Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Top-down planning fallacy

    19.06.2017, Werner Simsek
    Top-down Planung is ja immer so eine Sache. Da erscheinen mir die US- Start-Ups weitaus dynamischer.

    Hoffe jedoch, dass die EU etwas hinbekommt.

    Werner
  • Ich widerspreche dem Artikel vehement

    19.06.2017, Jay
    Ich finde den Artikel äußerst unsachlich und tendenziös.
    Dass die modernen Antidepressiva nicht mit denen aus den 50er Jahren zu vergleichen sind, sollte selbst einem Medizin-Laien verständlich sein. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Psychiatrie seitdem große, umwälzende Innovationen in Sachen Diagnostik und Therapie erlebt hat. Desweiteren gibt es erst seit den späten 80ern (Prozac) überhaupt Antidepressiva, die in der Lage sind, mehr als eine kleine Stimmungsaufhellung herbeizuführen, sondern Patienten längerfristig aus einem Tief herauszuholen und ihnen ein einigermaßen beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.
    Obendrein ist die Wirkweise kein Hokuspokus, sondern neurobiologisch zweifelsfrei geklärt.
    Die Wirksamkeit insgesamt zu bestreiten ist absurd und widerspricht sämtlichen Zulassungskriterien, die ein Antidepressivum erfüllen muss, um überhaupt zur gesetzlichen Marktreife zu gelangen.
    Im Punkt Verschreibung durch Hausärzte gebe ich dem Autor allerdings Recht: Diese verschreiben aus Unkenntnis teils wirklich die falschen Psychopharmaka zu lange und zu häufig...
  • das Paradoxon des absoluten Anfangs

    18.06.2017, Erich Noergelt
    ist ein Problem des menschlichen Denkens, nicht des menschlichen Seins. Das realisiert sich Jetzt. Weder Anfang noch Ende. Weder Zeit noch Raum.
  • Probleme in PT-Systemen

    18.06.2017, Christian Schuhmacher
    Na ja ? Ist schon wieder 1. April ?
    "...die Abhängigkeit der Übertragungseffizienz von der genauen Orientierung der Spulen zueinander aus den Gleichungen für eine starke Kopplung herauskürzt. " Das ist leider nicht ganz so. Werden die Spulen in einem Winkel von 90° gegeneinander ausgerichtet sinkt der Wirkungsgrad auf fast 0%. Überhaupt liegt der Wirkungsgrad der aktuellen System (z.B. Zahnbürste) bei ca. 60% erheblich höher als der Wirkungsgrad von PT-Systemen der bei ca. 10-15% liegt. ("Die Theorie sagte voraus, dass innerhalb des Gültigkeitsbereiches immer die maximale Energie übertragen wird." suggeriert, dass immer 100% übertragen werden!) Um die bestmöglichste Wirkung zu erhalten haben die Jungs die Spulen sich exakt gegenüber gestellt und einen (sehr großen) Durchmesser von 50cm gewählt. (bei Zahnbürsten ca. 2 cm). Dieser große Durchmesser hat sicherlich Auswirkungen auf die Reichweite. Über die Geschwindigkeit wie schnell sich das System einpendelt (fahrende Autos und so) brauchen wir uns gar nicht zu unterhalten da es keinen Resonanzkreis mehr bildet, wenn z.B. zwei Empfänger vorhanden sind. Würde ich also ein zweites Mobiltelefon in den 70cm Laderadius legen, würde keines der zwei Telefone geladen werden (höchstens ich lege sie so, dass beide die gleiche Resonanzfrequenz mit dem Energiesender bilden können).
  • 18.06.2017, creezy
    „Auch andere äußere Faktoren wie die Fellfarbe spielten in der Untersuchung keine Rolle beim Adoptionserfolg. ”

    Halte ich für komplett falsch den Satz. Ein sehr großer Teil von künftigen Katzenbesitzern orientieren sich vorrangig genau an der Fellfarbe, wählen also sehr bewusst die dreifarbige Katze, das „Whiskas-Modell” (silver tabby), den Tiger, die rote Katze – oder z. B. die schwarze Katze nicht, denn die stehen in der Auswahlliste bei den Tierheimen nachgewiesenermaßen leider ganz hinten.
  • Verwendung von Vollblut

    17.06.2017, Martin Schlatter
    Gibt es denn eine Statistik, für welche med. Fälle Vollblut gebraucht wird?
  • Nun ja Herr Elsen

    17.06.2017, Georg Simmel
    Das mag ja so sein wie Sie schreiben Herr Elsen, aber wenn man sagt, "ist halt so", ja, dann kann man es sich sparen damit zu beschäftigen. Man möchte ja herausfinden wie es war und das benötigt eben klare und bestimmte Regeln, hier die Naturgesetze. Daran orientieren sich diese Wissenschaftler und Forscher.
    Wenn man jetzt sagt "ok, da galten halt noch keine Naturgesetze", dann entzieht man dem ganzen ja die wissenschaftliche Grundlage. Und das ist eben nicht sehr wissenschaftlich. Dann sollte man lieber weiterhin jeden Sonntag in die Kirche gehen. ;)
  • Zwei weitere Artikel speziell dazu:

    17.06.2017, Axel Krüger
    http://www.aei.mpg.de/2062152/ohne-urknall-geht-es-nicht

    http://www.astronews.com/news/artikel/2017/06/1706-012.shtml

    Dieser allgemeinere ist für Laien wie mich leichter zu lesen:

    http://www.aei.mpg.de/183262/Theoretische_Kosmologie
  • Die blinden Männer und der Elefant ...

    16.06.2017, Jürgen Elsen
    Kann es sein, dass hier verschiedene Sichtweisen ein und dasselbe Phänomen unterschiedlich beschreiben wollen und jeder dabei meint, es könne nur eine Sichtweise geben, bzw. das die Unterschiedlichen sich ausschließen?

    Warum muss überhaupt vor der Urknall-Singularität "gerettet" werden ?
    Ist die Krümmung der Raumzeit unendlich, gibt es zwar ein mathematisches Problem - wieso aber soll sich das Phänomen streng und ausschließlich mathematisch definieren lassen?
    Wenn die Theorie bei diesem Grenzfall zusammenbricht, bedeutet das jedoch nicht zwingend, dass sie falsch ist - genausowenig wie dadurch, dass die Division durch Null grenzwertig ist, damit ja nicht die Division als solche zusammenbricht!

    Wenn das Universum aus dem Nichts in endliche Krümmung gechannelt wurde - das beschreibt eben genauso diesen Grenzfall, wie auch die Aussage, wenn nur Raum vorhanden gewesen sei (man beachte hier einmal Hegels Dialektik von Nichts und Alles oder meinetwegen auch Kandinsky Punkt, Linie zu Fläche).

    Die Physik hat es hier mit nichts anderem, wie die Philosophie zu tun, nämlich mit dem Paradoxon des absoluten Anfanges.

    Allein der Energieerhaltungsatz, der besagt, dass Energie weder vernichtet noch erzeugt werden kann - setzt damit also die Energie als Anfang. Sie existiert durch diese Definition aus sich selbst heraus.

    Da nun Energie verschiedene "Formen" annehmen kann, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie in eine "Form" transformieren kann, die jenseits von Zeit und Raum ist und in dieser "jenseitigen" Dimension(en) auch keinesfalls mathematisierbar oder mit physikalischen Methoden messbar ist.

    Das Weltall verschwindet also für eine solche Sichtweise, welche nur die Zeit-Raum-Bezüge denkt. Hier hat Burkhardt Heim einiges geleistet ...

    Aber solches wird mitnichten in Schule und Studium erörtert und mir ist auch recht schleierhaft, wie Mathematiker und Physiker, die ständig mit Intervallbegrenzungen, Klassen, Inertialsystemen - also definierten Begrenzungen - umgehen, nicht die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass ihre Methoden eben selbst auch nur auf ein begrenztes Gebiet anwendbar sind und wenn man dann an die Grenzen kommt, die Theorien und Modelle kollabieren ...

  • Die Sache mit der Kommunikation ...

    15.06.2017, Jürgen Elsen
    Jede Sprache setzt voraus die Trennung vom Sein (Wesen) - denn sie verwendet Bezeichnungen (Wörter, Symbole, Zeichen usw.) für die dem Bewusstsein zugängliche Erscheinungsform(en).
    Wenn ich z.B. eins mit Wasser wäre, hätte ich für Wasser kein Wort, da obsolet.
    Ich brauche also keine Chiffre oder sonstige Brücke der Kommunikation (communicare: gemeinsam machen), wenn mein Bewusstsein ein solches ist, das im anderen sein kann (= gemeinsam ist).

    Bei einer "Alien-Kommunikation" setzen wir also unser anthropozentrisches Bewusstsein (gegenständliches Verstandesbewusstsein) voraus bzw. projiziert unser Bewusstsein.

    Was wäre aber, wenn "Aliens" bewusstseinsmäßig so entwickelt wären, dass sie (auch) ohne materiellen Leib in andere Bewusstseine hineingehen könnten und sich dann für diese ausgäben (Trojanisches Pferd).

    Der Mensch glaubt dann, der Gedanke würde ihm entspringen - es ist jedoch ein Implantat eines anderen Bewusstseins, welches ihn zu Handlungen drängt, die z.B. alles andere als menschlich sind und ihn in Abhängigkeiten und Stress stürzen - Situationen in denen er viel psychische und Lebens-Energie abgibt (wo geht die hin?).

    Das wäre also ALIEN (fremd) ... und vielleicht wäre es in so einem Fall einmal angesagt, die wahre Identität (der Mensch selbst) käme in eine innere Beobachtung, welche die ALIEN entlarvt und sich somit völlig andere Handlungsoptionen ergeben könnten.
  • Hämoglobin von Wattwürmern

    15.06.2017, Friedrich Gebhardt
    In der nano-Sendung vom 14. Juni wurde auf einen ganz anderen Ansatz hingewiesen, Hämoglobin von Wattwürmern. Dieses ist nicht an rote Blutkörperchen gebunden und mit allen Blutgruppen verträglich. Für Dauerbehandlung ist es vermutlich nicht geeignet, aber für einmaligen Einsatz und z.B. um Organe schonend aufzubewahren. Siehe
    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=64324
  • Doch es scheint, als warte die Industrie ab, was die akademische Welt produziert, und dann, zu irgendeinem Zeitpunkt, ist man bereit, die Ergebnisse zu verwenden.

    15.06.2017, Ich
    Ein sehr deutsches Problem.

    In DE scheint man Investitionen in den digitalen Sektor gerne auszusitzen bis Andere verwertbare Ergebnisse liefern die man dem Bürger schließlich für überzogene Preise unterjubeln kann.

    Es wundert mich daher nicht, dass China und/oder die USA in solchen Bereichen die Nase vorn haben - es deprimiert mich eher!

    Mehr Risikobereitschaft der Wirtschaft fände ich gut.
  • Fast alle großen EU-Projekte sind Nieten

    15.06.2017, David Kurz
    es ist wirklich die reinste Planwirtschaft. Die EU investiert Milliarden um an einer Lotterie teilzunehmen und zieht dabei ständig Nieten. Erst Theseus, dann das Human Brain Project und jetzt also Quantencomputer. Kompletter Unfug! Die Forschungspolitik sollte es lieber Wissenschaftlern erlauben ihren Weg zu einer Endeckung zu finden und nicht von oben herab versuchen so etwas zu verordnen.
  • Antibiotikaresistenzen

    15.06.2017, Steiner
    In China werden die meisten Antibiotika hergestellt, auch deutsche Pharmahersteller müssen sich dem Preisdruck dieser Produkte beugen und stellen ihre eigene Produktion ein.
    In der chinesischen Herstellung wird sehr lässig bis nachlässig verfahren, Abwässer laufen offen als stinkende Kloaken durch Felder, wohl auch durch dichtbesiedelte Gebiete und so können sich auch Resistenzen bilden, wenn in der freien Natur Bakterien mit diesen Kloaken zusammentreffen.
    Es ist wohl ein tödlicher Kreislauf, und er ist nicht mehr aufzuhalten.
  • Ergänzungen zu Freistetters Formelwelt: Die schönste Formel der Welt

    15.06.2017, Dr. rer. nat Karl-Peter Dostal
    1. Die Form e hoch iπ + 1 = 0 hat ihren besonderen Reiz dadurch, dass sie die wohl fünf wichtigsten Zahlen der Mathematik in einfacher Weise miteinander verknüpft, wobei ihr Zusammenhang zunächst nicht trivial ist, denn sie stammen aus verschiedenen Gebieten der Mathematik: So reicht die Eins als kleinste Zahl beim Zählen bis in die Urgeschichte zurück, die Null ermöglichte das Stellenwertsystem, die eulersche Zahl e ergibt sich in der Analysis aus der Gleichheit der e-Funktion mit ihrer Ableitung und beschreibt Wachstums- und Zerfallsprozesse, die Zahl π wurde zunächst am Kreis definiert und die imaginäre Einheit i erlaubt gleichartige Lösungen für gleichartige Gleichungen.

    2. Die Gleichung e hoch iπ + 1 = 0 ist ein Sonderfall der Identität e hoch ix = cos x + isinx für x = π, mit der Euler das Paradoxon von Johann Bernoulli und Leibniz aufdecken konnte: Es handelt sich dabei um die Integraldarstellung von arctg x, wobei nach einigen einfachen Umformungen das Resultat π/4 = 0 herauskam [Priwalow, Einführung in die Funktionentheorie 1, Teubner 1964, S. 3]. Euler deckte den Widerspruch auf, indem er die Periodizität der e-Funktion im Komplexen (mit der Periode 2πi) erkannte.

    3. Die Herkunft der Gleichung aus dem komplexen Zahlenbereich mag ihre Schönheit bekräftigen. Denn in diesem zweidimensionalem Zahlenbereich sind im Gegensatz zu den niederen eindimensionalen Zahlenbereichen alle 7 Grundrechenarten außer der Division durch Null uneingeschränkt möglich, während bei den 4- 8- und 16-dimensionalen hyperkomplexen Zahlen das Rechnen dadurch eingeschränkt ist, dass grundlegende Verknüpfungen wie Kommutativ- bzw. Assoziativgesetz nicht mehr gelten. Unter diesem Gesichtspunkt kann man die komplexen Zahlen in gewissem Sinne als Krönung der Zahlenbereiche empfinden - und die behandelte Gleichung als deren Krone.