Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Widerspruch

    02.06.2015, W
    "rauchen vielleicht auch wegen positiver medizinischer Nebenwirkungen",
    "würde dem Cannabis-Rauchen keine medizinische Wirkung zugesprochen"

  • Die Platitüde "Cannabis zu rauchen hat ganz viele negative Folgen - vielleicht aber auch ganz wenige positive."

    01.06.2015, Wolfgang Ewert
    ist einer der Wissenschaft verpflichteten Zeitschrift völlig unwürdig. Die Fakten zeugen vom Gegenteil. Anstelle von Fakten hier nur ein paar Stichworte und die Namen von Forschern und medizinischen Protagonisten: THC, CBD, CBG, CBC, THCV, CBDV, CB1- u. CB2-Rezeptoren, Raphael Mechoulam, Lester Grinspoon, Sanjay Gupta, Franjo Grotenhermen, Birgit Müller-Vahl, Manuel Guzman, Cristina Sánchez u.v.a.m. - Viel Spaß beim Recherchieren, pubmed dot org ist ein guter Einstieg.
  • Kennen Sie sich überhaupt mit Cannabis aus?

    01.06.2015, Mary Jane
    "Cannabis zu rauchen hat ganz viele negative Folgen - vielleicht aber auch ganz wenige positive."

    Mal davon abgesehen, dass der Autor hier seine eigene subjektive Meinung vom Konsum von Cannabis hier veröffentlicht; und natürlich mal davon abgesehen, dass die Formulierung "ganz viele negative [...] ganz wenige positive." ein absolut schlechtes Deutsch für einen Artikel ist:
    Haben Sie sich überhaupt einmal intensiv mit dem Thema Cannabiskonsum beschäftigt?
    Wie können Sie behaupten, dass Kiffen "ganz viele negative Folgen" hat?
    Und dann nicht einmal welche nennen?
    Das Wort "negativ" ist so unpassend.
    Die Folgen von Cannabiskonsum sind bei verantwortungsvollem (!) Umgang alles andere als negativ. Es lindert Kopfschmerz, doch vor allem chronische Schmerzpatienten und Menschen mit Tourett-Syndrom profitieren stark von der Wirkung der Pflanze.
    Auch das Gefühl des "High"-Seins ist keinesfalls unangenehm. Gelassenheit, Introspektion des Selbst und Kreativität gehören für mich jedenfalls nicht zu ungewollten Nebenwirkungen.

    Die Mythen von Hirnschädigungen durch Kiffen sind nach heutigem Forschungsstand alles andere als belegt. Was meinen Sie also genau mit "negativen Folgen"?
    Cannabis ist eine Droge, eine bewusstseinserweiternde Substanz. Zu viel von dieser Droge hat den selben Effekt wie zu viel von jeder Droge.
    Zu viel Zucker (ja, auch Zucker ist eine Droge) = Karies, Fettleibigkeit,...
    Zu viel Alkohol (ja, auch Alkohol ist eine Droge, obwohl es legal ist) = Koordinationsverlust, sinkende Hemmschwelle; Absterben von Hirnzellen; Schädigung der Leber, Speiseröhre, Magenschleimhaut, Darm; ...
    Zu den Folgen von Alkohol könnte man jetzt noch Seiten schreiben.

    Ich möchte keinesfalls verneinen, dass auch der unachtsame Umgang mit Cannabis negative Folgen hat, dennoch überwiegen - im Vergleich mit Alkohol - die positiven.
    Und das Einzige, das beim Rauchen von Cannabis schädlich ist, ist der Tabak den man braucht um den Joint zu drehen. Aber auch da gibt es Möglichkeiten den Tabak wegzulassen.

    Meine persönliche Meinung: Kiffen Sie doch einmal mit verantwortungsvollen Kiffern, dann ändert sich ihr konservatives Bild vielleicht. Und wenn nicht, dann wissen Sie wenigstens, dass Sie beim nächsten Artikel über Cannabis nicht ihre eigene Einstellung dem Leser aufzwingen sollten.

    Beste Grüße!
  • .

    01.06.2015, Hans_M
    "Cannabis zu rauchen hat ganz viele negative Folgen - vielleicht aber auch ganz wenige positive."

    Nicht so ganz der Stand der Wissenschaft. Richtiger wäre: Cannabis hat einige negative Folgen, aber ganz sicher auch einige positive.

    Könnte man wissen – und auch schreiben....

  • Genetische Basis der Homosexualität

    01.06.2015, Ulrich Heemann
    Eine genetische Basis der Homosexualität wurde zwar immer wieder gesucht, doch bisher trotz aller Mühen nicht gefunden. Zu Recht schreiben auch die Autoren dieser Studie in ihrer Einleitung, dass es sich dabei um ein genetisches Paradoxon handle. Paradoxa aber deuten nach allen Regeln der Logik - wenn sie logisch korrekt erzielt wurden - darauf hin, dass der unterstellte Effekt nicht existiert.
    Wohl aber gibt es m.E. sehr plausible Untersuchungen, die besagen, dass Homosexualität durch eine zu große Menge weiblicher Hormone im männlichen oder durch zu viele männliche Hormone im weiblichen Fötus ausgelöst werden kann, da sie - das scheint der wirksame Mechanismus zu sein - in einer gewissen Phase einen wesentlichen Einfluss auf die Struktur des sich entwickelnden Gehirns haben. Was also könnte die "Absicht" der Natur bei diesem Effekt sein? Es fällt auf, dass Homosexualität ungefähr zu gleichen Teilen in beiden Geschlechtern auftritt. Es scheint also das "Ziel" der Natur zu sein, den Hormonhaushalt in der Schwangerschaft so zu halten, dass möglichst beide Geschlechter ihrer "Bestimmung" zugeführt werden. Das scheint ihr auch leidlich zu gelingen - bis auf die beiden Ränder, wo die Natur offensichtlich gerade noch tolerant gegenüber dieser Abweichung ist. Ihr Anteil entspricht m.W. ungefähr dem Anteil der unfruchtbaren Menschen. Man sollte sich bei gleicher Logik auch mal fragen, was sich die Natur bei diesem doch durchaus spürbaren "erfolglosen" Anteil evolutionär gedacht hat.
    Vermutlich: "Was soll's?" - Genau!
    Und auch noch: "Ich glaube, ich habe im Wesentlichen genau die (richtige) Mitte getroffen!" - Bravo!
  • Neu?

    31.05.2015, Robert Orso
    Irgendwie kam mir die Meldung doch bekannt vor. So richtig neu ist die Erkenntnis wohl nicht mehr. Hat doch der WDR in der Sendung Quarks und Co vom 29.05.2012(!) über genau das Problem und dessen erfolgreiche Lösung mit dem Zusetzen von Heustaub berichtet:

    http://www.ardmediathek.de/tv/Quarks-Co/Edelschimmel-und-Scheibletten-Die-Wissen/WDR-Fernsehen/Video?documentId=10664476&bcastId=7450356

    Der Emmentaler Beitrag ist der letzte in der Sendung und den gibt's auch als Einzel Clip:
    http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/kaesewdh-aufruhrinderschweiz100.html
  • Einstiegsdroge

    31.05.2015, Ben Gebel
    "Wer kifft, nimmt mit höherer Wahrscheinlichkeit auch andere illegale Rauschmittel ein." ????

    Das liegt einzig und allein daran das Cannabis Illegal ist! Konsumenten sehen das ihnen Cannabis gut tut und nicht so "gefährlich" ist wie immer gesagt... dann probiert man auch gern andere Substanzen aus ...
    Es wird zu dem nicht auf spezifische Substanzen verwiesen.... ANDERE ILLEGALE

    windiger Artikel, traurig das bei einem wissenschafts Magazin zu lesen
  • Asiaten ...

    30.05.2015, Robert Orso
    Leider lese ich im Zusammenhang mit dem Abschlachten von seltenen Tieren immer wieder die Formulierung:

    "um die wachsende Nachfrage nach ... in Ostasien zu decken."

    Kann bitte jemand diesen Abergläubischen ..... mal erklären, dass man bei Potenzproblemen für kleines Geld kleine blaue Pillen bekommt, die im Gegensatz zu Nashornpulver helfen und dass Amulette aus Plastik die gleiche Wirkung entfalten wie solche aus Elfenbein.

    Aber manchen Menschen ist wohl nicht zu helfen. Je seltener desto wirkungsvoller? Das ist ein sicheres Rezept um garantiert jede seltene Tierart auszurotten.

    Der sicherste Schutz wäre wohl, erst einmal die Nachfrage zu reduzieren.
  • Entdeckt oder erklärt ?

    30.05.2015, Daniel Hage
    Eine ganz kleine Korrektur: Meines Wissens nach entdeckte Einstein bei allem Respekt nicht den Photoelektrischen Effekt wie in obigem Beitrag behauptet (erste Entdeckung 1839 durch A.Becquerel, weitere Verfeinerung desselben bis 1899 durch Philipp Lenard)) sondern er vemochte Ihn durch die plausible annahme von Lichtteilchen erklären und das war im Jahr 1905 .
  • 500 mikropascal??

    30.05.2015, Ersin
    Interessantes Thema. Aber die 500 Mikropascal Spannung ist extrem wenig und kann ich mir nicht vorstellen.
    Können Sie das bitte prüfen.
    Danke.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Leser,

    hoppla, in der Tat, das habe ich im Bemühen, irgendwie anschaulich zu sein, gleich zweifach verbastelt. Ich habe den Satz nun noch einmal verbessert. Die Forscher haben die Zugfestigkeit (nicht den "Stress") untersucht, und es sind vor allem Hunderte von Mega-, nicht "Micro"pascal, denen das Material über einige Zyklen hinweg standhält.

    Entschuldigen Sie bitte den Fehler,
    mit freundlichen Grüßen,
    Jan Osterkamp
    Redaktion Spektrum.de
  • Zu schön um wahr zu sein

    29.05.2015, Robert Orso
    Wenn etwas den Anschein macht als wäre es zu schön um wahr zu sein, dann liegt das im Allgemeinen daran, dass es eben tatsächlich nicht wahr ist.

    Bei "Ernährungsstudien" kann ich noch gut darüber schmunzeln mit welcher Verbissenheit manche Menschen die Eine oder die gegensätzliche Überzeugung vertreten. Das hat teilweise schon etwas religiöses.

    Leider sieht es mit den "Wirtschaftsexperten" nicht viel besser aus. Wenn deren Publikationen, die nicht selten eine Stichprobe der Größe null oder maximal eins als Basis haben, von einen kleine Elite von Berufspolitikern ohne eigene Fachkompetenz als Entscheidungskriterium für wichtige politische Entscheidungen dienen, friert mir das Lächeln im Gesicht ein. :-(
  • Oberfläche & Erscheinung

    29.05.2015, tomita
    Nach mehr als 30-jähriger Erfahrung mit einem Partner, der quasi zeitlebens unter Angststörungen litt, halte ich das Ergebnis der in Rede stehenden Studie wenig hilfreich, da die Antwort auf die Frage nach der Abhängigkeit des Ausbruchs vom Tageszeitpunkt absolut sekundär gegenüber einzig hilfreichen Anhaltspunkten sei's in Bezug auf Ursache geschweige denn Therapie des Problems ist.
  • Was ist denn das schon wieder für eine schwachsinnige Studie?

    29.05.2015, Jörg
    Mit 48 Freiwilligen! Das sind circa 25% der Passagiere eines Kurzstreckenfluges. Wahrscheinlich entscheiden sich so viele Flugreisende für Tomatensaft, weil man dieses Getränk im Alltag so gut wie nie angeboten bekommt. Das Gratisgetränk will sich ja keiner entgehen lassen. Aber Alkohol soll man nicht, Cola will man nicht, A- und O-Saft kennt man schon. Da bringt der Tomatensaft wenigstens etwas Abwechslung
  • Tomatensaft gegen den Hunger

    29.05.2015, Peter T
    Ich dachte immer, dass Tomatensaft im Flugzeug beliebt sei, weil er etwas gegen den Hunger tut, zusammen mit gleichzeitg gereichtem Knabberzeug. Gibt es dazu Untersuchungen?
  • Quantencomputersichere Kryptografie

    29.05.2015, Christoph Hiller
    Es ist meines Erachtens möglich, auch mit der guten alten Primzahlproduktmethode einen Kode zu entwickeln, für den auch ein Quantencomputer etliche Zeit zur Dekodierung benötigt. Hierzu nimmt man nicht ein derartiges Primzahlprodukt, sondern deren eine ganze Reihe und zwingt den Computer, diese nacheinander abzuarbeiten und zu faktorisieren. Dies geschieht dadurch, dass man nicht die Primzahlprodukte selbst angibt, sondern nur jeweils die Differenz zwischen dem nachfolgenden Primzahlprodukt und einem der vorhergehenden Primfaktoren, z. B. dem jeweils größeren. Die Dekodierungszeit ist dann gleich der Zeit für die Faktorisierung eines Produkts mal der Anzahl der Produkte.
    Was die Zufallszahlen anbelangt, so kann man diese vielleicht aus dem Zerfall – oder Nichtzerfall – radioaktiver Präparate gewinnen. Man könnte sie auf CD oder DVD speichern und hätte so einen großen Kodeblock.
    Antwort der Redaktion:

    Beide Ideen sind korrekt, aber höchstwahrscheinlich untauglich. Der radioaktive Zerfall ist eine Quelle echten Zufalls (und wird auch zu diesem Zweck genutzt). Wolle man ihn für Verschlüsselungszwecke nutzen, so müssten beide Kommunikationspartner (Alice und Bob) auf dieselbe zufällige Zeichenkette zugreifen können. Das heißt, Alice müsste Bob die CD mit der Post schicken (oder umgekehrt) und sicher sein können, dass Eve sie nicht unterwegs kopiert hat. Angeblich ist so etwas noch unter Spionen in Gebrauch; das sichere Versenden geschieht mit der diplomatischen Kurierpost.

    Die "Kettenaufgabe", mit der man auch einem Abhörer mit Quantencomputer das Leben schwer machen möchte, wird einen Abhörer mit großen technischen Möglichkeiten nur mäßig beeindrucken. Der veröffentlichte Teil des Schlüssels müsste dann aus, sagen wir, einem Primzahlprodukt und 1000 Differenzen bestehen. Der Absender der Nachricht müsste mit dieser Information seinen Klartext so verschlüsseln, dass nur der Empfänger, der die letzten Primfaktoren der Kette kennt, ihn entschlüsseln kann. Es ist sogar im Prinzip denkbar, dass es einen entsprechenden Algorithmus gibt; aber der würde wahrscheinlich vom Absender auch den 1000-fachen Rechenaufwand fordern. Wenn andererseits ein Quantencomputer fürs Faktorisieren nicht länger braucht als ein gewöhnlicher Computer fürs Multiplizieren, braucht er auch nur die 1000-fache Rechenzeit und ist damit dem Verschlüssler dicht auf den Fersen – oder sogar voraus, wenn Alice und Bob nur gewöhnliche PCs haben und der Abhörer die technischen Möglichkeiten der NSA zur Verfügung hat.

    Christoph Pöppe, Redaktion