Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Elche in Schweden

    23.11.2015, Peer Hiero
    Ich sehe jetzt schon die Herren von der "knallenden Zunft", wie sie ihre Flinten putzen und ihre Munition aufstocken, um einen Elch, der sich hier zur Ruhe lassen oder hier sein Auskommen finden möchte, ganz schnell zum "Problemelch" oder gar "Schadelch" zu erklären, um eine äußerst fadenscheinige und an den Schamhaaren eines Jägers herbeigezogene Begründung zu haben, ihn zu erschießen! Der Elch sollte, wenn er denn schon mal in Deutschland ist, unter strengsten Schutz gestellt und mit einem ganzjährigen Jagdverbot belegt werden.
  • Interessante Gegenhypothese:

    23.11.2015, Aleksandar
    "Schränkt man die Handlungsmöglichkeiten künstlicher Intelligenz so weit ein, dass sie, trotz nomineller Überlegenheit gegenüber der verteilten menschlichen Intelligenz, keinen wesentlichen Einfluss auf Entscheidungen der Menschen oder der Menscheit als Ganzes nimmt, wird dies der Menschheit langfristig zum Vorteil gereichen."
    Das destilliere ich so aus der KI-Skepsis aus dem Interview heraus. Korrekt?

    Gegenhypothese: Die Geschichte der Menschheit bis zum heutigen Tage beweist, dass sie nicht in der Lage ist, das Irrationale in sich so weit zurückzudrängen, dass Glück und Leid, Wohlstand und Armut gleich und gerecht verteilt sind; stattdessen wiederholen sich Zyklen emotional ausgetragener Konflikte.
    Als alter SciFi-Hase muss ich daher den Schluss daraus ziehen, dass es im Gegenteil der Menschheit eben nicht zum Vorteil gereichen wird, wenn sie sich nicht an höherer Intelligenz - welcher Art auch immer! - messen lässt und sich daran entweder in ihrem Inneren weiterentwickelt, oder eben daran scheitert. Das mag künftig zu ihrer Katharsis werden, doch ist dieser Schritt, will man sich überhaupt eine Zukunft vorstellen, unumgänglich. Klar, dass die Regeln der Gesellschaften von heute dann keinen Wert mehr im ursprünglichen Sinne besitzen werden - doch das ist nicht die Hauptsache. Das Ziel muss sein, die Summe allen Leids zu minimieren, und eine langfristige Weiterentwicklung anzustreben. Dies wird mit zu großer Skepsis nicht zu bewerkstelligen sein; es braucht auch immer Mut ander richtigen Stelle.

    Doch in zwei Bereichen ist Skepsis gegenüber technologischer Weiterentwicklung berechtigt: Im militärischen, sowie im finanziellen - beide dienen nur dem Wohl Einzelner oder einzelner Gruppen. Beide wurden oben erwähnt, da gehe ich auch mit.
  • Druckluftspeicher

    23.11.2015, Peter
    Was ist hier der Unterschied zu Druckluftspeicherkraftwerken wie in Huntorf schon seit 1978 eines steht? Hier wird ein Druck von bis zu 72bar genutzt, was sehr viel mehr ist als die 5,5 bar unterwasser.
    Antwort der Redaktion:

    Hallo Peter,
    der Unterschied besteht darin, dass solche Ballon-Anlagen zumindest der Idee nach überall dort eingesetzt werden können, wo es ein Gewässer ausreichender Größe gibt. Druckluftspeicherkraftwerke wie Huntorf sind jedoch auf besonders geeignete Standorte angewiesen, da hier die Luft in unterirdischen Hohlräumen komprimiert wird, für die ein entsprechender Untergrund nötig ist.
    Beste Grüße, jd/Red

  • Von Nord nach Süd und dann wieder nach Norden?

    23.11.2015, Ulrich Heemann
    Man fragt sich doch, warum sollen Menschen diesen weiten Weg von Sibirien bis nach Südamerika gemacht haben, ohne dass zumindest einige davon auch in Nordamerika geblieben sind. Was trieb diese ehemaligen Sibierer in den heißen Süden und später dann wieder nach Norden? Es ist doch wohl verständlicher, wenn einige einfach unterwegs an einem schönen Ort blieben und sich dann dort mit einem später nachrückenden Schub vermischten. Sollten sie heute nicht mehr in Nordamerika existent sein, so könnte dies trotz aller Vermischung auch auf kriegerische Akte oder schlicht auf eine geringere Reproduktionsrate zurückzuführen sein, wie sie ähnlich auch bei den Neandertalern diskutiert wird.
  • Auf Kosten der matrifokalen friedlichen alteuropäischen Kultur

    23.11.2015, Walter Weiss, Kassel
    Die Texte von Mythen in Bausteine¹ (wie in der Genetik die Aufteilung der Gene in Nukleotide) aufzuteilen, dann diese Bauteile der einzelnen Mythen mit mehr oder weniger entsprechenden Bauteilen anderer Mythen zu vergleichen und auf diese Weise Verwandtschaften und sogar gemeinsame Ursprünge in der Steinzeit herauszuarbeiten, hat sicher etwas Bestechendes. Ich möchte diese Methode mit den Methoden der vergleichenden historischen Sprachwissenschaft vergleichen, die damit ja auch weit tiefer in die Vergangenheit reicht als die schriftliche Überlieferung.

    Ein wenig beachteter Umstand ist der gerade in der späten Steinzeit / frühen Kupferzeit in Eurasien eingetretene Umstand der alles umwälzenden Änderung der friedlichen matrifokalen alteuropäischen Kultur in das bis heute andauernde und alles durchdringende Patriarchat (mit Kriegen, Unterdrückung, Ein-Gott-Religionen und allen sonstigen für die Menschen schädlichen Errungenschaften¹ - bis hin zu unserer heutigen neoliberalen Kultur'): Gerade dieser Wechsel hat insbesondere überall die ältesten Mythen zu Gunsten der männlichen Vorherrschaft massiv geändert, zum Teil regelrecht auf den Kopf gestellt. So waren zum Beispiel Schlange und Drachen, auch Bären gerade in den alten Kulturen positiver Ausdruck des weiblichen Prinzips, also gerade nicht zu vernichten, sondern zu verehren.
  • Vielleicht mal die AfD fragen

    23.11.2015, Stephan Patzke
    Vielleicht sollte man mal die AfD fragen, ob dieser Immigrant - wahrscheinlich auch noch aus wirtschaftlichen, sprich: Nahrungsgründen kommend - in unsere Landschaft passt (-;
    Danke für den sehr guten und informativen Beitrag.
  • Elche in Schweden

    22.11.2015, prbp
    Anders als im Beitrag gilt in Schweden max 120km/h, meist allerdings 110km/h oder weniger. 70km/h gelten nur auf Nebenstrecken.Dafür gibt es aber viele Wildschutzzäune von 2m Höhe und auch genügend Wildunfälle mit Elchen bis in den Süden und Rentieren mehr im Norden.
  • In Wirklichkeit weiß keiner bescheid

    22.11.2015, Guido Scholzen
    Da man das Wetter langfristig nicht vorhersagen kann, kann man auch keinen El-Niño vorhersagen. Das sollte jedem mal einleuchten, egal ob Klima-Skeptiker oder Klimahysteriker.
    Den "Super-El-Niño" erwarteten die Klimaforscher in ihren Rechenzentren schon seit 2011, und was ist passiert? Nichts zutreffendes. Und wenn dieses Super-Phänomen nun kommt, dann haben alle recht gehabt ?! :-)
    Diese Vorhersagen sind genau so exakt wie Kopf-oder-Zahl spielen. Mit "exakter" Wissenschaft hat dies oft wenig zu tun.
  • Ist eigentlich kein Wunder,

    21.11.2015, Gottfried Heumesser
    sind doch "unsere" Funde im südwetdeutschen und ober-danubischen Spätpaläolithikum (Aurignacien, Gravettien und Pavlovien) durch verfeinerte Datierungsmethoden um ca. 4500 Jahre gealtert. Ist erst ein paar Jahre her, dass man sich traut, 14C (RadioCarbon-Datierung) für den Bereich 30 bis 50 ka zu verwenden, und dafür auch Kalibrierungskurven hat.
  • Sehr guter Beitrag

    21.11.2015, Kai Hiltmann
    ich stimme ihm voll zu.
  • Re: Diamanten & Botswana

    20.11.2015, Markus P
    Wenn man sich den Wikipediaartikel zu Botswana ansieht, kann man feststellen, dass es sich um einen Rechtsstaat mit wenig Korruption handelt, in dem die Einnahmen aus dem Bergbau tatsächlich auch dem Volk zugutekommen.

    Es war also gewiss ebenso eine schöne Woche für Botswana selbst.
  • Zauberkunststücke?

    20.11.2015, Friedrich Lederer, Bad Reichenhall
    Der Artikel mutet mich ein bisschen an wie eine Zaubervorstellung, bei der der Magier getreu den Regeln der Zunft den Zaubertrick nicht verrät.
    Im Grunde geht es darum, aus den drei in der Ebene deckend aneinanderfügbaren Flächen Dreieck, Viereck und Sechseck jeweils ein Fünfeck so zu konstruieren oder Fünfecke einzuschreiben, dass das nahtlose Aneinanderfügen möglich bleibt.
    Beim Viereck kann man an einem Punkt an einer der Seiten ziehen und so ein Fünfeck konstruieren (Bild 1, a, siehe oben in der Darstellung des Artikels). Das kann man symmetrisch machen oder asymmetrisch. Wenn man die Zeichnung auf eine Gummimatte aufträgt, kann man diese in der einen oder anderen Richtung dehnen. Macht man das diagonal, dann kommt in etwa die Abbildung 1 auf S. 62 heraus. Auch an den durchgehenden Linien kann man hin- und herschieben. Unendliche Vielfalt!
    Beim Dreieck muss man zur Erzeugung eines Fünfecks zum Beispiel an einer Seite an zwei Punkten zupfen. Macht man das (beim gleichseitigen Dreieck) so, dass die neu hinzukommende Fläche das Nachbardreieck gerade bis zur halben Höhe ausfüllt, also die neuen kurzen Seiten genau halb so lang sind wie die alten, kann man das so entstandene Fünfeck lückenlos in der Ebene verpflastern (Bild 1, b). In der Abbildung 5 auf S. 63 sind die neuen Punkte etwas im Uhrzeigersinn verschoben, und zwar so, dass die Deckung immer noch funktioniert.
    Beim Sechseck gibt es zwei Möglichkeiten: 1) Man zieht vom Mittelpunkt aus drei Linien zu den Ecken, so dass es aussieht wie die Darstellung eines Würfels, und dreht dann dieses „Dreibein“ um einen beliebigen Winkel. Dadurch zerlegt man das Sechseck in drei kongruenten Fünfecke, und die Sechsecke verpflastern die Ebene (Bild 1, c und Abbildung 3 auf S. 63). 2) Man konstruiert ein „Kairo-Pflaster“ nach folgendem Rezept (Bild 2): Symmetrisch zum Ursprung des Koordinatenkreuzes zeichnet man eine horizontale Strecke MLMR der Länge a ein und parallel zur horizontalen Koordinatenachse zwei Hilfslinien im Abstand a/2. Schlägt man um ML und MR je einen Halbkreis mit (wählbarem) Radius r, so ergeben die Schnittpunkte mit den Hilfslinien und der senkrechten Koordinatenachse die Eckpunkte des sechseckigen Fundamentalbereichs. Die Mittelsenkrechten auf den vier Flanken treffen auf die Punkte ML beziehungsweise MR. Daraus kann man die vier deckungsgleichen Fünfecke erzeugen. In Bild 2 sind drei Varianten eingezeichnet. Die Mittelpunkte liegen auf den 45-Grad-Diagonalen durch den Koordinatenursprung.
    Auch die Abbildungen 7, 11 und 12 auf S. 62 sind aneinandergereihte Sechsecke, ein bisschen versetzt und auf Zahnlücke gesetzt. Wirklich beeindruckt hat mich die Abbildung 10 auf S. 63 – da ist ein neuer Ansatz zu erkennen.
    Antwort der Redaktion:
    Anders als die Zauberer haben die Mathematiker keine Hemmungen, ihre Tricks zu verraten (siehe die Literaturhinweise zum Artikel). Nur sind in diesem Fall die Tricks äußerst zahlreich und gehen weit über die von Herrn Lederer genannten Rezepte hinaus – und weit über den Umfang einer „Mathematischen Unterhaltung“.
    Was die unendlich vielen Varianten eines Prinzips angeht, empfehle ich die Website aus „Wolfram Demonstrations“ zum Thema. Dort finden sich zu jeder Pflasterung kleine Schieberegler, mit denen man Parameter – sofern es welche gibt – variieren kann.
    Christoph Pöppe, Redaktion
  • So wünscht man sich eine ordentliche Rezension!

    20.11.2015, Wolfhard Widmer
    So wünscht man sich eine ordentliche Rezension! Hier wird weder Werbung betrieben und dadurch der Leser bewusst oder heimlich zum Kauf angeregt oder gar gedrängt noch das Buch ins Lächerliche gezogen und derbe kritisiert, sondern sachlich neutral beurteilt. Nicht jede Rezension ist so gelungen wie diese.
  • Asimovs Gesetze der Robotik

    20.11.2015, Josef
    Zum Thema Ethik in der Robotik hier auch ein sehr interessantes Video über Asimovs Gesetze der Robotik und warum sie nicht funktionieren

    https://www.youtube.com/watch?v=7PKx3kS7f4A

    Und hier noch ein sehr informatives Video über die Gefahren aber auch Chancen von Künstlicher Intelligenz

    https://www.youtube.com/watch?v=uf11vhgec30
  • Diamanten & Botswana

    20.11.2015, Andreas R
    Tja, eine schöne Woche für die Lucara Diamond Corp., aber war es auch eine schöne Woche für Botswana? Schließlich wurde dieser Diamant in der Erde dieses Landes gefunden ...