Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Kommentar zum Leserbrief "Reine Metaphysik"

    01.10.2014, Matthias Junk
    Ich weiß nicht, wen Sie hier beleidigen wollen. Sachlich wäre eine Aussage wie "Ich glaube nicht an die Existenz von schwarzen Löchern". Zu Ihrer Information: Theologie, Philosophie und Soziologie sind seriöse Wissenschaften. Schwarze Löcher sind hingegen sehr wohl ein Forschungsgegenstand von Astrophysikern. In der Wissenschaft geht es nicht um Glaubenssätze, sondern um Theorien. Jedem Wissenschaftler ist klar, dass eine Theorie ein vereinfachendes Modell eines Teilausschnitts der Wirklichkeit ist, nicht die Wirklichkeit selbst. Es ist innerhalb seiner Grenzen ein Werkzeug, das verwendet wird, solange es seinen Zweck erfüllt. Es kann jederzeit durch ein besseres Modell ersetzt werden.
    Auch wäre es völliger Unsinn, wenn sich z. B. Physiker nicht mehr mit bestimmten Themen beschäftigen dürften, sobald sich auch Metaphysiker dafür interessieren. Im Gegenteil. Um Metaphysikern nicht das Feld zu überlassen ist es auch eine Aufgabe der Wissenschaft, Irrtümer, Fehlinterpretationen und Halbwissen aufzuklären - und zwar so, dass es auch Leute verstehen, die nicht in der Lage sind, vier- oder höherdimensionale Differentialgleichungen zu berechnen. Spektrum der Wissenschaft sehe ich genau in diesem Bereich tätig.
    Ich habe in meinem Leserbrief vom 27.09. kenntlich gemacht, dass ich kein Astrophysiker bin. Es ist gut möglich, dass meine Vorstellungen auf Halbwissen basierender Unsinn sind. Ich interessiere mich durchaus dafür, wo ich daneben liege. Ich bitte jedoch um qualifizierte Richtigstellungen.
  • Reine Metaphysik

    30.09.2014, Detlef Kroll
    Wer sich für Schwarze Löcher interessiert, sollte Theologie oder Metaphysik studieren. Von mir aus auch Philosophie oder Soziologie. Die Wissenschaft beschäftigt sich dagegen mit den beobachtbaren Dingen.
  • Nur eine Osterinsel

    30.09.2014, Connie
    Kleine Korrektur: Bei der Osterinsel (Rapa Nui) handelt es sich um nur eine Insel. Das sollte in einem Fachartikel eigentlich schon richtig angegeben sein.
    Antwort der Redaktion:
    Hallo liebe Leserin,

    das ist auch wieder wahr. Ich muss während des Tippens im Kopf schon bei den ganzen anderen Inseln gewesen sein, die beim pazifischen Hin- und Hersegeln eine Rolle gespielt haben. Entschuldigung!

    Ich habe den Fehler vertuscht und die Osterinsel wieder singularisiert.

    Viele Grüße
    Jan Osterkamp




  • Botox lähmt Muskeln und emotionales Sprachverständnis

    29.09.2014, Dieter Duplak
    http://www.forschung-erleben.uni-mannheim.de/?q=node/531
  • Der Nervus vagus durchzieht die Wirbelsäule..

    27.09.2014, Robert Orso
    Der Nervus Vagus ist der 10. *Hirnnerv*. Er tritt direkt an der Schädelbasis aus und verläuft in voller Länge AUSSERHALB der Wirbelsäule. Zuerst entlang der Arteria Carotis bzw. Vena Jugularis um dann der Speiseröhre in die Tiefen der Eingeweide zu folgen.

    Seine Äste kommen überall hin, an die Luftröhre, die Speiseröhre, die Aorta, den Magen und natürlich auch den Darm - nur nicht in die Wirbelsäule.
  • Singularitäten und kosmische Expansion - vielleicht nur eine Frage des Bezugssystems?

    27.09.2014, Matthias Junk
    Ich bin kein Astro-Physiker, gestatten Sie mir dennoch ein Gedankenexperiment:

    Wir stellen uns als außenstehender Beobachter oft vor, dass ein fiktiver Beobachter, der in ein schwarzes Loch fällt, nur ein äußerst kurzes Leben hätte: Von Gezeitenkräften zerrissen und in kürzester Zeit vom schwarzen Loch verschlungen (zumindest, wenn der Drehimpuls Null wäre, was schon äußert selten vorkommt). Doch man vergisst dabei zwei Dinge: Der fiktive Beobachter fällt mit sehr hoher Geschwindigkeit und außerdem in einem sehr starken Schwerefeld. Ich finde es interessant darüber nachzudenken, wie dieser fiktive freifallende Beobachter die Welt sieht. Für ihn vergeht die Zeit viel langsamer. Was für uns außenstehende Beobachter nur ein Augenblick ist, könnte für den fiktiven freifallenden Beobachter Jahrhunderte dauern - oder länger. Die mörderische Strahlungsleistung ist auf eine längere Zeitskala verteilt bei weitem nicht mehr so intensiv und dank Rotverschiebung wird Gammastrahlung zu einem Mikrowellen-Hintergrund. Die Gezeitenkräfte (Gravitations-Gradient) würde er als Expansion des Raumes beobachten. Da Abstände über die Laufzeit von Licht definiert sind, würde er auch den Raum völlig anders warnehmen: Größer und vielleicht auch bei weitem nicht so stark gekrümmt, wie ein Außenstehender das sehen würde. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass er weder das Gravitationszentrum noch den Mahlstrom der Akkretionsscheibe ausmachen könnte. Würde er die Akkretionsscheibe als Urknall deuten? Und in seinem Zeiterleben bis in alle Ewigkeit frei fallen, ohne das Zentrum des schwarzen Lochs jemals zu erreichen? Ein Außenstehender würde sich vielleicht vorstellen, dass der Raumbereich, aus dem unser fiktiver freifallender Beobachter überhaupt noch Licht wahrnehmen kann (d. h. den er sieht), dramatisch immer kleiner wird. Aus seiner Sicht könnte er ein stark expandierendes Universum wahrnehmen, dessen sichtbares Inventar immer weiter abnimmt.
    Fazit: Könnte es ein, dass das, was wir als unser Universum sehen, nur ein verschwindend kleiner Bruchteil eines Größeren ist, dass sich im freien Fall auf ein enormes Gravitationszentrum befindet?
  • Co-Evolution

    24.09.2014, Andreas
    Für mich ist es sehr bedenklich, dass von den verantwortlichen Stellen (UNO, Regierungen, wobei ich die USA ausdrücklich ausnehmen möchte), niemand auf die mit dem bekannten Phänomen der Co-Evolution von Viren und Wirt verbundenen Gefahren rechtzeitig reagiert hat. Bereits kurz nach Ausbruch der Epidemie war klar, wohin diesmal die Reise geht. Es ist ziemlich generell, das Co-Evolution in solchen Fällen mit hoher Wahrscheinlichkeit zum schleichenden Übergang in stärkere Ansteckbarkeit und höhere Überlebensraten der infizierten Menschen führen wird (wie auch bei Grippe und ähnlichem). Es erfolgt quasi der Übergang in eine normale Infektionskrankheit mit verheerenden Auswirkungen, wenn man dem System Virus/Wirt genügend Zeit zur Anpassung/Virenmutation gewährt. Somit stellt die akute Bekämpfung der Epidemie nur einen Teilaspekt der ganzen Problematik dar. Große Teile der Menschheit sind bei solchen Ausbrüchen mittel- und langfristig in Gefahr, es ist überhaupt kein lokales Problem mehr.
    Haben wir in DE eigentlich noch verantwortliche Virologen und Hygieniker, die mal zur Sache sprechen könnten und dürfen.
    Aus meiner Sicht (und dazu tragen die jüngst erlebten Katastrophen mit EHEC und der Vogelgrippe bei) ist DE trotz einschlägiger (aber im Ernstfall nicht funktionierender) Institutionen in seiner Geschichte noch nie so schlecht auf Katastrophen vorbereitet wie heutzutage. Sowohl die Zeitkonstanten, mit denen auf Katastrophen reagiert wird als auch die Maßnahmen, die dann ergriffen werden, spotten jeder Beschreibung. Liegt es nur an Inkompetenz in den verantwortlichen Stellen oder ist das System schon so marode?
  • Genauigkeitsangabe

    23.09.2014, Herbert Schalke
    Die Zahl der Stellen ist doch ganzzahlig. Was heißt denn "auf zwei Milliardstel Stellen genau"? Vermutlich sind zwei Milliardstel Sekunden gemeint, oder?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Schalke,

    das "Stellen" war dummerweise aus einer vorherigen Version stehengeblieben. Ich habe den Satz korrigiert.

    Vielen Dank
    Daniel Lingenhöhl
  • Relativitätstheorie besteht Test

    23.09.2014, Axel Hartnick
    Hallo, was bitte bedeutet 'bestätigten Einsteins Vorhersage auf zwei Milliardstel Stellen genau'? Bisher waren mir nur ganzzahlige Stellen bekannt. Aber wahrscheinlich ist das alles relativ.
    Gruß A. Hartnick
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Hartnick,

    das "Stellen" war dummerweise aus einer vorherigen Version stehengeblieben. Ich habe den Satz korrigiert.

    Vielen Dank
    Daniel Lingenhöhl
  • Die Gegend um Willendorf und die Alpen...

    23.09.2014, Simon Wascher
    Die Gegend der um Willendorf liegt allerdings keineswegs in den "heute österreichischen Alpen" sondern in der Wachau, was erstens ein Abschnitt des Donautales ist, und zweitens nichteinal geologisch alpin sondern variszisch.
    Warum dies ein Hinweis auf eine Besiedlung der Alpen sein soll, wie in dem Artikel steht, erschliesst sich mir nicht, selbst bei groszügiger Auslegung des Begriffes "Alpen" sind es von Willendorf in der Wachau bis zum Fuss der Alpen etwa 40 km, also deutlich mehr als ein Tagesmarsch im Gelände.


    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Wascher,

    stimmt alles, was Sie für uns zusammenfassen: Ich habe hier den schon recht vagen "Alpenraum" sehr/zu großzügig zu "Alpen" verkürzt. Recht eigentlich geht es den Forschern um ein kaum sicher abzugrenzendes Siedlungsgebiet, das zu Zeiten der Würm-Kaltzeit klimatisch sicher rauer war als andere Gegenden weiter südlich. In diese Großregion mit schon borealer Vegetation etc. zählte eben auch die Wachau.

    Frisch zurück aus "den Alpen" meine ich ohnehin, dass meine Ortskenntnisse möglichst bald wieder einmal vor Ort mit Tagesmärschen aufgefrischt gehören!

    Beste Grüße nach Wien,
    Jan Osterkamp
    Redaktion Spektrum.de
  • Die Schilddrüse, die Chefin des Hormonhaushaltes

    23.09.2014, Gudrun Wille
    Danke für den spannenden Artikel. Jodhaltige Kontrastmittel können eine lebenslange Schilddrüsenüberfunktion ausüben, an der auch ich lange litt. Die chinesische Medizin hat mir allerdings geholfen, sie wieder in die Balance zu bringen. Wichtig ist auch der Hinweis auf Demenz, denn mit der Schilddrüsenüberfunktion gingen bis heute Gedächtnisstörungen und Legasthenie einher. Eine Anmerkung noch, es ist die Schilddrüse und somit die Chefin, nicht der Chef des Hormonhaushaltes, werte Autorin.
  • Augen zu und durch

    22.09.2014, M. Schmidt
    Genau, diese Pause, die gibt es ja gar nicht. Nein, wirklich nicht. Schnee gab es auch nicht die letzten Jahre, wie vorher gesagt, hat ja jeder gesehen. Und das mit den Temperaturkurven und den Computermodellen, das biegen wir schon wieder hin. Wer braucht schon Thermometer, wenn er Computermodelle hat. Und immer dran denken, warm ist schlecht, kalt ist gut. Achtzehnhundert-dazumal, ja, da war das Klima noch so, wie es sein sollte. Hach, das waren Zeiten.
  • etwas OT, Thema Deo

    22.09.2014, rap
    Ich besitze einen Waschlappen.
    Damit kann man die "kritische Zone" unter den Armen morgens einfach mit Wasser reinigen, riecht nicht (und ich fahre öfters Fahrrad), muß nicht so oft duschen und auch nicht so oft die Klamotten wechseln/waschen.
    Schädliche Nebenwirkungen von (stofflichen ;)) Waschlappen sind zumindest mir nicht bekannt.
    Aber einfache Methoden sind ja konsum- und wachstumsschädlich.
    Also :)
  • Welche Pause?

    22.09.2014, Jutta Paulus
    Dass die Oberflächentemperaturen in den letzten Jahren nicht so stark gestiegen sind wie im Jahrzehnt davor, heißt ja nicht, dass es keine weitere Erwärmung gegeben hat. Das "missing heat" Problem wurde in der Fachwelt breit diskutiert; bspw. hat Nature im Januar dieses Jahres einen Artikel publiziert, der die atmosphärischen Temperaturen mit den Zyklen von El Nino und La Nina korreliert (siehe hier: http://www.nature.com/news/climate-change-the-case-of-the-missing-heat-1.14525). In der Science vom August (nicht offen zugänglich, hier der Abstract: http://www.sciencemag.org/content/345/6199/897.abstract) wird zusätzlich der Transport in tiefe Schichten des Atlantiks diskutiert.
    Es handelt sich also nicht um eine Pause, sondern es wurde nur eines von mehreren sich erwärmenden Kompartimenten betrachtet.
    Es wäre sehr schön, wenn auch bei Wissenschaftsseiten für interessierte Laien zulasten provokanter Überschriften Wert auf eine korrekte Wiedergabe der bekannten Fakten gelegt würde...
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Paulus,

    gerade Ihrem letzten Satz können wir nur zustimmen!

    Die deutsche Übersetzung des von Ihnen verlinkten Nature-Artikels finden Sie übrigens auf unseren Seiten hier:

    http://www.spektrum.de/news/als-die-waerme-verschwand/1221842

    Den von Ihnen angesprochenen Science-Beitrag haben wir (in aller Kürze) im August hier zusammengefasst:

    http://www.spektrum.de/news/heizt-die-erderwaermung-den-atlantik/1305673

    Alle Lesern möchten wir auch noch an unsere gerade runderneuerte, nun noch treffgenauer arbeitende Suchfunktion erinnern. Den passenden Beitrag zum Thema oben finden Sie in diesem Fall zum Beispiel mit dem Suchbegriff "Temperaturhiatus"

    Mit freundlichen Grüßen
    Jan Osterkamp,
    Redaktion Spektrum.de
  • Die Spiralmetapher der Zeit

    22.09.2014, Wolfgang Hinderer
    Auch wenn der SdW-Artikel von Marc Wittmann nicht direkt auf die Spiralmetapher zurückgreift, möchte ich doch erinnern: Der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) schrieb 1991: "Die Spirale ist das Symbol des Lebens und des Todes. Die Spirale liegt genau dort, wo die leblose Materie sich in Leben umwandelt. Ich bin davon überzeugt, dass der Schöpfungsakt sich in Spiralform vollzogen hat. Unsere Erde beschreibt den Lauf der Spirale. Wir gehen im Kreis, aber wir kommen nie wieder an den Punkt zurück, der Kreis schließt sich nicht, wir kommen nur in die Nähe des Punkts, wo wir gewesen sind. Das ist typisch für eine Spirale, dass sie ein scheinbarer Kreis ist, der sich nicht schließt."
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