Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • RE: Stimmen diese Zahlen?

    22.07.2003, Andreas Jahn
    Sehr geehrter Herr Koch,

    der erste Wert bezog sich auf die Gesamtpopulation, während die anderen Daten nur die Teilpopulationen berücksichtigten.
    D.h.: Bei 17 Prozent aller 847 Studienteilnehmer traten Depressionen auf.
    Von denjenigen, die mehr als vier Lebenskrisen bewältigen mussten und das entsprechende Gen trugen, hatten wiederum 43 Prozent Depressionen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Jahn
    Redaktion wissenschaft-online
  • Stimmen diese Zahlen?

    22.07.2003, Gregor Koch
    Die in dem Artikel mitgeteilten Zahlen scheinen mir doch recht suspekt.

    Wenn in der Gesamtprobe Depressionen nur zu 17% aufgetreten sind, wie kann dann in keiner der Teilproben ein geringerer, aber in zwei von drei Teilproben ein deutlich höherer Anteil (33% bzw. 43%) an Depressiven gemessen werden?
  • Öl??

    21.07.2003, Roland
    Wer hat denn da auf einmal etwas gegen Entwicklung??
    Mit hocheffizienten EL-Antrieben kann man zB die Bremsenergie ganz nett speichern (Super-C`s).
    Die Alternative zu H2 wäre Synthetisches Methander oder Biogas. "Dreck" haben ma ja genug.
  • Was ist bei Männern mit Vasektomie?

    18.07.2003, Martin
    Gilt ähnliches auch für die Spermaproduktion bzw. Absonderung? 'Aufgeklärete' familienplanende Männer, die sich haben sterilisieren lassen, ejakulieren zwar, jedoch wird dem Sperma der Zufluss zum Ejakulat verwehrt. Die Samenleiter sind duchtrennt und abgebunden. Das sich stauende Sperma wird durch körpereigene Prozesse abgebaut (eben nicht ausgespült).
    Welche einflüsse hat das auf Prostatkrebs? Wenn man weiter denkt (forscht?): Welchen Einfluss hat das auf Hodenkrebs?
  • Grabschbereitschaft

    18.07.2003, Ingo-Wolf Kittel
    Irgendwie ist es richtig nett - und wirkt auch sehr verständnisvoll - zu schreiben, 'das Gehirn interessiert sich nun einmal' - noch dazu 'brennend' - für dies und das. Sei's drum; eine derartige anthropomorphe Ausdrucksweise hat sich ja - leider - überall in der populären Darstellung von Ergebnissen der Hirnforschung - wie überhaupt von 'Wissenschaft'... - eingebürgert. Wenn sie nicht nur so verführerisch wäre! (...und sie deswegen 'üblicherweise' - auch in diesem Artikel - nicht überhaupt auf x-beliebige 'Objekte' angewendet würde wie z.B. auf 'Dinge', die da etwas [auf sich] 'ziehen' oder dort etwas 'aktivieren' - den Blick etwa oder Hirnareale...)

    Vom Gehirn als 'Organ' - dt. 'Werkzeug' - so zu sprechen, wie wir das 'normalerweise' von uns selbst tun, ist gerade so sinnvoll wie zu behaupten, es sei die Hand, die da jemandem zum Abschied zuwinkt! (... und auf diese Weise weiter: dass so etwa diese Hand vom Gehirn bewegt werde, das seinerseits vom Anblick der geliebten Person aktiviert worden sei, deren Gehirn diese wiederum veranlasst habe sich umzudrehen und zu lächeln, weil es seinerseits durch akustische Reize 'aktiviert' worden sei, die es als von hinten kommend räumlich analysiert habe... usw. usf.)

    Tatsächlich 'registrieren' Hirnforscher nichts anderes als Veränderungen der - an sich ständigen - Hirnaktivität bei experimentell isolierten Leistungen von Probanden. Sie untersuchen also lediglich mit den jeweils zur Verfügung stehenden neurophysiologischen Registriermöglichkeiten feststellbare 'organische' Mitreaktionen bei Leistungen, die von Personen erbracht werden, die zur Mitarbeit bei den Experimenten bereit waren, Dabei wird methodisch davon abgesehen - typischerweise leider aber auch in der Folge bei 'Interpretationen' der Ergebnisse der Hirnforschung meist völlig unberücksichtigt gelassen -, dass es sich dabei immer um 'Individuen' handelt, die biologisch betrachtet als 'Gesamtorganismen' handeln und dabei in einem - heutzutage hoch entwickelten - soziokulturellen Zusammenhang agieren, wegen dem sie überhaupt zur verständnisvollen Mitwirkung in experimentellen Settings fähig sind (in die sie oft genug sogar erst eingeübt werden müssen)!

    Unser 'normales' Selbstverständnis wird aber just von diesen kulturellen Zusammenhängen her aufgebaut.

    Die Schwierigkeit der Interpretation hirnphysiologischer Forschungsergebnisse besteht deswegen darin, maschinell gewonnene 'Resultate' zu den Kenntnissen in Beziehung zu setzen, die wir aus ganz anderen Quellen gewinnen, nämlich aus unserer Selbstwahrnehmung (unserer 'Selbstbeobachtung', traditionell 'Introspektion' genannt). Diese 'Erfahrungen' haben wir alle nämlich von klein auf alle zunächst im Rahmen und Zusammenhang mit unserer kulturellen Tradition zu unterscheiden, wiederzuerkennen und sprachlich zu bezeichnen gelernt, wobei wir diese Erfahrungen drittens dabei auch noch 'sinnvoll' miteinander in Zusammenhang zu setzen gelernt haben und von daher dann auch jedes neue Erlebnis zu 'erklären' oder zu 'interpretieren' uns (be)mühen.

    In dieser Kulturtradition dürfte der Ausdruck, 'das Gehirn interessiere sich' für irgendetwas, wahrscheinlich dem 'entsprechen', was wir 'üblicherweise' - oder 'gewöhnlich'... - Neugier nennen.

    Unter in unserer Tradition 'psychologisch' genanntem Blickwinkel - oder anders ausgedrückt: in psychologischer Redeweise - sind die Ergebnisse hirnphysiologischen Forschungen nach meinem Eindruck bislang alle von derartiger, eigentlich banaler 'Gewöhnlichkeit' - auch die in dem Artikel mitgeteilten.

    Das hier vermittelte Ergebnis* - offensichtlich eine schon in anderen Zusammenhängen festgestellte Bestätigung der "schon länger bekannt[en]" Tatsache, dass "potenziell anzufassende Gegenstände im Gehirn motorische Areale aktivieren", also eigentlich: dass bei visueller Verarbeitung von Eindrücken von 'aus Erfahrung'(!) anfassbaren Gegenständen im Gehirn auch eine erhöhte Aktivität in motorischen Hirnarealen registriert wird...- sieht ganz danach aus, als würden Hirnforscher damit das hirnphysiologische Äquivalent zu dem 'gefunden' haben, was psychologisch 'Reaktionsbereitschaft' genannt wird.

    (Psychologisch sind drei unterscheidbare Formen von Reaktionsbereitschaften bekannt:
    1. eine 'bewusste' Reaktionsbereitschaft, wie sie jeder etwa vom Sport kennt, z.B. im Moment des Starts vor einem 100-Meter-Lauf, wahrnehmbar an der eigenen '[Muskel-]Anspannung', der hochgespannten Aufmerksamkeit für den Startschuss und dem entschlossenen 'Willen', bei dessen Wahrnehmung sich sofort 'in Gang zu setzen' und 'wie ein Pfeil loszuschießen';
    2. eine latente oder 'unbewusste' die Reaktionsbereitschaft, deren Grundlagen unterschiedlich sind:
    a) einerseits kann sie auf 'Einübung' zurückgehen: dann reden wir je nach Zusammenhang von 'Gewohnheiten' oder aber von 'Fähigkeiten', 'gefühlsmäßig' erkennbar daran, dass wir von anderen geforderte oder selbst gewollte oder 'spontan' ausgeführte Aktivitäten 'wie von selbst' beginnen, 'ganz leicht' bzw. 'ohne Anstrengung' ausführen, 'wie im Schlaf' können, routinemäßig 'abspulen' usw. (außerdem gehört noch dazu, dass wir uns meist daran erinnern können, diese Gewohnheiten irgendwann 'entwickelt' und jene Fähigkeiten in vielleicht mühsamer Arbeit erst 'gelernt' zu haben oder darin 'geschult' worden zu sein);
    b) auf der anderen Seite erleben wir von klein auf viele Reaktionsbereitschaften als schon irgendwie bzw. von Natur aus vorhanden, was einschließt, dass wir uns nicht daran erinnern, sie irgendwann 'gelernt' zu haben, so dass diese dann 'angeboren' und in der Biologie 'Reflexe' genannt werden. [Angeregt davon ist dann in der akademischen Psychologie 'üblich' geworden, bei 'gelerntem Verhalten' nicht mehr wie 'gewöhnlich' von Gewohnheiten zu sprechen, sondern diese 'konditionierte Reflexe' zu nennen])

    Dass sich hirnphysiologisch diese Bereitschaft linkshirnig 'zeigt' ist bei der Rechtshändigkeit der allermeisten Menschen und der bekannten Kreuzung der motorischen Pyramidenbahnen im Gehirn lediglich eine Bestätigung schon bekannter Zusammenhänge, zu der auch die Aufteilung der Gesichtsfelder gehört.

    Was nur mal wieder bei der Interpretation dieser hirnphysiologischen Befunde übersehen bzw. außer Betracht gelassen wird, ist die subjektive Erfahrung der Probanden: was ein Schraubenzieher ist, muss er schon kennen und damit auch umzugehen wissen; insofern dürften Hirnforscher in den mitgeteilten Befunden auch ein Äquivalent von 'Erfahrung' und 'Erinnerung' gefunden oder 'erfasst' haben: ob sie auch das 'wissen' oder auch nur daran 'gedacht' haben? - Ich fürchte nein; denn als großartige Psychologen habe ich bei meiner eifrigen Lektüre der abonnierten Zeitschrift 'Gehirn und Geist' und gelegentlicher Lektüre auch anderer Zeugnisse des Denkens von Hirnforschern diese nicht kennengelernt.
  • RE: Rauchen muss abgeschafft werden

    18.07.2003, Frank
    Ich war Raucher und bin jetzt Nichtraucher und bin auch sehr froh darüber. Trotzdem halte ich ein Tabak-Verbot für Schwachsinn. Zum einen fördert man damit den Schmuggel mit allen seinen negativen Folgen (siehe Drogenproblematik oder amerikanische Prohibition) zum anderen bringt es nichts (gleiche Beispiele).
    Außerdem lehne ich derartige Sanktionen ab, denn: Wo fängt das an und wo ist Schluß? Verbot von Kaffee, Tee? Schokolade (Karies!)? So viele Dinge die wir tun sind ungesund, will man die alle verbieten? Arme Welt... Ich bin 1. für konsequente Aufklärung und 2. für konsequenten Jugendschutz. Alle anderen müssen selbst wissen was sie tun. Zur Freiheit gehört auch sich mittels eines Lasters umbringen oder schädigen zu dürfen. "Ein jeder lebe nach seinem Pläsier!" (Friedrich der Große)
  • Ignoranz

    17.07.2003, M.Wattenbach
    Es ist schon sehr erstaunlich was fuer eine einseitige Darstellung hier von einem Repraesentant des Saechsischen Umweltamtes (?) vertreten wird. Es ist da doch die Frage zu stellen, wer hier arrogant mit Halbwissen arbeitet. Mir schein Dr. Goetz arbeitet hier mit Halb(Un)wahrheiten. Ich muss sagen es schon haarstaeubend zu behaupten Wiederaufarbeitung waere radiologisch und sicherheistechnisch unbedenklich, ist doch die genannte Regierung gerade dabei diesen Ensorgungsweg (was fuer ein Hohn ensteht dabei doch mehr radiaktiver Abfall als hineingesteckt wird) zu verlassen. Wenn sich Dr. Goetz ein Bild ueber moegliche Gruende machen will sollte er mal die Studie ueber die Häufungen kindlicher Leukämien in der Umgebung von Wiederaufarbeitungsanlagen des Otto-Hug-Strahleninstitus im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg (Kurzbericht der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Berlin in der Zeitschrift Wechselwirkung vom Dez. 1998) lesen, die von 60 000 bis 80 000 Krebserkrankungen und genetische Schäden durch die Wiederaufbereitung deutscher Brennelemente ausgeht und wenn er mehr ueber die Meinung der Regierung zur Atomernergie wissen will ihren Umweltbericht2002 lesen. Nebenbei bemerkt sind die Wirkungen von Tritium sehr umstritten, so das die Aussage ueber die Wirkung "kein so gefaehrlicher Stoff" im Zusammenhang mit Tritium von weiter einseitiger Sichtweise zeugt. Zur Weiterbildung wueder ich http://www.innovationsreport.de/html/berichte/umwelt_naturschutz/bericht-10256.html empfehlen. Diese Quelle ist auch sehr spannend, wenn man das Risiko von Wiederaufbereitung abschaetzen will. Zum Risiko von Atomanlagen ist die Stellungnahme des Oestereichischen Umweltamtes zum AKW Temelin hilfreich. Nach dieser Lektuere kann die Diskussion dann - fundiert !- weiter gehen. Ich frage mich uebrigens wer in diesem Land fuer atomrechtliche Genemigungsverfahren verantwortlich sein sollte.
  • RE: RE: Leichtsinn oder Irrsinn: Arroganz des Halbwissens

    17.07.2003, Rüdiger Biesold
    Das ganze Entsorgungs- und Unfallproblem wird eben nicht beherrscht. Natürlich gibt es Wissenschaftler, die das anders sehen. Das hat eine Menge mit deren persönlicher Soziologie und einigen anderen Faktoren zu tun. Aber es gibt eben auch sehr viele (auch Wissenschaftler) die das wesentlicher kritischer sehen. Über die jeweiligen Grenzen zulässig tolerierbarer Strahlung ist füglich lang zu streiten. Es gibt aber genügend Hinweise, daß die Toleranzgrenzen viel zu hoch angesetzt sind und die Schädlichkeit auch geringer Dosen (insbesondere bei möglicher Inkorporation) stark unterschätzt wird.
    Die Behauptung sicherer Entsorgung ist glatter Unsinn, die Fristen für sicher notwendige Endlagerung sind so lang, daß es dafür überhaupt keine Sicherheit geben kann. In den USA wird derzeit ein Gelände dafür ausgewiesen, dessen Sicherheit für 10 bis 20.000 Jahre ausreichend sein soll, jedenfalls nach dem Willen der Politik und der diese unterstützenden Wissenschaftler. Viele andere halten selbst diese Sichtweise für fragwürdig und angesichts der Halbwertzeiten vieler der dort einzulagernden Radionukleide sind das sozusagen wenige Sekunden der notwendigen Zeit.
    Technikgläubigkeit ersetzt Wissen nicht.
  • RE: Da fehlt doch was

    17.07.2003, Andreas Jahn
    Sehr geehrter Herr Dr. Bohrer,

    es handelt sich tatsächlich um eine Einmaldosis; die Forscher haben sich bewusst an den WHO-Wert orientiert.
    Hierbei handelt es sich jedoch nur um einen "Richtwert", der bei normaler Ernährung bei weitem unterschritten wird.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Jahn
    Redaktion wissenschaft-online
  • RE: Leichtsinn oder Irrsinn: Arroganz des Halbwissens

    17.07.2003, J.Götz
    Dem Verfasser des Beitrags sind offensichtlich eine Reihe von Sachverhalten nicht bekannt und führen demzufolge zu Fehleinschätzungen. Tritium (H-3)ist radiologisch kein so gefährlicher Stoff, die Freigrenze, oberhalb der der Umgang genehmigungspflichtig ist, beträgt 10E9 Bq, was gemessen an anderen Nukliden viel ist. Der Dosiskoeffizienten für die Inhalation -der Autor sprach die Flüchtigkeit des Gases an- ist mit 4.2E-11 Sv/Bq eher klein, so dass schwere radiologische Unfälle eher nicht zu besorgen sind. Die Technologie der Handhabung wird beherrscht, Lagerung und Transport von großen Aktivitäten in Ultrahochvakuumfässern stellen kein Problem dar, da Tritium ein Beta-Strahler ist.
    Die Baumaterialien werden zwar sicher auch kontaminiert, vor allem aber aktiviert. Nach den bekannten Berechnungen stellt dies - gemessen an der Reaktotechnologie - kein Problem dar. Zudem liegen von demontierten Reaktoranlagen umfangreiche praktische Erfahrungen vor, die die fundierte Aussage zulassen: machbar und beherrschbar bei niedrigen Dosen des Personals und der Umgebung. Wer dies nicht glaubt, schaue in den jährlichen Bericht der Bundesregierung, letztere ist wahrlich nicht kernenergiefreundlich eingestellt. Auch die Wiederaufarbeitungsanlagen sind in dem Bericht erfasst: auch diese stellen weder radiologisch noch Sicherheitstechnisch ein Problem dar. Zum Tritium sei hinzugefügt, dass dem Verfasser des Beitrags offensichtlich entgangen ist, dass die Fusion in einem Plasma durchgeführt wird, das heißt, vakuumbedingungen, so dass trotz der Größe der Anlage nur wenig Gas drin ist.
    Im Moment steht mir die ursprüngliche Fassung des Atomgesetzes nicht zur Verfügung, so kann ich die Aussage des Autors, KKW's dürften nur bei sicherer Endlagerung betrieben werden, nur in Zweifel stellen: der Gesetzgeber hatte zunächst die sichere Entsorgung allgemein gefordert und die Wiederaufarbeitung als solche zugelassen, später die direkte Endlagerung als Entsorgungsweg favoritisiert. Der Autor sollte klar trennen, was Staaten ("die Politik") tun (Hiroshima) von der Frage, ob eine Kernanlage vom Standpunkt der Wissenschaft und der Technik sicher konstruiert, gebaut, betrieben und entsorgt werden kann. Die letztere Frage kann eindeutig mit "Ja" beantwortet werden, was von der Politik vergleichswqeise nicht möglich ist.
  • RE: Leichtsinn oder Irrsinn

    17.07.2003, Eckhard Schulz

    ZIPP
    Möglicherweise kommt die Menschheit zukünftig nicht ohne Atomtechnik (welche auch immer) aus...
    ZIPP
    Ist es nicht dann wichtig sich für die Kernfusion zu interessieren?
    Werden bei denn bei den Versuchen keine Anstrengungen unternommen die Umwandlung
    in reines Helium, oder Deuterium zu realisieren?










  • Da fehlt doch was

    17.07.2003, Dr. Rainer Bohrer
    Die verabreichte Dosis war doch wohl keine Einmaldosis oder? Dann wäre der Grenzwert der WHO ja kriminell zu hoch!
  • Leichtsinn oder Irrsinn

    16.07.2003, Rüdiger Biesold
    Die auf dem Papier so einleuchtende Fusionstechnologie hat das Riesenproblem des dabei enstehenden Tritium (überschwerer Wasserstoff). Es ist derzeit nicht zu sehen, wie bei Leckagen oder Unfällen dieses Gas kontrolliert werden soll. Es ist mit seiner kurzen Halbwertszeit zwar bald verschwunden, strahlt dafür aber um so intensiver und führt deshalb bei Inkorporationen zu schweren Schäden.(Die verwendeten Baumaterialien werden natürlich auch kontaminiert und machen die gleichen Probleme wie bei Spalt- oder Brütertechnologie.) Noch schlimmer sind nur inkorporierte Alphastrahler wie z.B. Plutonium, Uran u.ä.; diese treten konzentriert bei der Aufarbeitung und bei der Verwendung von Uranmunition auf und bleiben zig-Millione Jahre gefährlich.
    Was den Bürgermeister einer Urlaubsregion dann jubeln läßt, wenn beides in seinem Ort stehen soll ist nicht nachvollziehbar. In Japan noch weniger als in dem dichtbesiedelten Deutschland. Einzelne Mitglieder der Art homo sapiens (vernunftbegabt) wiederlegen diese Artbezeichnung gründlich.
    Möglicherweise kommt die Menschheit zukünftig nicht ohne Atomtechnik (welche auch immer) aus, aber das steht noch in der Zukunft. Es müssen vorher Techniken entwickelt werden, die die Folgen beherrschbar machen, davon sind wir sehr weit entfernt. Im ersten deutschen Atomgesetz stand, daß Atomkraftwerke nur bei sicherer Endlagerung betrieben werden dürfen; dieses Problem ist weltweit nicht gelöst. Die deutsche Lösung bestand in der Streichung dieser Bestimmung und politisch/wissenschaftlicher Ignoranz. Viele andere Länder gingen den direkten Weg zur Ignoranz. Die Quittungen sind in Hiroshima, Nagasaki, Kosovo, südirakische Wüste, Tschernobyl, Harrisburg, Sellafield und dem nördlichen Eismeer (willkürliche Auswahl der gravierendsten Stellen) zu bewundern; überall dort hat dieses "vernunftbegabte" Wesen Unglücke verursacht, Atomwaffen verbrecherisch eingesetzt oder ebenso verbrecherisch Atommüll in die Gegend geworfen.
  • RE: Altersbestimmung

    15.07.2003, Frey
    Die Altersbestimmung ist offensichtlich nicht auf den vermuteten Planeten gemünzt, sondern auf die Sterne, die er umkreist. Ein Alter von 13 Milliarden Jahren ist für Sterne in einem Kugelsternhaufen nicht ungewöhnlich (das Universum als Ganzes gilt als 14-15 Mrd. Jahre alt). Die Altersbestimmung für Sterne gründet sich auf Modelle und Analysen der Sternentwicklung. Wann sich der fragliche Körper gebildet hat und ob es sich um ein Sonnensystem in unserem Sinne handelt, ist meines Wissens unbestimmt. Im Falle unseres Sonnensystems haben sich Planeten und Zentralgestirn gleichzeitig gebildet und stehen seither in stabiler Beziehung zueinander. Ob dies in einem Doppelsternsystem in einem Kugelsternhaufen auch zutrifft, kann bezweifelt werden.
    Am Ende bleibt immerhin eine Tatsache bemerkenswert: ein Körper von planetarer Masse unkreist zwei sehr alte Sterne. Bereits das ist eine überraschende Entdeckung.
  • Beobachtet man aber die Lehrer...

    15.07.2003, Reto E. Koenig
    Ich denke, es liegt nicht am Lernenden alleine, sondern auch am Lehrer; in welcher Weise die neue Sprache bzw. deren Idiome vermittelt werden.

    Mit einer 'erwachsenen' Person wird anders interagiert, als mit einem Kind, bei dem das 'Kindchen-schema' noch wirkt.

    Interessant zu wissen wäre doch, wie ein Erwachsener lernen könnte, würde man dem Lehrer vorgaukeln, es handle sich um ein Kleinkind.
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