Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Kraft

    09.03.2017, Torben
    Der Beitrag konzentriert sich alleine darauf, dass die Bedingungen härter sind; was aber wenn der entscheidende Punkt ist, dass die Männer Sport treiben, mehr Testosteron ausschütten und sich dadurch mehr für weibliche Rundungen interessieren, oder mehr Kraft bekommen und sich dadurch weniger zierlichen Frauen immernoch körperlich Überlegen fühlen (da Männer sich meistens stark fühlen wollen, was nur gegeben ist, wenn sie tatsächlich über mehr körperliche Kraft verfügen als ihre Frau)
  • Zwei Stufen des Risikos

    09.03.2017, Falken
    Das eine ist ein vertretbares Risiko, das eine Firma wie die NASA Menschen aussetzt bzw. maximal ausetzen darf, die für Geld für sie arbeiten und sich von ihrer Arbeit Vorteile im weiteren Leben erwarten - ein Beförderung oder die Mitnahme auf einer halbwegs "sicheren" Weltraummission.

    Wenn Menschen aber ein Risiko eingehen möchten, und sichergestellt wird, dass ihnen dafür keine Gegenleistug zuteil wird (außer der Reise selbst und der unvermeidliche Ruhm), kann man durchaus größere Risiken verantworten. Man kann ja auch gezielt nur ältere Herrschaften mit geringerer Lebenserwartung und im Unglücksfall ohne Hinterbliebene zulassen.
  • Graphen-Netz?

    09.03.2017, Philipp Gmelin
    Wenn Graphen so stabil ist (kann "4" Kg schwere Katze tragen?!?!) und dabei auch noch quasi unsichtbar ist durch 2-dimensionale-Struktur, kann man ein freischwebendes Graphennetz (eingespannt in einem Rahmen) herstellen und zum beispiel eine Kugel hineinlegen?
  • @ Michael, 6 Jahre "Steinzeitdiät"

    09.03.2017, Shark
    Es gibt keine einheitliche "Steinzeitdiät". Es gibt so viele Steinzeitdiäten, wie es damals Stämme auf der Welt gab. Im Gebirge wurde nicht dasselbe gegessen, wie am Meer, im Dschungel, in der Steppe, in Wüstengegenden, am Polarkreis. Zudem ist es ziemlich wahrscheinlich, dass Steinzeitmenschen sich mangelhaft ernährt haben. "Natürlich" mit "gut" gleichzusetzen ist weiters ein, öhm, naturalistischer Fehlschluss.
    Und wozu produziert unser Körper wesentlich mehr Amylase, als in der "Steinzeit", bzw. der Körper von (hauptsächlich) Europäern seit ca. 7000 Jahren Lactase im Erwachsenenalter, wenn nicht um Getreide und Milchprodukte zu sich zu nehmen?
    Zudem haben sich Pflanzen und Tiere seit der "Steinzeit" erheblich verändert. Nichts ist mehr dasselbe.

    Dieser Wunsch, irgendetwas zum personifizierten Teufel zu erklären (seien es die Carbs, der Weizen, die Milch oder Gluten), ohne dass tatsächlich Probleme bestehen, ist wirklich eigentümlich.
    Es gibt durchaus Leute, die diese Dinge in der Klammer nicht vertragen. Es gibt eine gewisse Form der Epilepsie, die medikamentös nicht eingestellt werden kann und nur auf eine ketogene Diät anzusprechen scheint. Es gibt Menschen, die unter Zöliakie leiden, Leute mit gewissen Nahrungsunverträglichkeiten, und welche, die lactoseintolerant sind. Aber warum soll man auf diese Dinge verzichten, wenn man nicht unter diesen Krankheiten leidet, bzw. das Enzym Lactase produziert?

    Sie haben 21kg abgenommen (was darauf schließen lässt, dass Sie vorher Übergewicht hatten), fühlen sich jetzt besser und schreiben das nicht etwa dem Gewichtsverlust und der damit einhergehenden Fitness oder auch der allgemein bewussteren Ernährung (Weglassen von Fast Food und Einfachzuckern z.B.), sondern der (willkürlichen, unwissenschaftlichen) "Steinzeitdiät" zu? Bitteschön. Aber hören Sie auf, sich auf die "Evolution" zu berufen, die (nachgewiesener Weise!) ständig stattfindet, bis heute, und nicht mit der "Steinzeit" plötzlich aufgehört hat.

    Im Übrigen - um auch einen Anekdotenbeweis zum Besten zu geben - lebe ich sehr gut ohne eine Steinzeit- oder Low Carb-Diät. Im Gegenteil. Ich esse mit Genuss eine große Menge an Kohlenhydraten, ich nehme Milchprodukte zu mir und gönne mir sogar Zucker, wenn ich Lust darauf habe (nur eben nicht zu oft und nicht zu viel), und bin trotzdem sportlich, schlank und erfreue mich bester Gesundheit, ohne irgendeiner (mitunter oft kostspieligen) Idee hinterherzulaufen, ohne bei jedem Produkt dreimal zu überlegen, ob ich es nun nach meinem Ernährungsplan essen darf oder nicht, und mich bei anderen (etwa dieser abartigen Menge an Fleisch, die Paleo-Anhängern empfohlen wird) dazu zu zwingen, sie runterzuwürgen.
  • Perpetuum Mobile - mit externem Antrieb

    09.03.2017, Kinseher Richard
    Die Forscher haben mit ihren ´Zeitkristallen´ ein ´perpetuum mobile´ mit externem( !!!) Antrieb erzeugt (Laser bzw. Mikrowelle).
    Das ist eine faszinierende Nachricht, die leider zu früh veröffentlicht wurde: der 1. April wäre der geeignete Zeitpunkt gewesen
    Antwort der Redaktion:
    Das Besondere an der Entdeckung ist nicht die periodische Bewegung an sich, sondern ihre ungewöhnliche Robustheit und Ordnung. Selbst, wenn man den anregenden Puls aus dem Takt bringt, stabilisiert sich das System von selbst. Dass die Grundregeln der Thermodynamik auch mit Zeitkristallen nicht zu brechen sind, war den Forschern - wie im Artikel beschrieben - schon vor Versuchsbeginn klar.
  • Fleisch macht schlau? Das Gehirn bezieht seine Energie nur aus Glucose...

    08.03.2017, E.K.
    Dass das menschliche Gehirn durch Fleisch wuchs, macht doch rein logisch gar keinen Sinn. Unsere nächsten Verwandten sind Primaten - Frugivoren. Sehen Sie sich eine Tabelle an, die verschiedene Gebisse von Herbivoren, Frugivoren, Omnivoren und Karnivoren vergleicht. Der Mensch hat kaum etwas mit Omni- und Karnivoren gemeinsam...
    Das einzige, was das Essverhalten der Menschen tatsächlich von anderen Tieren unterscheidet, ist zwar das Kochen - aber dabei ist das kochen von stärkehaltigen Lebensmitteln entscheidend. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Mais, Reis, Getreide und Hülsenfrüchte bilden die Basis aller großen Völker der Erde. Sie enthalten langkettige Kohlenhydrate, die mehr Energie als Obst und Gemüse enthalten. Das Gehirn kann NUR mit Glukose arbeiten - was soll es mit Eiweiß anstellen? Essen Sie vor einer Prüfung einen Eiweißriegel? Hoffentlich lieber Traubenzucker! Denn Proteine helfen beim Denken nicht. Wie also sollte das Gehirn durch diese wachsen?
    Zudem zeigen aktuellste Studien, dass tierisches Eiweiß und saturiertes Fett für alle Zivilisationskrankheiten verantwortlich sind (Diabetes, Krebs, Herzkrankheiten, ...).
    Lesen Sie "The China Study" und "The Starch Solution" - es hört sich vielleicht blöd und missionarisch an, aber Sie werden es tatsächlich nicht bereuen. Denn ohne tierische Lebensmittel muss man nicht seine Portionen kontrollieren und ständig Diäten oder Entschlackungskuren machen ;-)
  • Wissenschaft und gefühlte Wirklichkeiten

    08.03.2017, Stephan Behrendt
    Die meisten der Kommentatoren unter diesem Artikel haben offenbar nicht ganz verstanden, dass hinter diesen Aussagen stets auch Studien stehen, die Belege (keine unumstößlichen Wahrheiten) für die getätigten Interviews liefern. Die (Natur- und Sozial-) Wissenschaften arbeiten mit entsprechenden Methoden, die für eine gewisse Objektivität sorgen und eben nicht von subjektiven Eindrücken auf das Große und Ganze schließen.
    Vielleicht wäre es angemessener, sich zuvor einmal mit den Grundprinzipien der Wissenschaft auseinander zu setzen, anstatt angesehenen Wissenschaftlern hier ins Wort zu fallen oder Vorwürfe zu machen. Der wissenschaftliche Diskurs ist wichtig und nützlich, aber dann bitte auch mit entsprechenden wissenschaftlichen Belegen und nicht aus dem Bauch heraus...
  • Verantwortung

    08.03.2017, Uwe Rübenkamm
    Die Schlussfolgerungen sind ja interessant, besonders die sich auf Sozialisierung beziehen, doch wer trägt dafür die Verantwortung, wer sozialisiert die Kinder?
    Mütter, Erziherinnen und Lehrerinnen, das aber wird nicht genannt im Artikel!
  • Bizarre Behauptung:

    07.03.2017, Rene Macon
    "Kulturell gesehen wird man nicht als Mann oder Frau geboren, sondern im Laufe seines Lebens dazu gemacht und beim Essen: dazu gezwungen."

    Diese Hypothese widerspricht doch dem danach aufgelisteten empirischen Befund diametral! Dass man aus Gründen der politischen Korrektheit bei uns noch immer so tun muss, als ob derartige Nonsense-Behauptungen aus dem Bereich der sogenannten "Geisteswissenschaften" irgendeine Bedeutung haben könnten, zeigt unter welchem sozialen Druck die Forschung in unserem Land derzeit steht. Das ist furchteinflössend!
  • Thesen zur omnivoren Ernährung von Homo sapiens

    07.03.2017, Holger Westermann
    a) Die evolutionionäre Gehirnhypertrophie mit dem entsprechenden Steigerung der Energiezuuhr war nur durch das kochen der nahrung möglich (so weit Zustimmung zum Text), da ansonsten der Konsum der notwendigen Pflanzenmenge zu viel Zeit beansprucht hätte und zuviel Alkaloide mit sich gebracht hätte (Rohköstler, die ausschließlich unkultivierte Pflanzen verzehren, sollten große Gesundheitsprobleme bekommen); zudem verzehrt der Mensch kein frisches Fleisch (dafür ist das Gebiss gar nicht geeignet) sondern durch kochen/braten aufbereitetes Aas (Fleisch von bereits seit längerem toten Tieren).
    b) Vegetarier überleben in Mitteleuropa nur dank moderner Logistik, die auch im Winter große Mengen ineffektiver Energielieferanten heran schafft. In subtropischen oder tropischen Regionen ist es leichter als Vegetarier zu überleben. Mitteleuropäer mit aktiven Neandertaler-Genen (Erkenntnis ebenfalls des MPI Leipzig, AG Pääbo) sind hie rohnehin eine andere "Sorte Mensch".
    c) Selbst in Vegetarierhaushalten gieren pubertierende Knaben nach Fleisch. Dieser Befund korrespondiert jedoch nicht mit der Gender-Hypothese
  • There are no more Sakis

    07.03.2017, Don Campino
    I can not believe that there are still Sakis on the earth. Can I see a photo, please? Otherwise I can't believe it. I think there are no more Sakis on earth, because I've never saw a Saki in the jungle where I live.
    Antwort der Redaktion:
    well, just look at the image at the top of the article ;-)
  • Es ist eigentlich ganz einfach

    07.03.2017, Bernd Kammermeier
    Vince bringt mit klaren Worten zum Ausdruck, dass uns das richtige Denken weiter bringt als blinder Glaube. Er hätte vielleicht auch noch stärker den Fokus darauflegen können, dass es auch noch Spaß macht. Gibt es ein größeres Glücksgefühl, als etwas selbst herausgefunden zu haben? Und wenn es nur das Bier im Kühlschrank ist.

    Und obwohl er im Grunde keine neue Erkenntnis vermittelt, machen es sich viele Mitmenschen unnötig schwer, diesem einfachen Prinzip empirischer Forschung zu folgen. Warum? Wir haben kulturell gelernt, dass "glauben" bequemer ist. Da gab es einst gefeierte Popstars, die himmlisch überhöht wurden, die uns in dicken Büchern aufschrieben, wie angeblich die Welt funktioniert. Das wurde dogmatisiert und fortan durfte nur noch ein Song von Michael Jackson gespielt werden. Neukomposition bei Todesstrafe verboten!

    Natürlich ist das Leben einfacher, wenn man immer das gleiche anzieht, das gleiche isst, hört, liest - glaubt... Doch es ist auch eintöniger und stagnierender, verhindert jede Entwicklung. Streben nach Wahrheit gelingt nicht, indem man sich im Besitz selbiger wähnt, sondern indem man nach ihr strebt, sie immer wieder infrage stellt. Das Bessere ist des Guten Feind. So hat uns die Evolution hervorgebracht, so hat der Mensch Kultur, Schrift und Literatur entwickelt - bis eine bestimmte Abart der Religion glaubte den damals aktuellen Stand der Dinge für alle Ewigkeit einzufrieren.

    Den Bequemen reicht das. Doch nicht denen, die mehr wollen, die neugierig sind, die ihr Leben nicht in sinnlosen Formeln vergeuden, sondern neue Formeln finden wollen, um die Welt besser zu erklären. Leute wie Vince öffnen uns die Augen dafür. Gerade jene, die ihre Augen noch verschlossen halten, sollten ihm für diesen Versuch wenigstens danken - und vielleicht irgendwann mal zu Blinzeln anfangen. Die Wirklichkeit ist wunderbar, nicht nur wegen des Bieres, das man dabei findet...
  • Wissenschaft = Forschung ?

    07.03.2017, Rainer2507
    Ein knuffiger Artikel, gefällt mir. Das Wörtchen Wissenschaft wird hier aber etwas zu überstrapaziert. Wissenschaftler behaupten, Forscher finden heraus. So ist es m.E. zutreffender.
  • Der Beitrag pauschalisiert zu sehr

    06.03.2017, Reiner Rhem
    Ich esse als Mann sehr gern Kartoffelbrei und auch Quark, natuerlich auch sehr gern Fleisch. Meine Freundin, sie selbst ist aus Nordchina, ißt lieber Fleisch als Gemuese, wenn sie vor der Wahl steht, was ich kochen soll, meint sie haeufig Fleisch und Eier. Und sie kauft sehr oft sehr viel Fleisch ein, wuerde ich nicht ab und an Gemuese mit zubereiten,sier wuerde nur Fleisch essen.
    Kenne sehr viele Frauen , die ebenfalls sehr viel Fleisch und Wurst konsumieren.

    Ich weiß nicht was das fuer einseitige Studien waren, aber irgendwie fuehlen die sich nicht sehr repraesentativ an.
  • Guter Artikel

    06.03.2017, Gnampf
    Um mal nicht nur zu meckern: ein ausgewogener Artikel, danke dafür! Es ist eben nicht alles nur Biologie oder nur Kultur.