Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Neue Option für eine alte Idee

    07.05.2017, Dr. Christian Monnerjahn
    Ein sehr interessanter Artikel, der sich, gut geschrieben, zwischen Grundlagenforschung und medizinischer Anwendung bewegt - was ich sehr gut finde.
    Insbesondere finde ich den "Schocktaktik"- Ansatz interessant. Die Idee, Protein (fehl)-Faltungen mittels Aktivierung von Chaperonen zu therapieren ist so neu nicht. Im Rahmen von Entwicklungs- und Streß-Studien hatten wir in der Arbeitsgruppe "Zellbiologie" von Prof. Ludger Rensing bereits zur Zeit meiner Diplomarbeit über Möglichkeiten hierzu diskutiert - was inzwischen fast 20 Jahre her ist. Wir waren damals dabei, genetische Grundlagen der Transkriptionsregulation von HSP70-Genen aufzuklären um besser zu verstehen, wie Zellen mit "Streß" - speziell auch bei Entwicklungsprozessen - umgehen. Auf die Idee, daß man HSP70-Gene/ Proteine gezielt dazu bringen könnte, bestimmte fehlgefaltete Enzyme zu korrigieren, sind wir allerdings nicht gekommen. Ich hätte auch immer noch Zweifel, ob man eine solche zielgerichtete Aktivierung wirklich effektiv hinbekommt. Es wäre zu wünschen, aber Chaperone haben eine sehr umfassende Funktion im Proteinstoffwechsel - ich würde daher eine eher geringe Effektivität und ein schwer abzuschätzendes Risiko von Nebeneffekten erwarten. In Kombination mit anderen Therapien mag es aber eine sinnvolle Unterstützung sein.
  • Mein Reden...

    07.05.2017, Ronny Witzgall
    Ich bin es schon lange leid ständig ein neues Phone haben zu müssen, weil ich dazu gedrängt werde. Egal ob nicht weiter gepflegte Software-Updates oder defekte nicht zu wechselnde Akkus. Es ist ein Kraus... Leider krankt das FairPhone daran, dass da nur Android läuft. Es ist also für mich auch uninteressant. Ich möchte keine MalWare wie bei Android ständig immer wieder entdeckt und kein Friß oder Stirb Betriebssystem wie iOS.
  • Das stimmt auch nicht

    06.05.2017, Tim
    denn es ist schon seit langem bekannt, dass zierliche Frauen Männern mit Muskeln attraktiv finden, was demenstprechend umgekehrt auch ist.
  • Das Geheimnis ...

    06.05.2017, Hieronymus
    ... ist im Offensichtlichen verborgen. Herr Kienpointner sagt es selbst: "... Sprachen sterben z u n e h m e n d aus ...". Sprachen-Entropie; die grossen killen, fressen, blähen sich auf, alles wird ein immer sinnärmerer Matsch.
  • Was haben die Autoren nur gemeint?

    06.05.2017, R. H.
    Das Dezibel, dB, kennzeinet, dass der Zahlenwert das Ergebis eines logarithmierten Verhältnisses einer Größe, z.B des Schalldrucks zu einem Bezugsschalldruck angibt. Da in dem Film weder die Größe, also z.B Schalldruck, Schallleistung angegeben sind nich der Bezugswert, ist der immer wieder zitierte Pegelwert ohne Relevanz.
    Lärm hat mit Hören zu tun; Schallereignisse haben regelmäßig unhörbare Anteile. Ob der genannte Schallpegel nur den hörbaren Anteil oder den gesammten Schall kennzeichnet, ist ebenfalls offen geblieben.
    Mir will svheinen, dass es in diesem Beitrag alles durcheinander geht.
    So kann man leider mit dem Video nicht viel anfangen. Schade.
  • Mit Information und Analyse gegen Hass

    06.05.2017, Velm
    Ein hervorragendes Video: Obwohl Herr Lesch nicht vom Fach (er ist kein Psychologe) ist! Er geht einen Schritt zurück und betrachtet was da vor seinen Augen geschieht.
    Menschlich, "didaktisch" und fachlich ziehe ich meinen Hut.
  • Was für ein Vorsprung....

    06.05.2017, Björn
    gegenüber der evolutionären Entwicklung? Gab es denn noch eine andere Entwicklung bei der Entstehung des Menschen - nichtevolutionär?
    Nur weil ein SETI-Wissenschaflter versucht die Köpfe Anderer zu öffnen, muss man doch nicht gleich einspringen und behaupten, die Menscheit hätte sich nicht evolutionär entwickelt. Ich will ja nicht unselbstkritisch sein und frage deshalb: Habe ich was falsch verstanden?
    Auch wenn ich den Neandertaler Artikel nur überflogen habe, so glaube ich kaum, dass dort von Beweisen die Rede ist, dass wir nicht evolutionär entstanden sind. Hier wurde nur bewiesen, dass es Spuren von Neandertaler-DNA im Genom des Homo Sapiens gibt, an derer sich auch Wanderzüge der Menscheit verfolgen lassen. Nicht nur das, denn man kann behaupten (wzbw), dass diese DNA das menschliche Genom robuster machte. Also ich bin kein Außerirdischer, auch wenn gelegentlich meine Augen leuchten oder mein Kopf im Infraroten wie eine Laterne in der Dunkelheit glüht ;). Allerdings muss ich damit rechnen, dass sich in meinem Genom Einzellergene befinden oder Gene für spitze Ohren (Greetings Mr. Spock). Diese sind aber eher ein Beweis für eine lange, sehr lange evolutionäre Entwicklung auf diesem Planeten voller Anpassungsdruck.
    Ich sperre mich der Behauptung, dass vor 300.000 Jahren Außerirdische die menschliche Zivilisation schufen. Woher soll der Atavismus denn kommen, außer von reaktivierten "unnützen" Genen? (werde grad mit der Bemerkung angestoßen: "Du, spitze Ohren sind ein Witz von Spock und wir sind alle Vulkanier") Also gut, ich bin ein x-tel Vulkanier, weil ich so Knubbel an den Ohren hab. Sogar Schimpansen habe rundere Ohren, verdammt! -und- - bei "Nibiru" und "Himmel"-Station ist der Ofen dann allerdings richtig aus.

    Die Zeitspanne, in der der Mensch entstand, ist gegenüber der Entwicklung der Erde nur ein kurzer Zeitraum und ich habe mich selbst schon dabei erwiwcht, wie ich mir Leben auf dem Mars vorgestellt habe. Er müsste eine Zeit lang bewohnbar gewesen sein, zumindest als er noch eine Atmosphäre hatte und wahrscheinlich sogar ein kräftiges Magnetfeld. Man könnte behaupten, Microben hätten sich zuerst auf dem Mars entwickelt, weil die Erde vielleicht noch zu heiss war und Kollisionen haben "trächtige" Gesteine auf die Erde geschleudert. Wie auch immer... Wir sind alle aus Sternenstaub und in uns befinden sich Atome, die in einer Supernova entstanden sind, welche aus Materie zusammen gesetzt sind, die beim Urknall entstand. Und das ist auf so unterschiedliche Weise passiert, das wir alle und alles etwas Besonderes sind und doch gleich :) Außerirdisch sein ist also absolut nichts Besonderes.
  • Gemeint ist vermutlich pro kg

    06.05.2017, AR
    "Denn Lulu wies in ihrem Fettgewebe mehr als 950 Milligramm polychlorierte Biphenyle (PCB) auf"

    Das liest sich leider so als wäre die Gesamtmenge gemeint.
    Antwort der Redaktion:
    Exakt - da ist das "kg" abhanden gekommen.

    Danke
  • Monsterwelle rauscht durch Nachbargalaxie

    06.05.2017, Eckard O. Krüger
    Hallo,

    ich frage mich, warum man das Video mit so scheußlichen Geräuschen 'ver'tont hat. Sie untermalen nicht, sie verbessern nicht, sie stören nur. Leider ist so etwas heute leider in fast allen Dokumentationen üblich. Mir fehlt absolut jeglicher Sinn für solchen Blödsinn.

    Daneben bin ich froh, dass das Monster sehr weit weg ist.

    Besten Gruß
    Eckard Krüger
  • Urknall

    06.05.2017, Axel Krüger
    Dass das Universum nicht statisch ist kann ich akzeptieren. Dass es in einem Urknall entstanden ist hingegen macht mir Schwierigkeiten - *in einem* assoziiert als beim letzten (i.S.v. dem einzigen) Urknall.
  • Die Riemannsche Vermutung und die riemannsche Geometrie

    05.05.2017, Edgar Wermuth
    Nur schwer zu ertragen, in so einem Beitrag "riemannsche" Vermutung zu lesen. Diesen Unsinn der Rechtschreibreform sollte man einfach nicht mitmachen!

    Es besteht ein logischer Unterschied zwischen "euklidische Geometrie", riemannsche Geometrie" einerseits und "Euklidscher Algorithmus", "Riemannsche Vermutung" andererseits. Im zweiten Fall bezieht es sich ganz konkret auf eine von Euklid und Riemann persönlich formulierte und publizierte Methode bzw. mathematische Aussage. Im ersten Fall hingegen sind es nur an Euklid bzw. Riemann anknüpfende, aber nicht insgesamt von ihnen persönlich formulierte mathematische Begriffsbereiche. (Im Englischen ist "the Riemann hypothesis" und "Riemannian geometry" üblich.)

    Kurz: Die Riemannsche Vermutung ist eine Vermutung Riemanns, die riemannsche Geometrie hingegen ein Gebiet der Mathematik, zu dem Riemann den Anstoß gab (mit seinem berühmten an die Gaußsche Flächentheorie anknüpfenden Vortrag), das aber von späteren Mathematikern ausformuliert und weiterentwickelt wurde.
  • Eine andere Deutung möglich

    05.05.2017, Dr. Eckart Lefringhausen, Geldern
    Im Aufsatz von Frau Benz wird den T - Pfeilern von Göbekli Tepe ein menschliches Aussehen bescheinigt, Es ist aber auch eine andere Deutung möglich. Als ich vor wenigen Jahren die Grabungsstätte besichtigte, war mein erster und unmittelbarer Eindruck, dass es sich um auf die "Mutter Erde" hin orientierte Phalli handelt. Für diese Deutung spricht einiges. So zeigen die auf den Pfeilern abgebildeten Tiere häufig männliche Geschlechtsmerkmale, was für diese frühe Zeit nach meinem Wissen einmalig ist. Zum anderen wird in dem Aufsatz von Frau Benz mit Recht auf die zeitliche Nähe zur Erfindung von Ackerbau und Viehzucht hingewiesen. Diese Neuerungen wären aber ohne Kenntnis des männlichen Beitrags zur Zeugung unmöglich gewesen, da der weibliche Beitrag – die Eizelle - bis ins 17. Jahrhundert hinein unbekannt war, und letzter deshalb damals auf eine passive und "empfangende" Rolle der Frau beschränkt wurde.
    Antwort der Redaktion:
    und der Autorin Marion Benz:

    Zweifelsfrei ist, dass die Pfeiler vom Göbekli Tepe anthropogene Wesen darstellen sollten: Sie haben Arme und Hände, die sie angewinkelt über dem Bauch anlegen, sie tragen Schärpen, Gürtel und manche von ihnen sogar einen Lendenschurz. Die Auswahl sowie die Art und Weise wie Tiere und Menschen dargestellt werden, deuten auf schamanistische Rituale. Doch das ist sicher nicht die einzige Möglichkeit. Rätselhaft bleibt, was Eckart Lefringhausen auffiel: Dass viele Tiere und Männer mit ihren Geschlechtsmerkmalen in sichtlich erregtem Zustand gezeigt werden. Waren dies Unheil abwehrende Gesten – wie Harald Immel vorschlägt? Allerdings zwingen die neuen Erkenntnisse der Archäologie auch hier zur Vorsicht, denn als Gegenpart zu solchen männlichen Symbolen sah man lange die Skulpturen und Zeichnungen von »Fat ladies«. Doch die Deutung dieser Darstellungen als Muttergöttinnen des frühen Neolithikums steht mittlerweile stark im Zweifel.


  • Alter Hut

    05.05.2017, Roland Scherer
    Das haben wir schon in den 70'ern bei der Bundeswehr benutzt: Hansaplast, übrigens mit gutem Erfolg.
  • Alternative Deutungen hätten erwähnt werden sollen

    05.05.2017, Prof. Dr. Harald Immel, Maisach-Gernlinden
    Voreingenommenheit ist weit verbreitet, auch bei Wissenschaftlern. Bei Archäologen macht sich das häufig dadurch bemerkbar, dass bei einem überraschenden bzw. spektakulären Fund fast automatisch an einen Kult gedacht wird.

    Schon der erste Ausgräber von Göbekli Tepe, K. Schmidt, hat die Bauten als Tempel bezeichnet, und M. Benz spricht ständig von Kultstätte und Bergheiligtum.

    Andererseits hat schon E. B. Banning (2011: Curr.Anthropol.,52,619-660) darauf hingewiesen, dass hier viel eher Wohnbauten vorliegen. Was sollen auch mehrere engstbenachbarte Kultstätten, die jeweils nur Platz für eine äußerst beschränkte Anzahl von Personen bieten?

    Und die Tierfiguren müssen nicht unbedingt mit schamanistischen Praktiken zu tun haben. Folgt man I. Wunn et al.(2015: Götter-Gene-Genesis) könnten sie auch schlicht eine apotropäische (Unheil abweisende) Funktion haben, was ja gelegentliche kultische Handlungen der Bewohner nicht ausschließt.

    Ob diese Interpretationen richtig sind, sei dahingestellt, aber in einem ernstzunehmenden wissenschaftlichen Artikel sollte eine alternative Deutung der Befunde zumindest erwähnt werden.

    Antwort der Redaktion:
    und der Autorin Marion Benz:

    Wir müssen also tatsächlich unsere Geschichtsbücher umschreiben. Während man in Europa noch in der tiefsten Steinzeit lebte, begann in Vorderasien bereits im 13. Jahrtausend v. Chr. ein Prozess, der das Zusammenleben für immer verändern würde. Erstmals ließen sich Jäger und Sammler in festen Siedlungen nieder und begannen ihre Nahrung selbst zu produzieren, statt in kleinen Gruppen umherzuziehen. Damit nicht genug, errichteten sie mit erstaunlichem Aufwand und Organisationstalent gigantische Kultstätten. Nur Edward Banning hielt die auf dem Göbekli Tepe für Wohngebäude. Er konnte diese These aber nicht beweisen und gilt inzwischen als widerlegt. Denn die Forschungen der letzten Jahre zeigen, dass die Menschen damals an Euphrat und Tigris in einfachen Rundhütten oder Langhäusern wohnten, die in keiner Weise den imposanten Sondergebäuden vom Göbekli Tepe, Nevalı Çori oder Jerf el Ahmar gleichen. Freilich darf man diskutieren, wozu diese dienten.

  • Wir können nicht allein im All sein!

    04.05.2017, Klaus Deistung
    Der Autor stellt die Frage: Sind wir allein im All? Wir sollten bedenken, dass die Zeit unseres Sonnensystems von 4,6 Mrd Jahren schon zweimal vergangen war, ehe an unser Sonnensystem zu denken war! Das sind also 9,2 Mrd Jahre nach dem Urknall – seit Januar 2017 in Summe 13,8 Mrd.
    Die Arbeit mit dem Teleskop Hubble hat außerdem die Zahl der Galaxien vervielfacht. Und trotzdem konnte (noch) kein Planet mit höherem Leben gefunden werden? Im Bereich der Kommunikation gibt es immer neuere Techniken. Können wir die der Anderen empfangen – wenn sie es nicht wollen? Können wir eine Zivilisation auf unserer Stufe empfangen wenn sie zu weit weg ist?