Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Es gibt mehr als nur eine Technik zur Miniaturisierung

    10.03.2016, Yael Schlichting
    1. Externe Neutronenquelle: Polonium (α-Strahler)-> Beryllium-Target=> Neutronen
    2. Boosting durch etwa Tritium in Kern der Bombe
    3. Veringerung des Neutronenverlusts bei der Fission durch einen Mantel aus Beryllium
    4. Verwendung von Plutonium-Isotopen mit einer geringeren kritischen Masse.

    Je nachdem, wie's ihnen technisch von der Hand geht, wird Nordkorea gewiß mehrere Wege, wenn nicht alle vier beschritten haben, um die Bombe zu miniaturisieren.
    Die Sprengwirkung einer reinen Fissionsbombe ist sehr begrenzt und schon Exemplare mit einem geringeren Yield sind zu schwer, um auf eine Trägerrakete montiert zu werden. Also mußte Nordkorea ohnehin miniaturisieren. Das war von vorne herein klar. Ich denke, die Option 1 war wohl die technisch einfachste, aber sie steigert nicht den Yield der Bombe, sondern sie hilft nur die kritische Masse zu reduzieren. Dabei dürfte der Yield dann eher sinken. Durch boosting wurde der Yield wohl wieder gesteigert.
    Richtig interessant sind allerdings die Optionen 3 und 4, denn die führen zu weiteren drastischen Gewichtseinsparungen.
  • Allein sind wir nicht im Kosmos...

    10.03.2016, Gerhard Fischer
    Um nach intelligentem Leben zu suchen, müssten zuerst zwei Dinge definiert werden: Was ist 'Leben' und Was ist 'Intelligenz' Können organische Moleküle bereits 'lebendig' genannt werden, wenn sie die Fähigkeit besitzen, fremde organische Moleküle in eigenidentische Moleküle und Substanzen umzuwandeln, nur mit Hilfe von Energie von außen? Wären sie 'lebendig', wenn sie sich aus sich selbst heraus reproduzieren könnten? Da diese Fragen ebenso wie die Frage nach der Definition von 'Intelligenz' in die Philosophie hineingehen und sie deshalb nur mit 'sowohl' und 'als auch' beantwortet werden können, müssten wir selbst uns quasi in eine höhere Dimension bewegen und wahrlich 'zu Göttern werden' um dies beantworten zu können. Erst dann nämlich sollten wir uns auf den Weg machen, andere intelligente Lebensformen zu suchen und nach ihnen zu forschen. Solange wir uns aber in unserem Denken nicht viel weiter als über das Bewußtsein von Steinzeitmenschen erhoben haben, wird unsere Suche vergeblich sein. Wir können noch nicht einmal das Verhalten und die Sprache der zweiten auf der Erde vorhandenen Intelligenz, nämlich Wale und Delphine erklären.
    Und somit sind wir
    ...aber unendlich einsam
  • @Manfred Selck

    10.03.2016, Paul zeng
    Ich habe ihre Ausführungen durchaus verstanden. Denen habe ich meine entgegengestellt. Ihre Antwort besteht lediglich aus einer Neuausführung ihrer vorherigen Thesen, setzt sich aber mit den von mir und auch von den im Text gelieferten Argumenten leider garnicht auseinander. Sie ignorieren leider komplett die Gegenargumentation.
    Ich finde es schade, dass sie die ergebnisoffene Diskussion mit dem Argument des Wunschdenkens abzuwürgen versuchen. Das ist meines erachtens lediglich eine wunschpsychologische Erklärung. Im Gegenzug könnte ich behaupten, sie würden sich gegen die Möglichkeit der Existenz außerirdischer Zivilisationen lediglich deshalb verwahren, weil diese unbekannte Größe einen unberechbaren und vlt in ihren Augen unheimlichen Aspekt mit sich bringt, also ihre persönliches Befinden beeinträchtigt. Aber genau das ist der Punkt, an dem die Diskussion persönlich und unsachlich wird. Bitte erklären sie mir nicht, weshalb ich welcheThese bevorzuge, außerhalb meiner Argumentation. Das bedeutet nämlich nichts weniger, als dass sie mir über den Mund fahren. Und augenscheinlich bietet ihnen diese ihr Vorgehensweise den Anlass sich mit meinen Gegenargumenten gar nicht erst auseinanderzusetzen. Aber hier wird also jede Diskussion unfruchtbar.
    Ich möchte also noch einmal an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen ihre anfänglichen Argumentation mit meiner Gegenargumentation ebenfalls erneut konfrontieren:
    Gründe für das Übersehen evtl existierender Extraterrestrischer Zivilisationen: `Fehlinterpretation von Artefakten usw. unsererseits, eine gute Tarnung, das Unterlassen vom Zurücklassen von `Andenken` an ihren Besuch, der möglicherweise naive Glaube wir könnten ihre Technologie als solche erkennen, die Missbilligung ihrerseits angesichts der Verhaltensweise der Menschen u eine damit einhergehende Unterlassung der Kontaktaufname und so weiter und so fort.
    Das sich eine der evtl vorhandenen Zivilisationen sicher verbreitet hätte ist auch eine Vorraussetzung, die die Kontaktaufnahme nicht zwingend einschließt, bzw welche auch generell falsch sein könnte. Denkbar ist, dass das Universum jetzt erst die `Reife` hat für die Bildung mancher o vieler Zivilisationen u das wir zu den ersten gehören, die über Raumfahrt nachdenken. Andere klopfen womöglich noch mit steinen u Knochen u wieder andere besuchen gerade zum ersten mal ihren Nachbarstern.`
    Bitte beachten sie, dass das von Ihnen genannte Szenario, welches ihnen einen Leitfaden zur Bewertung der hier erörterten Frage gibt, ebenfalls eine Kaskade von Annahmen darstellt und somit ebenfalls als Wunschdenken abgekanzelt werden könnte.
    Es liegt in meinem Interesse die Diskussion sachlich fortzuführen, bitte Sie aber dies mit dem nötigen persönlichen Respekt zu tätigen. Eine direkte Bearbeitung der gebrachten Gegenargumente schließt dies zwingend ein. Schließlich gab auch ich mir diese Mühe.

    MfG Paul Z
  • @Paul Zeng @Otto vom Berg

    10.03.2016, Manfred Selck
    Eine Intelligenz, die die ganze Galaxis besiedelt, hätte vor der Erde nicht halt gemacht. Sie wären wahrscheinlich auf einer Erde angekommen, die nur mit Einzellern besiedelt war (Das war die Erde die meiste Zeit). Die Entwicklung des Lebens auf der Erde wäre danach vollkommen anders verlaufen. Wir brauchen ja nur den Einfluss des Menschen auf die Erde nach nur 10.000 Jahren Zivilisation betrachten. Er ist wohl kaum zu übersehen. Eine galaxisweite Zivilisation würde auch nicht einfach verschwinden. Sie wären noch immer offensichtlich da und Menschen hätten sich wahrscheinlich gar nicht entwickelt. Die Diskussion hier ist überwiegend von dem Wunsch getragen, es möge sie doch irgendwie geben. Doch Wissenschaft ist kein Wunschkonzert.
    Herr vom Berg, sie übersehen, dass das beobachtbare Universum nicht unendlich ist, sondern grade 13,7 Milliarden Jahre alt ist. Außerdem gilt das Fermi Paradox nur für unsere Milchstraße. Alles andere ist viel zu weit weg.
  • @ricardicus

    09.03.2016, Paul Zeng
    Ich kenne mich in Physik ja nicht wirklich aus. Aber wäre es nicht prinzipiell möglich über verschränkte Teilchen 10.000fach überlichtschnell zu kommunizieren? Man müsste nat diese Teilchen erstmal, vermutlich unterlichtschnell, austauschen. Oder bei Kolonisierung min ein Teilchen von min einem Teilchenpaar mitschicken. Wäre doch witzig!
  • Zwerghühner

    09.03.2016, fryde
    Nicht allen domestizierten Hühnern ist das Brüten abgezüchtet worden. Wir hatten auf unserem Hof immer einige Zwerghühner herumlaufen, die zwar weniger und nur kleine Eier legten, sich aber ausgezeichnet als Glucken eigneten.
    Meine Mutter ließ von ihnen immer die Gänse und Enteneier ausbrüten, da sie alles ausbrüteten, was irgendwie eierähnlich war. Selbst Tischtennisbälle.
    Diese Zwerghühner waren im Übrigen auch sonst relativ ursprünglich: Sie sahen alle den Bankivahühnern recht ähnlich und die wilderen Exemplare neigten dazu nachts in Obstbäumen aufzubaumen. Einige Hähne konnten sogar recht hoch fliegen - ungefähr so gut wie Fasane
  • @ricardicus

    09.03.2016, Paul Zeng
    Ich kenne mich in Physik ja nicht wirklich aus. Aber wäre es nicht prinzipiell möglich über verschränkte Teilchen 10.000fach überlichtschnell zu kommunizieren? Man müsste nat diese Teilchen erstmal, vermutlich unterlichtschnell, austauschen. Oder bei Kolonisierung min ein Teilchen von min einem Teilchenpaar mitschicken. Wäre doch witzig!
  • Einfache Lösung des "Fermi Paradoxons"

    09.03.2016, Theo Wember
    Dem ungarischen Physiker Leó Szilárd wird in Anspielung auf die vielen aus seinem Heimatland stammenden hervorragenden Wissenschaftlern die humorvolle Antwort auf die Frage zugeschrieben, wo die Aliens denn seien:
    "They are already here and call themselves Hungarians"
  • Es gibt kein Fermi-Paradoxon

    09.03.2016, Basty Schwentker
    Auch wenn mir der Artikel ein wenig emotional eingefärbt scheint und insofern nicht ganz unvoreingenommen sachlich argumentiert, so ist doch die einzige Existenz, die ich nach lesen dieses Artikels bezweifle, die Existenz dieses angeblichen "Fermi-Paradoxons". Mal abgesehen von den rein logischen Unzulänglichkeiten der zugrunde liegenden Hypothese, ist dieselbe bereits bei ihrem angeblichen Erscheinen empirisch widerlegt gewesen. Denn wenn es darum geht, über die Existenz einer mit dem Menschen vergleichbaren außerirdische Intelligenz zu mutmaßen, so lässt sich eindeutig sagen, dass der Mensch zugleich existieren kann, ohne dabei auch nur eine Winzigkeit des Universums zu bewohnen. Wir sind jetzt hier und wir sind persönlich nicht weiter gekommen als bis zum Mond. Also: Hypothese widerlegt. Ende. Und weil dieses Fermi-Paradoxon weder logisch noch empirisch länger als den Bruchteil einer Sekunde eine sinnhafte Berechtigung hat, stelle ich mir vor allem die Frage, ob ein geschulter Wissenschaftler überhaupt in der Lage sein könnte einen solchen Nonsens zu vertreten. Das scheint mir eher eine Fantasiegeschichte zu sein. Aber für Wissenschaftler ist es natürlich blöd, wenn solcherlei Unüberlegtheiten die eigene Arbeit behindern. Insofern ist der Artikel vielleicht auch nicht ganz unwichtig.
  • @Manfred Selck

    09.03.2016, Paul Zeng
    Sie ignorieren einige Argumente im Text. Zb jenes, dass die (ehemalige o auch aktuelle) Anwesenheit Außerirdischer lediglich nicht nachgewiesen werden kann. Dafür sind jede menge Gründe denkbar: Fehlinterpretation von Artefakten usw. unsererseits, eine gute Tarnung, das Unterlassen vom Zurücklassen von `Andenken` an ihren Besuch, der möglicherweise naive Glaube wir könnten ihre Technologie als solche erkennen, die Missbilligung ihrerseits angesichts der Verhaltensweise der Menschen u eine damit einhergehende Unterlassung der Kontaktaufname und so weiter und so fort.
    Das sich eine der evtl vorhandenen Zivilisationen sicher verbreitet hätte ist auch eine Vorraussetzung, die die Kontaktaufnahme nicht zwingend einschließt, bzw welche auch generell falsch sein könnte. Denkbar ist, dass das Universum jetzt erst die `Reife` hat für die Bildung mancher o vieler Zivilisationen u das wir zu den ersten gehören, die über Raumfahrt nachdenken. Andere klopfen womöglich noch mit steinen u Knochen u wieder andere besuchen gerade zum ersten mal ihren Nachbarstern. Alles Annahmen. Aber die Erörterung des Themas lebt von Annahmen. Ich denke man sollte eine sehr kleine Menge Annahmen, die die Existenz von Außerirdischen unwahrscheinlich scheinen lassen nicht dem Kosmos unendlich vieler Annahmen, welche nahelegen, dass sie doch existieren könnten, vorziehen.
  • Merck

    09.03.2016, R.Wadel
    Bei der genannten Firma Merck und dem vioxx-skandal handelt es sich um die amerikanische Firma Merck, Sharp & Dohme, kurz MSD, nicht um die Darmstädter Merck.
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/vioxx-skandal-risiken-nebenwirkungen-1191252.html
    Antwort der Redaktion:

    Vielen Dank für den Hinweis, wir haben es im Text korrigiert. jd/Red

  • Falls es wirklich einige tausend ET-Zivilisationen

    09.03.2016, ricardicus
    in der Galaxis geben sollte d.h. falls die Drake-Gleichung mit den entsprechenden Faktoren eine sinnvolle Schätzung ermöglicht, dann sind SIE wahrscheinlich auch hier, aber offenbar nicht daran interessiert ihre Anwesenheit zu dokumentieren - oder vielleicht ist es auch nicht erlaubt.
    Aber das sind ja die bekannten Spekulationen.

    Viel interessanter scheint mir die Frage, weshalb wir im EM-Spektrum bislang nichts Handfestes gefunden haben. Und da gibt es einen ganz einfachen Gedanken, der m.E. unzulässig vernachlässigt wird: für interstellare Kommunikation ist bei den bekannten Entfernungen die Lichtgeschwindigkeit einfach nicht hinreichend um einen befriedigenden Nachrichtenaustausch zu gewährleisten. Ob Licht, Mikro- oder Radiowellen - diese Art von Suche ist, vorausgesetzt wir haben es mit wirklich weit entwickelten Zivilisationen zu tun, mit großer Sicherheit obsolet. Falls ET telefoniert, wäre er mittels EM-Strahlung (teilweise) in jahrhunderte- oder sogar jahrtausende-langen Warteschleifen bis die Antwort einträfe. Das macht doch keinen Sinn, oder?

    Welcher Art die interstellare Kommunikation auch sein mag, sie müsste viel schneller als mit LG möglich sein. Wir sollten untersuchen, ob nicht geistige oder gefühlsmäßige Informationsübertragungen instantan oder nahezu instantan geschehen (vielleicht über ähnliche Mechanismen wie nichtlokale Quantenverschränkungen) und dann erforschen wie man sie gestalten, senden, empfangen und decodieren kann.Vermutlich sind unsere Chancen dort oder bei etwas Entsprechendem nachhaltig fündig zu werden, viel größer als bei EM-Signalen.
    Oder - es gibt doch noch eine andere Physik, in der die RT nur ein Sonderfall ist... und die vielleicht eine Art tachionischer Kommunikation o.ä. erlaubt und ermöglicht.
    Falls wir nicht an unseren menschheitsinternen Konflikten global scheitern, könnten die nächsten Jahrzehnte äußerst interessant werden.
  • @Manfred Selck

    09.03.2016, tobmat
    Ihre Argumente sind leider nicht stichhaltig. Denn es ist keineswegs klar, das Reisen zwischen den Sternen mit vertretbarem Aufwand möglich sind und das eine Zivilisation lange genug überleben kann um die ganze Milchstraße zu besiedeln.
    Theoretisch ist es sogar vorstellbar, das das alles bereits passiert ist, diese Zivilisation die Milchstraße aber wieder verlassen hat und sie selber oder die Zeit ihre Spuren getilgt hat.
    Lesen sei Sci-Fi Literatur. Es wurden alle möglichen Konzepte entwickel um das zu erklären. Nicht das unrealistischste ist, das Ausserirdische das Sol-System zum Naturschutzgebiet erklärt haben.

    "Das, was auf der Erde in 100.000 Jahren geschah, würde in der Galaxis vielleicht 10 Millionen Jahre dauern"
    Vom Einzeller bis heute dauerte es aber schon etwas länger, oder?
    Dazu setzen sie gerade die Fortpflanzungsgeschwindigkeit von Einzellern mit interstellaren Reisen gleich. Auf welcher Basis tun sie dies?
  • Vielleicht sind wir es selbst

    09.03.2016, Florian Mengedoht
    Ich finde es nicht abwegig, wenn sich die DNA mittels einfachster Lebensformen im Weltall verbreitet und auf diese Weise irgendwo, wo es güstig ist, der Biologie dort einen Schub gibt. Dies führt dann irgendwann zu Zivilisationen, die es fertig bringen, wieder Bakterien oder Viren im All zu verbreiten ( der Abfall aus dem Generationenschiff ;-) ) die zufällig irgendwann wieder Fuß fassen... Ohne Intelligenz. Zumindest unsere Art der Intelligenz halte ich für ungeeignet für gezielte Besiedlung des Alls jenseits des Sonnensystems.
  • Wir sollten nicht nur die deutschsprachige Forschung zur Kenntnis nehmen

    09.03.2016, Elka Sloan
    Donald Kagan, ein Althistoriker an der Yale Universität, hat umfassend zu den Perser- und Pelopponesischen Kriegen geforscht.
    Er hatte seine große Zeit während des Kalten Krieges und betonte den Freiheitsaspekt sehr stark - vor allem als es dann später gegen den Makedonierkönig Philipp ging.
    Alle seine Werke sind als Paperbacks erhältlich, und wer Zeit hat, kann sich hier seine Vorlesungen anhören:
    https://www.youtube.com/results?search_query=donald+kagan