Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • @Jürgen Müller: Kritik steht doch drin.

    27.01.2017, Thomas M.
    Jürgen Müller: „Offenbar wird die dünne Datenlage gerügt, und hinterfragt, ob der angegebene Druck erreicht wurde und ob überhaupt Wasserstoff in der Druckkammer war. Warum fehlt ausgerechnet im Spektrum der Wissenschaft jeglicher Hinweis auf diese Kritik?“

    Artikel: „Fachleute sind allerdings nicht davon überzeugt, dass es sich bei dem reflektierenden Material tatsächlich um den Wasserstoff handelt. Auch das Aluminiumoxid könne unter den Bedingungen reflektierend gewesen sein, geben Forscher gegenüber dem Magazin "Nature" zu bedenken. Zusätzlich sei der Druck in der Probenkammer während des vermeintlichen Phasenüberganges unklar. Das Team hätte, so die Schlussfolgerung, weitere Experimente durchführen müssen.“

    WTF?!
    Antwort der Redaktion:
    Der Artikel wurde später korrigiert, die Red.
  • Man könnte es ja auch richtig machen

    27.01.2017, Christian Krippenstapel
    Seien wir doch mal ehrlich: der "Bioenergiepflanzen"-Anbau dient doch im wesentlichen dazu, noch mehr klassische Nahrungsmittelpflanzen in den Markt zu drücken, der eigentlich längst übersättigt ist. Wenn dabei noch ein bißchen "Bioenergie" rauskommt, dann ist das allenfalls ein willkommener Nebeneffekt.
    Wenn man es mit dem Konzept ernst meinte, würde man die wüchsigen und anspruchslosen Pflanzen dafür nutzen, die vor allem in den wärmeren Ländern im Übermaß gedeihen, wie zum Beipiel die Wasserhyazinthe. Die würden alle gerne los, aber die ist als "invasive Spezies" auf dem Index und darf in Biogasanlagen nicht genutzt werden, weil die Gesetzeslage eben nur Energiemais erlaubt. Nicht mal Zuckerrübenabfälle sind zulässig!
    Ein Schelm und Verschwörungstheoretiker, wer jetzt einen Zusammenhang darin sieht, dass das Saatgut für unseren Energiemais und das Standard-Herbizid gegen die Wasserhyazinthe vom selben Hersteller kommen ... SO sieht erfolgreiche Lobby-Arbeit aus!
  • Wo bleibt die Kritik?

    27.01.2017, Jürgen Müller
    In allen anderen Veröffentlichungen, die über diese Arbeit berichten, wird auf die massive Kritik hingewiesen, die andere Wissenschaftler an der Publikation von Silvera und Dias geübt haben. Offenbar wird die dünne Datenlage gerügt, und hinterfragt, ob der angegebene Druck erreicht wurde und ob überhaupt Wasserstoff in der Druckkammer war. Warum fehlt ausgerechnet im Spektrum der Wissenschaft jeglicher Hinweis auf diese Kritik?
  • Überdenken Sie die Überschrift

    27.01.2017, Ars Wendiger
    Die Überschrift impliziert, daß Pellets generell negativ zu bewerten sind. Es wird aber nach Lesen des Artikels und nach Sichtung der Studien deutlich, daß das Szenario "Wald abholzen" und "Pellets über weite Distanzen zu transportieren um die zu verfeuern" den Kern des Problems ausmacht. Wenn sie aber wie gerade in D Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in einem Sägewerk verarbeiten, wird üblicherweise aus dem Sägerestholz Hackschnitzel oder z.T. Pellet gefertigt. Restholz wird noch vor Ort zur Feuerung der Heizung für die Holztrocknung verwendet. Die Pellets werden dann regional und national verkauft.
    Aus den vorbezeichneten Gründen hätte ich mir zum Schutz der nationalen Pelletherstellung einen weniger tendenziösen Titel gewünscht. Nichts desto trotz schätze ich Ihre Arbeit und freue mich weiter auf spannende Informationen.
  • vorab schon mal meine bitte um entschuldigung,

    26.01.2017, M. Michael
    aber die aussage "Die Unterschiede in den Messungen könnten auch darauf beruhen, dass Menschen offenbar keine acht Stunden pro Tag im Freien verbringen, glauben Hayano und Miyazaki. " lässt mich nur mit einem ROFLMAO zurück...
    was ist dies bitte für eine weltfremde annahme? hat einer der "wissenschaftler" schon mal seinen elfenbeinturm verlassen und ist tagsüber durch die stadt spaziert?

    entschuldigung nochmals, aber das ist wirklich nur als weltfremd zu bezeichnen.
  • Erschreckend ignorant

    26.01.2017, Peter Silberg
    Es ist wirklich frustrierend, wie der US-Präsident und ein Großteil seines Kabinetts die wissenschaftlichen Fakten zu ignorieren versucht. Sauberes Wasser und saubere Luft sind die Grundlage für ein menschenwürdiges Leben. Die vermeindliche Schaffung von Arbeitsplätzen zu Lasten der natürlichen Ressourcen hat sich noch immer gerächt. Das Verhalten von Trump ähnelt dem von George W. Bush, der als Evangelikaler kein Freund der Evolutionstheorie war, sondern den Kreationismus in die Schulbücher aufnehmen ließ.
    Solche Präsidenten sind Gift für freie Forschung. Es ist daher anzunehmen, dass einige Forscher das Land verlassen werden, um der wissenschaftlichen Zensur zu entgehen. So schadet ein ideologisch agierender Präsident der eigenen Wirtschaft und stärkt Standorte an denen noch unzensiert geforscht werden kann. Gut in diesem Fall für Deutschland.
  • Trump

    26.01.2017, Golix
    Endlich tut es mal jemand, was bin ich froh.
  • Selbst das Arbeitsplatz-Argument ist Quark.

    26.01.2017, Angela
    Bestenfalls in der Bauzeit entstehen Arbeitsplätze und in einem Fall, ich glaube Keystone-Pipeline vor allem in Kanada, danach ist alles digitalisiert und es gibt bestenfalls 35 Arbeitsplätze, wie die TAZ schreibt.
    Ich hatte bei dem ersten Bild dieses Typs im Oval Office, wo er gleich ans Unterschreiben ging, den Eindruck eines gierigen Rotzlöffels im Bonbonladen.
    Gruselig.
  • Keep the cool...

    26.01.2017, Peter Weigl
    Auch hier wird nicht so heiß gegessen wie gekocht wird.
    Die Pipeline zu den kanadischen "Ölquellen" hat klare ökologische Vorteile gegenüber der Alternative des Eisenbahntransportes. Auch die politische Lichtgestalt in Form des kanadischen PMs Trudeau hat gestern nochmal explizit den Bau der Pipeline unterstützt.

    Das mediale Entsetzen über die geschlossenen Webseiten ist geheuchelt, denn das ist Praxis bei jedem Wechsel in den USA.

    Björn Lomborg hat kürzlich ein einem kurzen Video dargelegt wie die Welt über das Pariser Abkommen in die Irre geführt wird. Ist sehenswert, und wurde zum Beispiel auch bei der Anhörung eines der Trump Kandidaten im Kongress angeführt.
    "The Paris Climate Agreement Won't Change the Climate"
    https://www.youtube.com/watch?v=47bNzLj5E_Q

    Vor allem Deutschland sollte ganz vorsichtig sein mit Kritik, ist es doch dank Atomausstieg und damit verbundener Entscheidung für Kohlestrom (die EEs können gerade mal den weggefallenen Atomstrom wettmachen) der schlimmste Klimapolitikheuchler.
  • Anti-Trump-Propagande-nervt

    26.01.2017, Helprich Fockens
    Daniel: So moegen wir es, kritisch wie es in der Wissenschaft gehoert!!
    Antwort der Redaktion:
    Danke, Helprich ;-)
  • Trumps Grossangriff auf den Umweltschutz

    26.01.2017, Jürg Brandenberger
    Trumps Aktivitäten sind ausschliesslich destruktiv. Das können auch Kleinkinder! Etwas erschaffen erfordert halt ein bisschen mehr, nur das überfordert ihn halt! Bezüglich Arbeitsplätze schaffen, das ist nur ein Vorwand um skrupellos in den eigenen Sack zu wirtschaften. Der weiss halt schon, dass er nicht mehr am Ruder ist, wenn in den Hochhäusern von Miami die Fische schwimmen. Ist nicht ferne Zukunft. Allerdings denke ich, dass man ihn schon lange vorher zum Teufel jagen wird. Impeachment ist eine gute Sache. Leider muss man damit so lange warten, bis auch die dümmsten Wähler und Folger gemerkt haben wie sehr dieser Mann sie belogen und hintergangen hat! Mit Protesten und Sanktionen gegen die USA kann die Sache hoffentlich so weit beschleunigt werden, dass die Umweltschäden sich in Grenzen halten. Dazu braucht es, ganz richtig, auch die Medien. Berichten genügt, kritisieren nicht nötig. Trump sorgt zum Glück mit seinen Handlungen gleich selber dafür sich unmöglich zu machen. Der Kerl muss gestoppt werden, bevor der die Klimaerwärmung mit einem nuklearen Winter stoppt!
  • Der vergessene Handschuh ist nicht vergleichbar

    26.01.2017, Dr. Franz P. Schmidt, Frankfurt am Main
    Der Autor Juan Maldacena erläutert das Prinzip der Verschränkung anhand des Beispiels eines zuhause liegengelassenen Handschuhs und behauptet, dass im Gegensatz zur Teilchenverschränkung das Ergebnis, um welchen Handschuh es sich handelt, schon vor der Messung festgelegt ist.
    Ich denke dass er hier irrt, denn in der Regel lässt man ja nicht den linken oder rechten Handschuh bewusst liegen sondern einen von beiden ohne es wissen bevor man es bemerkt. Auch in diesem Fall enscheidet dann die Beobachtung des mitgenommenen Handschuhs darüber, welcher zuhause liegt.
    Und eine zweite Chance zur Beobachtung gibt es nicht, um das Gegenteil zu beweisen.
    Wie heißt es so schön, man steigt nie zweimal in denselben Fluss oder es gibt keine zweite Möglichkeit für einen ersten Eindruck.
    Antwort der Redaktion:
    Anders als bei einer quantenmechanischen Überlagerung ist die Situation des Handschuhs dennoch eindeutig - selbst, wenn man nicht in seine Tasche schaut. Denn der Handschuh (oder überhaupt jedes größere Objekt) wechselwirkt mit seiner Umgebung, was im quantenmechanischen Sinn bereits eine Messung darstellt. Wenn man so will: Die Festlegung hat bereits stattgefunden - man hat nur noch nichts davon erfahren. (Zumindest für Physiker ist das so, Philosophen mögen da anderer Ansicht sein.)
    Übrigens ist dieses Phänomen der so genannten Dekohärenz, also dass auch ohne eine Messung bereits die Umgebung mit einem Zustand wechselwirkt und Überlagerungen zerstört, eines der größten Probleme bei der Konstruktion einen Quantencomputers. Und der arbeitet nur mit Atomen und vergleichbar kleinen Teilchen, nicht mit Handschuhen.
  • Hallo Propaganda

    26.01.2017, E. Bernays
    Diese Propaganda nervt wirklich und ist zudem wirklich billig gemacht.
    Wenn sie wirklich etwas an Herrn Trump aufgrund ihrer Werte und Ideale zu kritisieren hätten so hätten sie doch schon vor einem Jahr DAPL kritisieren sollen. Dort ging ein jahrhunderte anhaltender Genozid unter Obama fröhlich weiter. Aber sie schreiben dann Obama hätte da irgendwas gestoppt.
    Ich vermute auch mal, dass Obamas Bomben die 2016 gefallen sind auch nicht wirklich gut für die Natur waren,oder?
  • Impulse für die Indoeuropäistik

    26.01.2017, Walter Weiss, Kassel
    Der Bemerkung der Rezensentin zur Behandlung der hethitischen Sprache in dem besprochenen Buch möchte ich noch anfügen: Die Entzifferung der hethitischen Sprache hat nicht nur nicht bis dahin gewonnene und erarbeitete Erkenntnise in der Indoeuropäistik über den Haufen geworfen, sondern glänzend bestätigt (Stichwort: drei Laryngale)! Überdies hat diese Entzifferung viele NEUE Erkenntnisse in der Indoeuropäistik gebracht, insbesondere das Rätsel, warum die - bereits etwa 1.500 Jahre VOR den weiteren indoeuropäischen ’Töchtern’ vom IE-Stamm abgezweigte - hethitische Sprache so formenarm ist und warum sie nicht drei Genera (masculinum, femininum und neutrum) enthielt, sondern nur zwei (commune und neutrum) - was den dann im Ergebnis sehr fruchtbaren Streit unter den Linguisten ausgelöst hat, ob diese Formenarmut generell im Indieuropäischen herrschte, als sich die hethitische Sprache vom Hauptstamm löste, ob also der große Formenreichtum der später abgezweigten Sprachen (griechisch, tocharisch, altindisch, altpersisch…) erst in der Zwischenzeit im Indoeuropäischen entwickelt worden ist - oder ob die hethitische Sprache bei der Abzweigung ebenfalls schon diesen Formenreichtum besessen hat, der dann aber bis zu der Zeit, zu der das Hethitische erstmals schriftlich erschien, wieder verkümmerte.

    Übrigens gibt es noch eine dritte Meinung: das Hethitische könnte auch mit Formenreichtum abgezweigt sein, dann aber zu einer Kreolsprache verkümmert sein (wofür der älteste hethitische Mythentext sprechen könnte).
  • Anti-Trump-Propaganda nervt

    26.01.2017, Wolfgang Kaufmann
    Der Leser weiß nun langsam, daß auch Sie ein Problem mit Trump haben - so wie viele Medienleute hierzulande.
    Könnten Sie daher Ihre permanente Kritik an restlos jeder Handlung Trumps vielleicht etwas zurückfahren und sich interessanteren Themen widmen?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Kaufmann,

    wenn es in unseren Augen etwas an Herrn Trump (oder anderen Politikern) zu kritisieren gibt, was die Wissenschaft betrifft, werden wir dies weiterhin tun.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl