Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  1. 1
  2. ...
  3. 5
  4. 6
  5. 7
  6. 8
  7. 9
  8. ...
  9. 746
  • Weltraumchemie und Leben?

    22.01.2016, Dr. Manfred Bühner, Biochemiker
    Der Artikel beschreibt eine überaus interessante Chemie, aber es gibt bei all diesen Weltraummolekülen eine immer wiederkehrende Erscheinung, die ich nicht verstehe: Warum sehen sich die Autoren dieser Beschreibungen geradezu in Sucht-Modus veranlasst, andauernd über Zusammenhänge mit der Entstehung des Lebens zu phantasieren? Und wenn es nur in Titel oder Abstract ist.

    Das Leben existiert auf der Erde und ist auf der Erde entstanden. Alles, was dazu nötig war, war und ist auf der Erde vorhanden. Man kennt zwar nicht alle Einzelschritte im Detail (schließlich war keiner dabei zum Zuschauen), aber es sind keine prinzipiellen Fragen offen. Die Astronomie kommt zwar ins Spiel bei den Grundvoraussetzungen (habitable Zonen usw.), aber für die Erklärung der eigentlichen Entstehung des Lebens wird sie schlicht und einfach nicht benötigt, das haben die terrestrische Chemie und die Biochemie voll im Griff.

    Das ist aber den Astronomen anscheinend nicht bekannt. Sie verstehen im allgemeinen nur sehr wenig von Chemie und mit ganz wenigen Ausnahmen absolut NULL von Biochemie, also von der Chemie des Lebens. Also beschränkt sich das ganze meist auf ein paar Schlagworte wie z. B. "Aminosäuren", die aber für die eigentliche Entstehung des Lebens nur von sekundärer Bedeutung sind; die wirklichen "Täter" sind die Nukleinsäuren. Wenn Astronomen über "Leben" faseln, lese ich das Wort von hinten: Nebel. Es ist einfach nur Sensatiönchenlust und Wichtigtuerei.
  • Der Alarmismuskeule entschlingert :-)

    22.01.2016, Wolf Niese
    Gut erklärt, und wenn ich mir einen anderen Spektrumartikel von Daniel Lingenhöhl über den Jetstream ...

    http://www.spektrum.de/news/warme-arktis-verschafft-uns-haeufiger-extremwetter/1333459

    ... in Erinnerung rufe und die hohe Wahrscheinlichkeit. dass wegen des Kokelns mit fossilen Brennstoffen die Arktis sich doppelt so schnell erwärmt als im Schnitt, der Jetstream schlingert und somit Blizzards in den USA eher entstehen können, dann sprechen die Indizien wiedermal durchaus dafür, dass der Mensch Extremwetterereignisse maßgeblich mitverursacht.

    Eigentlich, denn beweisbar ...

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/11/was-man-beweisen-kann-und-was-nicht/

    ... ist das nicht. *Nur* relativ wahrscheinlich. Weshalb der Autor wahrscheinlich es der Leserschaft überlässt, Wetterextreme im Kontext mit dem Klimawandel zu denken. Somit kann man Lingenhöhl kaum je den Vorwurf machen, in beunruhigten Zeiten Alarmismus zu betreiben.
  • Der teure Wahn der voll bemannten Raumfahrt

    22.01.2016, S. Kächele
    Es waren ausgerechnet die Schriften von K.F. Long: Deep Space Propulsion und Jesco von Puttkamer, beide starke Befürworter voll bemannter Raumfahrt, die mich vom Gegenteil überzeugt haben.
    Was für einen Sinn macht es Astronauten ein paar Tage auf den Mars herumlaufen zu lassen, wo sie doch allein durch die Raumanzüge in allen Sinneserfahrungen eingeschränkt werden. Und dazu noch einen irren technischen und finanziellen Aufwand zu betreiben, allein um die Gegebenheiten der menschlichen Natur zu ermöglichen (strahlengeschütze Wohncontainer, Luft, Essen, Trinken, Wärme, Ausscheidungen etc.).
    Geld, das anderen Projekten dann massiv fehlt.
    Macht es da nicht viel mehr Sinn und würde es nicht wesentich weniger kosten auf Phobos oder anderen Brocken des Sonnensystems kleine Raumstationen einzurichten, die bemannt angeflogen werden können?
    Von dort setzt man auf dem Zielobjekt: Mars, Asteroiden, Europa, Callisto, Ganymed, etc. fernsteuerbare humanoide Roboter ab, die virtuell z.B. mit einem Oculus Rift ähnlichen System live (mit lag-kompensierender Software) gesteuert werden und dort über Jahre agieren könnten!
    Problemlos wären exakte visuelle, akkustische, taktile, realistische Wahrnehmungen bzw. alle gewünschten Messbereiche direkt vor Ort möglich.
    Die ganze Treibstoffproblematik, die gigantische Logistik, die mit dem Absetzen und Rückholen von Menschen auf grösseren Objekten des Sonnensystems verbunden ist, reduziert sich auf eine sanftes Andocken und Ablösen an und von einer Kleinkörperstation und auf das Absetzen von mobilen Robotern.
    Auf diesem Brocken (Phobos o.ä.) könnte man übrigens genauso die nötigen Stoffe gewinnen (Wasserstoff, Sauerstoff, H2O, CO2, Mineralien, Metalle), die zum Betrieb, zur Weiterentwicklung und Instandsetzung einer Station oder als Rückkehrtreibstoff nötig wären. Und obendrein gewinnt man Erfahrung mit der Exploration und Nutzung dieser Kleinkörper. Aus meiner Sicht ist das die Zukunft.
  • Name

    22.01.2016, Fela
    Poseidon wäre ja nun wirklich kompletter Unsinn. Der dazu gehörende Gott hat nämlich schon unter seinem römischen Namen Neptun einen Planeten zugeordnet bekommen.
  • Mir wäre es lieber...

    22.01.2016, V.M.
    .....das die Fahrzeuge untereinander automatisch kommunizieren könnten und in jedem Fahrzeug ein Kollisionsrechner an Bord ist der in Millisekunden berechnen kann, ob es zu einer möglichen Kollision kommen kann und wenn ja, entsprechend z.B. automatisch gebremst wird oder erst gar nicht beschleunigt werden kann. Klassisches Beispiel ist hier das Linksabbiegen, wo Jahr für Jahr immer wieder Motorradfahrer zu Tode kommen, weil sie „übersehen“ werden. Sollte der Rechner erkannt haben, dass es hier zu einer möglichen Kollision kommt, sollte die Beschleunigung des Linksabbieger so lange blockiert werden, bis der Entgegenkommende den Linksabbieger passiert hat. Eigentlich und nach dem Stand der Technik einfach und kostengünstig zu realisieren, nur das bedarf dann aber staatlicher Vorgaben und einer einheitlichen Nominierung.
  • Neunter Planet: Name

    22.01.2016, Günter Lange
    Nachdem in dem bekannten Merksatz "Mein Vater Erklärt Mir..." das "P" (Pluto) weggefallen ist, kann der neue Neunte natürlich nur "P"oseidon in heißen.

  • Ein vermeintlich freier Wille wäre ohne Interesse

    21.01.2016, Norbert B.
    Großartiges Argument Herr Eckhard Kirchhübel: "Objektiv existiert der freie Wille nicht nur nicht, sondern er ist auch ohne Interesse".
  • Neunter Planet: Name

    21.01.2016, Martin Kirf
    Ich wäre dafür, wenn die IAU den neuen Planeten offiziell den Namen "Spock" oder "Nimoy" geben würde.
    In Würdigung von Leonard Nimoy, alias Mister Spock
  • Antwort auf 27

    18.01.2016, Walter Weiss
    Nicht eine einzige hier als 'Tatsachen' vorgetragene These ist richtig: alle sind längst gutachtlich widerlegt! Wo Bezugnahmen auf Erhebungen oder gar 'Sachver-ständige' erfolgen, sind ALLE parteiisch! Ebensowenig stimmen leider die stimmungsmachenden Äußerungen des Herrn Lingenhöhl nicht, der es wirklich besser wissen müßte. Etwa 1o.000 mal mehr Vögel und Fledermäuse sterben durch Kollision mit Stromleitungen und Gebäuden! Es ist unerhört, gegen diese klaren und neutralen Feststellungen mit bloßer Stimmungsmache an die Tierliebe der Bürger zu appellieren. Übrigens werden gerade die - völlig unnötigen - Riesenstromleitungen quer durch Deutschland ein Vielfaches von Vogelleichen verursachen gegenüber den Windrädern.

    Dass die Alternative Atomkraft wäre, kann man nicht mit Schmonzes aus der Welt bringen. Auf diesem Niveau wenigstens ist die ganze Diskussion unwürdig und letzten Endes durchaus unintelligent.
    Antwort der Redaktion:
    Ich wende mich nicht per se gegen Windkraft, sondern gegen einen weiteren Ausbau im Wald (siehe den im Verlauf verlinkten Artikel von mir über Windkraft auf hoher See). Natürlich sterben viele Vögel an Stromleitungen und mit Gebäuden. Dennoch muss man nicht Wälder in Industriegebiete verwandeln.
  • Alternativ-Erklärung zur Quantenbiologie

    18.01.2016, Martin Piehslinger
    Ich lese gerade das Buch "Der Quantenbeat des Lebens", siehe http://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-der-quantenbeat-des-lebens/1375744

    Demnach ist der Magnetsinn der Vögel eines der Indizien die auf Quanten-Phänomene in lebenden Organismen hindeuten sollen. Wurde mit der hier beschriebenen Entdeckung eine Alternative zum quantenbiologischen Erklärungsansatz gefunden?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Piehslinger,

    die hier beschriebene Entdeckung stellt vermutlich keine Alternative zur quantenbiologischen Erklärung dar, sondern eine Ergänzung zu dieser. Der Magnetsinn bei Tieren kann auf sehr verschiedenen Mechanismen beruhen - sogar innerhalb ein und desselben Tiers. So verfügen Rotkehlchen über einen angeborenen Kompass, der über verschränkte Quantenzustände funktioniert und bei dem es sich um einen Inklinationskompass handelt. Einige Beobachtungen scheinen dafür zu sprechen, dass die Tiere zusätzlich noch über einen Richtungskompass verfügen. Dieser mag auf bisher unentdeckten Magnetiten beruhen oder auf Proteinen ähnlich den oben beschriebenen.

    Mit freundlichem Gruß, d. Red.
  • Die Regeln verstanden

    18.01.2016, Dietrich Schnädelbach, Bonn
    Das „Viereck von Ushtogay“ erscheint weniger rätselhaft, wenn man die Zahl der Erdhügel pro Seite des Quadrats zählt: Es sind von Eck zu Eck jeweils 17. Auf den Diagonalen finden sich vom Eck zur Mitte jeweils 11 Erdhügel. Demnach ergeben eine Seite und eine halbe Diagonale 28 Erdhügel. 28 Tage sind vier Mondphasen zu je 7 Tagen. Dass tatsächlich der Mond gemeint ist, ergibt sich aus den elf Hügeln pro halber Diagonale: 11 ist die Differenz zwischen den Tagen des Sonnenjahrs (365) und denen des Mondjahrs (354 Tage = 12 Monate zu 29,5 Tagen).

    Dies legt den Verdacht nahe, dass die Zahl 28 auch in der Seitenlänge von 280 m kodiert sein könnte. Die Seitenlänge lässt sich verstehen, wenn man ein Maß von 80 cm heranzieht, das durch einen Kalksteinring von Göbelki Tepe belegt ist und seitdem immer wieder in Baumassen auftritt (oder seine Fraktionen von ½, ¼ oder 1/8). 280 Meter werden dann zu 350 (7 x 50) Einheiten.

    Schließlich scheinen auch die 12 Monate des Jahres kodiert zu sein. Wenn man eine Seite und zwei halbe Diagonalen als gleichschenkliges rechtwinkliges Dreieck ansieht, kann man folgende Rechnung anstellen: 17 x 17 = 289 = 2 x 144,5. 144,5 ist näherungsweise 12 x 12. Es scheint also, dass die Kantenlänge von 17 Einheiten auch auf die 12 Monate des Jahres Bezug nimmt. Aus dieser Sicht ist auch die Differenz zwischen 12 und 11 nicht zufällig. Sie repräsentiert den Schalttag der im vierten Jahr fällig wird, um die vier Jahre zu 365 Tagen mit dem Sonnenjahr von 365,25 Tagen zu synchronisieren.

    Insgesamt erweckt das „Viereck von Ushtogay“ den Eindruck, dass hier Menschen ihr astronomisches Wissen niedergelegt haben. Für eine frühe ackerbauende Kultur wäre dies nicht überraschend, weil das Verständnis des Jahresablaufs für die Bestimmung des Zeitpunkts erforderlich ist, an dem die Aussaat erfolgen muss. Angesichts der Größe des Erdwerkes könnte damit auch die die Versicherung an die höheren Mächte ausgedrückt werden: Wir haben die Regeln verstanden und werden uns daran halten.
  • interessant

    17.01.2016, Genital Gisela
    danke für diesen wunderbaren spannenden Bericht. ich wollte schon immer mal was über die Genitalwülste von verschrumpelten Eidechsen erfahren.
    Antwort der Redaktion:
    Wir bei Spektrum haben eben ein Gespür für jene Fragen, die für den Alltag unserer Leserinnen und Leser wirklich relevant sind.
  • Bitte den kritisierten Artikel auch lesen

    17.01.2016, Donig, Langenzenn
    Die Energieausbeute des Windrades beruht nicht auf einer 100%-igen Maximalauslastung des Windrades rund um die Uhr, sondern auf einer orts- und höhenspezifischen Simulation der Windbedingungen übers Jahr. Alles andere wäre völliger Blödsinn und könnte nie zu einem wirtschaftlichen Betrieb einer Windkraftanlage führen.
    Dass diese Anlagen sich wirtschaftlich behaupten, zeigt, dass die Berechnungen die Realität gut beschreiben und die Anlagen wirtschaftlich betrieben werden können.
    Damit sind auch diese Berechnungen einigermaßen nachvollziehbar.
  • Eine Wende in der Beurteilung der späten Steinzeit

    17.01.2016, Walter Weiss
    Ausstellung und Begleitband zeigen nach der Rezension in dem Teil, der die späte Steinzeit und damit den Beginn der Landwirtschaft betrifft, offenbar eine erfreuliche Neubetrachtung, wobei die Landwirtschaft indessen zunächst nur eine untergeordnete Rolle spielte: die vor den Invasionen der Indoeuropäer aus der russischen Steppe nordöstlich des Schwarzen Meeres nach Westen und Nordwesten in Eurasien bestehende Alteuropäische Kultur besaß lediglich Anfänge einer Landwirtschaft, die die Ernährung aus Sammlung, Viehhaltung und Jagd nur ergänzte. Sie war matrifokal geprägt, hatte keinerlei Hierarchien und kannte kriegerische Auseinandersetzungen überhaupt nicht. Die erste Invasionswelle vom Osten her war noch friedlich - die Alteuropäer konnten die Eindringliche gewissermaßen ohne Auseinandersetzungen in ihr Kultursystem eingliedern. Die zweite und dritte Invasion war indessen von dem inzwischen bei den Indoeuropäern im Osten aufgebrochenen und erstarkten schroffen Patriarchat geprägt: mit den inzwischen gezähmten Pferden überfielen diese Eindringlinge mit roher Gewalt die friedlichen Siedlungen im Westen, raubten, mordeten und plünderten, versklavten, vergewaltigten und folterten die Bevölkerung. Von da ab gab es bis heute immer wieder und überall Kriege und gewalttätige Unterdrückung.

    Die Alteuropäische Kultur ist die Entdeckung der Sprachwissenschaftlerin und Archäologin Marija Gimbutas, die aus Grabbeigaben die entscheidenden Schlüsse gezogen hat. Inzwischen sind die damaligen Menschenbewegungen durch weitere Sprachuntersuchungen der Etymologen und genetische Erkenntnisse aus den Skeletten der damaligen Zeit sehr gut bestätigt worden. Man darf vor allem die aus der historischen Sprachwissenschaft gewonnenen unterstützenden Erkenntnisse nicht zu gering einschätzen - diese Seite der Forschung wird nach der Rezension womöglich in Ausstellung und Begleitband gar nicht berücksichtigt.

    Nicht unerheblich sind die seit diesen Erkenntnissen der Alteuropäischen Kultur überall in den Kultur-Wissenschaften entwickelten Einzelheiten der 'Erfolgs'-Geschichte des unheilvollen Patriarchats. Die Patriarchatsforschung schält nach und nach heraus, wie sehr unsere westliche Kultur noch überall mit den Gedanken des Patriarchats durchtränkt ist - unheilvoll getränkt ist, denn fast alle Schwierigkeiten, die uns heute im Zusammenleben der Menschen und Völker begegnen, sind auf das Patriarchat und dort ganz wesentlich auf de Auswirkungen der drei herrschenden monotheistischen Religionen zurückzuführen.
  • wieso GPS?

    16.01.2016, K.Seidel
    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht genau, warum GPS unter den 10 wichtigsten Anwendungen der Wissenschaft zu finden ist. Mit GPS kann man besser Krieg führen, die Felder optimaler bestellen und sein Auto auf Maisfelder navigieren... ganz praktisch, aber das ist eine Espressomaschine auch.
    Die Frage ist doch: wie sähe die Welt heute ohne diese Anwendungen aus?
    Ohne GPS sähe sie wohl genauso aus, wohingegen alle anderen Anwendungen die Welt verändert haben.
  1. 1
  2. ...
  3. 5
  4. 6
  5. 7
  6. 8
  7. 9
  8. ...
  9. 746