Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Erratum

    18.12.2015, Hubert
    Ihnen ist ein kleiner Fehler unterlaufen:
    "Ein Mangel daran lässt Blut zu stark gerinnen und kann für tödliche Blutungen sorgen, eine zu starke Konzentration erhöht dagegen das Thromboserisiko."

    Ein Mangel an Faktor VIII lässt das Blut nicht zu stark gerinnen, sondern zu wenig, wie etwa bei der Hämophilie A (Bluterkrankheit).
    Antwort der Redaktion:
    Sie haben natürlich vollkommen recht. Vielen Dank, ich habe den Fehler korrigiert.
  • Verbesserung Ökobilanz durch "Effizienz" fragwürdig

    18.12.2015, Jutta Paulus
    Es wäre ja schon interessant, die Behauptung, die Ökobilanz werde durch die steigende Effizienz der Fleischproduktion verbessert, zu überprüfen. Mir fällt es sehr schwer zu glauben, dass die energieaufwändige (6 fossile Kalorien je produzierter pflanzlicher Kalorie) Produktion eiweißreicher Futterpflanzen (Soja) auf anderen Kontinenten (Lateinamerika) nach Abholzung des Regenwalds tatsächlich einen positiven Effekt auf die Ökobilanz hat. Gar nicht zu reden von der positiven Wirkung der Beweidung auf die Humusschicht des Bodens.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Paulus,

    wir sind uns da völlig einig. Die Ökobilanz verbessert sich aber natürlich schon, wenn eine bestimmte Fleischproduktuktion mit geringerem Ressourcenverbrauch (also etwa geringerer Abholzung oder geringerem Flächenverbrauch) einhergeht - also in diesem Sinne "effizienter" wird: Das war gemeint.

    Die Forscher weisen, wie ja auch im Text steht, natürlich auch deutlich darauf hin, dass eine insgesamt zurückgehende Menge konsumierten Fleischs in der Ökobilanz noch positiver wirken würde. Für weniger sinnvoll halten sie es aber, aus Kosteneffizienz die Viehhaltung auf weniger produktiven Flächen einzustellen. Das gilt insbesondere dann, wenn auf diesen Flächen keine Nahrungsmittel für Menschen produziert werden (können).

    Beste Grüße,
    Jan Osterkamp (Redaktion Spektrum.de)
  • Artenvielfalt der Keime?

    18.12.2015, Lydia Eule
    Was mir bei diesen Betrachtungen immer wieder auffällt ist, daß oft nur von der Dichte der Keimbesiedlung die Rede zu sein scheint, eine mögliche Abnahme der Zahl an Keimarten aber nur am Rande betrachtet wird.
    Die makroskopische Artenvielfalt ist ein großes Thema, warum sollte sich nicht ähnliches auch im Reich der mikroorganismen finden lassen, wenn man nur richtig suchte.
    Unter starker Hygiene nimmt nicht nur die Anzahl der Keime pauschal ab, durch unterschiedliche Resistenzen verschiedener Keimarten gegen die Hygienemaßnahmen verändert sich auch die Zusammensetzung der sich wieder ansiedelnden Artenvielfalt.
    Wie im makroskopischen System dürfte auch hier eine verringerte Vielfalt leichter zum Problem werden.

    Im Artikel klingt es an, wird aber nur ansatzweise ausgeführt.
    Vllt. habe ich das ja falsch verstanden, aber zumindest mir erscheint dieser Aspekt etwas zu gering beachtet.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihre Lydia Eule
  • Panikmache?

    17.12.2015, Siegfried Hoppe
    "Warum stellt man die Gefahren der digitalen Technologien in den Vordergrund, ohne die positiven Seiten zu zeigen?"
    Weil man vor den positiven Wirkungen nicht warnen muss! Wenn man aber mögliche negative rechtzeitig erkennt, lässt sich vielleicht die Entwicklung in eine günstigere Richtung lenken.
    Man denke nur an die friedliche Nutzung der Kernenergie, deren Förderung man bei rechtzeitigem Erkennen der Gefahren und Probleme durch Förderung alternativer Energien hätte ersetzen sollen. Die Vorteile der Kernenergie dagegen leuchtem jedem Laien ein.
    Wenn jemand vor Gefahren warnt, lässt sich das leicht mit dem beliebten 'Schlag'wort "Panikmache" tot'schlagen'.
    Die Zweifel des Autors an der Leistungsfähigkeit der KI kann man bei der rasanten Entwicklung der letzten Jahre (und vermutlich auch der kommenden) getrost hintanstellen - auch wenn natürlich etwas mehr Gebrauch der menschlichen Intelligenz "unserer Welt insgesamt nicht schaden würde."
  • Quantenmechanik und Relativitätstheorie passen überhaupt nicht zusammen

    17.12.2015, Viktor Koss
    Ja aber, es heißt noch lange nicht dass man sie nicht vereinbaren könnte - "Quantengravitation".
  • Dieter Meinert

    17.12.2015, Peter
    "Auf der Erde werden wir voraussichtlich keine Fusionsgeneratoren benötigen, der Ausbau der erneuerbaren Energien dürfte in wenigen Jahren in der Lage sein, unseren globalen Energiebedarf zu decken. "

    Da irren Sie sich gewaltig.
  • Endlich

    17.12.2015, Jay
    scheint ins Bewusstsein der Menschen zu sickern, dass eine zusätzliche Trophieebene in Anbetracht des Hungers und Ressourcenverbrauchs nur schädlich und mit Leid verbunden ist. Ende dieses Jahrhunderts sieht man hoffentlich gleichen Aktivismus gegen Speziesismus, wie 100 Jahre zuvor gegen Rassismus
  • Veganische Seife?

    17.12.2015, Franz August
    Als alter Feld-, Wald- und Wiesendoktor in fortgeschrittenem Rentenalter bin ich nun doch etwas erstaunt. In meinen zugegeben schon verblassenden Erinnerungen an die Zeit in der Chirurgie haben wir Hände und Unterarme mit Wasser und Seife gewaschen und anschließend mit Alkohol desinfiziert.
    Aber Wasser und Seife zur Reinigung in einer offenen Fraktur? Da muss ich was vergessen haben.
    Castilische Seife, ach ja, ist ja veganisch. Da bekommen die kleinen Baktierchen einen tödlichen Schreck oder sie kommen um vor Lachen.
  • Ein grosser Unbekannter fehlt

    17.12.2015, O. Meckes
    Zitat aus obigem Text:
    "Doch die großen Veränderungen waren in Städten wie New York oder München bereits 1920 abgeschlossen", argumentiert Platts-Mills. Während die echte Allergie-Epidemie erst ab den 1960er Jahren an Fahrt aufnahm.
    Tja, was hat sich in den Industrieländern in den Nachkriegs-Dekaden geändert? Das kommt hier Überhaupt nicht zur Sprache: Chemie überall. Auf den Äckern, behandelte Nahrungsmittel, im Haushalt, Möbeln. Und niemand weiss genau was diese vielen neuen Substanzen in unserer Umwelt bewirken!

    -Immer noch kein kommentar ohne Kontrolle? Es gibt so wenig Kommentare. Da wär' es sicher produktiver die wenigen automatisch einzustellen und gegebenenfalls zu löschen. Dann kann hier Aktuell diskutiert werden.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Meckes,

    gerade weil es nicht die Massen sind wie auf Zeit oder Spiegel Online wollen wir die Kommentare erst nach dem Lesen freischalten - Verschwörungstheoretiker oder Nonsens fällt sonst zu schnell auf.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • andere These woher Allergien sich vermehren

    17.12.2015, Carlos Schenkel
    Unterstützen würde ich, dass die höhere Empfindlichkeit der Menschen wegen des höheren Grades an Reinlichkeit mit beeinflusst wird. Was aber hier ausgelassen wird ist die reduzierte bis mangelnde Toleranz auf der Ebene der Psyche. Man will nur noch das Sauberste uä. Wir konnten bisher bei allen Allergie-Behandlungen feststellen, dass eine rigide Einstellung gegenüber dem Leben und der Umwelt die Allergie förderte. Umgekehrt ist eine tolerante Einstellung zu andern, zur Umwelt und zu seinem eigenen Körper, rsp der Aufnahme der Nahrung allergie-reduzierend bis sogar auflösend. Wesxhaölb forscht niemand systematisch in diese Richtung
  • Sensation

    17.12.2015, Martin
    Sehr geehrter Autor,

    könnten Sie bitte erläutern, inwiefern die Bestätigung der Resonanz bei 750 GeV im Falle eines "Verwandten" des Higgs-Bosons "vergleichsweise unspektakulär" wäre? Auf jeden Fall würde eine Entdeckung auch in diesem Fall eine Erweiterung des Standardmodells implizieren - was einer Sensation (Physics beyond the Standard Model) gleichkäme!
  • Abwegig

    17.12.2015, Sepp Maier
    Im Großen und Ganzen schließt sich Platts-Mills doch der Hygienethese an. Er differenziert nach Umwelteinflüssen, aber das Resultat, die verringerte Auseinandersetzung mit Keimen und vor allem Parasiten mit dem Immunsystem, bleibt doch dasselbe. Die These mit der verringerten Durchlässigkeit der Haut dürfte ziemlicher Unsinn sein. Wenn man nicht ständig vor der Glotze hockt, sondern raus in die Natur geht, reduziert man ja genau die Keimmenge, was wieder der Hygienethese in die Hände spielt.
    Zu den Nahrungsmittelallergien muss man sagen, dass sich diese erst später entwickelt haben, als sich unsere Ernährung geändert hat. Heutzutage werden ja Mangelernährungen postuliert von "Gesundheitsexperten", wie Vegetariertum, Veganismus usw. Auch hier kann sich dann ein zuwenig an breiten Nährstoffen in Allergien äußern. Man isst mittlerweile zu einseitig.
    Auch die Reinheit unseres Trinkwassers kann zu Allergien mit beigetragen haben. Früher hat man das Wasser aus Brunnen geschöpft oder Quellwasser verwendet. War natürlich viel stärker keimbelastet und mit Stoffen verunreinigt, für die es heute strenge Richtlinien gibt.
    Meines Erachtens ist die Hygienethese weitaus stichhaltiger.
  • Lösung (mir) nicht ganz klar

    17.12.2015, G. Schmidt
    Hallo,
    leider verstehe ich den entscheidenden Satz in dem interessanten Artikel nicht und hatte mir hier - wie angekündigt - "weiterführende Informationen" erhofft.
    Es geht um folgenden Satz:
    "Sie [die Freiheit] winkt - wenn alle sich an die genannte Strategie halten - genau dann, wenn die vom Wärter realisierte Permutation keinen Zyklus enthält, der länger als n/2 ist."
    Wenn der erste Gefangene eine Permutation erwischt, in der sein Fach nicht vorkommt (und in der Folge auch nur weitere solche Permutationen erwischt), dann ist doch schon alles vorbei. Das ist m. E. überhaupt nicht berücksichtigt.

    Wenn ich das Beispiel auf S. 16 mit den 10 Zahlen anschaue und mir vorstelle, dass die in den Permutationszyklen angegebenen Zahlen den in den Fächern enthaltenen Nummern entsprechen, dann würde der Gefangene Nr. 5 zunächst die Zahl 4 finden und in der Folge 1, 3, 7 und 2 und alles wäre vorbei, obwohl die Permutation eine wäre, die den Gefangenen das Überleben ermöglichen würde.

    Wo ist mein Denkfehler?
    Oder wo kann man mehr Informationen zu dem interessanten Problem finden?

    Vielen Dank!
    Antwort der Redaktion:

    Sie haben die Zyklennotation falsch verstanden. In dem Beispiel auf S. 16 bedeutet (1 3 7 2 4)(5 6 10 8) (9) nicht, dass Gefangener Nr. 5 Fach 4 öffnet. Vielmehr öffnet er nach der Strategie Fach 5 (seine eigene Nummer), findet Zettel 6 vor, öffnet Fach 6 und so weiter und findet beim fünften Versuch Zettel 5.

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Das wurde jetzt erst erforscht?

    17.12.2015, Knut Bültemann
    Das ist doch in der Seefahrt jahrhundertelange Praxis, hat sich da nie jemand in den letzten Jahrhunderten mal gefragt, was da dran ist? Erstaunlich...
  • Schweinegrippe , Impfstoff mit Squalenen (Pandemrix), Genetik, Disposition

    16.12.2015, Werner Thurner
    Richtig Manfred Raida!
    Die Befunde von nicht immunkompetenten Mäusen kann man s o nicht verallgemeinern und Pandemrix (ein Impfstoff mit dem Wirkverstärker Squalen) der in Skandinavien ca. 10 mal häufiger als üblich Narkolepsie bei jüngeren Geimpften auslöste, freisprechen!
    Tatsache ist, dass in äusserst seltenen Fällen auch das SG Virus eine Narkolepsie beim Menschen auslösen kann. Vgl. geringe Narkolepsie Häufigkeit in den USA als dort (mit einem squalenfreien!) Impfstoff geimpft wurde und das Virus en- (pan)demisch war.

    Tatsache ist und bleibt, dass in Skandinavien mit dem (billigen, weil antigenreduzierten) squalenhaltgen I m p f s t o f f vor allem bei jungen Leuten die man (völlig unnötigerweise!) impfte die Narkolehäufigkeit um das zehnfache zunahm! Das es da auch einige wenige Nichtgeimpfte mit Narkolepsie gab, spricht nicht gegen die Ursache (Squalen plus genetische Disposition)

    Ein Verbrechen und ein Riesenfehler (z.B. auch des Paul Ehrlich Instituts) diesen squalenhaltigen Impfstoff (als Pandemie Impfstoff) überhaupt zuzulassen, obwohl bekannt ist, dass Squalene Autoimmunerkrankungen (wie z.B. die Narkolepsie!) auslösen. Die paar Fälle die vom Wildvirus selbst gemacht werden sind für die breite Bevölkerung irrelevant.
    Wohlweislich gab es damals für Politiker, Militär und Beamte den (teureren) squalenfreien Schweinegrippeimpfstoff.

    Glücklicherweise hat es ein Grossteil der Bevölkerung in D begriffen und sich (im Gegensatz zu Schweden hier liessen sich 60 % impfen!) nicht gegen Schweinegrippe impfen lassen.

    Polen hat den Impofstoff übehaupt nicht bestellt und es gab keine grösseren gesundheitlichen Probleme für die Bevölkerung. Offensichtlich nicht wissenschaftlich agierende Entscheider im RKI haben für die Anschafffung des krankmachenden Impfstoffs gestimmt und die Politiker, waschen sich die Hände in Unschuld, verweisen auf den RKI und PEI "Sachverstand", der offensichtlich interessengesteuert ist, denn sonst hätte z.B. das PEI squaelenhaltigen Impfstoff nicht einen Persilschein erteilt, weil oral aufgenommes Squalen (das war deren lächerliche Argumentation) keine Gesundheitsschäden hinterlässt. Dass die da einen Impfstoff der gespritzt wird, ist den "Fachleuten" dort nicht eingefallen!Ein Skandal bei der Risikobeurteilung!

    Später hat man dann denn für hunderte von Millionen auf Steuerzahlerkosten gebunkerten squalenhaltigen Impfstoff weggeworfen.
    Hunderte von Millionen Euro Umsätze und Millionen Gewinne hat die Impfindustrie damit trotzdem gemacht!