Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Milchmädchen-Rechnungen

    15.07.2016, M.Ecker
    Wir haben doch schon genug "grüne" Revolutionen in der Agrarwirtschaft gehabt, die immer nur einzelnen Konzernen genutzt haben, statt wie versprochen den Hunger zu bekämpfen.
    Dass die wachsende Weltbevölkerung nur mit mehr GenTech ernährt werden könnte, ist eine durch nichts bewiesene Behauptung - richtig ist allerdings, dass es mit der heutigen hochindustrialisierten konventionellen Landwirtschaft nicht funktionieren wird, da diese mittelfristig mehr zerstört als erzeugt. Und das stimmt auch für die meisten Produkte der "grünen" GenTech - Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Beim sog. "goldenen Reis" ist hochumstritten, ob er ernährungsphysiologisch überhaupt etwas bringt - ob das Betacarotin erschlossen werden kann, ist z.B. stark von der Zubereitungsart abhängig.
    Ansonsten konzentriert sich grüne GenTech bisher stark auf Futtermittel für die übertriebene Fleischproduktion der Industriestaaten und verdrängt dabei die Nahrungsmittelproduktion für die ansässige Bevölkerung. Sie verstärkt damit die Probleme, statt sie zu lösen.
    Aus wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Sicht ist daher der Nutzen der "grünen" GenTech mehr als fraglich, selbst wenn sie biologisch funktionieren würde. Allerdings scheint auch das fraglich: die Forschung steckt da ja doch noch ziemlich in den Kinderschuhen, viele Prozesse in der Genetik versteht man erst ansatzweise, und viele Erkenntnisse mussten auch schon revidiert werden.
  • selbst verfasst???

    15.07.2016, Enrico Schulz
    Ich vermute mal, dass er den Artikel nicht selbst geschrieben hat. Wenn man bedenkt, wie lange man für einen Artikel braucht, kann ich mir nicht vorstellen, dass man als Präsident der USA dafür Zeit hat.
    Hat er die Statistiken und Grafiken auch selbst angefertigt?
    Ich habe meine Zweifel!
    Ghostwriter mögen bei Reden ihre Berechtigung haben, aber nicht in der Wissenschaft.
  • @Peevsky

    14.07.2016, tobmat
    Im Endeffekt ist eine Blockchain nichts weiter als eine lückenlose Dokumentation der Bewegung jedes einzelnen Bitcoins. Und diese Datenbank ist öffentlich und nach bisherigem Wissenstand nicht umgehbar oder manipulierbar. Daher rührt das große Vertrauen in diese Datenbank.

    Mehr ist das nicht.

    Der Rest der im Artikel besprochen wird, sind Algorythmen, die zur Dokumentation ihrer Tätigkeit diese Blockchain benutzen.
  • Was ist Blockchain?

    14.07.2016, Heinrich Sauer
    @Peevsky. Lies doch mal die zwei-drei Absätze von "Die 2008 veröffentlichte Lösung des Bitcoin-Entwicklers bestand darin, alle nötigen ... " bis zu "Und der wird dann an die Liste der bisherigen Bitcoin-Blöcke gehängt, eine Blockkette entsteht – auf Englisch "Blockchain". "
    Da steht es. Wie es implementiert und im einzelnen gesichert ist muss man dann woanders nachlesen.
    Beispiel antike Implementierung: Pharao Echnaton(?) hat, damit niemand seinen Namen weg meißeln konnte, angeordnet die Striche seiner Namensglyphe bis zu einem Meter tief in den Fels zu schlagen. Das war damals (recht) fälschungs- und vandalismussicher.
    Jetzt nehmen wir mal an, der Kaufmann Soth hinterlegt bei Echnaton einen Batzen Gold und gibt darauf Schuldscheine aus. Echnaton und seine Priesterclique sorgen dafür, dass mit obiger Technik jede Weitergabe eines Schuldscheines in mindestens 1000 Stelen geschlagen wird. Ebenfalls wenn ein Schuldscheinbesitzer seinen Schuldschein teilt und weitergibt, wird so verfahren.
    Jedermann, der lesen kann, kann an allen 1000 Stelen vorbei gehen und selbst nachlesen, was aus dem ursprünglichen Schuldschein geworden ist und in wie viel weiter er inzwischen aufgespalten ist. Die schiere Menge an Stelen, macht eine Fälschung fast unmöglich.
    Nun ja. Nur ein Gedankenspiel. Selbst Echnaton hätte Mühe gehabt 1. soviele Stelen für diesen Zweck bereitzustellen und 2. jede Transaktion auch wirklich 1000 mal einmeißeln zu lassen. Ob die Fläche Ägyptens dafür gereicht hätte? Was wenn jemand den Goldbatzen raubt? Die 'Stelenchain' ist dann noch da, der Rest ist Vertrauen. Aber das ist eine Bitcoinangelegenheit.
  • Blockchain

    14.07.2016, Sigbert
    Wird sich meiner Meinung nach für so wichtige Machtbefugnisse, wie dem Geldfluss weltweit nicht durchsetzen. UNZENSIERT ist bislang noch nie etwas geblieben. Dafür sorgen dann schon die "Richtigen". Übrigens jede Technik ist manipulierbar......VW lässt grüßen ;-)
  • Blockchain

    14.07.2016, Peevsky
    Was ist Blockchain? Nirgends lese ich: Blockchain ist....
    Der Artikel enthält nur verwirrende und nichtssagende Ausdrücke! Es ist wie mit der Industrie 4.0 Keiner weiß genau was das ist, aber jeder redet mit. Kommt mir so vor die die Geschichte " Des Kaisers neue Kleider".
    Bitte erklärt mal was Blockchain ist.
  • Bislang beschrieben....

    14.07.2016, Volker Bittrich
    Es ist noch völlig unklar, wieviele Arten dort wirklich vorkommen. Nur extrem wenige und dann nur sehr kleine Gebiete (das best bekannte ist die Reserva Ducke bei Manaus mit nur 100 Quadratkilometern) sind intensiv untersucht worden, und die Arten mit Hilfe von Spezialisten bestimmt. Es gibt nämlich so gut wie keine Floren (Bestimmungsbücher für ein Gebiet). Die letzte Gesamtflora ist über 100 Jahre alt.... Die wunderbare Flora der Reserva Ducke, gemeint für genau diese Reserva, wird überall in Amazonien verwendet, so dass anscheinend überall diesselben Arten vorkommen. Quatsch natürlich. Glaube Sie diese Zahlen nicht!
  • Mißverständliche Darstellung oder unverständliche Methodik

    14.07.2016, Heinrich Sauer
    IMHO ist ein Milchshake eine Mahlzeit! Es gibt Stämme, bei denen Kamelmilch (teilweise vermischt mit etwas Kamelblut) die Hauptnahrungsquelle ist.
    Es wird also ein Glas Wasser _nach_ einer Mahlzeit verabreicht und geschlussfolgert wie sich ein Glas Wasser _vor_ einer Mahlzeit auswirkt?
  • Blockchains brauchen Speicher, Speicher, Speicher

    14.07.2016, Heinrich Sauer
    Bei jeder Transaktion werden die Daten der Transaktion an die Blockchain angehängt. D.h. mit jeder Transaktion wird die Blockchain größer. Der Missbrauch dieses Mechanismus für Bruchteile von Centbeträgen lässt die Menge der Transaktionen und damit die Größe der Blockchains exponentiell? anwachsen. Eine Herausforderung für die Internetinfrastruktur - evtl. sogar eine Überforderung? Spiele und Videokonsum waren und sind heute noch die 'Befeuerer' der IT_Entwicklung. Werden sie nun von Blockchaintechnologie in dieser rolle abgelöst?
  • Das Minuszeichen

    14.07.2016, Jörn Donges
    Dass das Minus in der Shannon-Entropie eine besondere Bedeutung haben soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
    Bei Shannon werden Logarithmen aus Wahrscheinlichkeiten gezogen, also aus Zahlen die kleiner als Eins sind. Daher kommt dort eine negative Zahl heraus. Das Minus davor dreht die Entropie als Ergebnis davon dann wieder ins Positive.

    Die Bolzmann-Entropie aus der statistischen Physik betrachtet hingegen den Logarithmus der Gesamtzahl von möglichen Mikrozuständen eines Systems - eine im Allgemeinen riesig große Zahl. Sie ist also von natur aus positiv, da es ja mindestens einen Mikrozustand gibt.

    Aber die Interpretation mit dem Informationsgehalt kann man durchaus auch auf thermodynamische Systeme übertragen. So bietet die völlig gleichmäßige Verteilung eines Gases über ein Volumen, also der Zustand maximaler Entropie, keinerlei Informationen über dessen Vergangenheit, es entspricht also wie bei Shannon der maximalen Unkenntnis des Systems.
  • Harte Winter...

    13.07.2016, Ferry Trojahn
    und wer hier auch wen verspeiste... egal. Vielleicht gab es harte Winter. Der ein oder andere wird die Geschichte um den Flugzeugabsturz in Südamerika in den 80er Jahren kennen. Auch dort blieb einem Lebewesen "Mensch" nichts anders übrig, als seine toten Artgenossen zu essen.

    Ob es notwendig ist, Fleisch zu essen, mag ich nicht beurteilen, aber selbst nach 45.000 Jahre... entscheidet man sich noch immer dafür, auch einen Artgenossen anzugehen, um selbst nicht drauf zu gehen - allerspätestens dann, wenn es absolut nichts anderes in Reichweite gibt. Ich hoffe, dass wir alle nie in diese Entscheidungsfindung geraten.
  • Fleisch ist Fleisch

    12.07.2016, Wegner
    Danke für den Artikel.
    Er zeigt noch mal klar auf, daß Fleisch gleich Fleisch ist.
    Ohne die künstliche Konstrukte der angeblichen Unterschiede zwischen Mensch und zu tötendem "Schlachttier", wie es in unserer Zivilisation üblich ist und was von vielen Menschen noch als normal angesehen wird.
    Neandertaler machten hier offenbar keine Unterschiede.
    Gern wird der Neandertaler als "Beweis" für die "Normalität" und Notwendigkeit des Fleischessen von dessen Befürwortern heran gezogen. Ich hoffe, viele von ihnen lesen diesen Artikel.
  • Suizid?

    12.07.2016, Ursula
    Zuerst mal danke für diesen Artikel.
    Es ist nicht leicht, mögliche Ursachen für geschlechtspezifische Unterschiede aufzudröseln.
    Was mir in Bezug auf Depressionen so unverständlich und widersprüchlich erscheint ist die Gegenüberstellung der Suizidraten Männer - Frauen. Ich habe mir jetzt aus Zeitgründen nur den österr. Suizidbericht aus 2013 angesehen (Ich glaube mich erinnern zu können, dass Ähnliches auch für andere Länder gilt), bereits im jungen Alter der 15 - 19 jährigen ist die Selbstmordrate der Männer deutlich höher als die der Frauen. Woher kommt's? Lassen sich Frauen öfter behandeln? Ist die Hemmschwelle für Männer (gesellschaftlich bedingt?) um so viel größer Depressionen zuzugeben? Sind Ihnen vielleicht diesbezügliche Untersuchungen bekannt? Danke!
  • Vielleicht war es eine Gruppe Homo sapiens

    11.07.2016, Gerhard Taake
    Woher weiß man denn, dass es Neandertaler waren, die sich über ihre Artgenossen hergemacht haben? Könnte es nicht eine Gruppe Homo sapiens gewesen sein, die ihre Jagdbeute verspeist hat?
  • Die Spitzfindigkeiten der reellen Zahlen

    11.07.2016, Prof. Dr.-Ing. Hartmut Weinhold
    Für mich als Ingenieur ist es schon immer ein Geheimnis gewesen, wie Mathematiker denken, und ich werde es vermutlich auch nie voll begreifen.
    Passen denn die "Spitzfindigkeiten" der irrationalen Zahlen noch in unsere offenbar recht zittrige Quantenwelt?
    Warum wird nicht (in Anlehnung an die Physik) ein Unschärfe-Axiom eingeführt?
    Das unendlich Kleine würde nur noch das Kleinste sein, und der arme Achill würde nach 3000 Jahren endlich seine Schildkröte einholen können.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Weinhold,
    der Aufbau des Zahlensystems, auf dem die Mathematik (sehr erfolgreich!) basiert, hat viele Jahrhunderte gedauert, und die "reellen Zahlen" – heute geschichtsfälschend als "Kontinuum" bezeichnet – folgen einer verwickelten Konstruktion, die sich jeder Anschauung entzieht. Etwa 99,8% aller Mathematiker arbeiten mit diesem Kontinuum, aber 0,2% sind "Nichtstandard-Mathematiker", und die verwenden andere Modelle. In fast allen dieser Modelle gibt es die von Ihnen vorgeschlagene Unschärferelation schon! Sie können dort nicht einfach auf die Zahlengerade tippen und sagen: "Genau da ist Wurzel 2", weil alle Zahlen von einem unendlich kleinen Schwimmring umgeben sind, so dass sie in dieser Umgebung tatsächlich "verschwimmen".
    Im Jahr 1992 hat Hans-Joachim Höppner Ihre Frage nach Achilles und der Schildkröte auf ganz anderen "Rennbahnen" untersucht: Einmal hat er sie auf einer Minkowski-Welt laufen lassen, dann auf einer probabilistischen Bahn, und schließlich auf Cantor-Staub! Höppner zeigt, dass die beiden Läufer dann überhaupt nicht fortkommen würden, er schreibt: "... versinken sie unrettbar im Cantor-Staub" (Sonar: 3000 Jahre Analysis, Springer-Verlag 2011, S. 57). Eine solche Untersuchung könnte man natürlich auch auf "Quantenschaum" machen! Leider kann ich den Artikel von Höppner in meinem Chaos nicht mehr finden, er ist unter dem Titel "Die Rache der Schildkröte – über akataleptische Zenon-Bahnen" in "Das Wilhelm-Gymnasium. Mitteilungsblatt des Vereins 'Ehemalige Wilhelm-Gymnasium e. V.' ", Heft 59, S. 59-69, 1992 in Hamburg erschienen und leider nicht im Internet verfügbar.
    Sie schreiben, dass die Denkweise von Mathematikern für Sie ein Geheimnis sind - dafür stellen Sie aber hervorragende Fragen, über die Mathematiker lange nachgedacht haben und immer noch nachdenken! Chapeau!
    Herzliche Grüße,
    Thomas Sonar