Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Buch ist nicht gleich Buch und Leser nicht gleich Leser

    23.10.2013, Ruth Lotter
    Ihr Artikel brachte mich zum Schmunzeln, denn ich lese auf Kindle und auf iPad. Ich leihe mir Bücher - elektronisch und in echt - aus, ich kaufe mir Bücher echte und elektronische.

    Kurz - ich nutze alles.

    Und ein ebook ist nicht ein ebook. Die Software macht vieles.

    Wenn Verlage ihr Layout noch nach dem gedruckten Buch richten und zweispaltig auch die elektronische Form zur Verfügung stellen, dann ist es veraltet und erinnert mich daran, dass man sich bei den ersten Büchern zur Zeit Gutenbergs auch noch an den handgeschriebenen orientierte, bevor man verstand, was möglich wäre. Lesen Sie mal ein zweispaltiges Buch auf einem Tablett, beim Kindle hab ich aufgegeben.

    Werden die Texte nur als pdf zur Verfügung gestellt, bin ich auf der Suche nach einem guten pdf-Reader, der das Blättern zügiger erlaubt. Und bin auch fündig geworden. Es ist also kein Ding der Unmöglichkeit.

    Wenn ich ebooks ausleihe und dann die Notizen nicht exportieren oder kopieren kann, und ich voll der Verzweiflung die Seiten fotografiere, bevor die Entlehnfrist abläuft, dann ist das nicht elegant.

    Will ich im Urlaub einen Roman lesen, dann tut es ein einfacher kindle auch. Da kann ich auch meine Markierungen nachlesen und amazon weiß davon. Na, und.

    Ich würde gern auch mal mit einem Stift am iPad, Notizen machen, doch in den ebooks kann ich das nicht. Ich habe noch keinen passenden Reader gefunden.

    Es ist die Software, die mir nicht gefällt, nicht die Hardware. Manchmal denke ich, dass jene, die programmieren, keine Bücher lesen und sie auch nicht mögen. Ich bemerke, die Hürden, die absichtlich von Buchanbietern (und da bin ich jetzt großzügig, ich kaufe nicht nur bei Amazon, auch bei apple oder Thalia) geschaffen werden, sind mir bewusst. Es sind keine technischen Hürden, es sind absichtliche Finten, die gelegt werden, wenn im Reader des einen, ein Format des anderen nur mit Schwierigkeiten gelesen werden kann. Sie sind nicht alle gleich und manchmal will ich etwas mit einem anderen Reader lesen, weil es meinen Bedürfnissen entgegenkommt. Der eine kann abdunkeln, der andere nicht. Der eine hat eine bessere Verwaltung der Notizen, als der andere. Beim einen kann ich den Bildschirm einfrieren, damit ich das Buch auch in Seitenlage lesen kann, der andere nicht.

    Notwendig ist auch zu unterscheiden, wie ich wissenschaftlicher Literatur und Belletristik lese. Die Bedürfnisse sind andere. Doch das, was sich als erstes bemerkbar macht bzw. wo am meisten Energie hineingeworfen wird, ist der Kopierschutz.

    Dazu fällt mir nur die Buchpreisbindung im deutschen Sprachraum ein. Da kosten ebooks, solange es noch nicht als Taschenbuch erhältlich ist, ebensoviel wie ein gebundenes Buch. Also lese ich englische Autoren nur mehr im Orginal, denn die kosten als ebook nur halb so viel wie deren Übersetzungen ins Deutsche.

    Es erinnert mich an die Zeit als es noch kein Internet gab und mir eine Freundin, nach ihrem Studienjahr in den USA von einer neuen Welt erzählte, die verschiedene Dienste anbot, wie Dateitransfer, mails, und ähnlichem und ich sagte, dass muss alles in eines hinein, dann wird es ein Erfolg und ein Jahr später kam das worldwideweb, WWW. Auch andere hatten die Idee.

    Bei den ebooks ist es heute noch zäh, nicht elegant. In Wahrheit muss man sich hinsetzen, verschiedenste Bücher ausprobieren, schauen, wozu man sie nützt und wie man sie nützen will. Wie lernen Studenten? Was ist, wenn sie in verschiedenen Büchern Kapitel vergleichen wollen und zwar nebeneinander? Es gibt nicht den einen Leser. Genausowenig wie das eine Buch. Dazu muss man sich hinsetzen und denken und ausprobieren. Und ein ganzes Buch lesen oder aus einem ganzen Buch für eine Prüfung lernen. Ein kurzer Blick reicht nicht, denn es bleibt ein Blick zurück im Zorn.

    Ich habe mir vorgestellt, wie unterschiedlich meine Zufriedenheit mit verschiedenen Readern und Formaten ist, und wie zweifelhaft für mich die Untersuchungsergebnisse wurden. Denn elektronisch Lesen ist nicht elektronisch Lesen, die Lesewelten sind unterschiedlich.

    Irgendwie scheint es noch immer so zu sein, dass man bei Hardware auch spüren muss, dass es HARTware ist und die Software, den Regeln der Entwicklern und nicht der Benützer folgt.

    ps. Zum haptischen Lernen kann ich nur sagen, ich habe weder mit gedruckten Wörtern, noch mit e-ink Wörtern um mich geworfen. Noch sind es Autoren, von denen es abhängt, mich zu faszinieren. Ich habe gerade eine Lesereise hinter mir, wo ich 7 Bücher eines Autors elektronisch gekauft, ausgeliehen und ein Printexemplar gekauft habe. Der Zettel, der als Lesezeichen dauernd rausfällt, nervt und die Notizen habe ich mit Bleistift gemacht und Seiten auf der letzten Buchseite notiert. Und das mindestend 1000 Seiten dicke Biologiebuch, das ich nur sitzend am Tisch lesen kann, weil es mich sonst erschlägt, hätte ich lieber als ebook.
  • Was ist der Arbeitsmodus?

    22.10.2013, Stefan Pschera
    Schlaf ist doch nicht Ruhe, sondern aktive Phasen wechseln mit Tiefphasen. Bei letzteren passiert wenig. Im REM sind die Neuronen aktiver als im Wachzustand. Wann in welcher Phase werden toxische Stoffe angebaut? Und da gibt es mehr Astrozyten als Neuronen. Prof. Reichenbach, Gliaforscher in Leipzig, schreibt dazu:
    "Bildhaft kann man sagen, Nervenzellen verdienen das Geld in der Familie, sind aber zu beschäftigt, um sich um den Haushalt zu kümmern. Die wichtigen Aufgaben Nahrungsbeschaffung und Aufräumen, also Nährstoffe heran- und verbrauchte Botenstoffe nach der Informationsvermittlung wegzuschaffen, übernehmen die Gliazellen."

    Es passt nicht, was obige Artikel zur Funktion des Schlafes findet.
  • Welche Rolle spielt das Landauer-Prinzip?

    22.10.2013, Ludek Smolik
    Den Autoren unterläuft eine kleine Unkorrektheit.
    Das mooresche Phänomen ist kein Gesetz. Es ist eher eine aus Beobachtung entstandene Gesetzmäßigkeit oder Faustregel, eben eine Prognose und ursprünglich eher für die Wirtschaft als für die Wissenschaft gedacht. Dies bemerken die Autoren zwar gleich zum Anfang des Artikels ausdrücklich, doch zum Schluss erheben sie diese empirische Regel dann doch wieder irgendwie in den Status eines Gesetzes "in bester Gesundheit".
    Was mich aber zum Schreiben dieser Zeilen noch mehr veranlasst hat: Ist den Autoren auch der Begriff des Landauer-Prinzips bekannt?
    Mit Sicherheit ja. Es wäre eventuell interessant gewesen, zu dieser natürlichen Schranke im Hinblick eben zu der mooreschen Prognose Stellung zu beziehen.
    Antwort der Redaktion:

    Ja, das mooresche Gesetz ist kein Gesetz (wie die Autoren in der Tat ausdrücklich bemerken), es wird aber allgemein so bezeichnet ("Moore's law"). Da hilft nichts, man muss sich an den etablierten Sprachgebrauch halten.

    Landauers Prinzip war den Autoren nicht geläufig; es spielt in ihrer Arbeit auch keine Rolle. Auf Ihren Leserbrief hin haben sie sich kundig gemacht; langjährige Abonnenten dieser Zeitschrift können an dieser Stelle den Artikel "Grundsätzliche physikalische Grenzen beim Rechnen" von Rolf Landauer (Spektrum der Wissenschaft 9/1985, S. 94) aus dem Regal holen. Das Ergebnis: Aus thermodynamischen Gründen erfordert eine elementare Operation (bemerkenswerterweise das Löschen eines Bits) eine gewisse Mindestmenge an Energie.

    Extrapoliert man das mooresche Gesetz, so liegt der Zeitpunkt, zu dem der Energieverbrauch einer elementaren Operation auf Landauers Grenze abgesunken sein wird, 20 Jahre oder mehr in der Zukunft. Bis dahin werden längst andere physikalische Grenzen dem mooreschen Gesetz den Garaus gemacht haben: Ein Bit kann schwerlich durch weniger als ein Atom dargestellt werden. Das Landauer-Prinzip bleibt also weiterhin eine sehr theoretische Schranke.

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Der Artikel ist "Schnee von gestern"

    21.10.2013, Stefan Pschera
    Das Gehirn ist unglaublich fähig und braucht Schlaf zur Reinigung? Und was sollen dann die Schlafphasen zwischen Tief und REM

    Man weis doch, die Erregungsleitung im Neuron erfolgt dissipativ. Das Neuron darf nicht unkontrolliert feuern. Ansonsten die Erregung über viele Neurone zum Erfolgsorgan geleitet. Der Organismus würde zappeln (unkontrollierte Bewegungen). Wie den Überschuss abbauen?
    Lösung: Im Schlaf – die Motorik ist gehemmt. Die Neuronen feuern ungehemmt.
    Dann aber sind manche Neuronen durch das Feuern überbeansprucht (Mangel). Tiefschlaf bringt den Ausgleich. Und dann geht es wieder los – das ungehemmte Feuern.

  • Zur Universalität der gravitativen Rotverschiebung (UGR)

    21.10.2013, Matthias Kaufmann, Fellheim
    Im Artikel heißt es zur Universalität der gravitativen Rotverschiebung (UGR) sinngemäß folgendes:
    - Zwei Uhren unterschiedlicher Bauart laufen synchron, wenn sie sich auf der gleichen Bahn durch die Raumzeit bewegen.
    - Zwei Uhren gleicher Bauart die sich auf verschiedenen Bahnen bewegen weisen einen Gangunterschied auf, der universell ist.
    Daraus folgt, dass zwei synchron laufende Uhren unterschiedlicher Bauart, die von einem höheren auf ein niedrigeres Gravitationspotenzial gebracht werden, um den universellen Gangunterschied anders laufen, aber weiterhin synchron.
    Nimmt man ein mathematisches Pendel und eine Atomuhr zur Zeitmessung, hat man bereits eine Paarung gefunden, die den obigen Annahmen widerspricht, da sich beim mathematischen Pendel die Frequenz mit abnehmender Gravitation vermindert, bei der Atomuhr jedoch erhöht.
    Der Faktor alpha ist also ungleich null und damit ergibt sich ein Widerspruch zur allgemeinen Relativitätstheorie.
  • Zögerlichkeit

    21.10.2013, Matthias Thiermann
    Über die Zögerlichkeit der Zuordnung zur Drogensucht, könnte man spekulieren, ist die Lebensmittelindustrie schuld. Denn ich muss nicht erst nach zellulären Anpassungsvorgängen im Gehirn suchen, um festzustellen, dass Kokainsucht eine Sucht ist. Oder Heroinsucht sich im Kopf gleich oder ähnlich verhält wie Nikotin-, Alkoholsucht oder sonstige Süchte. Auf die Idee für würde auch niemand kommen! Ich schaue mir das Phänomen an und stelle eine Vergleichbarkeit fest. Die viel weitreichendere und wichtigere geistige Transferleistung ist zuzugeben, dass Zucker eine Droge ist. Und davon will uns die Lebensmittelindustrie mit allen Mitteln abhalten.
  • Überfällige Korrektur

    21.10.2013, Günter Ahlert, Oberursel
    Der kritische und überfällige Artikel Ihrer Autorin Melinda Wenner Moyer zur "Entzauberung" einer jahrzehntelange vermuteten, aber nie bewiesenen therapeutischen Rolle von "Antioxidanzien" als Gegenspieler des biologischen Alternsprozess ist zu begrüßen. Diese Spekulation fußt auf der "Free Radical Theorie of Aging" von D. Harman aus dem Jahr 1956, wonach das Altern der Lebewesen sich durch Oxidation der Strukturen von Körperzellen durch einen oxidativen Stress durch freie Sauerstoffradikale erklärt. Diese "Theorie" hat zu erheblicher Behinderung des Fortschritts der Alternsforschung und medizinisch sinnlosen "Anti-Aging"-Behandlungen geführt.
    Wer Fragen zur Herkunft und Evolution der Lebensdauer und des Alterns von Lebewesen, einschließlich des Menschen hat, kann zuverlässige Antworten im Buch "Altern - Ergebnis ökologischer Anpassung" von G. Ahlert finden. Es ist (neben Wikipedia-Zitierung) bereits 1996 im Karger-Verlag erschienen, hat aber an Aktualität kaum eingebüßt.
  • Bayessche Formel subjektiv?

    20.10.2013, Harald Kirsch, Düsseldorf
    Werfen wir einen herkömmlichen Würfel, so erwarten wir die 2 mit Wahrscheinlichkeit 1/6. Erfahren wir dann, dass eine gerade Zahl gefallen ist, so "springt" unsere Erwartung, auf 1/3. Dieser Sprung folgt nach der bayesschen Formel, die nichts anderes ist, als eine Rechnung mit bedingten Wahrscheinlichkeiten nach den Axiomen der Wahrscheinlichkeitstheorie. Was ist daran subjektiv?
  • Leiden einfach wegkaufen..

    20.10.2013, josef wieser
    schöner Artikel.

    Fragen dazu?
    Erkennen Fleischesser, dass sie mit etwas mehr Geldeinsatz Tierleid reduzieren können (Demeterfleisch statt Discounter)? Falls ja, hat die Abwägung Geldersparnis gegen Tierleid etwas mit Moral/Ethik zu tun?

    Grüße an die Mitstreiter
  • Sehr guter Artikel

    19.10.2013, J
    Ein sehr guter Artikel, der die Problematik von Essens -und Verhaltenssüchten aufzeigt. Einerseits sind klare Suchtmerkmale vorhanden, andererseits stößt es bei "Experten" auf Widerstand, da es gegen deren (veraltete) Lehrmeinung geht.
    Doch solche Artikel sorgen auf lange Sicht dafür, dass sich mehr und mehr Leute der Problematik bewusst werden.

    Interessant wäre es mal zu wissen, welche Auswirkungen mehrtägiges Fasten hat, ob es z.B. die Dopamin D2 Rezeptorendichte normalisiert etc. und dadurch die Toleranz abbaut.
  • @ ugur: Gleichzeitigkeit

    18.10.2013, Russenkind
    Es geht nicht um Zeitmangel des Gehirns im Wachzustand, sondern darum, dass - wie am Schluss des Artikels geschrieben - im "Arbeitsmodus" des Gehirns zwei (ganz bestimmte und im Artikel genannte) gegenläufige chemische Prozesse nicht gleichzeitig ablaufen können (warum auch immer das so sein mag).
  • Keine Zeit und kein .....

    18.10.2013, ugur
    Hat das Gehirn im Wachzustand für diese Dinge keine Zeit?
    Oder geht es ihm wie euch, keine Zeit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens?

    Oder fehlt ihm außer Zeit noch was Anderes ?
  • Meeresspiegel steigt nicht so stark wie angegeben

    18.10.2013, John Larc
    Sie schreiben im 3. Absatz:
    "Pegel: Seit Beginn des Jahrhunderts ist der Meeresspiegel demnach um 20 Zentimeter gestiegen, und sie ist auch in den letzten Jahren weitergegangen."
    Das ist nicht richtig, denn es entspräche in den letzten 13 Jahren einen Anstieg von 1,5 cm pro Jahr. Korrekt wären meines Wissens ca. 1,7mm pro Jahr.

    Also: Was haben Sie gemeint?

    Viele Grüße, John
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Lac,

    vielen Dank für Ihre Anmerkung. Sie haben Recht: Er ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts um 20 Zentimeter angestiegen - ohne diese Zahlenangabe ist die Aussage natürlich missverständlich. Ich habe sie nun ergänzt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Virtualität und Realität

    17.10.2013, Manfred Hörz
    Das Quantenvakuum (QV), das Nichts, ein brodelndes Nichts aus virtuellen Photonen, der "heilige Geist" ist nicht existent. Aber er hat die Potentialität einer Schöpfung, des Urknalls unseres Kosmos.
    Aus diesem neuen Äther, dem nicht lokalisierbaren QV könnte durch extremen Zufall der Urknall entstehen und immer wieder entstehen. Wie? Dazu muss man erst einmal die polaren Begriffe von Virtualität und Realität analysieren. Sie sind relativ bzgl. des Subjekts. Wenn etwas durch alle Sinne und Interaktionen des Subjekts sich in dem bekannten Sinne verhält, schreiben wir ihm Realität, Existenz zu. Ansonsten bleibt es Zeichen oder virtuell. Doch Wesen mit mehr Sinnen als wir könnten unsere Realitätszuschreibung zu diesem Etwas immer noch als Zeichen erkennen. Virtualität und Realität sind lediglich Pole und dazu noch beobachterabhängig. Aber ohne diese Wechselwirkung gibt es weder Realität noch Virtualität. Wie entsteht nun aus der Virtualität Realität. Durch Integration all dieser Zeichenteile. Und in der Physik? Der virtuelle Raum des QVs produziert stets "Protuberanzen" von virtuellen Photonen und Antiphotonen (was das Gleiche hier noch ist).
    Und zwar so viel wie die Unschärferelation in gewissen nicht messbaren Zeiteinheiten zulässt.
    Wenn nun ein extremer Zufall eintritt und eine Zeitkaskade ultrakurzer "Protuberanzen" in einem engen Gebiet sich integrieren, wird aus der Virtualität Realität. Die ungeheure zeitlich versetzte Anzahl von virtuellen Photonen wird durch diese Integration zu realen Photonen, zum realen Raum, eben unseres Kosmos und zur realen Zeit, dem Beginn der realen Zeit und zu realer Energie: der Urknall.
    Doch virtuelle Zeit, Raum und Energie gibt es bereits im QV und wird es ewig geben. Diese Zeit hat unter gewissen Umständen eine Struktur, die die Grundlage der Gesetze bildet. (Nicht im Sinne Kants.) Diese Gesetze, Wahrscheinlichkeitsgesetze entstehen durch Brechung der Zeitsymmetrie, in dem unabhängige Zeitverläufe (in verschiedenen Gebieten des QVs) sich überlagern, was durch eine Wolke von virtuellen Photonen bewerkstelligt werden kann und sie so 'zusammenkleben'. Im QV existieren anfänglich im Wesentlichen nur symmetrische, deterministische Verläufe, die jedoch bei nur geringer Komplexität in chaotisches, symmetrische Zeit übergehen. durch Superpositionen dieser unabhängigen Zeitverläufe entstehen primitive Formen der Zeit und damit von Gesetzen. Ein Urknall ist nicht unmittelbar reversibel. Nur die Vorversuche, die nicht über genügendes Integrationspotenzial verfügen. Sobald die Realität entstanden ist, ist die Wirklichkeit ein Komplex aus immer noch untergründiger Virtualität und Realität. Das gilt nicht nur für die Physik, sondern ist ein allgemeines Prinzip (auch in der Mathematik). Was mich jedoch immer wieder erstaunt, ist dass einige Physiker glauben, das Subjekt bechreiben zu können. Das ist ein großer Irrtum, ein Kategorienfehler, dem auch der Versuch zugrunde liegt, den Messprozess zu objektivieren, bspw. indem auch der Messprozess in die Beschreibung durch die QM oder die Schrödingergleichung integriert wird. Das ist falsch und verhängnisvoll. Photonen verfügen aber über beide Aspekte der Wechselwirkung: dem "Subjekt" und dem unter gewissen Umständen "beobachtbaren" Objekt. Sie sind daher die fundamentalen "Entitäten" dieser Welt, die auch den Urknall bedingen.
  • Kritik zur Kritik

    17.10.2013, MrBrutus
    Dass die Selbstregulierung der Märkte in bestimmten Situationen ungleich dem idealen Modell (Monopol, Oligopol, Korruption, ungleiche Rechtsbestimmungen) nicht mehr funktionieren kann ist doch schon lange bekannt und auch Teil der Wirtschaftswissenschaften. Daher kann man auf Grund dieser Tatsache ein Nichtfunktionieren in bestimmten realen Situationen nun auch nicht dem Markt selbst zuschreiben, sondern eben den entsprechenden unidealen Umständen.
    Man kann daher auch nicht das System der Märkte an sich verteufeln, sondern man muss die Umstände, welche die idealen Grundbedingungen untermauern (Zitat Artikel: "Vetternwirtschaft zwischen Finanzmarkindustrie, einflussreichen Ökonomie-Professoren, der US-Notenbank und amerikanischen Politikern"), angreifen bzw. exakt für diese Alternativen zum freien Markt vorgeben.
    Das hat auch jeder Wirtschaftswissenschaftler gelernt und dahinter steht auch jeder Wirtschaftswissenschaftler (wenn er nicht gerade selbst Profiteur solcher Mißstände ist, siehe FDP und Konsorten). Keine Ahnung, wie das im Buch verarbeitet wird, aber die reißerische Aufmachung lässt vermuten, dass hier eher die üblichen, lautschreierischen Ressentiments befeuert werden sollen.