Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  1. 1
  2. ...
  3. 5
  4. 6
  5. 7
  6. 8
  7. 9
  8. ...
  9. 807
  • zu Hans Faller

    02.08.2016, Ulrich Kleinschmitt
    Der werte Hans Faller hält es also für unlocker oder gar für spießig, sich das lange erkämpfte, hohe Datenschutzniveau in Deutschland zu bewahren und sich jeder Einschränkung desselben entgegenzustellen.
    Er übersieht, dass das Schalten von verhaltensbezogener Werbung die so ziemlich harmloseste Ausprägung der verschiedenen Big Data-Technologien ist (der man durch einen AdBlocker noch dazu entgehen kann) und der Einsatz von Predictive Policing zu MASSIVEN Grundrechtsverletzungen führen kann. Diese beiden Phänomene zu vergleichen, ist absurd, ja, beinahe schon böswillig.
    Das Ganze dann noch anonym zu tun, hat einen besonderen Charme.
    Um deutlich zu werden: Zum Glück kann "Hans Faller" seine Meinung anonym kundtun. Aber spätestens hier sollte er merken, dass er durch seine Unrechtsauffassung zum Totengräber ebendieser Anonymität wird.
  • Die Fließkomma-Architektur ist einfach schon zu altbacken

    02.08.2016, Andreas Gläser, Julbach
    Die heutigen Quantencomputer kranken meines Wissens daran, dass sie nur Quantensimulatoren sind im Prinzip, deswegen können sie Shor's Algorithmus gar nicht ausführen, auch sind die bisherigen Modelle weit entfernt von 1000 oder gar 2000+ verschränkten Qbits.
    Weil echte Quantenrechner noch so weit weg sind, wäre mein Vorschlag, erst einmal eine Primfaktorenrechner-Architektur zu entwickeln, die die beinahe schon steinzeitliche Fließkomma-Architektur aus Zuses Zeiten ablöst. Möglicherweise ist das sogar ein notwendiger Zwischenschritt, um überhaupt jemals zu echten Quantenrechnern zu kommen. Weiter kann es sein, dass RSA damit bereits mit überschaubarem Aufwand knackbar wäre.
    Wie ist es eigentlich um das neuere ElGamal bestellt?
  • Freiheitsgrade

    02.08.2016, Heinrich Sauer
    Der Untertitel des Artikels hat mich doch sehr neugierig gemacht: ... mit nur einem Motor ..., habe ich doch einmal gelernt: 'pro Freiheitsgrad ein Motor'.
    Wie gehabt, die Ankündigung war übertrieben. Ich sehe einen Motor für den Antrieb und einen Motor für die Steuerung. Die Regel 'pro Freiheitsgrad ein Motor' wurde hier nicht verletzt.
    Dennoch: Eine faszinierende Lösung!
    Antwort der Redaktion:

    Ja, da haben Sie Recht, für die Lenkung braucht es einen weiteren Motor. Eine Idee der Forscher ist es wohl, zwei SAW nebeneinander einzusetzen, wie bei einem Panzer. Das würde die Regel dann zwar immer noch nicht verletzen, aber irgendwie doch ein "Stückchen mehr"...

    Beste Grüße, jd/Red

  • Zukunft der Doktorarbeit / Dr.-Titel?

    01.08.2016, Klaus Reinhardt
    Das Ergebnis einer Doktorarbeit kann der Doktorgrad sein, nicht der Doktortitel! Titel kann keine Universität vergeben, nur den höchsten akademischen Grad. Die Vergabe von Titeln obliegt z.B. dem Bundespräsidenten oder kirchenintern dem Papst. Ich habe keinen Titel sondern "nur" den akademischen Grad eines Diplomingenieurs.
  • Früher

    01.08.2016, Gottfried Heumesser
    sind jedes Jahr etliche Bauernhöfe durch Selbstentzündung von zu feucht eingebrachtem Heu abgebrannt. Die Gefahr ist heute reduziert, weil das Grünfutter vielfach siliert wird.
  • Wages Krebsrisiko contra Lebensqualität

    31.07.2016, Sandra Wulff
    Im Beitrag wird angerissen, dass bei kompletter Androgenresistenz (CAIS) das Hodenkrebsrisiko steige. Das Risiko ist tatsächlich etwas höher, wie auch bei Leistenhoden, ABER die Erhaltung der Hoden lässt die betroffenen Menschen gesund bleiben. Denn sie produzieren genau die Hormone, die vom Körper benötigt werden. Keine Ersatztherapie, schon gar nicht mit dem gegengeschlechtlichen Östrogen, wie leider oft üblich, kann das ersetzen. Deshalb: Engmaschige Kontrolle ja, Kastration nein!
  • Ein paar aktuelle Zahlen! @Peter Silberg

    31.07.2016, Dr. Armin Quentmeier
    Ihr Vertrauen auf den Endsieg für Wind- und Sonnenenergie ist offenbar grenzenlos, aber dagegen stehen nun mal die harten Fakten. Besonders aufschlussreich ist eine von mir wiederholt zitierte Seite überzeugter Energiewende-Befürworter; „agora-energiewende“, die stundengenau Strompreise, Stromerzeugung und Stromverbrauch anzeigt.
    Die letzten Wochen waren mal wieder sehr aufschlussreich; ein paar Zahlen:

    Stromverbrauch am 30.7.2016 um 20°° Uhr: 47,691 GW (Gigawatt)
    Leistungsabgabe aller 26000 Windmühlen (installierte Leistung: 45 GW): 2,226 GW
    Leistungsabgabe aller Solarkraftwerke (installierte Leistung: 40 GW): 0,625 GW

    Stromverbrauch am 31.7.2016 um 4°° Uhr: 36,947 GW
    Leistungsabgabe aller 26000 Windmühlen (installierte Leistung: 45 GW): 0,816 GW
    Leistungsabgabe aller Solarkraftwerke (installierte Leistung: 40 GW): 0 GW

    Stromverbrauch am 31.7.2016 um 6°° Uhr: 37,029 GW
    Leistungsabgabe aller 26000 Windmühlen (installierte Leistung: 45 GW): 1,15 GW
    Leistungsabgabe aller Solarkraftwerke (installierte Leistung: 40 GW): 0,737 GW

    Wie sähe wohl die Stromerzeugung in Deutschland ohne konventionelle Kraftwerke (Kohle, Kernenergie, Gas) aus, wenn wir nur auf den unzuverlässigen Flatterstrom aus Wind und Sonne angewiesen wären? (Wasser und Biomasse können nur einen Bruchteil des fehlenden Stroms liefern!)

    Kein geistig gesunder Mensch würde ein Auto mit 100 PS kaufen, dessen Leistung nur auf dem Papier steht und das nur an wenigen sehr guten Tagen vielleicht 60-70 PS leistet, aber bei schlechtem Wetter weniger als 3 PS, manchmal sogar nur weniger als 1 PS. Damit man trotzdem mobil ist, wird aber noch ein zusätzliches Auto mit Verbrennungsmotor bereitgehalten und bei Bedarf natürlich auch genutzt. Das wäre kompletter Irrsinn – aber genau auf diesem Irrsinn beruht unsere Energiewende!
  • Keine Antwort auf die Frage: Doch warum entzündet sich der Mist überhaupt?

    31.07.2016, Holger Lehner
    Mikrobielles Leben sollte nur bis etwa 60 Grad Celsius überleben können, wie kann sich die Temperatur dann noch weiter auf 150 - 200 Grad steigern
    und welche chemische Reaktionen sind es genau die das Feuer dann ausbrechen lassen ?

    Spektrum der Wissenschaft sollte doch etwas über dieses einfachste Niveau hinaus gehen und echte Erklärungen und Antworten bieten, und nicht nur dieses "wow, was es nicht alles gibt" - Bild Niveau
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Lehner,

    der exakte Ablauf hätte den Rahmen des Artikels gesprengt. Es handelt sich vor allem um den Zerfall von Pektinen und Proteinen. Detailliert können Sie es hier nachlesen:

    http://www.kripo.at/Content/FACHARTIKEL/2012/Selbstentzuendung%20Heu.pdf

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Wissenschaftler oder politischer Aktivist

    31.07.2016, Beate Winzer
    Ich schließe mich Herrn Schaber vollinhaltlich an. Gerade WissenschaftlerInnen müssen unbedingt trennen zwischen objektiven Fakten und eigener (subjektiver) Meinung. Auch wenn ich der politischen Intention des Autors zustimme und sie teile. Gerade weil aber die Fakten immer gern instrumentalisiert werden, halte ich es für notwendig, sich stets sachlich an die Fakten zu halten und immer offen für neue Sichtweisen und Fakten zu sein. Daher sind die emotionsgeladenen "sozialen" Medien nicht unbedingt eine geeignete Plattform zumal hier die Meinung zu überwiegen scheint: Bitte verwirren Sie mich nicht mit Fakten, meine Meinung steht fest. Daher empfehle ich unbedingt, in diesen medien stets als Privatperson aufzutreten und seine Meinungen als solche zu kennzeichnen: als Meinungsäußerung.
  • Insektenschutzgitter

    31.07.2016, TM
    Wir haben hier in Süddeutschland _alle_ Fenster mit Insektenschutzgittern ( vom Discounter) für die Stechtiere versperrt.
    Leben/Lüften wäre hier sonst unmöglich.
    Gehen wir in die Sümpfe, also vor die Türe, hilft Ba. stichfrei, ist allerdings nicht wasserfest, hat aber UVB Filter.
    Soll arme Schweine hier geben die haben nun einen Freisitz im Wald für über eine Million und können diesen nicht benutzen wegen der Mücken, haha.
    Den Betreff Schutz vor den Fenstern/Türen vermisse ich in dem nobelpreisverdächtigen Artikel.
    To be continued


  • @Gelassenheit #2

    31.07.2016, bruno
    Haben sie den Beitrag denn auch gelesen? 100 Millionen Tote im 20 Jahrhundert durch Mücken. Genau, ein echter Grund zur "Gelassenheit". Es sind doch nur (ein paar) Mücken.
  • Malaria nicht von Aedes (Stegomyia) übertragen

    30.07.2016, Aqil
    "Aedes lebt gerne in der Nähe von Menschen, ist berüchtigt aggressiv und überträgt die Erreger gefährlicher Tropenkrankheiten wie dem Denguefieber, Zika, Chikungunya oder Malaria."

    Malaria wird, anders als hier dargestellt, nicht von Mücken der Gattung Aedes übertragen, sondern von Anopheles. Eine umsichtige Risikoabschätzung zum Wiederauftreten der Malaria in Mitteleuropa unternimmt http://www.geo.de/natur/tierwelt/4376-rtkl-medizin-malaria-deutschland
    Antwort der Redaktion:
    Sie haben vollkommen Recht - Malaria wird nicht von Aedes, sondern von Anopheles übertragen. Ich habe den Fehler ausgebessert.

    Danke
    Daniel Lingenhöhl
  • Stechmücken und Malaria

    30.07.2016, Christian Schuhmacher
    Stechmücken in der Rheinebene haben bis in die 30er Jahre Malaria übertragen (und das ganz ohne Klimaerwärmung und Tourismus). Dann wurden sie so stark dezimiert, dass Malaria in der Rheinebene ausgestorben ist.

    Bei den heutigen Programmen gegen Stechmücken, die jedes Jahr durchgeführt werden, wird von staalicher Seite darauf geachtet, dass nur ein gewisser Prozentsatz vernichtet wird.

    Auch ich bin der Meinung: Fort mit den Stechmücken und DNA einfrieren.

    Falls das nicht geschieht wird sich wohl irgendwann eine Privatperson daran machen mit Hilfe von CRISPR (clustered regularly interspaced short palindromic repeats) ein Gene-Drive wie es hier: http://www.spektrum.de/news/gentechnik-crispr-erleichtert-die-manipulation/1351915 schon beschrieben wird zu installieren. Die Genmanipulation würde dafür sorgen, dass nur noch männliche Nachkommen gezeugt werden.

    Spätestens dann war's das mit Stechmücken.
  • Geht sogar mit Eisen

    29.07.2016, Tritium
    Dass sich Heu und Stroh selbst entzünden können, ist wirklich nicht ungewöhnlich.
    Ich habe aber auch mehrfach gesehenn, wie Schrott brannte. Die Ingredienzien:
    Eisen- und Stahlspäne, ölige Putzlappen (also die üblichen Schlossereiabfälle), dazu heisses Sommerwetter und Feuchtigkeit.
    Eisen reagiert ja ganz gut mit Wasser, vor allem, wenn es eine grosse Oberfläche hat, etwa Stahlwolle, die man ja auch leicht anzünden kann. Scheint die Sonne intensiv auf feuchte Späne, z.B. nach einem Regen, werden die sehr heiss, durch die Einstrahlung und die Oxidations-Reaktion; ist auch noch Öl dabei, beschleunigt das den Brand, aber es geht auch ohne: Eisen brennt!
  • Und die männlichen Figuren?

    29.07.2016, Robert Orso
    Wie steht es mit der sexualisierung der männlichen Spielfiguren? Nach meinen bescheidenen Erfahrungen korreliert die Darstellung der männlichen Figuren durchaus mit den gängigen Klischees, nicht nur die Darstellung der weiblichen. In beiden Fällen werden die Figuren oft stark bezüglich Sexualität, Kraft und Jugend überzeichnet und stehen in keinerlei Zusammenhang mir dem Durchschnitt der natürlichen Personen.

    Umso mehr, je archaischer der Spielinhalt ist. "Day of the Tentacle" ist da natürlich ganz anders gestrickt als etwa "Doom", "Tomb Raider" oder "Counter Strike".

    Tatsächlich macht diese Idealisierung der Identifikations Figur und deren Nebenrollen mit einem klaren Rollenbild und einer klaren Freund/Feind Unterscheidung in gewissen Genres einen wesentlichen Spielanreiz aus und zwar für beiderlei Geschlechter. Es macht einfach keinen Sinn, einen bierbäuchigen Softie als Helden in einem Schwertkampf Epos aufzubauen oder Lara Croft nach Angela Merkel oder Queen Elisabeth (mit Hut) zu designen. Das würde niemand so spielen wollen, auch wenn das starke Frauen und Persönlichkeiten sind, die als Identifikationfigur geeignet wären. Solche Figuren könnten die Spiel Handlung gar nicht überzeugend vermitteln.

    Die unterschwellige Botschaft dieser Untersuchung über die immer noch zu frauenfeindlich(?) designten Computerspiele kommt mir angesichts der vielen, eindeutig sexistisch geschönten Selfies und Profilbilder weiblicher Facebook oder Instagram Userinnen schon ein wenig retro vor. Demnach scheinen pralle Hüften, schmale Taillen und eine kräftige Oberweite bei ansonsten viel Einblick bei vielen ganz realen Frauen ein wesentlicher Bestandteil ihres Selbstbildes zu ein.
  1. 1
  2. ...
  3. 5
  4. 6
  5. 7
  6. 8
  7. 9
  8. ...
  9. 807