Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Keine Hilfe gegen den Klimawandel

    09.12.2015, Robert Orso
    Ich würde die Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht von Modellrechnungen über das Pflanzenwachstum abhängig machen.

    Selbst wenn die Pflanzen wie berechnet vermehrt wachsen, sterben auch wieder vermehrt Pflanzen ab. Das Kohlendioxid bleibt daher nur vorübergehend gebunden, fällt also aus der Rechnung überhaupt nicht heraus. Wir könnten ein bisschen Zeit gewinnen, wenn die netto Wald Biomasse jährlich anwachsen würde, was bei der anhaltenden Brandrodung des Urwaldes wohl ein frommer Wunsch bleibt.

    Damit das CO2 durch Biogenese aus der Atmosphäre entsorgt wird, muss das Pflanzenmaterial anschließend sedimentiert und unter Luftabschluss für geologische Zeiträume eingesperrt werden. Das heißt, wir müssen aus dem Holz wieder Steinkohle machen. Das wird wohl eher ein sehr langfristiges Projekt werden.

    Man könnte aber auch versuchen, einfach weniger von dem bereits vorhandenen, fossilen Kohlenstoff freizusetzen. Das scheint mir für den Moment wesentlich effizienter zu sein als auf das langsame Baumwachstum zu spekulieren und die noch viel langsamere Konservierung dieses Kohlenstoffs.
  • Stonehenge älter

    09.12.2015, ACHIM LUCAS REHM
    Ich bin der Auffassung, daß Stonehenge viel älter ist, als es der derzeitige Forschungsstand zuerkennen will. Es muß schon vor 5500 vor Christus existent gewesen sein, sodaß ich es auf 10 bis 11 000 Jahre hin datieren würde. Die Wissenschaft erklärt weder, wer es gebaut hat, noch warum ein derart aufwendiges Bauwerk keine weiteren Spuren von Bewohnern zurückgelassen hat.
    Das kann nur bedeuten, daß die Erbauer von woanders her kamen und Stonehenge eine Art Leuchtturmprojekt war für eine Außenstelle oder eine Kolonie, so, wie Rom in seinen Kolonien Bauwerke hinterließ.
    Wer die Erbauer waren wird somit vollkommen deutlich.
  • Warum können Gegenstände am Eis anfrieren.

    09.12.2015, Christian
    Ich denke da auch an "am Laternenpfahl lecken".
  • Korrektur zu Verirrungen

    08.12.2015, George Ulmhoff
    Einfach mal ein paar Fehler in ihrem Beitrag ansprechen: Zu behaupten, CO2 besäße wegen seines geringen Anteils keinen Einfluss auf das Klima, ist ähnlich dumm, wie zu behaupten, Hefe besitze wegen seines geringen Anteils keinen Einfluss auf einen Hefeteig. Googlen Sie mal nach "Katalysator" und machen sich über "Chaostheorie" kundig. Das Klima ist ein hochkomplexes System, und solche Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass geringfügige Einflüsse große Wirkungen entfalten können: "In Peking schlägt ein Schmetterling mit dem Flügel, und in New York gibt es Regen statt Sonnenschein" wie ein beliebter Witz unter Chaostheoretikern lautet und der auch sehr bekannt ist.

    Was die Sahara angeht: Richtig ist, dass es eine Begrünung am Sündrand gibt, zum Norden hin aber weitet sie sich aus. Sagen Sie mal bei allen Respekt: Lesen Sie nur noch solche Quellen, die ihr Weltbild stützen, schließen Sie sich hierzu in einer FilterBubble ein? Oder verbreiten Sie ihre Fehlinformationen bewusst?

    Was ihren Kommentar über die gierigen 3.-Welt-Länder angeht, so widert mich das so an, dass ich darauf gar nicht weiter eingehen will.

    Was den positiven Effekt von CO2 als Dünger angeht, so stimmt das teilweise, aber eben nur teilweise:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhausgas-zu-viel-co2-laesst-ackerpflanzen-verkuemmern-a-694592.html

    (Und wichtig noch: Gärtner sind keine Klimatologen)

    Ach ja, und das an einem Tag mitten im Dezember, schön warm, richtig mild und bei strahlenden Sonnenschein... da muss man sich mit sowas rumschlagen.
  • Bitte nicht noch mehr Kunstessen!

    08.12.2015, nozomi07
    Ein sehr interessanter Artikel - nur der letzte Satz schockiert mich: "...könnte man Lebensmittel entwicklen..."

    Noch mehr künstlich entwickelte Lebensmittel? Das ist das letzte was wir brauchrn. Wir sollten zurück zur Natürlichkeit: Dass man schmeckt wo es herkommt. Vom natürlichen Fettgehalt frischer Milch oder von Serrano-Schinken ist noch niemand dick geworden.

    Statt den Geschmackssinn zu täuschen, sollten wir lernen ihn wieder zu entwickeln. Dazu kann diese Forschung dienen.
  • eine andere Sensation hervorrufen ??

    08.12.2015, Peter
    Man muss Fremdworte übersetzen, wenn der Kontext es verlangt.

    Langkettige Fettsäuren rufen keine Sensation hervor, sie rufen eine andere (Geschmacks-)Empfingung hervor.
  • Vor wenigen Monaten noch ...

    08.12.2015, Werner Kohl
    ... schrieben Sie in
    http://www.spektrum.de/news/globale-erwaermung-sorgt-fuer-mehr-schnee-in-der-antarktis/1337880

    "... Mit jedem Grad, das die Temperatur in der Region ansteigt, ist mit etwa fünf Prozent mehr Schnellfall zu rechnen."

    Leider hielten Sie es damals nicht für angebracht, meinen Kommentar zu veröffentlichen. Jetzt setzt sich auch bei Ihnen die Erkenntnis durch, dass sich der größte Teil der Antarktis abkühlt.

    Mein damaliger Kommentar:

    "Die gesamte Überlegung setzt voraus, dass es in der Antarktis in den letzten Jahrzehnten einen Temperaturanstieg gegeben hat.

    Die Satellitendaten des UAH (Lower Troposhere, Spalte "SoPol") widersprechen dieser Annahme jedoch:
    http://www.nsstc.uah.edu/data/msu/t2lt/uahncdc_lt_5.6.txt

    Was nutzen diese schönen Analysen, wenn die Voraussetzung nicht erfüllt ist?"
  • Muß nicht unbedingt beruhigend sein

    08.12.2015, Jan PP
    Ich kenne es noch aus Erzählungen meiner Großmutter, die auch im tiefsten Frost Wäsche draußen aufgehängt hat. Und wenn diese nicht mehr knatterte, sondern flatterte, war sie trocken.
    Was die Abkühlung ausmachen könnte, wäre also Sublimationskälte.
    Also daß auch hier die Eismasse abnimmt.

    Da die Erde ca. 500m durch das Gewicht des Eises nach unten gedrückt wird, wird eine einfache Höhenmessung leider auch nicht meine These be- oder widerlegen, hier wäre eine echte Dickemessung des Eispanzers nötig.
    Oder wenigstens eine Bestimmung der Luftfeuchtigkeit.
  • Vergleichen... Teil 3

    07.12.2015, Guido Scholzen
    1. Ich habe noch niemanden getroffen, der behauptete, CO2 sei kein "Treibhausgas", physikalisch richtig wäre, ein wärmespeicherndes Gas, und so ein Gas muss mindestens 3-atomig sein, wie H2O, CO2, CH4, O3,...
    2. Niemand hat behauptet, der CO2- Anteil nehme nicht zu. Als ich ein Kind war (1980) waren es 0,03% Luftanteil, jetzt mehr als 0,04%. Alles Menschenwerk!
    3. Die Menge von 0,04% CO2 in der Luft ist zu gering, um eine merkliche Temperaturspeicherung festzustellen. Dass ein Ansteigen des CO2-Luftanteil ein positives Wachstum bei Pflanzen verursacht ist richtig. Da können Sie jeden Gärtner fragen. In vielen Gewächshäusern wird die CO2-Düngung angewandt.
    4. In Ihren Augen scheint es nur Lobbyismus aus Wirtschaftsgründen zu geben. Sie können sich irgendwie nicht vorstellen, dass es Lobbyismus aus rein politischen oder ideologischen oder religiösen Gründen gibt. Jede Lüge und Behauptung ist dann willkommen. Alle wollen nur abkassieren auf Kosten der Allgemeinheit.
    5. Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, dass die Politiker der 3. Welt und der Schwellenländer das "Klimageld aus Paris", das momentan verhandelt wird, für "Klimaschutz" einsetzen? Diese Politiker (wie in Tuvalu) wollen nur abkassieren, sonst nix.
    6. In den letzten Jahrzehnten hat es nicht mehr Dürren, Überschwemmungen, Tornados, Wirbelstürme,... als zuvor. Das steht sogar im Bericht des IPCC. Mit allem Respekt, aber haben Sie den überhaupt gelesen? Apropos: Die Sahelzone war in den 1980er trockener als heute, und die Sahara wird flächenmäßig seit Jahrzehnten kleiner.
    7. Es gibt keine "verschwindenden Insel durch Meeresspiegelanstieg". Die Malediven haben ein Problem mit Sandabbau, manche Inseln im Pazifik (Kiribati...) unterliegen einem Auf- und Ab der Plattentektonik im pazifischen Feuerring.
    https://youtu.be/rSQ9Yffwx-0?t=27m15s
  • Nichts tun ist auch keine Lösung.

    07.12.2015, howetzel
    Das Verglühen der Erde in der Sonne nach ihrem Ausbrennen dauert noch 3,5 Mrd Jahre. Da bleibt also noch etwas Zeit, die sinnvol genutzt werden sollte!
    Was mich stört ist der Aktionismus, der aus der scheinbar erkannten absoluten Wahrheit geboren wird. In ideologischer Verblentung wird kein Hinterfragen zu gelassen, ohne als Klimaskeptiker abgestempelt zu werden!
    Seit 1998 gibt es eine Pause. Warm- und Kaltphasen im Mittelalter werden einfach raus gerechnet. Das Buch die Klimafalle des Klimaforschers von Storch wird einfach totgeschwiegen. Der Untertitel: Die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung läßt ahnen warum!
    Die Leistung der Deutschen ist relativ bescheiden, denn die schönen Zahlen der THG-Einsparungen stammen aus der Deindustriealisierung Ostdeutschlands und korrelieren mit der jährlich nicht geförderten Braunkohle-Menge. 1989 wurden in der DDR 300 Mio. t Braunkohle gefordert!
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Howetzel,

    wir schweigen Herrn von Storch sicher nicht tot - z.B. hier:

    http://www.spektrum.de/news/nur-die-temperaturen-pausieren/1207873

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl

  • Sie verstehen nicht

    07.12.2015, George Ulmhoff
    Die Tabakkonzerne haben "Wissenschaftler" gekauft, die genau jene Lügen (keine Irrtümer wohlgemerkt) verbreiteten, die diesem Wirtschaftszweig nutzten.

    Die Energiekonzerne kaufen "Wissenschaftler", die genau jene Lügen verbreiten, die diesem Wirtschaftszweig nutzen. Vergleiche "Wie Exxon den Klimawandel entdeckte - und leugnete"

    http://www.spektrum.de/news/wie-exxon-den-klimawandel-entdeckte-und-leugnete/1374674

    Was den steigenden Meeresspiegel angeht:

    "Klimawandel spielt für uns eine sehr große Rolle. Vor allem für diejenigen, die auf Korallen-Atollen leben. Die sind nur 4 Meter höher als der Meeresspiegel. Das besorgt mich sehr, denn jede kleine Veränderung hat große Auswirkungen auf unsere Inseln. Das Meer überspült unsere Inseln und das Salzwasser zerstört unsere Ernten. Der Klimawandel nimmt uns die Sicherheit Essen zu haben, er nimmt uns unsere Heimat. Für die kleinen Inselstaaten und besonders für solche kleinen Atolle wie Tuvalu sind die Verhandlungen hier eine Überlebensfrage."

    so der Außenminister von Tuvalu:
    http://www.taz.de/Tuvalus-Aussenminister-ueber-Klimawandel/!5258154/

    Was die "afrikanische" Anklage angeht: Wenn erstmal die Dürren noch schlimmer sind, als sowieso schon, wenn mehr Menschen an Hunger sterben, dann werde ich mir das Lügenmärchen, dass a) CO2 kein Treibhausgas sei, und b) so ein guter Dünger, noch mal zu Gemüte führen.

    Das ist ja auch das faszinierende: die Klimaleugner behaupten wahlweise das eine oder das andere. Mal heißt es, die CO2-Konzentration nehme nicht zu, dann wiederum, wenn diese Lüge nicht zu halten ist unter der Last der Fakten, dass die Zunahme wegen des Dünger-Effekts eine gute Sache sei.
  • Musiker, Schauspieler und andere...

    07.12.2015, T.Hilleke
    ... die nur polarisieren wollten, sollten einfach mal die Schn... ähm Klappe halten.

    Löwen dürfen also geschützt werden... wer aber soll denn die Beute der Katzen in Australien schützen??

    Als Gutmensch ist es schon schwer in einer Welt zu leben, in der man sich nur im Kreis dreht...

    Beispiel
    In einer Doku wird über Hirsche, Elche usw berichtet... man sieht die tollpatschigen Kälber durch die Pampa tollen und ist sofort verliebt.
    Dann kommt ein böser Wolf oder ein böser Bär, tötet und frißt das niedliche Kalb... Schon haben wir einen perfekten, grausamen Bösewicht!

    Wird aber der Wolf oder der Bär gezeigt, wie er seine Jungen füttert... ist das Kalb vergessen, weil die kleinen Bären und Wölfe genauso niedlich sind...
    Ein Teufelskreis

    Fakt ist, die Katzen können nichts dafür, dass sie eingeschleppt wurden. Aber wo ist die moralische Verpflichtung den Tieren gegenüber, die keine Chance hatten, sich über Jahrtausende usw an die Katzen anzupassen???

    Das gleiche gibts in Deutschland mit Waschbären! Angeblich haben sie eine Nische gefunden, die niemandem weh tut.... soso...
    Aber dass alle Singvögel als bedroht gelten, dass sogar die Bestände der Spatzen um die Hälfte eingebrochen sind... und das Waschbären Nester plündern... das interessiert mal wieder keinen
  • Dann vergleichen wir mal ! Teil 2...

    06.12.2015, Guido Scholzen
    @George Ulmhoff

    Ihr Vergleich mit der Tabak-Industrie ist exellent !
    Die einen Lobbyisten verharmlosen ein schädliches Produkt names Tabak, um ihre Ziele zu erreichen.
    Und die anderen Lobbyisten verteufeln einen harmlosen Stoff wie CO2, um ihre Ziele zu erreichen.
    So funktioniert Lobbyismus. Wäre CO2 wirklich gefährlich, dann würde Al Gore nur noch mit dem Fahrrad fahren.
    Kennen Sie den Text "eine Afrikanerin klagt an" ?
    Dieser Text ist das krasse Gegenteil des Berichtes hier bei spektrum.de

    http://www.topnews.de/klimadebatte-eine-afrikanerin-klagt-an-374692

    NB.: Ja, ich bezweifele, dass es Klimaflüchtlinge wegen des steigenden Meeresspiegels gibt. Schauen Sie sich den Beitrag an, der ich bei #9 empfehle. Danke.
  • Zur 2. Auflage

    06.12.2015, Armin Pieroth
    Das Buch bietet eine riesige Menge von Fakten, und ist deshalb ein sehr umfangreiches Nachschlagewerk. Neuere Erkenntnis sind an den entsprechenden Stellen nachgetragen, was aber zu einem Problem führt: die in den Nachträgen verwendeten Fachbegriffe wurden wahrscheinlich in der ersten Auflage bei deren erster Verwendung erklärt. In den Nachträgen stehen sie aber an Stellen, die oft hunderte von Seiten von der Erklärung entfernt sind. Für den Lernenden bedeutet das ein dauerndes Hin- und Herblättern. Eine durchgehende Lektüre ist praktisch nicht möglich, ein Eigenstudium ist ausgeschlossen. Bei einer Neuauflage sollten Text und Erklärungen wieder in eine brauchbare Reihenfolge gebracht werden. Auch ein ausführliches Glossar wäre hilfreich.
  • Dunkle Materie - erhellt

    06.12.2015, Adolf Ebel
    Der Aufsatz gibt eine sehr lesenswerte Übersicht über verschiedene Hypothesen und Deutungen, die die Dunkle Materie seit ihrer Postulierung vor mehr als 80 Jahren erfahren hat. Ihre Beliebtheit als Spekulationsobjekt steigt ständig. Und so stimmt man den Autoren gerne zu, wenn sie kritisch hinterfragen, ob da nicht des Guten zu viel getan wird. Man muss aber auch zustimmen, dass es sich da um ein Rätsel handelt, dass unbedingt gelöst werden muss.

    Deswegen und wegen der Vielfalt der von den Autoren beschriebenen Erklärungsansätze sei es erlaubt, eine weitere Deutungsmöglichkeit hinzuzufügen. Diese schließt an die im Aufsatz diskutierte Frage an, ob Neutrinos die Dunkle Materie erklären könnten. Mit dieser Frage hat sich der Physiker Helmut Zschörner (1920 – 2005) in einer Studie beschäftigt, die von einer besonderen Struktur des Universums ausgeht, nämlich von einem dicht mit Elementarobjekten erfüllten Raum. Diese Objekte besitzen gewisse Eigenschaften der bekannten Neutrino-Formen. Zum Beispiel findet kaum Wechselwirkung mit schwereren Teilchen oder Teilchenkomplexen statt. Die allermeisten sind masselos. Und die wenigen massebehafteten zeigen Masseoszillationen, entsprechend der in diesem Jahr mit dem Nobelpreis honorierten Entdeckung, dass Neutrinos oszillierende Massen besitzen können. Der wesentliche Unterschied ist aber, dass diese Elementarobjekte ihre Position relativ zueinander nicht ändern und ihre Abstände in dem von ihnen gebildeten Raumgitter ständig zunehmend wachsen, was eine beschleunigte Expansion des Universums bewirkt. Sie wurden ursprünglich von H. Zschörner allgemein als Neutrinos bezeichnet, sollten nun aber nach fortschreitender Neutrinoforschung mit einem spezifischen Namen belegt werden, der sie von anderen Neutrinotypen unterscheidet, z. B. Z-Neutrinos.

    Sie können vier verschiedene Massewerte haben, nämlich 0, m, 2m und 3m, wobei m die Basismasse der Z-Neutrinos bedeutet. Masselose Neutrinos sind die bei weitem häufigsten, solche mit dreifacher Grundmasse die allerseltensten. Massefluktuationen finden also im Wesentlichen zwischen einfacher und doppelter Masse statt. Diese überall im Raum auftretenden Fluktuationen sollten sich als Strahlung bemerkbar machen, als im ganzen Kosmos im Hintergrund vorhandene Strahlung. Die einzige bekannte Strahlung dieser Art ist die 3K-Hintergrundstrahlung, die sonst üblicherweise als Nachwirkung des Urknalls gedeutet wird. Mit ihr kann man die Z-Neutrino-Grundmasse abschätzen. Man findet einen kaum vorstellbar kleinen Wert von rund 1,4∙10-39 kg, etwa 9 Größenordnungen kleiner als die Elektronenmasse und empirisch durch Experimente nicht erreichbar. Dem steht eine unvorstellbar große Zahl von Elementarobjekten gegenüber, von denen ein sehr geringer Teil eine Masse besitzt, die in der Summe aber trotzdem ausreicht, das im Sichtbaren beobachtete Massendefizit zu erklären. Die dort fehlende Masse ist nicht dunkel, sondern lediglich nicht sichtbar – wie beobachtet.

    Das ungewöhnliche Szenario eines mit einem Gitter von Elementarobjekten besetzten Raums wurde von Helmut Zschörner Mitte der 1980er Jahre entwickelt. Seine Theorie hat ein innovatives erkenntnistheoretisches Fundament und ist vorrangig auf den Ursprung und die Entwicklung des materiellen Universums ausgerichtet. Sie hat keine Probleme mit der Vereinigung der vier Kräfte der Physik. Ihre Bestätigung findet sie in der Tatsache, dass sie etwa 15 Jahre vor der Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums dieses Phänomen quantitativ genau vorausgesagt hat. Es lohnt sich also, sich mit den Arbeiten Helmut Zschörners näher vertraut zu machen. Sie sind in der elektronischen Bibliothek der Universität zu Köln als Reihe veröffentlicht (http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/5214; http://kups.ub.uni-koeln.de/5717; http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/5380; http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/5460). Das Thema Neutrinomasse wird auf den Seiten 35 – 50 des ersten Bandes der Helmut-Zschörner-Reihe (http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/5214) behandelt. Die Deutung der Dunklen Materie findet man in einem Aufsatz des vierten Bandes auf den Seiten 51 – 66 unter derselben Internet-Adresse.