Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • METI-Überlegungen

    07.08.2017, Christian
    Ich kann die Sorge darum, wie Außerirdische auf ein Signal reagieren könnten, kaum nachvollziehen.

    Falls die Außerirdischen technologisch so ähnlich ausgestattet sind wie wir, wird sich wohl auf absehbare Zeit "nur" eine Kommunikation per Funk ergeben. Das wäre total interessant aber mutmaßlich eher harmlos.

    Sollten sie uns derartig überlegen sein, dass sie uns in absehbarer Zeit erreichen können, werden sie wohl schon von uns wissen.

    Denn eine Zivilisation, die innerhalb ihrer "Reisereichweite" (also der Bereich, in dem sie effektiv tätig werden kann) eine Zivilisation wie uns (oder jedenfalls Zeichen von Leben auf der Erde) nicht entdeckt, erscheint mir unwahrscheinlich.

    Die Hürde, herzukommen ist unvergleichlich größer als die Hürde, unsere "natürlichen" Signale (sei es die Zusammensetzung der Atmosphäre oder unsere ins All gestreuten Radiosignale) aufzufangen.

    Entsprechend ist das Szenario "Aliens erfahren durch eine gezielte Sendung von der Existenz der Erde und kommen deshalb zu uns" extrem unwahrscheinlich.

    Feindseelige Absichten müssten nach dazu kommen.
    Im Gegensatz zu den Europäern in der neuen Welt (die Ackerland, Gold usw. begehrten) ist es zumindest nicht besonders naheliegend, dass derart fortschrittliche Wesen (die zu uns reisen können) auf der Erde etwas finden, das sie nicht einfacher anderswo kriegen.
    Aber an dieser Stelle können wir wohl weniger sicher sein als darin, dass wer herkommen kann, auch schon von uns weis.
  • @Fabian Papp

    07.08.2017, Jakob
    Was ich schreibe (die Sicht eines studierten Experten) liest man viel zu selten. Ihre Meinung, die auf reiner Hybris des Menschen besteht hört man ständig. Überall in den Zeitungen fabulieren die Leute Untergangsfantasien zusammen (zum Beispiel die NIcht-KI-Oder-Neurologie-Experten Stephen Hawking und Elon Musk), wie sie es immer bei neuen Technologien machen. Nein, der Mensch ist nicht ach so toll, als dass er etwas besseres als den Menschen schaffen könnte.
    Alle aktuellen neuronalen Netze entsprechen bereits nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand, da man kürzlich herausgefunden hat, dass bereits "Berechnungen" *innerhalb* von Gehirnzellen stattfinden, nicht nur über die Interaktion zwischen welchen. Wir wissen nur einen Bruchteil darüber, was es über das Gehirn zu wissen gibt, etwas was ihnen jeder Neurologe bestätigen kann. (Im übrigen habe ich das auch so gesagt, und nicht wie von Ihnen angedeutet "gar nicht verstanden", bitte besser lesen oder schwarz-weiß-denken ablegen).
    Es ist ein ganz einfacher logischer Schluss: Unser wissenschaftliches Verständnis über die Welt ist immer nur eine Annäherung an die Realität, im groben halbwegs richtig, in zahlreichen Details aber auch falsch. Unsere technischen Applikationen dieser wissenschaftlichen Modelle sind auch nur eine Annäherung an diese Modelle. Insofern können diese nicht an die Natur heranreichen. Mathematisch ausgeschlossen.
    Ja, Computer können eine Menge (können die auch schon seit Jahrzehnten, keine Ahnung über welche Vergangenheit Sie da reden, die Software konnte immer soviel wie die Hardware, es gab sogar schon hervorragende Software bevor überhaupt Hardware existierte), aber sie können das nur einen Bruchteil so gut wie wir Menschen, auch wenn sie besser geworden sind. Und das wird auch für eine lange Zeit so bleiben, höchstwahrscheinlich für immer.
    Und wie sie auch schon sagen: Man weiß nichts über Kreativität, entsprechend können wir die auch nicht einer Maschine beibringen. Auch wenn Sie meinen, dass Sie ohne etwas über diese Materie gelernt zu haben meinen, einen Vortrag darüber halten zu können.
  • EIgentlich logisch

    07.08.2017, David M.
    Ein Religiöser Mensch muss sich immer an die Gebote seiner Religion halten, die die meisten grausamen Sachen in der Regel mehr oder weniger verbietet. Ein Atheist dagegen kann selbst zu ethischen Überzeugungen kommen und man hat weniger Sicherheit darüber.
  • "nice to have"?

    07.08.2017, Jens Wesemann
    Das Mondprogramm als "nice to have" zu bezeichnen, zeugt schon von einer bemerkenswerten Ignoranz. Gratulation.

    Allein das "Earthrise"-Foto ist schon etwas mehr als hübsches Bildchen.
  • Juristen!

    07.08.2017, Kronberg
    Tja Herr Meier, das unterscheidet in der Tat den Juristen vom Naturwissenschaftler, daß dem Juristen völlig egal ist, ob ein Gesetz oder eine Vorschrift Sinn hat. Sie ist da, also muß sie beachtet werden, auch wenn sie nachgewiesenermaßen eher schädliche Auswirkungen haben sollte.
  • fehlende Ladeinfrastruktur

    07.08.2017, Volker Höpfner
    Lustig im Bericht zu erwähnen das zuhause oder in der Firma geladen werden kann. Das mag für Einfalilienhäuser zutreffen, also die heutigen Tesla Kunden... was machen Sie in den ganzen Vierteln mit Wohnblöcken, Reihenhäusern etc. wo Laternenparken angesagt ist? Deutschland ist heute nicht einmal in der Lage sein Überangebot an Strom in den Süden zu bringen und dann will man uns erzählen das wir in ein paar Jahren alle mit E-Motor fahren... wir haben die Infrastruktur dafür überhaupt nicht. Zudem sind die Akkus am Ende Sondermüll der gelagert werden soll, wider alles in Gorleben?
    Sinnvoll wäre es eher sich mit OME und Wasserstoff zu beschäftigen, die Produktion erfolgt in der Nacht wenn das Überangebot der Windräder da ist. Kann man wie benzin tanken, hat keine Kohlenstoffe und ist CO2 Neutral... ist politisch nicht gewollt da man CO2 als Gegner definiert hat um neue Steuern zu bekommen... mit Klimawandel hat das nichts zu tun.
  • Keimbahntherapie mit Fehlern

    07.08.2017, Michael Lange
    Super-Kommentar! Mit viel Stoff zum Nachdenken. Tatsächlich sind konkrete, kleine Reparaturen nach biologischem Vorbild nach dieser Arbeit in greifbarer Nähe, während das Designer-Baby mit Eigenschaften nach Wunsch nach wie vor in weiter Ferne ist. Gut so. Dennoch sehe ich das nicht ganz so optimistisch. Denn viele Formen von Missbrauch sind möglich, schließlich verläuft jeder Eingriff mit Crispr/Cas in Richtung "Normalität" - bestimmt von den gerade gültigen Normen. Das "falsche" Gen wird zerstört und durch das "richtige" ersetzt. Das kann sich auf schlimme Krankheiten beziehen, aber auch auf jede Abweichung. Da gebe ich den Ethikern recht. Die Grenze ist schwer zu ziehen, und die Entscheidung bei einer Keimbahntherapie ist endgültig, sogar für zukünftige Generationen. Das gilt übrigens auch für Crispr/Cas-Fehler, die noch unentdeckt sind.
  • @Jakob

    07.08.2017, Fabian Papp
    Ihre Argumente sind bei diesem Thema oft zu lesen: Wir haben das Gehirn nicht verstanden (teilweise falsch) und schon gar nicht das Bewusstsein (größtenteils richtig). Sie hängen einem gefährlichen Fehlschluss nach, der darauf beruht, dass Sie in der Vergangenheit leben. In einer Zeit, in der die Hardware zwar immer leistungsfähiger wurde, die Software aber meilenweit hinterher hing. Bis vor 5 Jahren mag das der aktuelle Stand gewesen sein, aber das ist jetzt nicht mehr so. Und zwar nur aus einem einzigen Grund: Weil wir das Gehirn tatsächöich erstaunlich gut verstanden haben. Die rasante Entwicklung der letzten Jahre im Bereich der künstlichen Intelligenz haben wir nur dem maschinellen Lernen zu verdanken, das sich gegenüber dem Programmieren als weit überlegen herausgestellt hat. Und alles basiert auf künstlichen, simulierten neuronalen Netzwerken, die zwar noch nicht annährend so komplex sind wie unser Gehirn, aber dennoch bereits jetzt immense Leistungen erbringen. KIs lernen zu verhandeln und dabei völlig unbeabsichtigt zu lügen und zu täuschen. KIs komponieren neue Musik auf Basis vorhandener Musik (Machen wir es anders?), sie schreiben Artikel. Oder sie lernen, Sprachen zu übersetzen – inzwischen schon verdammt gut. Roboter lernen mit solchen Netzwerken, sich in der realen Welt zu bewegen. Alles nur kleine Teile von dem, was einen Menschen ausmacht. Aber in der Summe? Fast jeden Tag gibt es neue Durchbrüche auf dem Gebiet; neue Ideen, die diese Netzwerke potenter und komplexer machen. Was das Bewusstsein angeht, haben Sie aber recht. Das ist allerdings mehr ein philosophisches Problem. Braucht man überhaupt ein Bewusstsein für Kreativität: Das ist die entscheidende Frage. Ich bin da sehr skeptisch.
  • Isolierte Betrachtung?!

    07.08.2017, Daniel Roga
    In dem Beitrag von Vince Ebert scheint mir ein wichtiger Aspekt zu fehlen: in der Umwelt - anders als im Labor - sind Lebewesen nicht nur einem "isolierten" Schadstoff ausgesetzt. Wie diese vielfältigen Schadstoffe in Lebewesen miteinander wechselwirken und sich ggf. in ihren Wirkungen verstärken, kann wahrscheinlich zur Zeit niemand wirklich sagen. Für mich ist es jedenfalls denkbar, dass einzelne Schadstoffe selbst bei "geringer Dosierung" schädlich wirken können wenn bereits andere Schadstoffe "mit an Bord sind".
  • @Jakob

    07.08.2017, Fabian Papp
    Es ist immer das Gleiche zu beobachten: Leute, die den technologischen Wandel und seine Folgen unterschätzen – insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz – behaupten, das Gehirn sei ja immer noch ein Buch mit Sieben Siegeln. Falsch! Wir wissen noch nicht genau, was Bewusstsein ist, sehr wohl haben wir aber eine gute Vorstellung erlangt, wie das Gehirn Daten verarbeitet. Nur aufgrund dieser Kentnisse ist die gegenwärtige, rasante Entwicklung der KI erst möglich gewesen. Noch vor wenigen Jahren konnte man einhellig sagen: Die Rechner werden immer schneller, aber die Software wird kaum intelligenter. Jetzt ändert sich das, denn die Software wird immer weniger programmiert und lernt statt dessen jetzt selbst. Mit künstlichen neuronalen Netzwerken, Vorbild: Unser Gehirn. Solche KIs lernen in Experimenten sogar völlig unbeabsichtigt, zu lügen und zu täuschen, sie erschaffen neue Musik auf Basis von bestehender (Machen wir es anders?), Bilder, Texte. Roboter lernen, sich zu bewegen, wie ein Kleinkind. Die Bewegungen werden nicht mehr einprogrammiert. Ja, das alles ist noch nicht so weit entwickelt wie wir es sind. Aber bei der aktuellen Rate der Entwicklung darf man skeptisch sein, wie lange das so bleiben wird. Sie sollten sich schleunigst mit diesen Themen befassen, sonst werden Sie vom Wandel abgehängt. Derzeit gibt es fast jeden Tag neue Durchbrüche, es wird nicht weniger werden. Übrigens ist auch die Frage nach dem Bewusstsein in ihrer Beantwortung vorangekommen, auch wenn sie natürlich immer noch ein grundsätzliches philosophisches Problem darstellt. Ich empfehle Ihnen, ein paar TED-Talks zum Thema auf bekannten Videoplattformen zu schauen.
  • Analogrechner für Grundwasser

    07.08.2017, Karl Bednarik

    Hier ist ein Schaltplan eines Analogrechners für Grundwasser:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Analogrechner#Beispiel:_Zellul.C3.A4rer_Automat

  • 2,5KW PV Anlage

    07.08.2017, Peter Völpel
    Das möchte ich sehen wie eine 2,5KW PV Anlage ausreicht um ein durchschnittliches E-Auto mit einem Verbrauch von 15KWh/100km zu betreiben.
  • Man sollte den Nebel mal etwas zur Seite schieben...

    07.08.2017, Lothar Albrecht
    ...denn eine Reihe von Leuten wird nicht müde zu sagen: Die Zukunft fährt elektrisch. So wahr diese Aussage auch ist, so unwahr ist sie auch. Fakt ist: Die Technik von den Rädern (rückwärts betrachtet) bis zu der Stelle, an der die Energie eingespeist wird, wird elektrisch sein. An jedem einzelnen Rad (vermutlich) ein Elektromotor, dahinter ein paar Strippen und irgendwo im Vehikel eine Regelung und ein Stromgenerator sowie der Rest. Teile wie Schaltgetriebe, Differenzial, usw. fehlen ganz, sie sind überflüssig. Spannend wird es sein, in welcher Form die Energie zum Generator gebracht wird. Dabei spielen zunächst sicher herkömmliche Verbrennungsmotoren eine Rolle. Aber sie werden bestenfalls, genauso wie elektrische Akkumulatoren als Brückentechnologie fungieren. Im Idealfall werden wir in Zukunft über die Primärenergien Sonne, Wind, Wasser unser Gas quasi zur Laufzeit erzeugen. Der Vorteil: Die bestehenden Strukturen (auch die Tanke) bleiben weitgehend erhalten!
  • Funktioniert problemlos

    06.08.2017, Jochen Weiland
    Nachts ist der Strombedarf etwa 10 Stunden lang 40-50% niedriger als am Tag. Das sind etwa 250 GWh, das reicht bei 5-10 kWh Bedarf pro Auto und Tag also für 25 bis 50 Mio. Fahrzeuge.
    Die Kapazität für die Stromerzeugung ist also vorhanden.
  • Ersatzstrom

    06.08.2017, Dieter
    netter Artikel, welcher genau das wiederspiegelt, worüber ich mir so meine Gedanken mache - und was gerne in der Öffentlichkeit verschwiegen wird.
    Das wir Menschen etwas machen müssen, ist klar - aber warum setzt man beim Wasserstoff an und entwickelt dort gezielt weiter?
    Wasserstoff:
    - Ein Medium das man transportieren und tanken kann
    - was bei der Verbrennung NULL Schadgase freisetzt
    - wird uä. aus Wasser erzeugt, was reichlich vorhanden ist, auf diesem Planeten
    - kann in Motoren eingesetzt werden, die wir seit (huch) fast 150 Jahren kennen (Ottomotor)

    Das beste wäre ein Wasserstoff-Elektrohybrid (aber auf mich hört ja wieder keine ;-)

    kriege ich später mal ein E-Auto, fährt mein Notstromaggreagt im Kofferraum immer mit.