Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Roboter? Syntelman!

    30.11.2016, Heinrich Sauer
    Der beschriebene 'Roboter' vermag eindrucksvolles zu leisten, ist IMHO aber gar kein Roboter. Ein Roboter ist eine autonom handelnde Maschine. Die sich eben dadurch auszeichnet, dass sie _ohne_ menschliches Eingreifen handelt.
    Die beschrieben Maschine würde ich eher mit 'Syntelman' bezeichnen. Ein Konzept dass aus den 70er (oder vielleicht auch 60ern, 50ern?) des letzten Jahrhunderts stammt. Syntelman ist eine Abkürzung für Synchron-Telemanipulator. Und das trifft das Beschriebene genau.
    Eine Überschrift "Perfektionierter Syntelman übertrifft bisher gebaute Roboter" wäre sprachlich genauer. Eine Wissenschaftsredaktion sollte sich um solch sprachliche Genauigkeit bemühen und nicht in TV-Journalsmus verfallen, der ferngelenkte Kampfmaschinen in einem "Robot-War" antreten lässt.
    Ansonsten wünsche ich der Redaktion und allen Lesern ein psychedelisches Abhängen bei Amon Düül IIs "Syntelmans March throug the Raoring Seventies".

  • Die Theorie von Allem..oder die Antwort auf die Frage aller Fragen...?

    30.11.2016, C.Besch
    @L.Schaber. Schauen wir doch einmal bei Wikipedia nach: "Eine Weltformel oder eine Theorie von Allem ...ist eine hypothetische Theorie, gebildet aus theoretischer Physik und Mathematik..." Also eine Theorie physikalischer Phänomene. Die Mathematik mischt in der theor. Physik halt auch ein 'bisschen' mit. D.h. diese Theorie ist auf das Gebiet der Physik begrenzt und macht keine Aussagen z.B. zur Rechtsgeschichte, Ethik, Ästhetik. Aus der hermeneutischen Exegese wissen wir, 1 .dass es in Genesis zwei Schöpfungsgeschichten gibt. In Gen.1.1 wird von "Elohim" berichtet. Plural von "El". Die Übersetzung mit "Gott" ist deshalb zumindest 'diskutierbar'. 2. dass diese Schöpfungsgeschichte wohl erst im Exil als Reaktion auf dort vorgefundene Traditionen entstanden ist.
    Fazit: die aktuelle kreationistische Vorstellung ist eine Rückprojektion, die den historischen Kontext in dem Texte/Tradiionen stehen nicht wahrnimmt/..nehmen will. Aber zugleich mit einem universellen Anspruch gegenüber ALLEN Aspekten der Wissenschaft und des Alltags auftritt. Da kann natürlich kein Wissenschaftler mithalten.
    Schade eigentlich, dass Ihr Betrag nicht unter Pkt "42" steht.
  • Redundanz war nicht das Problem - fehlerhafte Programmierungsmethode

    30.11.2016, Otto Albrecht
    Redundanz haette da wohl nicht geholfen - alle 3 Beschleunigungsensoren haetten Overload angezeigt.
    Was man da braucht ist ein Programm das Maximalwerte als Fehler erkennt und dann das System neu kalibriert, sobald wieder gueltige Werte gemeldet werden. Das kann man machen indem man z.B. Radardaten verwendet oder einen 10 oder hundert mal unempfindlicheren Sensor zusaetzlich beruecksichtigt - mit nachfolgener verminderter Genauigkeit, bis man wieder eine Kalibrierung oder einen Reset machen kann.

    Das ist das alte Problem dass digitale Zahlen nur bis zu einem Maximalwert (Integer) gehen - dann bleibt entweder der Maximalwert oder es kann sogar ein Overflow erfolgen der, wenn die Software das nicht erkennt, noch viel schlimmere Folgen hat. Bei Floating Point Zahlen kommt so was sogar noch oefter vor. Da kommt es dann vor dass man eine kleine Zahl (z.B. 1) zu einer grossen Zahl dazuzaehlt und das Ergebnis ist die urspruengliche Zahl.
    Das sind Programmierfehler die Fachleute eigentlich nicht mehr machen sollten aber fuer Amateure oft das Ende eines Projektes bedeutet haben.
    Auf einem Commodore 64, mit der eingebauten Software (Basic), kann man halt nicht mal sein (Bank-)Konto verwalten weil man dazu mehr als 6 1/2 signifikante Stellen braucht (floating point) oder meistens mehr als 320.00 Pfennige hat (integer). Will man so was, mit so einem Rechner, machen muss man mehr Gehirnschmalz einsetzen - aber das Problem ist bei jedem anderen Rechner auch noch da und muss vom Programmierer bei jeder Berechnung geprueft werden.
    Wenn man die Position von einem Beschleunigungswert aus errrechnet muss man eben ausschliesen dass einer der verwendeten Werte Oerflow war und, falls da einer dazwischen war, mit anderen Messungen neu eichen.

    Redundanz hilft in dem Fall nur wenn das Back-Up System einen groesseren Messbereich hat, aber dann ist die Genauigkeit vermindert, es sei denn das Back-Up System hat entsprechend mehr Bit Aufloesung - dann waere das urspruengliche System aber gar nicht noetig gewesen.
  • Den Hanf nicht vergessen

    30.11.2016, Wolf Niese
    Denn Hanf braucht keine Pestizide für die ergiebige Produktion von Nahrung, Medizin, Treib-, Brenn-, Bau- und Kunststoffe, Textilien und Farben.
  • Bemerkenswerte Fragestellung

    30.11.2016, Bernhard Breskewiz
    Wenn man bedenkt, welch Aufwand betrieben wird, um Autos "sicherer" zu machen, dann ist es bemerkenswert, hier zu meinen, dass eine politische Frage im Raum stünde. Immerhin geht es um flächendeckende Vergiftung von Lebensgrundlagen. Ja, in dem Beitrag wird 9x von Gift gesprochen. Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift. Vielleicht geht "der Gesellschaft" dabei ja mal ein Lämpchen auf, wenn "die Gesellschaft" gleich wieder ins Auto steigt und sinnloserweise für die Fahrt zum Bäcker oder dem 5km entfernten Arbeitsplatz tonnenweise Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift durch den Auspuff in die Umwelt jagt. Wenn man sich dieses hirnlose Treiben anschaut -aktuell = 7.47 Uhr meldet wdr.de 186km Stau in NRW- dann müssen einem doch erhebliche Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit "der Gesellschaft" kommen. Deshalb löst es in mir genauso erhebliche Zweifel aus, ob in solch zentralen Fragen des Überlebens "die Gesellschaft" befragt werden sollte.
    Wenn man hier auf eine politische Entscheidung setzen möchte, dann sind in Bälde nicht nur Obst & Gemüse, Hühner, Schweine, Fische, Vögel, Wale und die vom Aussterben bedrohten Bienen, sondern wir selbst mit großer Wahrscheinlichkeit in Bälde alle voller Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift, Gift.
  • ich bin hocherfreut,dass...

    29.11.2016, Christian Schoel
    ...es noch Medien/Redaktionen in deutschland gibt, welche nicht nur die biologische landwirtschaft als die lösung aller probleme und die "konventionelle" als die Wurzel allen Übels darstellen, sondern nüchtern versuchen die Sachlage zu erfassen! Auch freut mich die beiderseitige Beleuchtung der Glyphosat-Bodenschutz-Debatte.
    Anzumerken habe ich noch, dass heutzutage "Dinosaurierwirkstoffe" wie 2,4D, welches mit dem Entlaubungsmittel "agent orange" nah verwand ist und Organophosphate im normalen Ackerbau in Deutschland kaum noch Bedeutung haben, und dass DDT und Athrazin schon lange nicht mehr zugelassen sind. Und es gibt bisher sehr selten Insektizide, welche ganz gezielt eine einzige Schädlingsspezies wirungsvoll bekämpfen. Aber Bauern und Fachberater wissen dies, und versuchen schon seit Jahren den Einsatz mit verschiedensten sogenannten Ackerbaulichen Maßnahmen auf ein Notwendiges Minimum zu reduzieren. (Schadschwellen und Integrierter Pflanzenschutz sind auch im Freiland inzwischen tägliche Praxis)
    Wenn wir (Die Gesellschaft) uns nun entscheiden, die landwirtschaftliche Produktion in Deutschland, die ich trotz einiger Probleme schon noch als relativ nachhaltig ansehe, komplett auf Bio umzustellen, glaube ich dass wir dann damit die weniger nachaltige Produktion im Ausland fördern, wo all die wirklich stark giftigen Substanzen noch massiv eingesetzt werden, und teilweise garnicht kontrolliert wird.
  • Energieerhaltung?!?

    29.11.2016, Martin
    Müsste nicht die Energieerhaltung Zeitreisen verhindern? Schließlich würde ja ein massebehafteter Körper aus der Gegenwart in die Vergangenheit transportiert werden. Nach E=mc^2 würde ja dann in der Gegenwart Energie verschwinden und genau diese Energie in der Vergangenheit plötzlich hinzukommen und damit die Energieerhaltung verletzen.

    Falls ich hierbei einen Denkfehler begehe oder etwas übersehe würde ich mich sehr über Aufklärung freuen.
  • Geht Landwirtschaft auch ohne Pestizide?

    29.11.2016, Dr. Holger Casselmann
    An dem Artikel stört mich besonders, dass eine sich bereits anbahnende Katastrophe keine Behandlung erfährt: nämlich das Verschwinden der Insektenarten. Ganze Nahrungsketten auf Basis diverser Wildkräuter ("Unkräuter") wurden auf unseren Äckern durch Herbizide à la Glyphosat ausradiert. Das hat Folgen bis hin zu den Singvögeln, die von selbigen Insekten und Pflanzensamen leben. Die kommerzielle Gentechnik fokussiert nicht auf "bessere" Pflanzen, sondern auf Herbizidresistenz und verschärft den Einsatz von Unkrautvernichtern. Wenn erst einmal viele Arten unwiederbringlich verlorenen sind, dann werden - da bin ich mir sicher - in der Zukunft diese Aktivitäten als Verbechen an unserer Umwelt gewertet werden.

    Mehr Sensibilität und ein Umdenken in der Landwirtschaft sind dringend notwendig. Es ist schon fast amüsant, dass die Arbeitsweise mit synthetischen Pestiziden und massivem Maschineneinsatz als "konventionell" bezeichnet wird, obwohl diese nicht einmal ein Jahrhundert alt ist.

  • Interessante Erkenntnisse

    29.11.2016, Nicole
    Ich bin mit Katzen aufgewachsen. Die erste Katze war Freigänger und wurde 18 Jahre alt. Ich habe damals nicht so sehr über die Empfindlichkeit und Emphatie der Katze nach gedacht, aber auf jeden Fall liebte sie die Nähe zu ihrer Familie und sie hat das Auto am Geräusch erkannt und kam direkt angelaufen, wenn man heim kam.
    Nun habe ich zwei Wohnungskatzen, die noch anhänglicher sind. Sehr interessant ist dabei die Art der Kommunikation und des Verhaltens untereinander. Das konnte ich früher bei der Einzelkatze nicht so beobachten. Und wenn man die Aktionen und Reaktionen der Katzen untereinander genau beobachtet und analysiert, versteht man sie in dem Verhalten dem Mensch gegenüber viel besser (leider nicht immer:-)). Und es gibt natürlich auch Verhaltensweisen, die sie nur der anderen Katzen gegenüber zeigen, wie Aggressivität bei der Begegnung.

    Es ist auch tatsächlich so, dass die Katzen auf Augenkontakt reagieren und sich aufgefordert fühlen, wenn man ihnen in die Augen schaut. Ich finde es grundsätzlcih erstaunlich, dass Katzen wie Menschen die Augen als, ja wie soll man sagen, Eingang zur Seele sehen. Man guckt sich eben in die Augen, wenn man sich ansieht, Katzen sich und den Menschen sogar noch mehr als die Menschen untereinander.
  • Diskussionsbeitrag zu Rahmstorfs Beitrag auf WUWT

    28.11.2016, Sebastian Lüning
    Wir haben die Kritikpunkte von Stefan Rahmstorf nun in einem Diskussionbeitrag auf WUWT aufgegriffen. Interessierte Leser können sich dort ein eigenes Bild zur Thematik machen:

    https://wattsupwiththat.com/2016/11/28/record-heat-despite-a-cold-sun/
  • Kein gesellschaftlicher Prozess?!

    28.11.2016, Matthias Boesner
    Ich dachte, es wäre Allgemeinwissen, dass jede Generation die Sprache ihrer Vorgängergeneration altmodisch findet und sich davon durch die Schaffung oder Verwendung eigener "cooler" Wörter abzugrenzen versucht. 14 Jahre wären genau die Zykluslänge, die ich dafür erwarten würde.
    Antwort der Redaktion:

    Ein Generationenprozess kann es meiner Ansicht nach nicht sein. Erstens müssten unter dieser Annahme Autoren ihre Tätigkeit ungefähr 14 Jahre nach ihrer Elterngeneration aufnehmen, was mir reichlich kurz erscheint, zweitens bleiben ja Autoren aller Altersstufen weiterhin aktiv, sofern sie ihre "altmodische" Sprache nicht ändern, würde diese weiterhin erfasst, und drittens wurde das Phänomen eigentlich nicht so sehr an typischen Modewörtern beobachtet, sondern an einer Art erweitertem Grundwortschatz, das heißt, es geht um Begriffe, die im Allgemeinen durch das gewählte Thema vorgegeben werden.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Mythos Welthunger

    28.11.2016, Quirin
    Solange im Westen die Hälfte der Lebensmittel im Müll landet und wir deutlich zu viel (Rind-)Fleisch essen, ist das Argument wir müssten intensivere Landwirtschaft betreiben, mit größeren Mengen an Pestiziden, nicht haltbar. Zusätzlich führt die intensive Bewirtschaftung zur Verarmung der Böden und sorgt mittelfristig für schlechtere Erträge. Es wäre an der Zeit mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie. Wenn hoher Pestizideinsatz das einzige Mittel für gute Erträge ist, dann spricht das von einem Mangel an Kreativität und Wissen. Natürlich machen weltweit verbreitete Sorten die Situation nicht besser. Es ist nur logisch, dass eine Sorte nicht an allen Orten der Welt gleich wächst. Wir müssen dafür sorgen, dass uns die genetische Vielfalt nicht verloren geht.
  • Den Hanf nicht vergessen

    28.11.2016, Wolf Niese
    Hanf ist die urbarst umweltfreundlichste Nutzpflanze. Er ist weniger durstig wie die Baumwolle beispielsweise. Hanf verbessert die Böden, während aus ihm Nahrung, Medizin, Treib-, Brenn- und Kunststoffe, Textilien, Baumaterial und Farben hergestellt werden kann - äußerst ergiebig, denn auf einen Hektar gedeihen bis zu 28 Tonnen Rohmasse Hanf. Längere Dürreperioden verkraftet die jahrtausende alte Kulturpflanze auch besser als Raps oder Getreide. Und: Hanf braucht im Gegensatz zu allen anderen gängigen Nutzpflanzen keine Pestizide.
  • Geht Landwirtschaft auch ohne Pestizide?

    28.11.2016, Heinrich Rott
    Mit Hilfe aller Pestizide wird man zwar Schlachten gewinnen, aber nicht den Krieg, denn man darf die evolutiven Mutationen nicht vergessen. Andererseits waren unsere Vorfahren mit der Landwirtschaft in Fruchtfolgen und kleinteiligen Feldern nicht so "einfältig", wie sie manche sog. moderne Ökonomen gerne sehen. Das olympische Prinzip von schneller, höher, weiter hilft hier nicht weiter. Auch Bayer/Monsanto gewinnen nur Schlachten, damit zwar viel Geld, aber ihr Ansatz ist prinzipiell falsch, siehe oben.
  • noch schöner ?

    28.11.2016, Marc Schwartz
    Berechnet man höhere Potenzen dieser Zahl, kommt man immer näher einer ganze Zahl, zb Phi ^ 12 = 2206,999 (solche Zahlen sind sehr selten, und nach dem mathematiker Charles Pisot genannt). Die irrationellste aller Zahlen wird also irgendwie von den ganzen Zahlen angezogen !