Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Gehirn sinnvoll einsetzen

    26.03.2015, Friedrich Lauterbach
    Zitat Robert Orso:
    "Leider ist sowohl die Fähigkeit sein eigenes Gehirn sinnvoll einzusetzen, als auch die Bereitschaft für sein eigenes Handeln die Verantwortung selbst zu übernehmen in den letzten Jahren noch weiter dramatisch gesunken."

    Wahre Worte, kann man nicht besser sagen.
  • Sofi verpasst? Sternhimmel nutzen!

    26.03.2015, Lutz Clausnitzer
    Das Interesse junger Menschen an astronomischen Phänomenen ist sehr groß. Warum in den meisten Bundesländern nur wenige Schulen rechtzeitig Sofi-Brillen besorgt, ein Fernrohr mit Okularprojektion aufgebaut und für ihre Klassen einen Beobachtungsplan aufgestellt hatten, ist meiner Meinung nach voriges Jahr im Journal für Astronomie, Nr. 51, auf S. 52 richtig erklärt worden: „Wo die Astronomie kein reguläres Fach ist, kümmern sich Schulverwaltungen und Schulleiter eher selten darum, ob eine Schule über wenigstens eine astronomiekundige Lehrkraft verfügt oder nicht. So fehlen astronomische Inhalte dann vielerorts auch in Projekt- und Kursangeboten.“
    Eine vom Mond partiell bedeckte Sonne sehen wir zwar nicht so schnell wieder, aber der nächtliche Sternhimmel ist ja auch noch da! Wenn Eltern und Lehrer möchten, dass ihn Schüler hautnah erleben und sachkundig erklärt bekommen, so lässt sich das neuerdings sehr einfach organisieren: www.audio-sky-guide.net
  • Einzelfall oder Massenpanik?

    26.03.2015, Gerd Thiele
    Dieses Schreiben an die Eltern lief durch die sozialen Netzwerke. Leider wurde nirgends berichtet, ob es ein Einzelfall war, wie viele Schulen in welcher Gegend Deutschlands betroffen waren und ob man vielleicht in den Schulen auf Anweisung "von oben" handelte. Unabhängig davon ist diese Wissensfeindlichkeit, insbesondere was die Naturwissenschaften angeht, in unserem Land auf dem Vormarsch. Im Brandenburger Bildungsministerium denkt man allen Ernstes darüber nach, den naturwissenschaftlichen Fachunterricht zu Gunsten eines allgemeinen Fachs "Naturwissenschaften" opfern. Da unterrichtet dann der Physiklehrer auch ein bisschen Biologie und eine Prise Chemie, von der er vielleicht keine rechte Ahnung hat. Von Astronomie ganz zu schweigen. Oder ein öffentlich-rechtlicher Landessender lädt zu Jahresbeginn einen "Astrologen" in die Radiosendung ein, der dann in der Art einer Ratgebersendung anhand des Geburtstages den Anrufern ihr Schicksal für das kommende Jahr vorhersagt. Viele Leute kennen ihr Sternzeichen ohne zu wissen, warum es das ist, geschweige denn dass sie das entsprechende Sternbild am Himmel finden. Millionenfach verdünnte Substanzen werden als Medizin verkauft, obwohl sich kein Molekül des Wirkstoffs mehr in der Lösung nachweisen lässt.Und unter dem Hinweis, dass es sich um alte chinesische Weisheiten handelt, kann man heute den Menschen jeden Mist verkaufen, bei dem sich einem Naturwissenschaftler die Haare sträuben.
    Aber es gibt auch Lichtblicke. Wir haben hier die Sonnenfinsternis als seltenes Naturschauspiel gemeinsam mit vielen Bürgern erlebt. Und das Planetarium, in dem ich arbeite, verzeichnet immer mehr naturwissenschaftlich interessierte Besucher.
  • Falsch

    26.03.2015, Michael
    der Mensch nutzt das Feuer zum Garen schon seit ca. 1,8 Million Jahren. Getreide wird in großen Mengen von der Mehrheit erst seit ca. 5000 bis 7000 Jahren
  • Irrungen und Wirrungen

    26.03.2015, D'oroThee
    Lieber Fabian Papp,
    wenn man nur ein bisschen die Augen und Ohren offenhält, weiß man, dass man nicht durch eine CD in die Sonne schauen sollte. Ihre Betonung der "Reife" der Sonnenanbeter scheint mir Ihren Bericht doch sehr ins Lächerliche abgleiten zu lassen, zumal 1., wie gesagt, eine CD keinen Schutz bietet und 2. sich mir nicht erschließt, wie man auf die Idee kommen kann, dass durchsichtiger Kunststoff (einer CD!) vor irgendetwas außer Regen schützen kann. Natürlich gibt es klare Scheiben, die einen Effekt hinsichtlich eintreffender Strahlen haben, aber dass sich in diesem Fall die Sonnenstrahlung auf ein unschädliches Maß reduzieren lässt, ist doch hanebüchener Unfug! Ich empfehle Ihnen, das nächste Mal den eigenen Verstand zu benutzen!
    Und eine Quelle zur gehörzerstörenden und nur alle 20 Jahre läutenden Glocke im (Wiener?) Stephansdom wäre auch sehr nett. Bei Wikipedia lässt sich einiges über die "Pummerin" erfahren, aber solcherlei habe ich beim Überfliegen leider nicht finden können.
    Zum Thema: Man kann sich fragen, wer bei diesem katastrophalen Umgang mit diesem sehr beeindruckenden Naturereignis die Urheber sind...Sollten Lehrer wirklich permanente Angst vor tobenden Eltern haben? Nur weil Kinder Autoritätspersonen nicht gehorchen? Nur weil die Eltern am längeren Hebel sitzen?Nur weil Eltern nicht mehr auf der Seite der Lehrer stehen? Nur weil Eltern mehr Angst vor Gefahren haben als Prävention zu betreiben?
    Soweit

    D'oroThee.
  • (...)

    26.03.2015, Robert Orso
    @Fabian Papp
    Sie wussten um die "um die Gefahren des 'nicht(?) direkt in die Sonne Sehens'" und haben es doch ganz offensichtlich falsch gemacht?

    Als begeisterte Hobby Astronomen haben wir schon 1998, ein Jahr vor der Totalen Sonnenfinsternis Schulen, Gemeinden und Presse ausgiebig über alle Aspekte der Sonnenfinsternis informiert. Wir haben dabei unterschiedliche Ausprägungen von "Hausverstand" und "Risiko Beurteilung" erfahren dürfen. Leider ist sowohl die Fähigkeit sein eigenes Gehirn sinnvoll einzusetzen, als auch die Bereitschaft für sein eigenes Handeln die Verantwortung selbst zu übernehmen in den letzten Jahren noch weiter dramatisch gesunken.

    Selbstverständlich obliegt es der Verantwortung der ELTERN, ihren Kindern so wichtige Lebensregeln beizubringen wie "starre nicht ungeschützt direkt in die Sonne und hör' auf jeden Fall auf, wenn es unangenehm wird". Der Vorfall mit der CD zeigt jedoch deutlich, woran es eigentlich mangelt. Das Beispiel der "gefährlichen Glocke im Stephansdom" ist selbst ein Lehrstück für inkompetente Panikmache. Diese Glocke läutet an zumindest 11 Gelegenheiten jährlich (http://www.dommusik-wien.at/Dommusik/media/LaeutordnungStephansdom.pdf), ohne dass es in der Wiener Innenstadt zu einer Taubheits Epidemie kommt. Die Glocke ist vor oder im Dom nicht lauter als jede andere Glocke, der tiefe Ton ist aber ein echtes Erlebnis! Lediglich in der Glockenstube selbst, also in Griffweite der Glocke ist sie gefährlich laut. Und genau deshalb hält sich zu diesem Zeitpunkt dort auch niemand auf.

    Hausverstand!
  • Vorsicht ist besser!

    26.03.2015, Joachim Datko
    Zitat 26.03.2015, Erhard Beck: "Als Lehrer habe ich zunächst selbst einmal getestet, die Sonnenfinsternis mit bloßem Auge zu betrachten. War keine 3 Sekunden möglich und hat demnach auch keine bleibenden Schäden hervorgerufen."

    So ein Verhalten ist meiner Ansicht nach extrem leichtsinnig.


    Zitat: " Wo bleibt hier der gesunde Menschenverstand?".

    Zumindest geht man keine unnötigen Risiken ein. Ich bin Physiker und hatte keinerlei Bedürfnis in die Sonne zu sehen.

    Die Überschrift des Artikels
    "Sonnenfinsternis 2015 Meinung: Augen geschont – Bildung zerstört"
    vermittelt einen falschen Eindruck.
  • hmm...

    26.03.2015, Mathias Völlinger
    ...falls solche Messungen positiv verlaufen würden, wäre dies ja noch kein Beweis für Raumschiffe. Natürliche Phänomene, makroskopische Körper mit ultrarelativistischen Geschwindigkeiten sind ja nicht verboten. Natürlich würde man dann über die Herkunft dieser extremen kinetischen Energien diskutieren müssen.
  • Bitte genauer formulieren

    26.03.2015, wumodan
    "Womöglich flitzen unentwegt außerirdische Schiffe durch die Galaxis " ------

    Die Forscher beziehen sich auf Reisen zwischen Galaxien und NICHT innerhalb solcher, weil angenommen wird, dass dort, im intergalaktischen Raum, weniger Staubpartikel und kleine Objekte die Flugbahn stören, lediglich Photonen erzeugen dann die evtl. nachweisbare Strahlung.
  • lange genug bekannt...

    26.03.2015, Vicky Himberger
    der Termin der Sonnenfinsternis war lange genug im Voraus bekannt. Auch meine Kinder hatten eine Nachricht aus der Schule dabei, dass an diesem Tag nur die Kinder raus dürfen, die eine entsprechende Schutzbrille haben. Ist es um unsere Schulen und Kindergärten so schlecht bestellt, dass man nicht schon lange vorher Schutzbrillen für alle Kinder hätte organisieren können? Sponsoren hätten sich da bestimmt gefunden.

    Man hätte eine einzigartige Naturkunde Stunde daraus machen können. Über dieses Versäumnis kann ich wirklich nur den Kopf schütteln.
  • Sofi verpasst, aber der Sternhimmel ist permanent

    26.03.2015, Lutz Clausnitzer
    Das Interesse junger Menschen an astronomischen Phänomenen ist sehr groß. Warum in den meisten Bundesländern nur wenige Schulen Sofi-Brillen besorgt, ein Fernrohr mit Okularprojektion aufgebaut und für ihre Klassen einen Beobachtungsplan aufgestellt hatten, ist meiner Meinung nach voriges Jahr im Journal für Astronomie, Nr. 51, S. 52 richtig erklärt worden: „Wo die Astronomie kein reguläres Fach ist, kümmern sich Schulverwaltungen und Schulleiter eher selten darum, ob eine Schule über wenigstens eine astronomiekundige Lehrkraft verfügt oder nicht. So fehlen astronomische Inhalte dann vielerorts auch in Projekt- und Kursangeboten.“ Eine vom Mond partiell bedeckte Sonne sehen wir zwar nicht so schnell wieder, aber der nächtliche Sternhimmel ist ja auch noch da! Wenn Eltern und Lehrer möchten, dass ihn Schüler hautnah erleben und sachkundig erklärt bekommen, so lässt sich das neuerdings sehr einfach organisieren: www.audio-sky-guide.net
  • Regeneration?

    26.03.2015, Mustafa Mannesmann
    Interessant wäre es zu untersuchen, ob sich die Darmflora regeneriert, sobald nicht mehr nur in Oklahoma übliche Nahrung aufgenommen wird.
  • Nicht so schnell mit Schuldzuweisungen

    26.03.2015, Frank Schubert
    Natürlich ist das an den Schulen vielfach nicht optimal gelaufen. Aber man sollte auch versuchen, sich in die Lehrer hineinzuversetzen. Stellen Sie sich ein Klassenzimmer voller lärmender Schüler vor, oder einen Schulhof mit 400 Kindern. Könnten Sie als Lehrer garantieren, dass keines der Kinder versucht, heimlich mit normaler Sonnenbrille, Spielzeugfeldstecher ... in die Sonne zu schauen? Und wenn der Augenarzt anschließend Schäden feststellt, wer ist dann der Böse? Eine SoFi-Beobachtung an Schulen muss man gut organisieren, zumal an Grundschulen. Dafür ist nicht immer ausreichend Zeit, Geld und Personal da. Und wenn nicht, ist m.E. irgendwo verständlich, dass die Lehrer auf Nummer Sicher gehen möchten. Das hat weniger mit Bildungsfeindlichkeit zu tun als mehr damit, wie mit Schuld und Verantwortung umgegangen wird. Ein Problem, das allerdings bei weitem nicht nur die Schulen betrifft.
  • Hessen vorbildlich?

    26.03.2015, A. Hoberg
    Meine Tochter besucht eine hessische Grundschule. Dort wurden die Eltern nicht informiert und Empfehlungen aller Art wurden wohl auch ignoriert. Die Kinder saßen drinnen und schauten Filme. Meine Tochter hatte sowohl eine Brille als auch ein präpariertes Fernglas dabei, durfte es aber nicht anwenden. Hätte ich das gewußt, hätte ich sie den Tag zu Hause behalten. Da wird soviel Gewese um soziales Miteinander gemacht, aber eine praktische Übung, wie das Ausleihen einer Brille an andere, ist nicht gut genug? Bei guter Planung und rechtzeitiger Beschaffung von Schutzmaßnahmen ist auch eine Beobachtung mit Kindern möglich. Aber Sonnenfinsternisse kommen immer so plötzlich...die kann man ja nur Jahrhunderte im voraus berechnen!?
    Ggf. muss man sich von den Eltern eine grundsätzliche Einwilligung geben lassen.
  • 8. Amerikanische Verhältnisse

    26.03.2015, Erhard Beck
    Angst schüren scheint sich auch in unserem Land auszubreiten, auch an Stellen, wo Ängste nicht angebracht sind.
    Als Lehrer habe ich zunächst selbst einmal getestet, die Sonnenfinsternis mit bloßem Auge zu betrachten. War keine 3 Sekunden möglich und hat demnach auch keine bleibenden Schäden hervorgerufen. Auch Kinder hätten es nicht gewagt, länger in die Sonne zu sehen. Anders wäre es natürlich mit Ferngläsern, Teleskopen oder Ähnlichem gewesen. Auf jeden Fall hatte die gesamte Schülerschaft meiner Schule die Möglichkeit, nach vorheriger Einführung, die Sonnenfinsternis zu beobachten. Wo bleibt hier der gesunde Menschenverstand? Verbietet man als nächstes den Kindern bei einem strahlenden Sommertag ins Freie zu gehen, weil sie vielleicht zu lange in die Sonne sehen und damit ihre Augen schädigen könnten? Apropos Gefahren - auf Bäume darf man sie ja auch nicht mehr klettern lassen, denn ..........
    arme Kinder!