicht so maßlos überbelegt sein sollten.
    Als Frühstückseier kommen bei mir aber nur weiße Eier aus Käfighaltung auf den Tisch, alles andere enthält mir zuviel ekligen Dreck. Pfui Teufel!
  • RE: RE: Physik-Kenntnisse

    17.03.2004, Arno Trautmann
    Als Schüler der Oberstufe mit Physik-Leistungskurs kann ich dem Artikel nur beipflichten. An unserer Schule gab es "Naturwissenschaften" in der 5./6. Stufe, wobei rechnerisch eine halbe Stunde pro Woche auf Physik entfiel. Die 7. Stufe musste ganz ohne Physikunterricht auskommen, die volgenden Stufen waren auch sehr eng bemessen. Bei diesem Unterricht ist die häufige Abneigung gegen Physik sehr gut verstänlich. Ich selbst konnte mich gut privat weiterbilden, so dass ich Physik studieren werde. Doch wenn ich allein in meinem Leistungskurs sehe, welche Physikkenntnisse und -interessen vorliegen, kann ich nur sagen, dass dieser in der heutigen Gesellschaft grundlegend wichtigen Wissenschaft viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird - vor allem in der Unter- und Mittelstufe. Wenn ich bedenke, dass man Abitur machen kann, ohne zu wissen (mein Lieblingsbeispiel:), wie ein KÜHLSCHRANK funktioniert....
  • Ein 'o' zuviel...

    17.03.2004, Arno Trautmann
    Da schon so viele Kommentare kamen, kann ich mir nicht verkneifen, auf den Schreibfehler "Ooort'sche Wolke" hinzuweisen. Zwei 'Oo' genügen der Wolke schon...
  • Antibiotikaverbot

    17.03.2004, K. Mielke
    Leider ist der Text der Studie noch nicht öffentlich greifbar. Meines Wissens gilt für Legehennen Antibiotikaverbot, diese würden ja in die Eier gelangen. Genau die Frage, in welcher Haltungsform die Tiergesundheit leichter bewahrt werden kann, wird in der Studie durch anerkannte Tiermediziner beantwortet. Denn nur gesunde Hennen legen fleißig (und damit wird dann Geld verdient).
  • RE: Wes' Huhn ich ess, des' Lied ich sing?

    17.03.2004, dorau2
    Vielleicht werden sie weniger krank,
    weil sie gespannt darauf warten wann das
    Leben endlich anfängt.
    und warten ... und warten ... und ....
  • Keine Einzelhaft

    17.03.2004, K. Mielke
    Leider ist der Text der Studie noch nicht greifbar. Meines Wissens handelt es sich um Einheiten mit Dutzenden von Tieren. Bei der sprichwörtlichen Hackordnung im Hühnerhof ist das Ergebnis dann schon bemerkenswert.
  • Wie denn nur?

    17.03.2004, Peter Mayer
    Was ist das denn für eine Verhaltensstudie? "Kannibalismus oder Federpicken" treten nicht auf. Wie denn auch, wenn jedes Huhn in einem Käfig eingesperrt ist? Hat man jemals gehört, dass unter Gefangenen, die in Einzelzellen eingesperrt sind, Fälle von Totschlag oder Körperverletzung aufgetreten wären?
  • Wes' Huhn ich ess, des' Lied ich sing?

    17.03.2004, Matthias Paul Scholz
    Welche Aussagekraft hat diese Studie nun wieder?
    Natürlich sind Tiere, die bis zum Schnabel mit Antibiotika vollgepumpt werden, "weniger krank" im Sinne von verkaufspreismindernden körperlichen Krankheiten.
    Was wird hier außerdem verglichen?
    Ich bezweifele, daß man Legekäfigkasernierte Hühner ernsthaft als gesünder bezeichnen kann als solche, die etwa auf einem Bioland-Hof auf der Wiese herumrennen.
    Wieder mal ein bedauerliches Beispiel für die Verengung und damit Pervertierung der Begrifflichkeiten, die in der industriellen Tiervermarktung (mit Absicht) vorherrscht und anscheinend auch schon Einzug in die anhängigen (aBhängigen?) Institute gehalten hat.
  • RE: Physik-Kenntnisse

    17.03.2004, Dr. Peter Jakubowski
    Es wird nur das in den Köpfen bleiben, was Emotionen beim Lernen erweckt. Die traditionelle Physik des 20-ten JH ist einfach langweilich und dazu noch schlecht verkauft. kein wunder also, dass sie nicht gelernt werden möchte und kann.

    Es gibt aber bestimmt Versuche die Lage zu verbessern (z.B. meine eigene Website mit dem Tutorial der neuen Physik (www.naturics.de). Wer ist aber in Deutschland überhaupt daran interessiert, die Physik neu zu gestallten. Für praktische Hinweise werde ich dankbar.

    MfG
    Peter Jakubowski
  • Ein 'o' zuviel...

    17.03.2004, Arno Trautmann
    Da schon so viele Kommentare kamen, kann ich mir nicht verkneifen, auf den Schreibfehler "Ooort'sche Wolke" hinzuweisen. Zwei 'Oo' genügen der Wolke schon...
  • Suchet, so werdet ihr finden

    16.03.2004, Klaus Deistung
    Quaoar (vor einiger Zeit entdeckt) soll kein Planet sein, da er für diesen Zweck keine genug stabile Bahn habe, deswegen wurde der „Neue“ auch als 10. Planet eingeordnet - wielange?
    Vor wenigen Jahrhunderten brachte das Rechnen aber „zwischendurch“ einen richtigen Erfolg. Wie kam es dazu? Nachdem man gültige Planetengesetze hatte (Kepler) und damit auch gut umgehen konnte fiel auf, dass die Planeten nicht so standen, wie man es berechnet hatte. Schlussfolgerung: Da muss noch einer sein! Und schließlich entdeckte man ihn auch und nannte ihn Uranus 1741. Das gleiche Spiel wiederholte sich noch bei Neptun 1846 und Pluto 1930.
    Auch in den 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es Informationen – nach dem gleichen Prinzip und mit der Begründung: Für die noch vorhanden Abweichungen zwischen Berechnungen und tatsächlichen Bahnen von natürlichen und künstlichen Himmelskörpern (z. B. Voyager- und Pioneer-Sonden) kann der kleine Pluto nicht verantwortlich gemacht werden! Es gab dafür sogar gut zutreffende Berechnungen über Masse und Bewegungsrichtung – aber offiziell wurde der prä-historisch belegte 10. Planet Nibiru mit rotem Erscheinungsbild (Sumer), Olam (Bibel), Marduk (Babylon), Re/Aten (Ägypten, roter Punkt Planet nicht die Sonnenscheibe), Transpluto oder Planet X (heutige Zeit) (noch) nicht gefunden – und dabei ist er von etwa 3-fachem Erdgewicht und hat um 20.000 km Durchmesser – so die Überlieferungen.
    Die vier letzten Planeten waren eigentlich vor über 4000 Jahren den Sumerern und weiteren parallelen Hoch-Kulturen (Ägypten, Industal, Mexiko) bekannt, so dass man jetzt besser von einer Wieder-Entdeckung sprechen sollte, wie auch der Wieder-Entdeckung Amerikas durch Kolumbus.
    Man fragt sich auch, wie die Astrologen mit weniger Planeten ausgekommen sind – und dass sie sie nicht voraussehen konnten - genauso, wie sie sich und Andere heute über den Nibiru ausschweigen.
    Bis in die Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde in Büchern über unser Sonnensystem ein Planet X oder Transpluto erwähnt, beschrieben – heute gibt es ihn dort nicht mehr!

    Klaus Deistung
  • Größenvergleich

    16.03.2004, Robert Knieß
    Es scheint, als hätte man sich in der Größenvergleichsgrafik versehentlich bei der Umrechnung von Meilen auf Kilometer bei Mond und Pluto vertan.
    Richtig wäre:
    Durchmesser Mond ca. 3500 km
    Durchmesser Pluto ca. 2300 km (siehe Text)
    Es wäre ja schade, wenn die Ästhetik dieser Grafik der Umformung von Einheiten zum Opfer fiele.
    Ähnliches Pech hatte übrigens die NASA 1999 mit ihrer Sonde "Mars Climate Orbiter", die Aufgrund solcher Umrechnungen wahrscheinlich in der Marsatmosphäre verglühte.

    Also, warum nicht gleich metrisch!?
  • RE: Brustkrebs-Sterblichkeitsrate - und es wird noch schlimmer

    16.03.2004, Dr. Helmut Hudler
    Dem ist von einem Arzt und Pathologen absolut nichts mehr hinzuzufügen - bravo.
  • Korrektur

    16.03.2004, Thorsten Krome, Redaktion
    Liebe Leserinnen und Leser,

    oje, da hatte der Fehlerteufel wirklich zugeschlagen. Beim Mond hatte sich ein Faktor 2 eingeschlichen und beim Pluto sind die Meilenangaben hängen geblieben. Man soll halt nicht auf die Schnelle die Beschriftung einer Grafik ändern – schon gar nicht, wenn einem die Software dabei ständig abstürzt. Soll aber keine Entschuldigung sein. Nun sind die Daten jedenfalls korrigiert. Besten Dank für Ihre Hinweise.

    Besserung gelobend

    Thorsten Krome, Redaktion