Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Stümperhafter Mensch

    27.09.2017, Carl Strutinski
    Ein Ökosystem ist etwas ganz Besonderes, das die Natur durch langwährende (oft über Hunderttausende von Jahren sich vollziehende) Austarierungen zustandebringt. Der Mensch, das hat sich in der Menschheitsgeschichte oft genug schon gezeigt, behandelt jedoch Ökosysteme "Dank" seines Gehirns wie ein Stümper. Denn sein Denken ist ihm bloß dabei behilflich, seine eigenen kurzzeitigen Interessen wahrzunehmen. Ökosysteme wurden meist nur durch prägende äußere Einflüsse gestört oder völlig vernichtet, was dann zu Massenaussterben führte. Der Mensch ist wohl die erste Spezies innerhalb der Biosphäre, die es fertigbringen wird, von Innen heraus ein Massenaussterben auszulösen.
  • Mundmikrobiom oder Kalzium Konzentration

    27.09.2017, Gottfried Endel
    Der Einfluss der Genetik auf das Mund Mikrobiom erklärt unterschiedliche Karies Anfälligkeit nicht.
    Unterschiede in der Speichelzusammensetzung - die können auch genetisch bedingt sein - können das wohl besser erklären. Die Anregung des Speichelflusses durch Kaugummi wird dabei immer wieder als Unterstützung für Mundhygiene Massnahmen und Kariesprophylaxe genannt.
  • Stichwort Filterblase

    27.09.2017, Hans Martin
    betrifft ja nicht nur Politik und AfD, sondern das gesamte bildbare Meinungsspektrum. Warum sollte das automatisierte Verbreiten von Meinung unzulässig sein, das verbreiten von Propaganda aber nicht? Hinweis: Es ist beides erlaubt! Sapperlot, da staunt der Apologet, da schäumt der Apodikt! Am Rande, was wäre denn unzulässiger: Virtuelles oder materielles Eifern? Algorithmen sind's ja beides. Die Großtante X hat sich schon zu Schröders Zeiten algorithmieren lassen: Die anderen Damen vom Kaffeekränzchen insistierten, er habe doch so schöne Haare. Tja dann.

    "Doch über den Einfluss von Maschinen auf diese Wahl wird noch zu reden sein."
    Neeee, über den Einfluss von hirnlosen Algorithmen im Allgemeinen. Wird aber noch eine Weile dauern bis diese Erkenntnisse Einzug halten in den allgemeinen Diskurs. Jetzt bekommen wir erstmal autonome Autos, autonome Autonome und vielleicht sogar autonome Wahlen. Ach halt, eines der Vorgenannten ist möglicherweise unsicher.
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    27.09.2017, MarcGyver
    "Auf Anfrage teilt Google Deutschland mit: "Die automatische Vervollständigung von Google wird algorithmisch, basierend auf den Suchaktivitäten der Nutzer, generiert. Nutzer suchen nach einer Vielzahl verschiedenster Informationen im Internet – jeden Tag erhalten wir 15 Prozent neue Suchanfragen. Aus diesem Grund können Begriffe, die in der automatischen Vervollständigung angezeigt werden, unerwartet oder unangenehm sein."

    Es wäre unbillig, Google eine Manipulation vorzuwerfen und eine Mitschuld am Erfolg der AfD zu geben, die ja demokratisch gewählt wurde. Doch indem die Suchmaschine bestimmte Begriffe suggeriert, erreicht sie, dass häufiger danach gesucht wird. Die Verzerrung wird perpetuiert, das Meinungsbild zur selbsterfüllenden Prophezeiung."

    Google zeigt also zur Autovervollständigung an, wonach besonders oft gesucht wurde. Natürlich ergibt sich daraus wahrscheinlich eine Verstärkung in dem Sinne, dass danach nochmals häufiger gesucht wird, aber der Input entsteht ja erst durch dasschon vorhandene Interesse. Ich gehe davon aus, dass Googles Algorithmen ohne politische Agenda arbeiten (ok, in den USA würde ich dafür meine Hand nicht ins Feuer legen, sehe aber noch keine anderslautenden Indizien) und wenn Google jetzt anfangen würde, Suchergebnisse und -vorschläge zu bearbeiten, weil sie der einen oder anderen Partei nicht genehm sind, fände ich das mittel- und langfristig noch viel bedenklicher.

    In meinen Augen brauchen wir vor allem mehr soziale Gerechtigkeit (also die Wirkliche und nicht nur die, die vor allem die SPD im Wahlkampf immer fordert und durch unser Lobbysystem nur schwer zu erreichen sein wird) und auch mehr Bildung (in alle Richtungen: politische, naturwissenschaftliche, wirtschaftliche, historische, etc.), damit die Leute wieder kritischer denken und hinterfragen (und das generell; es scheint ja Leute zu geben, die gerne das hinterfragen, was z. B. medizinisch oder naturwissenschaftlich als gesichert gilt, aber nicht das, was sich irgendwelche Pseudoexperten ohne tieferes Verständnis der Materie als Alternative ausdenken und verbreiten), damit deutlich weniger Leute aus Protest oder Überzeugung so was wie die blaugestrichenen Braunen wählen.
  • Microtargeting

    26.09.2017, WiR
  • Spannendes Thema...

    26.09.2017, Nomo
    wenn es nicht dieser Lesch erklären würde.
  • Darwin-Award statt Nobelpreis

    26.09.2017, Friedrich Körner
    Wer sich ernsthaft der Wissenschaft verschreibt, hat wenig Chancen, eine Familie zu ernähren. Wer etwas für die Menschheit tun will, stirbt also aus. Entweder bleibt die Wissenschaft langsam stehen, weil die Schlauen aussterben, oder die Wissenschaft bleibt stehen, weil die Schlauen zu schlau sind, freiwillig auszusterben.
  • leibliche Geschwister Jesu in der Bibel

    26.09.2017, Nis Holger Hansen
    Sehr geehrter Herr Bohnenkamp,
    die Bibel und die Kirche kennen leibliche (Halb-)Geschwister Jesu, z.B. Matthäus 12,46-50 und 13,53-57 (mit Parallelstellen bei Markus und Lukas), dort sind auch Namensnennungen. Seine Brüder Jakobus und Judas gelten in der kirchlichen Tradition als Verfasser der gleichnamigen Briefe im Neuen Testament.
    Auch Paulus erwähnt Brüder Jesu in 1.Korinther 9,5 und Galater 1,19
  • geht so

    26.09.2017, Kopfrechner
    Also ich nutze die WarnWetter App vom DWD (leider nur für Orte in D) und gucke ausserdem bei Meteoblue (Schweiz) ab und zu nach. Eigentlich bin ich mit den kurzfristigen Vorhersagen recht zufrieden. Meteoblue hat verschiedene Modelle im Angebot. Eines geht bis 4km Maschenweite herunter (dafür nicht weltweit). Die Schweizer haben wohl auch jetzt einen Rechner in Betrieb, wo sie ihr Land mit 1km Maschenweite rechnen können.

    Ich brauche die Entscheidungsgrundlage, ob ich die geplante Aktivität im Freien durchführen kann (Skitour, Wandern oder Klettern in den Alpen usw.), und was ich mitnehmen muss. WEtterfeste Ausrüstung muss ja aber sowieso immer dabei sein. Aber ob sich die Anreise lohnt, das kann man heute schon sehr viel genauer bestimmen.
    Ob die Leute wirklich 14 Tage-Vorhersage haben wollen (wie wird das ermittelt?), weiss ich auch nicht. Ich klicke auch auf diese Prognosen, aber eigentlich brauche ich sie nicht, bzw. plane ich nicht danach.

    Vielleicht ist das wie beim Auto, da werden auch zig Sachen eingebaut, die der Kunde "unbedingt" haben will, sonst ist das Auto praktisch unverkäuflich. In meinem Bekanntenkreis befindet sich aber niemand darunter... ;o)
  • Satire?

    26.09.2017, J. Tenbrock
    Ich möchte vor allem über Regen und Unwetter informiert werden. Die Meldungen darüber waren dermassen daneben (nicht mal der aktuelle Regen wurde angezeigt (oder umgekehrt), viele Falschalarme über angeblich anstehende Unwetter), dass ich alle nachträglich installierte Apps (inkl. die vom DWD) wieder deinstalliert habe. Die vom Hersteller mitgelieferte App zeigt mir als Widget die aktuelle Temperatur draussen an (wohl für Nerds) - stimmt so einigermassen - man darf halt nicht so anspruchsvoll sein. Ansonsten schau ich inzwischen immer wieder mal auf meinen Dosenbarometer.
  • Der Spannungsabbau unter Mexico-Stadt ...

    25.09.2017, Robert Kühn
    hat also leider immer noch nicht stattgefunden, da das Verhaken der abtauchenden Cocos-Platte mit der darüberliegenden kontinentalen Kruste von diesem Beben nicht gelöst wurde. Vermutlich sind die Kräfte, die sich im Laufe der letzten Jahrzehnte aufgebaut haben durch dieses Ereignis eher noch größer geworden. So bitter es ist, aber man kann nur auf ein baldiges Beben in Zentralmexico hoffen, das allerdings mit einer Reihe schwerer Nachbeben zu hohen Schäden und Opferzahlen führen wird.
  • Hurricane Maria Damages Parts of Puerto Rico's Arecibo Observatory

    25.09.2017, Peter M.
    https://www.space.com/38242-arecibo-observatory-hurricane-maria-damage.html

    "Puerto Rico's iconic Arecibo Observatory has sustained some significant damage from Hurricane Maria, officials reported today (Sept. 22).

    The storm hit the island as a Category 4 hurricane Wednesday (Sept. 20) and left widespread destruction in its wake. Without power, phones or internet service, the Arecibo Observatory has been offline since the storm hit.

    The Arecibo Observatory houses the world's second-largest radio telescope. While the overall structure of the telescope is still standing, it sustained some pretty serious damage from Hurricane Maria, according to an update from the Universities Space Research Organization (USRA), which helps to operate the Arecibo Observatory.

    [...] "
  • Re: Abwarten

    25.09.2017, Jonophon
    Na klar, zu Beispiel Frieden oder ewiges Leben. Aber in 12,45 Milliarden Jahren haben wir bestimmt auch das geschafft
  • Ausreichende Stromspeicher sind auf lange Sicht nicht verfügbar

    25.09.2017, Dr. Jürgen Götz
    Ohne das rezensierte Buch gelesen zu haben, möchte ich darauf hinweisen, dass einige Leute mit zu viel grüner Ideologie offensichtlich den Sinn für die Realität verloren haben. Zunächst beschließt man den Ausstieg aus der Kernenergie – der einzigen Energieerzeugungstechnologie, mit der man im großtechnischen Maßstab CO2-Emissionen in Bereich von hunderten Millionen Tonnen pro Jahr nachweislich vermeiden kann – und nun sollen die Stromnetze vollends unsicher gemacht werden! Stromspeicher im Bereich vieler TWh sind auf lange Sicht nicht verfügbar!
  • g und Beschleunigung

    25.09.2017, Manfred Raida
    mal kurz recherchiert, wenn man auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen will - zu langsam in SF Filmen - brauche ich von 0 (Raumschiff koppelt von Station ab) auf Lichtgeschwindigkeit bei etwas mehr als 2 g (akzeptabel für die .... wie soll man die nennen) 3840h also 160 Tage fast ein halbes Jahr und dann noch 4 Jahre zum nächsten Sonnensystem und man muss bremsen .... autsch, das sind Probleme, die Sternenfahrer sind dann um so 5 - 6 Jahre gealtert sind sich ständig auf die nerven gegangen und noch schlimmer - das Bier ist aus