Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • RE: slo-Gen-Mutation

    12.12.2003, Aniela Wochner
    Lieber Herr Chen,

    Da handelt es sich um ein kleines Missverständnis: Das slo-1-Gen ist auch bei C.elegans normalerweise nicht mutiert und daher voll funktionsfähig.

    Die Tiere, bei denen das slo-1-Gen nicht mehr funktionierte, waren vorher im Labor verändert worden: Die verwendeten mutagenen Chemikalien lösen zufällige Veränderungen der Erbsubstanz aus. Erst wenn dabei das slo-1-Gen betroffen war, wurden die Tiere resistent gegen Alkohol.

    Eine solche Veränderung eines Kaliumkanals bringt aber nicht unbedingt Vorteile im Laufe der Evolution, eher ganz im Gegenteil: Die Kanäle spielen bei der Weiterleitung von Signalen in den Nervenzellen eine entscheidende Rolle - ohne sie läuft gar nichts.

    Mit besten Grüßen,

    Aniela Wochner, Redaktion
  • Weder Doktor noch Vater

    11.12.2003, pluslucis
    Erstens ist Yishao Zhou weiblich, zweitens ist sie auch nicht Doktormutter, weil Elin Oxenhielm noch keine Diss schreibt, sondern erst an ihrem ersten Abschluss arbeitet.

    Und warum so sparsam mit Links?

    http://www.oxenhielm.com/
    http://www.math.su.se/~yishao/16thproblem.shtml
    http://www.unstruct.org/archives/000186.html

  • Weiter? Nein, rücksichtslos!

    11.12.2003, Rüdiger Biesold
    Es kümmert manche Wissenschaftler eben einfach nicht, was gesellschaftlich/politisch diskutiert wird und welche Probleme aus ihrem Tun entstehen. Bezeichnenderweise wieder ein großer Teil aus den USA, genau das Land, das sich erlaubt in der UN große Sprüche gegen andere zu klopfen, weil sie wirkungslosen Show-Papieren nicht zustimmen, dafür aber über wirksame Gesetze im eigenen Land nachdenken bzw. solche verabschieden.
    Natürlich wird wieder alles mögliche an hypothetischen Hilfen aufgeführt, aber kein möglicher Mißbrauch. Die 'große Lüge' (im ZdF vom 10.12.2003) ist allgegenwärtig.
  • Noch mehr Hypothesen

    11.12.2003, Rüdiger Biesold
    Die Beobachtung ist wie sie ist, aber die Deutungen?
    Ein 11 Mrd. Lichtjahre entfernts Objekt hat diese Entfernung ex Initialzündung (Urknall) in etwa 4-5 Mrd. Jahren zurückgelegt; selbst wenn angenommen wird, daß unsere Galaxie und dieses Objekt sich in dieser Zeit mit gleicher Geschwindigkeit voneinander wegbewegt haben, kommt auch c+ raus. Wie das?
    Wenn in diesem Quasar bereits C + N vorhanden sind, muß die erste Generation Sterne bereits untergegangen sein, denn erst mit deren Untergang wurde C + N in genügender Menge frei; der ganze Vorgang auch noch bei Geschwindigkeit c+. Auch hier, wie das?
    Das ganze stützt sich auch noch auf ein massereiches schwarzes Loch, das müßte dann entweder aus der ersten Sternengeneration entstanden sein oder ein primordiales schwarzes Loch sein, letzteres ist aber nach Ansicht vieler Wissenschaftler nicht nötig für Erklärungen (und kaum selbst erklärbar). Trotz dieser viel Masse bindender Vorgänge scheint jede Menge Materie vorhanden zu sein, um laufende massenhafte Sternentstehung zuzulassen.
    Der ganze hypothetische Eiertanz ist verwirrender als die Beobachtung.
  • Missverständlich

    09.12.2003, Stefan Storcksdieck
    Ich weiss zwar, was sie meinen, aber wenn sie schreiben, dass 30% der unter 15-Jährigen von Leukämie betroffen seien, ist das doch missverständlich.
  • RE: Missverständlich

    09.12.2003, Antje Findeklee, Redaktion
    Lieber Herr Storcksdieck,

    oh ja, da haben Sie Recht, ganz herzlichen Dank für den Hinweis. Ich habe den Text entsprechend geändert.

    Mit besten Grüßen,

    Antje Findeklee, Redaktion
  • end of the story?

    08.12.2003, PlusLucis
    http://www.math.su.se/~yishao/16thproblem.shtml
  • HIV Impfstoff

    08.12.2003, Peter Lorenz
    Es existiert ein Impfstoff der HIV infizierte heilen kann. Aber für die Lizenzen sind noch finanzielle Mittel und eine Klinik für Tests mit freiwilligen Aids Patienten erforderlich.
  • RE: Überflüssig, nicht wahr?

    08.12.2003, chrissy
    wissenschaft bringt erkenntnis und hat weder der wirtschaft noch sonst irgendwas oder irgendjemand zu dienen.

    in diesem sinne:

    weiter gehts !

  • weitere Hypothesen

    07.12.2003, Rüdiger Biesold
    Für jeden Rechenfall im Universum eine spezielle Hypothese; was soll das? Warum kann sich die hehre Wissenschaft nicht damit begnügen, auf solche Weise Ansätze bzw. Fixpunkte für genauere Untersuchungen mit möglicherweise künftigen Instrumenten zu liefern; tatsächlich ist es kein Jota mehr wert. Man könnte insbesondere bei Wega mit fast gleichem Recht die frühen Pery-Rhodan-Hefte als wissenschaftliche Literatur ansehen; schließlich ist deren Fundament auch Phantasie. Wie unterscheidet sich schriftstellerische von simuliert gerechneter Phantasie? Die Urheber gehören unterschiedlichen Vereinen an, das ist im Effekt der Unterschied zwischen Gott (römisch-kath.), Gott (prot.), Gott (jüdisch), Gott (islamisch) und noch einigem Gott. Trotzdem kommt der weiße Rassist stöhnend aus dem Himmel zurück: She's black! Lassen wir die Spekulation bis Weihnachten zugunsten der Spekulatius.
  • RE: RE: Wahrnehmungsfähigkeit

    07.12.2003, Rüdiger Biesold
    Wahrnehmungsfähigkeit oder nicht ist nicht der entscheidende Punkt. Aus einem hoch und schnell fliegenden Flugzeug wird auch nicht viel wahrgenommen (besonders bei Wolken). Das Hauptproblem dieser Technik ist die Inkompatibilität zu anderen Systemen. Das Rad/Schiene System ist keineswegs ausgereizt und lärmarm ist die Magnetschweberei bei hohen Geschwindigkeiten auch nicht. Von Unfällen wird das System bei Einsatz auch nicht verschont bleiben. Es bleibt der Vorteil der relativen Verschleißarmut und der etwas besseren relativen Energieefizienz. Es gibt aber durchaus vernünftige Zweifel, daß das eine Doppelinstallation "rechnet". Es werden dadurch weder das Rad/Schiene-System noch die Fliegerei überflüssig; zumal an Gütertransport bisher keiner gedacht hat. Eine echte Rechnung ohne Interessenbindung liegt auch nicht vor.
    Bis dahin (mindestens) sind Rekorde uninteressant und überflüssig.
  • Eurozentrismus

    06.12.2003, Rüdiger Biesold
    An der Geschichte der Entdeckung des Neandertalers wird beispielhaft deutlich mit welch unglaublichem Eurozentrismus gepaart mit christlichem Fundamentalismus (auch Rassismus)Wissenschaft "gemacht" wurde und teilweise noch gemacht wird. Schon an den Bestattungen der Neandertaloiden war und ist deren relativ hoher Entwicklungsstand erkennbar, es muß transzendentales Bewußtsein und Sprache vorhanden gewesen sein. Zudem verhinderte die rauhe Umgebung und der damit verbundene hohe Zeitaufwand für das schlichte Überleben eine größere Anzahl von "Kunst" und von den Hinterlassenschaften dürfte obendrein noch viel den Klimawechseln zum Opfer gefallen sein. Aber die Zeiten sind noch nicht lange her, daß afrikanische oder australische Kunst unter dem Titel "primitive Kunst" ausgestellt wurden. Die meisten Entdecker sind Europäer, völlig ungeachtet der Tatsache, daß dort bereits Menschen lebten, die Gegend also bereits entdeckt war - nur der ziemlich engstirnige Europide wußte nichts davon. Die Einordnung der Neandertaler folgt der gleichen Geisteshaltung.
    Dann ist da noch das ebenfalls europide Problem mit einer anderen Menschenart. Die kommt in der Bibel nicht vor, da nicht sein kann, was nicht sein darf.... Und wenn schon nicht wegzudiskutieren, dann doch wenigstens affennah und nicht gleichwertig oder gar in Teilgebieten überlegen.
    Was sagt doch Vater zu seinem Sohn auf die Mitteilung, der Mensch stammt vom Affen ab: Du vielleicht, ich nicht!
  • Realistische Fogerungen?

    06.12.2003, Helmut Zahner
    Dass eine relativ nahe Verwandtschaft zwischen Menschenaffen und Menschen besteht ist unumstritten. Ebenso unstrittig erscheint mir der Einfluss der genetischen Komponente auf das Verhalten. Dennoch hege ich starke Zweifel, ob die im Artikel angedeuteten Rückschlüsse hinsichtlich des Einflusses der Erziehung auf das Verhalten zulässig sind. Schließlich gibt es einen entscheidenden Unterschied: Die Sprache, das Gespräch miteinander.
    Die Erforschung des Einflusses dieser Komponente wäre dringend notwendig.
  • Vorteil Europa?

    06.12.2003, Rüdiger Biesold
    Der Fusionsreaktor ist sicher zukunftsträchtiger und weniger belastend als die Spalttechnologie; er ist allerdings nicht völlig risikolos.
    Aber ist ein Standort glücklich, der in einem erdbebengefährdeten regelmäßig von Überschwemmungen heimgesuchten Gebiet liegt? Schließlich hat die COGEMA ihr MOX-Werk in Cadarache genau wegen dieser Probleme stillgelegt. Wenn also in einem Land mit wenig organisierter Kritik an Atomtechnologie ausgerechnet die verantwortliche Firma wegen solcher Bedenken etwas stillegt ist die Standortwahl schon erstaunlich.
    Es sit außerdem nicht zu übersehen, daß mit den USA ein Hauptfinanzier der Anlage kaum den Standort Frankreich akzeptieren will; vielleicht ist das angesichts des Standortproblems ausnahmsweise mal gut.
  • RE: Wahrnehmungsfähigkeit

    05.12.2003, nobo7899
    wahrscheinlich nicht viel. Aber ob das eine Rolle spielt??? Das "Ding" wird doch fast automatisch fahren.