Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • einverstanden

    11.09.2017, Fritz Kronberg
    @Peter Silberg

    Im Prinzip stimme ich Ihnen zu, aber das "Überleben der Menschheit" ist ein bißchen hoch gegriffen. Da schimmert der leicht (bei manchen auch stark) hysterische Alarmismus durch, der häufig das vernünftige Handeln zu Gunsten reiner Symbolpolitik vermissen läßt, wie beim letzten Atomausstieg. Das Problem bei solchen überstürzten Handlungen unter dem Druck der "Straße", bzw. der Presse ist, daß weniger als möglich zu einem höheren Preis als nötig erreicht wird.
  • NABU-Studie

    11.09.2017, RheinSchiffer
    Mit der NABU-Studie ist das so eine Sache, vor allem in Kombination mit ihrer ungenauen Verbreitung:
    http://www.zeit.de/2017/36/kreuzfahrtschiffe-co2-ausstoss-dreck

    Zusammengefasst: Die Studie spricht nur von Schwefeloxiden, nicht von "Schadstoffen" allgemein oder gar CO2.
    Und: Autos sind, mittlerweile, relativ "sauber" was den Schwefeloxid-Austoß angeht, so dass man relativ viele Autos zum Vergleich heranziehen muss um den Austoß von 15 Schiffen zu erreichen. Von Normierungen auf Strecken/ Personen oder transporierte Massen (Austoß/ kg etc.) mal ganz abgesehen.
    Letzte Korrektur: Die Studie spricht von 760 Mio. Autos, nicht 750 Mio., auch wenn das nur marginal ist.

    Nichts desto trotz ist die Schweröl-Schiffahrt eine Sauerei
  • @Michael Arnoldt

    11.09.2017, MarcGyver
    Vielleicht ist mein Blick zu eingeschränkt, aber ich habe noch kein Containerschiff in irgendeiner Innenstadt gesehen (von kleinen, mit Containern beladenen Schiffen auf dem Rhein oder der Elbe mal abgesehen, aber die dürfen meines Wissens nicht mit Schweröl betrieben werden). Für die Atmosphäre und das Klima insgesamt ist das natürlich egal, aber wenn für Sie die Bedenken bzgl. der Diesel (ja, Direkteinspritzer-Benziner verdienen da auch größere Aufmerksamkeit) in Deutschland absolut unverständlich sind, dann ist es Ihnen wohl auch absolut egal, ob Ihr Diesel (oder der eines Nachbarn) seine Abgase in Ihrem Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer ablässt statt draußen auf der Straße.
  • Reelle Zahlen sind hier unnötig

    10.09.2017, Helmut Sperber, Erlangen
    "Der Ausdruck 0,999… bezieht sich offensichtlich auf die Dezimaldarstellung reeller Zahlen. Die Pünktchen am Ende deuten hier an, dass die Folge der Ziffern 9 sich ohne Ende fortsetzt. Das hat nur dann Sinn, wenn man die Idee akzeptiert, dass jede beliebige unendliche Folge von Ziffern mit einem Komma wie beispielsweise 192,252525… eine eindeutig definierte Zahl darstellt."

    So "offensichtlich" ist das nicht. Es ist meines Erachtens nicht nötig, hier den Bereich der reellen Zahlen zu betrachten. 0,999... kann man naheliegenderweise auffassen als Grenzwert der Folge von rationalen Zahlen
    0,9 0,99 0,999 0,9999 ...
    Existiert der Grenzwert im Bereich der rationalen Zahlen? Ja, des tut er (sehr leicht nachzuweisen) und er ist gleich 1.

    Das Ganze funktioniert völlig innerhalb des Bereichs der rationalen Zahlen. Man braucht nur den allgemeinen Grenzwertbegriff. Irgendwelche Betrachtungen über unendliche Zahldarstellungen sind völlig unnötig.
    Stellungnahme:
    Ja, man könnte die Frage "Ist 0,999…=1?" auch unter Beschränkung auf die rationalen Zahlen diskutieren. Das scheint mir aber eine wenig sinnvolle Einengung des Blickwinkels zu sein. Warum betrachtet man überhaupt Zahlen mit unendlich vielen Dezimalstellen hinter dem Komma? Um die irationalen Zahlen in den Griff zu bekommen. Beschränkt man sich auf rationale Zahlen, sprich abbrechende oder periodische Dezimalbrüche, dann kommt man, mit etwas geistiger Akrobatik, sogar ohne den Grenzwertbegriff aus. Aber wozu? Im "echten Leben" kann man den Irrationalzahlen ohnehin nicht aus dem Weg gehen.
    Christoph Pöppe, Redaktion
  • Legalisierung vorantreiben

    10.09.2017, Peter
    "Solange Marihuana in einigen Teilen der USA immer noch gesetzlich verboten ist, wird die Nachfrage nach illegal angebautem Cannabis fortbestehen."

    Sooooo. Und damit ist auch schon das eigentliche Problem, wieder einmal mehr, auf den Punkt gebracht. "Wenn du die Kojoten nicht bekämpfen kannst - dann heul' mit ihnen." Dann müssen Staaten und Länder eben etwas Attraktiveres anbieten als dass, was der Schwarzmarkt liefert. Ein Verbot kann es ja wohl nicht sein, wenn dieses mehr Schaden anrichtet als Cannabis selbst.
  • Krieg den Drogen...

    10.09.2017, Nihilus
    ...und den Schwarzen.

    Das war die Intension hinter diesem ausgerufenen Krieg. Man könnte denken, Keige zerstören nur, dem ist aber nicht so. Klar, dort, wo er tobt, zerstört er, aber anderswo ist er ein Profitmaschine, die alle Grenzen sprengt. Und das gilt ebenso für den "Drogenkrieg". Er ist eine Profitmaschine sondergleichen. Man erklärt eine jahrtausende alte Kulturpflanze, nämlich Hanf und eben nicht Cannabis oder Marihuana, für illegal, nur weil eben die Sklaven in den USA sie rauchten.

    Schon, daß man im Verbot das Slangwort, Marihuana und nicht Hanf, verwendete zeigt die eindeutige Täuschungsabsicht dahinter. Denn dieser Krieg ging eindeutig gegen eine Bevölkerungsgruppe. Das auch noch die Interessen der Chemieindustrie in die selbe Richtung zielten, war dann der Startschuß...

    ...aber die Prohibition hat doch in den USA so gut funtioniert.

    Ein Verbot und auch dieser Artikel, machen nur Werbung für die Drogen. Wie hat der alte Fritz die Kartoffel bekannt gemacht? Er hat sie für 2 Jahre verboten.

    Alles legalisieren, den Betroffenen helfen und todschweigen, wäre die bessere Alternative. Denn, der Streisandeffekt lässt grüßen.

    Nihilus
  • Termolekulare Reaktionen

    10.09.2017, Reinhold Hoffmann
    Ergänzend hierzu sei die Pauson-Khand-Reaktion erwähnt, in der ein Alkin, CO bzw. Co2(CO)8 und ein Alken reagieren.
    Im Unterschied zur im Artikel beschriebenen Reaktion, in der A mit B mit A reagiert, stellt die PKR eine echte trimolekulare Reaktion (A+B+C) dar.
    Im Übrigen ist die Anführung von Wasserstoffradikalen bei x-molekularen Reaktionen fragwürdig, da es sich definitionsgemäß um Atome handelt.
  • Wie Menschen so sind

    10.09.2017, craan
    Schlimm, was verantwortungslose Gier aus Menschen machen kann. Danke für diesen hervorragend recherchierten und ebenso gut geschriebenen Artikel.
  • Aufregung um bundesdeutsche Dieselflotte absolut unverständlich

    09.09.2017, Michael Arnoldt
    Wenn das (1 Containerschiff = 50 Mio Autos) stimmen würde, wäre die ganze Aufregung um unsere bundesdeutsche Dieselflotte absolut unverständlich, und/oder der Grenzwert von 40 ug/cbm ist viieel zu niedrig angesetzt. Ist/war da eine autofeindliche Ideologie am Werk ?
  • 1 Containerschiff = 50.000.000 Autos

    09.09.2017, Michael Arnoldt
    1 Containerschiff verseucht die Umwelt so stark wie alle bundesdeutschen Autos ???
    Stellungnahme:
    Was Stickoxide angeht - offensichtlich ja
  • Problem ist typisch menschlich

    09.09.2017, Florian Mengedoht
    Auch wenn diese "Menschlichkeit" in Italien mafiabedingt besonders unangenehm deutlich zu Tage tritt, das Problem ist unser kurzfristiges Streben nach "Gewinn" ( wir reden uns sogar oft ein, das sei nicht kriminell, obwohl wir wissen, daß andere extrem drunter leiden. wird ignoriert. Tue ich sicher auch ) und unsere mangelhafte Risikobewertung. Der Mensch handelt erst, wenn ihm das Wasser zum Halse steht.
    Und das, obwohl er es oft seit Jahrzehnten besser wüsste. Der Mensch, das Dümmste aller Tiere.
    Damit sind wir durch reines Glück in den letzten paar tausend Jahren erschreckend gut durchgekommen. Siehe Überbevölkerung .
  • Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?

    09.09.2017, Elmar Bodet
    "Leider befinden sie sich weltweit in schlechtem Zustand, denn zahlreiche Faktoren gefährden sie – mit Erderwärmung, Versauerung der Ozeane und Überdüngung seien nur drei genannt."

    Warum so umständlich? Man kann es ganz einfach auf einen Faktor reduzieren: 'Homo sapiens' (lächerliche Selbstbezeichnung teilintelligenter Lebewesen, deren Durchtriebenheit lediglich zur Zerstörung der Biosphäre reicht)
  • Rechenfehler über Rechenfehler

    09.09.2017, Dirk
    Leider ist der Beitrag mit Rechenfehlern übersäht. Es fängt damit an, das die angegeben 350kW Leistung an den Ladestationen doch nicht gelanden werden. Ich kenne aktuell nur Ladestationen mit max. 50 oder 100kW ladeleistung und den Tesla Supercharger mit bis zu 145 kW Ladeleistung. Als nächstes suggeriert er, das man 35.000 Windräder bräuchte. Die aktuellen Windräder haben doch aber deutlich mehr Leistung als 1 MW. nämlich ca. 4-5 MW im Durchschnitt. Bei seinem Bespiel mit den 10% die um 20 Uhr laden wäre es meiner Meinung nach so: 100kW Ladeleistung für 100.000 Autos enstrpäche 10.000 MW. Zu erreichen mit ca. 2000 Windrädern. Bei der Photovoltaik sieht es so aus. Durchschnittliche Leistung eines heutigen Moduls beträgt 170w/pm. das ergäbe eine mögliche Leistung von 170MW pro qkm. Es wären somit ca. 60 qkm nötig. Es wären auch nur 10 Kohlekraftwerke nötig. Aber darauf hoft ja wohl keiner mehr.
    Weiter zu rechnen habe ich keine Lust.
  • Schon traurig, dass niemand versteht, worum es geht

    08.09.2017, Christian
    Dass Tiere - übrigens nicht nur Insekten - auch Plastik fressen - meist unfreiwillig -fressen stand überhaupt nie zur Debatte. Es kann doch nicht so schwer sein, zu verstehen, dass Zerkleinern und Abbauen nicht dasselbe ist. Zerkleinern kann auch das Meer, Maschinen, der Mensch. Das bringt aber gar nichts. Im Gegenteil, dadurch wird das Plastik zu klein, dass es selbst in Mikroorganismen gelangen kann und auch z.B. in unsere Körper, wo es dann ggfs. Schaden anrichten kann. Abbauen würde bedeuten, dass die Moleküle aus denen Plastik aufgebaut ist zerlegt werden und dabei möglichst unbedenkliche Abbaustoffe entstehen, die in der Natur sowieso vorkommen, so wie beispielsweise Pflanzen Kohlendioxid zu Sauerstoff verarbeiten können und den Kohlenstoff für den Aufbau ihrer Zellen verwenden.

    Vor ein paar Jahren gabs doch noch eine riesige Angst vor Nanoirgendetwas. Zu der Zeit hätte jeder verstanden, dass Nanopartikel aus Plastik nicht unbedingt etwas Positives sind. Das kollektive Gedächtnis scheint sehr begrenzt.
  • Wissen und Tun

    08.09.2017, Peter Silberg
    @Fritz Kronberg
    Am aktuellen Stand des Wissens zu zweifeln ist wohlfeil. Das sollte aber nicht daran hindern, dem aktuellen Wissenstand entsprechend zu handeln. Was bisher wissenschaftlich fundiert zum Klimawandel erforscht wurde, lässt keinen Zweifel daran, dass die Emissionen von Treibhausgasen - vor allem aus der Verbrennung fossiler Primärenergieträger - tunlichst auf ein Minimum zu beschränken ist. Dementsprechend sollte die Menschheit handeln, schon um das Risiko einer extremen Erderwärmung, die das Überleben der Menschheit gefährden würde, in Grenzen zu halten. Sicher existieren zum Klimawandel zahlreiche Aspekte, die es näher zu erforschen lohnt (Einfluss der Wolken, Rückkopplungsprozesse, etc.).
    Die notwendigen Forschungen entbinden una aber nicht davon, jetzt vorsorgend und entschieden den Ausstoß von klimarelevanten Gasen zu unterbinden.