Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Das Universum richtet sich nicht nach der Auffassung des Menschen

    01.02.2014, Joachim Blechle
    Nun, dass die theoretischen Physiker insbesondere bezogen auf den kosmologischen Prozess total im Nebel stochern, ist kein Geheimnis. Und egal, welche Meinung der Herr Hawking hat, das Universum wird sich nicht danach richten.

    Die Schwarzen Löcher existieren (oder sie existieren eben nicht).

    Recht geben kann ich Herrn Hawking darin, dass die Schwarzen Löcher zumindest nicht in der Form existieren, wie wir sie uns für gewöhnlich vorstellen.

    Herr Hawking räumt ein, man bräuchte eine Theorie, welche die Gravitationskraft erfolgreich mit den anderen drei Grundkräften vereinigt. Seit fast einem Jahrhundert suchen Physiker nun schon nach einer solchen Theorie, bisher erfolglos. Der richtige Ansatz bleibt lt. Herrn Hawking ein Geheimnis.

    Muss aber nicht so bleiben. Ich selbst habe unter primärer Beachtung und exakter Würdigung des materiellen Befundes und unter Verwendung der Mathematik der RT einen abstrakt-funktionalen Ansatz erarbeitet, wie Gravitation quantenphysikalisch funktioniert.

    Eigentlich ganz einfach, aber gerade deswegen mit den vorhandenen Theorien nicht ergründbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Joachim Blechle
  • Durchschnittlich 86'400 Supernova-Explosion pro Tag sind wichtiger als "Schwarze Löcher"

    01.02.2014, Hans Lehner
    Jetzt kommt Bewegung in die verkrustete Kosmologie. Nach Ablauf von 40 Jahren meint Stephen Hawking: Es gibt keine "Schwarze Löcher", denn sie sind eine Fiktion der Physiker, Astrophysiker und Kosmologen. Na, endlich.

    Viel wichtiger für die Kosmologie der Zukunft sind "durchschnittlich" 86'400 Supernova-Explosion pro Tag ( = 24 Stunden), bzw. "durchschnittlich" eine Supernova-Explosion pro Sekunde im beobachtbaren Universum (Eddie Baron, NATURE 395, 1998) - als neue kosmische Primär-Energie-Quelle, die neue 5. physikalische Grundkraft/Naturkraft nach Oliver Crane, 1992, die verantwortlich ist für die beschleunigte Expansion der Universums (Physik-Nobelpreis 2011), sowie für die Gravitation - jedoch nicht im Sinne einer "Massenanziehung" nach Newton und Einstein, sondern als kosmischer mechanischer "Anpressdruck".

    Mehr unter: www.supernova-energie.com / www.rqm.ch /
  • Schwarze Löcher

    31.01.2014, Klaus Ihlenburg
    Ich besitze weder das mathematische noch das physikalische Wissen um meine Vorstellungen von schwarzen Löchern zu erklären. Ich habe jedoch Phantasie.
    Warum muss ein schwarzes Loch denn extrem klein und extrem dicht sein. in meiner Phantasie kann ich mir vorstellen, dass ein schwarzes Loch ein Übergang in ein anderes Paralleluniversum ist. Vielleicht in ein negatives Universum.
    In einer anderen Phantasie stelle ich mir vor, dass der Ereignishorizont eines schwarzen Loches einen maximalen Radius erreicht, der sich nicht weiter vergrößert. Wenn nun soviel Materie in das schwarze Loch hinein gefallen ist, dass der Radius der Materie in dem schwarzen Loch den Ereignishorizont erreicht haben wir einen neuen Urknall. Weitere Phantasien würden den Rahmen sprengen.
  • Antwort auf die Antwort

    31.01.2014, Roland Schröder
    Da sind die einen,
    die nicht sagen was sie meinen,
    während andre klagen,
    dass sie nicht meinen was sie sagen
    (Bill Ramsey)
    Tatsächlich war die Frage der praktischen Nützlichkeit der Zahlentheorie in der traditionellen Vorstellung ihrer Vertreter ohne Belang. Umso faszinierender die Tatsache, dass die praktische Nützlichkeit gerade in jüngster Zeit und in Gestalt der Codierungstheorie einer gewaltigen Aufschwung genommen hat. Da man nie weiß, ob nicht auch andere zahlentheoretische Themen - meinetwegen auch die Primzahlzwillinge - doch noch zu praktischer Nützlichkeit aufstegen, ist jedes Tempo der Entwicklung angemessen und nicht atemberaubend.
  • Before its too late. . . .

    31.01.2014, K. van der Pool
    This should be mandatory reading for the 'Greens' at large.
  • Gefahren durch kriminelle Einwirkungen

    31.01.2014, Christoph Grein
    Alle Probleme, die der Autor erwähnt, lassen sich wohl mehr oder weniger leicht lösen. Hierbei geht der Autor jedoch von einer idealen Welt aus, in der es keine böswilligen Eingriffe gibt. Als Gefahren fallen mir spontan so viele ein, dass ich hier nur zwei erwähnen möchte. (In den USA hat vor einiger Zeit ein Eindringling ein ferngesteuertes Auto unter seine Kontrolle gebracht. Es handelte sich um ein Experiment zum Nachweis der Gefährlichkeit.)

    1. Nehmen wir ein Elektroauto: Es muss an einer "Zapfsäule aufgeladen" werden. Hierzu ist Kommunikation mit der Zapfsäule erforderlich. Dies öffnet die Tür für Viren. Was die bewirken können, mag sich jeder selbst vorstellen.

    2. Kommunikation mit der Umwelt: Kriminelle (Terroristen) können einen Zwangsstopp des Autos erzwingen durch Simulation eines drohenden Unfalls (Zusammenstoß). Entführung der Insassen ist die Folge.

    Mit keinem Wort geht der Autor darauf ein, wie solche Szenarien vermieden werden können. Klar, das ist eine eigene Publikation wert, doch sollte wenigstens auf diese Gefahren hingewiesen werden. (Mir wird schon Angst, wenn ich lese, dass ein Hersteller daran denkt, die Daten des Entertainment Systems über denselben Bus wie sicherheitsrelevante Daten laufen zu lassen.)
  • Nachteil oder Vorteil?

    31.01.2014, Käthe Paulus
    Könnte mir jemand die folgende Behauptung erklären:
    Große Teile unserer DNA sind von der Fremd-DNA buchstäblich leergefegt, weil die Fremd-DNA an dieser Stelle einen erheblichen evolutionären Nachteil bedeuteten.

    Wie genau kommt es zustande, dass gerade die nachteiligen DNA die ursprünglichen DNA wegfegen?
    Antwort der Redaktion:

    Liebe Frau Paulus,

    Sie haben Recht, die genannte Stelle kann man tatsächlich missverstehen, ich habe sie jetzt umformuliert in "sind frei von jeglicher Fremd-DNA". Denn das ist gemeint: Im Lauf der Zeit wurden die übernommenen Gene an diesen Stellen entfernt.

    Beste Grüße, Jan Dönges (Redaktion)

  • Die Wahrheit von Wissen

    31.01.2014, Roland Schröder
    Es trifft nicht zu, dass sich die Zahlentheorie innerhalb der Mathematik im besonderen Maße der Produktion ewiger Wahrheiten verschrieben hat. Auch die Mathematiker im Allgemeinen würden dies nicht von sich behaupten. Vielmehr herrscht innerhalb der Mathematik Konsens im Sinne von Michael H. G. Hoffmann, der das so formuliert: „Wenn wir, wie allgemein üblich, Wissen als „wahre und begründete Meinung“ definieren, dann sind mit der Forderung nach Wahrheit und Begründbarkeit Bedingungen formuliert, die letztlich nicht erfüllbar sind“.
    Der Konstruktivismus (Glasersfeld) geht noch einen Schritt darüber hinaus, indem er sagt, dass Wissen nicht unabhängig vom Wissenden existiert, sondern von ihm gemacht ist. Dieser radikalen Meinung muss man sich nicht anschließen, um zu ahnen, wie es mit der Produktion ewiger Wahrheiten bestellt ist. Die Aussagen der Mathematik sind in dem Sinne wahr, dass nach Anerkennung aller Denkvoraussetzungen (Axiome, Schlussregeln, Logik) innerhalb des so begründeten Systems wahre Aussagen entstehen.
    Antwort der Redaktion:

    Nein, ich wollte mit diesem Nebensatz nicht die Diskussion um die Frage "Was ist Wahrheit?" bereichern, sondern darauf hinaus, dass es in der Mathematik mit der Produktion neuer Ergebnisse in der Regel etwas gemächlicher zugeht. Was nicht weiter tragisch ist, schließlich sind diese Produkte ja – zumindest nach der Intention ihres Schöpfers – von, sagen wir, unbegrenzter Haltbarkeit (um der problematischen Formulierung "ewige Wahrheit" aus dem Wege zu gehen). Und just in der Zahlentheorie verlieren sie auch nie an praktischer Nützlichkeit, denn sie hatten – in der traditionellen Vorstellung ihrer Vertreter – nie eine. Daran gemessen, ist das derzeitige Entwicklungstempo in der Tat atemberaubend. Und mehr wollte ich mit dem Schlenker nicht sagen.

    Christoph Pöppe

  • Rätsel gelöst?

    30.01.2014, Manfred Polak
    Kürzlich las ich einen kurzen Artikel zum Thema, in dem behauptet wurde, das Problem sei gelöst worden. Als Ursache wurden unterschiedliche Bindungslängen im Wassernolekül präsentiert, die sich bei verschiedenen Temperaturen ergeben sollen, und die wohl metastabil einen gewissen Zeitraum überdauern sollen. Leider finde ich den etwas unklar formulierten Artikel nicht mehr, so dass ich nichts Genaueres sagen kann. Wissen Sie etwas darüber?
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Polak,

    Sie beziehen sich wahrscheinlich auf diese Publikation von Chang Qing Sun arXiv 1310.6514, 2013.

    Eine (leider englische) Zusammenfassung finden Sie z.B. hier: www.telegraph.co.uk/science/science-news/10420496/Have-scientists-worked-out-why-hot-water-freezes-faster-than-cold-water.html. Inwiefern der von den Autoren beschriebene Effekt tatsächlich existiert und genügt, um den Mpemba-Effekt zu erklären, ist allerdings noch offen.

    Beste Grüße, Jan Dönges (Redaktion)

  • MPEMBA-EFFEKT - Mitkopplung beschleunigt schnelles Gerfrieren.

    30.01.2014, Josef Rauh
    29.01.2014, Josef Rauh

    Möchte mit folgendem Ansatz einen Erklärungsversuch wagen und zur Diskussion stellen.
    Heißes Wasser hat ein größeres Volumen als kaltes und somit sind auch die Wassermoleküle und die molekularen Zwischenräume größer.
    Damit bietet eine heiße Flüssigkeit größere Freiräume für das Eindringen des kühlen Mediums und die größeren Moleküle bieten auch eine größere Oberfläche für einen schnellen Energieaustausch an das kältere eindringende Medium.
    Nun kommt es zu dem Mitkopplungseffekt. Das kühle Medium nimmt Energie vom heißen Medium auf, erwärmt sich dabei und dehnt sich selbst aus. Damit öffnet es die Struktur des noch heißen Mediums weiter auf und der Energieaustausch an das kalte Medium kann noch schneller erfolgen da sich größere Kontaktflächen zum kalten Medium ergeben. Außerdem wird durch diese Expansion des kalten Mediums ein Sog enstehen, der noch weiteres kaltes Medium hereinzieht. Die Durchdrinung des heißen Mediums durch das kalte Medium kann also schneller ablaufen. Somit sollte der Energieaustausch nochmal beschleunigt werden.
    Wasser hat bekanntlich bei 4 Grad seine größte Dichte, so dass derartiges Wasser deswegen am langsamsten gefrieren müsste.
    Interessant wäre, ob durch eine kalorimetrische Messung die Energiebilanz im zeitlichen Ablauf dieses Prozesses genau erfasst werden kann um dies zu bestätigen.
  • "Albern-dümmlich" (New York Times)

    29.01.2014, Matthias Noe
    Andere, die dieses Buch gelesen haben, wie David Albert, Professor der Philosophie an der Columbia University, müssen sich teilweise selbst im Zaun halten, ob dessen geradezu desolater philosophischer Kurzsichtigkeit. In der New York Times pointiert Albert seine Aussage wie folgt:

    "Vor hundert Jahren, so meint er [Krauss], hätte niemand auch nur einen Moment gezögert, eine räumliche Ausdehnung ohne jegliche Materie darin als 'Nichts' zu bezeichnen. [...] Doch alles, was man meiner Ansicht nach hierauf erwidern kann, ist, dass Krauss völlig Unrecht hat und seine theologischen und philosophischen Kritiker goldrichtig liegen: Wen kümmert es schon, ob wir damals einen Moment gezögert hätten? Vor hundert Jahren hatten wir schlicht Unrecht und wissen nun weitaus mehr. Und wenn das, was wir zuvor für Nichts gehalten hätten, bei genauerer Betrachtung die Grundbedingungen für die Entstehung von Protonen und Neutronen, Tischen und Stühlen, Planeten und Sonnensystemen, Galaxien und Universen bereits in sich trägt, dann war es nie wirklich Nichts und hätte es auch niemals sein können. [...] Als ich aufwuchs [...] war Kritik an Religion allgegenwärtig. Ihrzufolge war Religion grausam, ein Schwindel, ein Werkzeug der Unterdrückung, etwas voller Verachtung und Abscheu für alles, das fundamental menschlich war. Vielleicht war das die Wahrheit, vielleicht auch nicht, [...] aber es ist mehr als nur ein Jammer, dass alles, was Typen wie dieser [Krauss], in Büchern wie diesen vor diesem Hintergrund anbieten, der blasse, mickrige, albern-dümmliche, streberhafte Vorwurf ist, Religion wäre, nun, dumm.”

    http://www.nytimes.com/2012/03/25/books/review/a-universe-from-nothing-by-lawrence-m-krauss.html
  • Mittlere Temperatur ist der falsche Indikator !

    29.01.2014, Michael Schmidt
    Sicher ist der Ansatz über die Energiebilanz des Systems in die Berechnungen der mittleren Temperaturen eingegangen. Das Gesamtsystem besitz so viele unbekannte, bisher nicht quantifizierte Energiesenken, dass die mittlere Temperatur zwar eine populäre, weil fassbare Größe darstellt, aber eher eine untergeordnete Rolle spielen sollte.
    Bei dem Klimasystem handelt es sich um ein "chaotisches" System. Es ensteht hier die Frage welche Attraktoren den Verlauf bestimmen. Auf welcher Bifurkationslinie bewegen wir uns ? Solche Diagramme zeigen durchaus "Pausen" in den Übergängen zwischen unterschiedlichen Zuständen. Diese Zusammenhänge nur über die Temperatur als Indikator zu diskutieren greift deutlich zu kurz!
    Es steht wohl noch viel Forschungsarbeit aus um die richtigen Attraktoren in dem Energieszenario zu bestimmen und zu quantifizieren.
    Wann finden wir den mathematischen Ansatz um einer derart komplexen Materie nicht hilflos mit unvollständigen Modellen und mangelnder Rechenleistung begegnen zu müssen. Alle Modelle sind nur so gut wie das investierte Wissen.
    Man sollte mit dem Versuch aufhören ein hochkomplexes Modell wie das Erdklima über einfache Phänomene populärwissenschaftlich zu diskutieren. Die meisten Menschen verstehen deshalb diese Diskussion vermutlich auch falsch.
  • Eine Pause?

    29.01.2014, Karen
    Hier auf Spektrum wurde doch immer betont, daß es keinen Hiatus gäbe!?!

    Gut, daß man hier jetzt auch Nature-Artikel übersetzt und endlich die Debatte im größerern Rahmen abgebildet wird...

    (Es gibt eine Pause, pssssssssssssst! :-)
    Antwort der Redaktion:
    Werte Karen,

    ich empfehle die Lektüre dieses Interviews mit Herrn von Storch und Herrn Latif:

    http://www.spektrum.de/alias/klimaforschung/nur-die-temperaturen-pausieren/1207873

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de
  • Eisschmelze

    29.01.2014, Zukunft
    In den letzten Jahren häufen sich Meldungen über zunehmendes Abschmelzen von Antarktiseis und andern Eismassen. Wasser hat bekanntlich eine relative hohe Schmelzwärme. Welcher Anteil der auf die Erde treffenden Sonnenenergie ist für das Schmelzen der Eismassen erforderlich? Welchen Einfluss hat dies auf die globalen Durchschnittstemperaturen?
  • Wärme-/Energieaustausch Pazifik und Erdmantel

    29.01.2014, Ralf Weingart
    In dem Beitrag werden verschiedene Modelle für den Wärmetransport und deren Transformation erwähnt. Ein Wärmeaustausch zwischen Ozean, hier der Pazifik, und dem Erdmantel findet keine Erwähnung. Da es sich um langfristige Phänomene handelt, sollte meines Erachtens diese Schittstelle auch Betrachtung finden. Es kann auch sein, dass nicht nur ein Wärmeaustausch zwischen Ozean und Erdmantel stattfindet, sondern auch ein Austausch von Energie über andere physikalische Parameter, wie z.B. den Druck stattfindet. Vielleicht liesen sich die Werte der Veränderungen des Erdmantels in dem genannten Zeitraum mit den Temparaturwerten korrelieren.