Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Sicherheitsknopf für den Roboter

    26.08.2015, Christoph Hiller, Tuttlingen
    Ihr Artikel war sehr schön. Tastkörperchen, wie der Mensch sie hat, lassen sich herstellen - mit Hilfe einer Feder, einem elektrischen Kontakt und einem Stromkreislauf. Bei einer Berührung wird die Feder zusammengedrückt und dadurch der Kontakt geschlossen, so dass Strom fließt. Endet die Berührung, so springt die Feder wieder auf und öffnet den Kontakt.
    Ein Roboter sollte auch ein Gewissen haben - also Werte, die ihn hindern, schlechte Dinge zu tun. Damit er im Fall eines Gewissenskonflikts nicht Amok läuft, sollte er sich dann abschalten. Am besten ist es, wenn der Roboter nur genau so viel "Hirn" hat, als er zur Erfüllung seiner Aufgaben braucht. Wenn der Roboter nicht mehr weiter weiß, soll er einen Menschen holen.
    Man kann Roboter auch mit einem "Totmannsknopf" sichern. Einen solchen Knopf gibt es bei der Bundesbahn, er muss vom Lokführer minütlich einmal gedrückt werden, anderenfalls bremst der Zug. Etwas Analoges wäre auch bei Robotern möglich.
  • Bewusstsein geht immer voraus

    26.08.2015, Dieter Spies, Egmating
    Ohne dass ich die einzelnen Programmierungsversuche in Frage stellen möchte, gäbe es an vielen Stellen des Artikels kritische Anmerkungen zu machen. Ich möchte aber nur drei grundsätzliche Einwände im Hinblick auf das Gesamtunternehmen anreißen:
    1. Das Bewusstsein geht allen Unternehmungen, Gedanken, Theorien immer schon voraus, Bewusstsein ist schon vorausgesetzt, wenn man auf die Idee -und dann auch die praktischen Programmierversuche -kommt, es programmieren zu wollen. Weil es allen Untersuchungen als Prämisse vorausgeht, ist es uneinholbar und folglich nie völlig erfassbar und darstellbar. Der irrige Versuch, dies doch zu unternehmen, rührt aus der Annahme (!!), dass das Gehirn, das Bewusstsein hervorbringen würde, wie es ja an einer Stelle im Artikel heißt. (Übrigens ist dies keineswegs Konsens bei allen Hirnforschern.) Dabei setzt auch diese Idee und Vorstellung Bewusstsein schon wieder voraus usw., ein unendlicher, nie abschließender Prozess.
    2. In der Darstellung des Artikels wird Bewusstsein und Ichvorstellung durcheinandergeworfen. Aber beides bezeichnet Unterschiedliches. Bewusstsein ist mehr als Ich beziehungsweise Ichvorstellung. Auch wo die Ichvorstellung als Einheit stiftende Vorstellung fehlt, zum Beispiel beim psychiatrischen Phänomen der multiplen Persönlichkeit oder bei dementen Personen, wird niemand Bewusstsein absprechen, nicht einmal Selbstbewusstsein.
    3. In dem Projekt werden die Einzelaspekte "ökologisch", "zeitliches" Selbst etc. untersucht. Die Ichvorstellung ist jedoch damit nicht zu erfassen, sie ist ja gerade die unter diesen Aspekten Einheit stiftende Vorstellung, die eben nicht durch den Einzelaspekt erfasst werden kann. Es liegt diesem Vorgehen die in den Naturwissenschaften lange Zeit übliche, aber zumindest in der Physik überholte Vorstellung zu Grunde, Forschungsgegenstände in Einzelteile oder -aspekte zu zerlegen und dann wieder zusammenzusetzen, um das Ganze zu beschreiben. Aber in vielen Bereichen ist längst klar, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Einzelteile oder -aspekte.
  • Zielbewusstes Handeln im Traum

    26.08.2015, Eike Blum, Remscheid
    In dem Artikel wird auf David Hume zurückgegriffen, der das Ende des "von bestimmten Gehirnvorgängen generierten Selbstbild(es)" mit dem Einschlafen der betroffenen Person feststellt. Dies kann, zumindest in dieser kategorischen Form, nicht so stehen bleiben.
    Aus eigener Anschauung, aber auch aus der Schilderung anderer Menschen weiß ich, dass im Traum zielbewusste, ichbezogene Handlungen vorkommen. Als deutlichstes Beispiel will ich nur meine Abwehr von Tierangriffen auf Familienmitglieder durch einen gezielten Fußtritt berichten, der mein gesamtes Oberbett quer durch das Zimmer beförderte. Die anschließenden Schimpfkanonaden wurden erst dadurch beendet, dass meine Frau mich aufweckte.
    Da ich mich auch Jahre nach dem Vorkommnis (es gab weitere) genau an die Traumsituation erinnere, muss ich das Aufhören der Existenz mit Beginn des Schlafs definitiv verneinen.
  • Mehr Tiefgründiges

    26.08.2015, Alfons Hack, Grafing
    Vorneweg: Ich bin Abonnent von »Spektrum« seit der ersten Ausgabe, viele Jahre habe ich mit großem Gewinn, ja Freude Ihre Zeitschrift gelesen. Seit einigen Jahren schwindet allerdings meine ehemalige Begeisterung. Der Grund ist, dass Sie zunehmend von dem ursprünglichen Prinzip abweichen, kompetente Wissenschaftler aktuell über ihr Wissenschaftsgebiet berichten zu lassen und Sie stattdessen zunehmend Aufsätze von Redakteuren veröffentlichen, denen es gelegentlich an nötiger Nähe zur Thematik und auch an Fachkompetenz zu mangeln scheint. Ein markantes Beispiel, das mich jetzt zur "Feder" greifen lässt, ist der Beitrag von Margaret Knox, "Gezielter Eingriff ins Erbgut".
    Der Artikel erscheint mir inhaltlich sehr dürftig, zum Beispiel die Abbildung auf S. 23 erinnert mich eher an Kindergartenspielzeug, bezeichnenderweise fehlt hier auch sogar eine adäquate Beschriftung und insgesamt wird ein Konglomerat von einigen persönlichen Stories von Forscherinnen und Forschern gemixt mit meist nicht sehr tiefgründigen, oft oberflächlich bleibenden Informationen geboten. Wo ist hier das Niveau geblieben, das man als Abonnent von »Spektrum der Wissenschaft« erwarten darf?
  • Letztlich ein Scheinproblem

    26.08.2015, Ekhard Kirchhübel
    Ihr Artikel hat mich, ehrlich gesagt, frustriert. Vor Jahren habe ich mich, auch vor dem Hintergrund meiner beruflichen Tätigkeit als Arzt und Psychotherapeut, mit dem Thema der Willensfreiheit etwas ausführlicher beschäftigt. Selbstverständlich ist dieses Thema einerseits durchaus anspruchsvoll, andererseits jedoch kam ich, (in Übereinstimmung mit einem recht kompetenten Aufsatz von Herrn Ph. Reemtsma zum Thema) zu dem Schluss, dass es letztlich ein Scheinproblem ist. Natürlich wäre es erforderlich, dies im Umfang von einigen Seiten auszuführen. Jedoch kann das Wesentliche auch in kurzen Worten gesagt werden. In den nicht ganz wenigen Abhandlungen zur menschlichen Willensfreiheit, die ich gelesen habe, fand es keiner der Verneiner der menschlichen Willensfreiheit für nötig, auch nur danach zu fragen, wie diese Freiheit des Willens überhaupt definiert sein soll. Dies geschieht auch in Ihrem Artikel nicht. Es wird also seit Jahren mit erheblichem Aufwand geforscht und diskutiert, ohne dass ein verbindliches Ergebnis nach Art der Fragestellung auch nur möglich wäre. Libet trifft in seinen Ausführungen meines Wissens teilweise implizite Festlegungen zur Definition von Willensfreiheit (nur das Bewusste unterliege angeblich dem freien Willen), spricht dies jedoch nicht im Sinn einer Problematisierung aus. Unter diesen Voraussetzungen kann über den freien Willen mit gleichem Recht alles oder nichts behauptet werden. Jede Aussage bleibt gegenstandslos. Natürlich ist das Problem anspruchsvoller. Es hat viel mit Subjektivität, Individualität und sozialer Konvention zu tun, kann andererseits jedoch in wesentlichen Teilen anhand eines relativ einfachen Gedankenexperiments auf der Grundlage einfacher Erkenntnisse über Informationsverarbeitung gelöst werden. Vielleicht ist der Nachteil dieses Tatbestands, dass man damit keine Forschungsgelder einwerben und wahrscheinlich auch keinen wissenschaftlichen Ruhm erlangen kann. Anders ist mir nicht erklärlich, dass einfache Grundlagen des wissenschaftlichen Diskurses - zentral Logik und Notwendigkeit von Falsifizierbarkeit - in der nebligen Diskussion um das sagenumwobene Thema offenbar systematisch unberücksichtigt bleiben. Ihr Artikel distanziert sich ansatzweise von der Argumentationslinie der Bezweifler des freien Willens, leider meines Erachtens jedoch nicht entschieden und klar genug. Es bleibt der Eindruck bestehen, als könne das Problem durch weitere aufwändige Forschungsarbeit einer Lösung näher gebracht werden, obwohl dies nach meiner Meinung weder notwendig noch möglich ist. Natürlich würde es mich freuen, von Ihnen eine Stellungnahme zu erhalten.
  • Ein Pixel als Ego

    26.08.2015, Max Kobbert, Münster
    Ende der 1980er Jahre, also in der Steinzeit der Computertechnologie, machten wir an der Kunstakademie Münster ein Experiment mit dem Atari-Computer. Ich war dort Psychologieprofessor, und das Rätsel des Bewusstseins beschäftigte uns sehr. Uns war klar, dass zum Bewusstsein gehört, dass sich ein Selbst von der Umgebung unterscheidet und mit ihr interagiert. Wir schufen ein Computerprogramm, bei dem sich ein Pixel durch ein virtuelles Labyrinth bewegt. Aus zufälligen Kollisionen mit den Wänden des Labyrinths lernte „Pixel“ seine Umgebung kennen und schuf sich ein Bild des Labyrinths, besser gesagt, ein Bild von den Teilen des Labyrinths, die es kennen gelernt hatte, bis es aus dem Labyrinth herausgefunden hatte. Wir als Betrachter konnten auf dem Bildschirm das allmähliche Entstehen der Umgebung um Pixel herum beobachten. Wurde Pixel in ihm bereits bekannte Teile des Labyrinths gesetzt, fand es schnell wieder heraus. Wurde es in unbekannte Teile gesetzt, fing es erneut an, mit Trial und Error einen Weg heraus zu suchen.
    Der Eindruck für den Betrachter, dass Pixel sich wie eine Person verhält, war trotz der minimalistischen Situation überwältigend. Als wir den Computer ausschalten wollten, zögerten wir und schauten uns an. Wir hatten das Gefühl, einer Person das Lebenslicht auszuknipsen.
  • Scheinproblem!

    26.08.2015, Dr. med. Eckhard Kirchhübel
    Weder Beweis noch Widerlegung der Existenz freien Willens sind möglich ohne Definition dessen, was er überhaupt sein soll. Leider sind deshalb alle Bestreiter des freien Willens Scharlatane, weil keiner auch nur nach einer Definition fragt.
    Entgegen dem ersten Anschein hat auch die lückenlose Gültigkeit der Naturgesetze bei Gehirnprozessen, die eine Art Determinismus bedeuten könnte, keinen Einfluss auf die Frage des Freien Willens. Dieser kann sich sinnvoll kaum anders definieren als die subjektive Möglichkeit, Reaktionsmöglichkeiten unter Einbringung von Erfahrungen und Interessen abzuwägen und danach zu handeln. Objektiv exisiert der freie Wille nicht nur nicht, sondern er ist auch ohne Interesse, denn es gibt keinen Grund zu der Annahme einer irgendwie "dualistischen" Abweichung von den Naturgesetzen.
  • Bewusst gleich frei?

    26.08.2015, Andreas Grund
    Der Autor sieht sich offenbar in der Rolle der von den „Willusionisten“ in die Enge getriebenen Vertreter des freien Willens.
    Es ist überraschend, mit welcher Leidenschaft er versucht, die Standpunkte der „Willusionisten“ zu entkräften. Weil ihm das ein so großes Anliegen ist, werden wissenschaftliche Prinzipien schon einmal über den Haufen geworfen.
    Die Bezeichnung „Willusionist“ an sich ist zwar keine Beleidigung, aber in dieser Form schon herablassend. Wie heißen denn die die Vertreter des freien Willens? …“FreeWillies“?
    Wo ist die Quelle folgender Behauptung?
    „Erhebungen zufolge akzeptieren die meisten Menschen im Gegensatz zu den Behauptungen der Willusionisten, dass wir auch dann einen freien Willen besitzen können, wenn unsere geistige Tätigkeit samt und sonders auf Hirnprozessen beruht“
    Versucht der Autor etwa, die Einbildung von Freiheit damit als unwahr darzustellen, dass viele Menschen sich einbilden frei zu denken???

    Auch an anderer Stelle wird gemauschelt:
    Seiner Meinung nach verweisen Willusionisten „auf psychologische Forschungen, denen zufolge wir weniger bewusste Kontrolle über unsere Handlungen ausüben, als wir meinen“ und untermauern damit freien Willen als Illusion.
    Damit wird dann schnell einmal die Definition freien Willens gebastelt: Freier Wille existiert dann, wenn bewusstes Denken NICHT ausschließlich aus unterbewussten Verarbeitungsprozessen generiert wird. (siehe Bilduntertitel: „Bewusste Planung entspricht dem, was wir landläufig mit freiem Willen meinen.“)

    Der gesamte weitere Inhalt des Artikels befasst sich anschließend damit, die Entstehung bewussten Denkens auch als Ergebnis bewussten Denkens verstehen zu können.

    Und so lange „der derzeitige technische Stand der Neurowissenschaft längst nicht für eine Klärung der Frage aus[reicht]“ ist das natürlich auch nicht abschließend zu klären!

    Aber das muss es auch nicht. Abgesehen davon dass Willusionisten sich fragen, wie jemand überhaupt auf die Idee kommt, sein Denken wäre frei und gleichzeitig systematisch, planvoll, logisch, bedarf es keiner weiteren Argumente für Determinismus im Denken. Denn die gesamte physikalische Welt ist deterministisch. Wo soll denn da bitte Freiheit herkommen?
  • Es wurden jedoch keine Angaben gemacht,

    26.08.2015, ChristinaHH
    welcher Typ von Männern wie reagierte.
    Welchen Gesellschaftssichten gehören die Männer an, welches Bildungsniveau haben sie, und inwieweit sind sie auf der Suche nach einer Partnerschaft.
  • Ik lack mick schäpps

    26.08.2015, A. Drovtzycchan
    Na, so viel Komik habe ich auf Spektrum ja noch nie erlebt. Witz und Wissenschaft sind nah beieinander. So ist das.
  • Ich plädiere!

    26.08.2015, Bert Seyer
    Bedauerlicherweise enthält der Artikel nur sehr wenige Bilder. Ich plädiere für mehr Bilder in künftigen Spektrum-Artikeln.

    Bert Seyer
  • Einstiegsdroge

    26.08.2015, Peter Kessler
    Selbstverständlich kann man fragen und ergründen, ob eZigaretten bei Jugendlichen als "Einstiegsdroge" hin zur Zigarette fungieren.

    Aber wie war es denn vor der eZigarette?

    Da war die Tabakzigarette die Einstiegsdroge zur Tabakzigarette.
    Kaum jemand, der heute in seinen Dreißigern ist hat in seiner Jugend mal an einer Zigarette gezogen, einige sind daran hängengebliben, andere nicht.

    Aber es ist doch lächerlich zu glauben, dass die heutigen Jugendlichen DURCH UND WEGEN der eZigarette zur Tabakzigarette geführt werden.
    Allerhöchstens bildet die eZigarette eine neue vorgeschobene Vorstufe dazu.
    Und wenn diese Vorstufe dazu führt, dass von 100 Jugendlichen, die in früheren Zeiten mangels Alternativen direkt zu Rauchern geworden sind, auch nur ein einziger den Glimmstängeln fernbleibt, dann ist dies eher ein positiver Dienst der eZigarette und nicht ihr Verfehlen.

    Und es ist auch nicht zwangsweise der eZigarette vorzuwerfen, dass Jugendliche zunächst diese ausprobieren und im Anschluss erste Erfahrungen mit Tabak zu machen, wenn - wie trotz aller Negativpresse bzgl. der eZigaretten - allerorts (korrekterweise) beschrieben wird, dass sie weniger schädlich ist, als echter Tabak.

    Zusammengefasst: Es ist logisch, dass heute oftmals vor dem ersten Griff zum Tabak der griff zum Dampfer gewählt wird, aber daraus die Kausalität abzuleiten, dass wegen des ersten Griffs zur eZigarette der zweite Schritt zur Tabakzigarette gemacht wird wird sich wissenschaftlich nicht belegen lassen.

    Überspitzt könnte man auch behaupten, dass die meisten Heroinabhängigen vor ihrem ersten Schuss ihre ersten Zigaretten geraucht haben und davor ihre ersten Kaugummis gekaut haben. Daraus lässt sich aber auch kein Schema à la Kaugummi --> Zigarette --> Heroin ableiten.


    PS: Ich persönlich habe nie geraucht/gedampft/gespritzt oder irgendwas, aber ich stoße immer wieder auf diese Einstiegsdrogengeschichten und halte das alles für Quatsch.
  • Amortisation Solarzellen

    25.08.2015, Oliver Schumann
    Laut Wikipedia ist die zur Fertigung eingesetzte Energie nach bereits 2,5 bis 3,5 Jahren wieder eingespielt. Woher haben sie ihre Zahlen?

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Solarzelle#Energetische_Amortisation_und_Erntefaktoren
  • Wahlfreiheit

    25.08.2015, Walter Weiss, Kassel
    Der Mensch X soll zwischen den beiden Möglichkeiten A und B entscheiden. Dann gäbe es OBJEKTIV - also unabhängig von dem Kenntnisstand von X - für jede der beiden Möglichkeiten eine Fülle von Gründen/Argumenten, sie zu wählen.
    Ob X diese Fülle BEKANNT ist und ob er sie - sollte sie ihm bekannt sein - auch PARAT hat und ob er die paraten auch berücksichtigen MÖCHTE, sind die entscheidenden Fragen, um beurteilen zu können, ob X die FREIE Wahl zwischen A und B hat. In den seltensten Fällen wird X gedanklich diese drei Stationen prüfen (oder sogar sehr genau prüfen) - zumeist wird X recht schnell eine (endgültige) Wahl treffen, ohne weiter (genau) nachzudenken. Wobei ja auch immer die dritte Möglichkeit im Raum steht: überhaupt nicht zu wählen, also die Wahl offen zu lassen. Gliedert man den Vorgang der Wahl so auf, ist mir nicht ersichtlich, wo überhaupt das Problem einer Œfreien¹ Wahl eine Rolle spielen soll/kann. Dabei habe ich den Verdacht, dass der oben mit MÖCHTE charakterisierte Gedankenschritt für sich allein das gesamte Problem erneut aufblättert - mit den gleichen Konsequenzen und so fort.
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    Oder: Ob nun mein Gehirn entscheidet - oder: ja wer denn sonst? Mein Gehirn bin ich ja auch! Hier wird mal wieder der ganze Unsinn des ŒBewußtseins¹ deutlich, das ja keine real existierende Entität ist, sondern nichts als ein künstliches Kulturprodukt der letzten 200 Jahre.
  • Nicht mehr zu überbietender Zynismus

    25.08.2015, Walter Weiss
    Nach dem Bericht besteht das zu verarbeitende Material zu 92% (!) aus Mais und anderen menschlichen Nahrungsmitteln - und weder der Bericht selbst, noch die bisherigen Kommentare dazu erörtern den Skandal, der in dieser Zahl liegt. Wie kann man in einer Zeit, in der täglich tausende Kinder verhungern, ein solches Verfahren auch nur ernsthaft ERÖRTERN?!

    Ich bin völlig ratlos in Anbetracht eines solchen menschenverachtenden Verhaltens.

    Es gibt doch ÜBERHAUPT KEINE ANDERE ALTERNATIVE als die, alle Biogasanlagen, die auch nur wenige Prozent Essbares verarbeiten, abzuschalten und zu verbieten, zumal die wirklich erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind bereits heute genügend Strom für die Versorgung ganz Deutschlands liefern könnten, wenn die Speicherfrage gelöst würde, wenn also zB die auf Wandlung von Strom zu Wasserstoff und Methan gerichteten Verfahren industriemäßig angewandt und zu erträglichen Preisen führen würden, insbesondere für die dezentrale und kleine Speicherung.

    Daran haben aber gewisse Kreise nicht das geringste Interesse - nach meinem Verständnis ist deren Verhalten nichts als zynischer Totschlag im ganz großen Stil.