Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Mitten in Berlin?

    28.11.2016, Martin Guardini
    ein paar Abgeordnete konnte ich erkennen.
  • Ganz diskret...

    28.11.2016, Andreas Grund
    Sehr geehrter Herr Freistetter,
    cool, dass Sie gerade jetzt im Spektrum diesen Artikel veröffentlichen.

    Während einer Diskussion mit meinem Sohn kam unlängst die Idee auf, mit einem Zellulären Automaten die Physik nachzubilden. Damit sollte es prinzipiell möglich sein, alle Grundgesetze nachzubilden.
    Neu ist diese Idee nicht, Stephen Wolfram (der von Mathematica) hatte darüber schon einmal vor zehn Jahren philosophiert.

    Hört sich einfach an: Man beginnt mit den physikalischen Systemzuständen und parametrisiert sie in den Zellen des Automaten. Dann noch die Umsetzung von Feldern...fertig :-). Vermutlich rechnet sich so ein Automat selbst mit dem schnellsten Computer der Welt noch elendig langsam, aber die Zeit ist langsam reif dafür.

    Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine nette Knobelaufgabe für physikalisch Interessierte ist. Wäre schon interessant zu sehen, wie viele Dimensionen so eine Automatenzelle haben muss, damit das funktioniert.

    Ich hatte eigentlich angenommen, dass Spektrum dafür kein geeignetes Forum ist. Schließlich wird hier immer quasi einbahnstraßenmäßig Wissenschaft zum Leser transportiert und nicht umgekehrt.

    Dennoch wäre so eine Beschäftigung für unbeschäftigte Weltformelsucher wohl auch eine ergiebige Quelle für neue Einsichten. Bei Heise können Leser ja auch an elektronischen Basteleien teilnehmen.

    Ich würde so etwas auf jeden Fall unterstützen.
    Wann fangen wir an?
  • Contra Falsifikationstheorie

    28.11.2016, Paul Kalbhen
    Zur Falsifikationstheorie Karl Popper's, die für mich fast wie ein Dogma "gläubig" angenommen wird, schreibt der Physiker und Philosoph Norman Sieroka (Philosophie der Physik, Verlag C.H. Beck, München 2014, S. 111): "Damit wirft der Falsifikationismus allerdings ein sehr eigenartiges Licht auf die Motivation und das Ziel von Experimenten. Laut Popper können diese sinnvollerweise nur darin bestehen, Gegenbeispiele zu finden, um Theorien zu widerlegen. Doch ist es plausibel, anzunehmen, Physiker würden Experimente lediglich machen, um ihre eigenen Ansichten zu Fall zu bringen?" Ich schlie0e mich dem mit der "ketzerischen" Frage an: Ist die Falsifikationstheorie Karl Popper's in sich selbst falsifizierbat, d.h. in sich selbst widerlegbar?
  • Bei Obst steigt durch pestizidarme Methoden Ertrag und Qualität sogar an?

    28.11.2016, Harald
    Der Artikel beschreibt den Zwiespalt der heutigen Landwirtschaft recht gut. Bei folgendem Satz musste ich jedoch stutzen:
    "Bei Obst steigt durch pestizidarme Methoden Ertrag und Qualität sogar an."

    Bei welchem Obst? Zumindest meine persönlichen Erfahrungen mit ein paar privaten Obstbäumen widersprechen dem. Schorf und Insektenfraß mögen mit vorbeugenden nicht-chemischen Maßnahmen zumindest teilweise zu verhindern sein, insgesamt dürfte dies aber doch eher zu Ertrags- und Qualitätsverlusten führen. Wie sich auch noch ein Mehrertrag und Qualitätssteigerungen ergeben sollen, erschließt sich mir gar nicht.
  • Warum immer gleich Mord?

    28.11.2016, Bluto Blutarski
    Das Thema fasziniert mich seit meiner Kindheit. Und seitdem frage ich mich, warum man seinen Vater immer gleich umbringen muss um ein Paradoxon zu verursachen.
    U.U. reicht es bereits, ihm im entscheidenden Moment im Weg zu stehen, wenn er den ersten Blick auf die potentielle Mutter seiner Kinder werfen würde!
  • Auch schön:

    28.11.2016, Jost Neigenfind
    Man nehme die Fibonacci-Folge

    1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, ... 4807526976, 7778742049, 12586269025, ...

    und teile Folgenglied i+1 durch i

    1/1, 2/1, 3/2, 5/3, 8/5, ... 12586269025/7778742049 ...

    und man erhaelt

    1, 2, 1.5, 1,666..., 1,6, ... , 1.6180339887498948, ...

    Der goldene Schnitt betraegt etwa

    1.6180339887
  • Schwacher Artikel

    27.11.2016, Wolfram Obermanns
    Wie bereits andere Leser monierten, im Artikel fehlen für praktisch jede Behauptung die Belege.
    Wer hatte wann wofür wieviel Geld?
    Anhand welcher Erhebung wird festgemacht, die Anzahl der Kreationisten in Deutschland oder Westeuropa nimmt zu?
    Die bestenfalls essayistische Qualität mit dräuenden Verschwörungsduktus läßt mich an Verlautbarungen aus dem Umfeld der GBS denken, deren wissenschaftlich geringe Ambitionen sich inzwischen herumgesprochen haben dürften.

    Wissenschaft ist Methode. Die Frage ob die Autoren sie kennen und beherrschen, muß nach diesem Artikel leider unbeantwortet bleiben.
    Will man den Theorien zur Evolution zu einer weiteren Akzeptanz verhelfen, wäre es m. E. im übrigen vordringlich dem pseudowissenschaftlichen, religiös aufgeladenen, u. a. heftig "häckelndem" Unsinn in der Evolutionsbiologie (z.B. Stillstand der menschlichen Evolution wegen Kulturleistungen) entgegenzutreten, statt propagandistisch letztlich sowieso sinnlose "Glaubenskriege" zu führen. Mich beschleicht so langsam der leise Verdacht, daß gerade die schlampigen Vertreter der Evolutionstheorie weniger die Kreationisten bekämpfen als brauchen, um aus der Schußlinie zu bleiben.
    So sind mir im Vergleich auch keine "Glaubenskriege" aus der Physik bekannt um die Gesetze der Gravitation populärer zumachen, obwohl sie gefühlt 95% der Bevölkerung überhaupt nicht kennen.
    Unsere Gesellschaft nimmt durch diese Unkenntnis auch eher geringen Schaden. Die Schäden sozialdarwinistischer Lehren hingegen, lassen sich leicht zeigen.
    Mein Fazit: Ein inhaltlich in mehrfacher Hinsicht schwacher Artikel mit obendrein falschen Prioritäten.
  • widersetzt sich jeder "ordentlichen" Beschreibung??

    27.11.2016, Kurt Kudwien
    Eigentlich geht es hier nur um die (Quadrat-)Wurzel aus 5 als "irrationalste" aller Zahlen, also "irrationaler" als alle anderen. Das klingt ein wenig aufgebauscht. Aber schön, so kam ich dazu, das nochmal durchzurechnen.
    Für den goldenen Schnitt rechne man noch (sqrt(5)-1)/2 oder nimmt den Kehrwert davon.
  • Zeitreisen – sudden death für den Unvorbereiteten.

    27.11.2016, Ralph Fischer


    Wer hätte nicht gerne eine Zeitmaschine. Überall in der Literatur wimmelt es von „was wäre wenns“. Alle stellen sich das einfach vor, Wurmlöcher, kleine Maschinen, Geisteskräfte und Zeitlöcher.

    Was aber kaum einer bedenkt ist das Raum Zeit Kontinuum. Sperriges Wort für die Tatsache, das Materie dazu neigt, an ihrem Platz zu verweilen.

    Wer kennt nicht die Szene in „Zurück in die Zukunft 3“, in der Doc Brown erklärt, das man bei Zeitreisen 4 Dimensional denken muss. Denn wenn das Auto die Brücke erreicht, die jetzt noch nicht da ist, dann springt es ja in die Zukunft und landet auf der Brücke, die bis dahin gebaut wurde.

    Millionen von Zuschauern haben dazu genickt und sich überhaupt nicht gefragt, was denn tatsächlich passieren würde.

    Dazu sollte man vielleicht mal erwähnen, das das Universum verdammt groß ist. Richtig richtig groß.

    Unser Planet ist nur ein unbedeutender Punkt am Rande einer Galaxis, die sich um ein schwarzes Loch in der Mitte bewegt und dabei durch dunkle Kräfte von anderen Galaxien weg geschoben wird. Wir Menschen haben keinen Sinn für absolute Bewegung und das ist auch ganz gut so, denn zu jeder beliebigen Sekunde sind wir mit einer unglaublichen Geschwindigkeit unterwegs durch den Raum.

    Selbst für langlebige Sonnen ist die Wahrscheinlichkeit klein, das sie sich 2 mal an exakt der gleichen Stelle im Raum befinden werden. Menschen brauchen daran überhaupt nicht zu denken. Trotzdem nehmen wir das als ganz selbstverständlich an, weil es unserer täglichen Erfahrung entspricht. Ich war hier schon mal, ich bin hier zuhause und so weiter.

    Für Zeitreisende ist es elementar wichtig, sich das bewusst zu machen: Ich war hier noch NIE.
    Klar, ich habe diesen Baum selbst gepflanzt und ich bin auch noch auf dem selben Planeten, aber dieser Planet war noch NIE genau da, wo er jetzt ist.

    Zeitreisen wie wir sie uns vorstellen sind eindimensional. Wir verlassen das jetzt und springen entweder in die Vergangenheit oder die Zukunft. Und erwarten das wir festen Boden unter den Füssen haben werden.

    Unser Körper ist aber im Raum Zeit Kontinuum gefangen. Er bewegt sich zwar durch die Zeit, aber das war es auch schon. Nach einem Sprung von einer Minute in die Zukunft ist er immer noch exakt an der gleichen Stelle wie vorher.

    In einer Minute bewegt sich die Erde sehr sehr weit. Der unvorbereitete Zeitreisende wird einen kleinen Punkt sehen der schnell verschwindet, während seine Körpersäfte im Vakuum verkochen.

    Vielleicht besser 1 Minute in die Vergangenheit ? Dann wird man während dem Verkochen im Vakuum von der Erde überfahren, die eine Minute später durchrauscht und als Meteor verglühen.

    Also gehen wir auf Nummer sicher und bauen uns ein kleines Raumschiff.
    Darin überleben wir natürlich den Sprung 1 Jahr in die Zukunft.
    Aber jetzt sind wir sehr weit weg von unserem Heimatplaneten. Den einzuholen kann durchaus länger dauern.

    Das gleiche gilt für die Reise in die Vergangenheit. Wenn wir 1 Jahr zurück reisen, dann dauert es 1 Jahr, bis mal wieder ein bewohnbarer Planet vorbeifliegt.

    Kurz: Es heisst nicht ohne Grund Raumzeit. Solange wir nicht gelernt haben, wie man grosse Entfernungen im Raum überwindet, sind Zeitreisen einfach nutzlos.
  • "Aus mathematischer Sicht ist der goldene Schnitt so irrational, wie es nur geht."

    27.11.2016, Hans-Jürgen Steffens

    Bei allem Respekt, aber übertreiben Sie hier nicht ein wenig? ;-) Im goldenen Schnitt ist i.W. die Wurzel aus 5 enthalten, also eine algebraische Zahl, zu der schon die alten Griechen eine Konstruktionsmethode mit Zirkel und Lineal kannten. Die Irrationalität war für sie (genauer für die Pythagoräer) zwar ein philosophisches Desaster, aber die Zahlklasse der sog. transzendenten (also nicht algebraischen) Zahlen (Bsp. e und pi) sind, wenn man das so sagen darf, noch ein wenig irrationaler. Ein Mathematiker wird vermutlich auch etwas schmerzhaft zucken, wenn man ihm sagt, der goldene Schnitt sei am schlechtesten durch eine rationale Zahl approximierbar, so wie er zucken würde, wenn ich aufgrund der Leibnizformel für pi, nämlich pi/4 = 1 - 1/3 + 1/5 - 1/7 etc, (also einer elend langsam konvergierenden rationalen Reihe) dasselbe für pi behaupten würde.

    MfG H.-J. S.
  • Interpretation

    27.11.2016, Stefan Bittner
    Ich (und auch renomierte Wissenschaftler) bin (bzw. sind) der Überzeugung, dass Wissenschaft und Schöpfung sich nicht ausschließen! Wer (selbst)kritisch mit den angebotenen Antworten der Schöpfungs- und der Evolutionsbefürworter umgeht, muss eingestehen, dass sicherlich beide Seiten nicht alle Fragen beantworten können aber, dass Schöpfung und eine kurze Lebensgeschichte eine mögliche Interpretation der Fakten ist.

    Interessanterweise sind die meisten Beiträge hier nicht davon geprägt, dass naturwissenschaftlich argumentiert wird, sondern eher philosophisch. Und das zeigt mir, dass man Schöpfung nicht aus wissenschaftlichen Gründen ablehnt, sondern aus philosophischen.

    Es läuft immer auf die Fragen hinaus: Woher komme ich? Wozu lebe ich? Wohin gehe ich? Ernsthafte Antworten kann hier die Evoultion nicht geben. Die Schöpfung erst einmal auch nicht. Aber der Glaube an einen Schöpfer schon!
  • Nur subjektiv

    27.11.2016, Herkurius
    Der Artikel geht von der subjektiven Sicht eines Menschen aus.
    Was wäre, wenn die Zeitwahrnehmung eine Fähigkeit von Lebewesen ist, die Dimension "Zeit" geordnet abzutasten? Dann würde die Auswertung von Abschnitten in der einen Richtung ("Zukunft") ganz unterbunden, weil sich sonst eine unsinnige Rückkoppelung zur Vermeidung subjektiv unerwünschter Entwicklungen ergibt (keiner will mehr in ein Flugzeug einsteigen, das sowieso abstürzt, also fliegt es gar nicht erst ab, also sieht sich auch keiner veranlasst, diesen Flug zu meiden, also findet er statt und das Flugzeug stürzt doch ab...), in der anderen Richtung ist die Empfindung als "Erinnerung" markiert, sozusagen ausgegraut wie ein abgelaufenes Angebot im Webshop, sodass auch hier ein Riesendurcheinander wie das Großvaterparadoxon verhindert wird.
  • Zeitreisen

    27.11.2016, Jürgen
    Nehmen wir einmal an, Zeitreisen in die Vergangenheit wären möglich. Dann hätte in der Zukunft bestimmt jemand einen Weg gefunden, dies zu tun. Das hätte zur Folge, daß wir Besuch aus der Zukunft bekämen und es vor Zeitreisenden nur so wimmeln würde. Bisher sind das nur UFO- Forscher, die das in Betracht ziehen.
  • Ignoranten

    27.11.2016, Paul Kalbhen
    Wer die Darwin‘sche Abstammungslehre im Gewand der modernen Evolutionstheorie zufälliger Mutation und molekularer Selektion bzw. Adaption negiert, zumal aus der kreationistischen Sicht einer angeblich wortgetreuen Betrachtungsweise der Genesis des Alten Testamentes , ist ein Ignorant; wer die Möglichkeit eines schöpferischen - geistigen - Prinzips hinter den Prozessen, Codierungen und Gesetzmäßigkeiten des Evolutionsgeschehens negiert, zumal aus der überheblichen Sicht einer angeblich wissenschaftlichen Betrachtungsweise des Religionsgegners bzw. Atheisten, ist ebenfalls ein Ignorant.
  • Rezension ohne jegliche kritische Distanz!

    26.11.2016, Josef König
    Ich habe aufgrund dieser Rezension das Buch gekauft. Sie führte mich in die Irre! Jetzt, schon nach der Hälfte der Lektüre, frage ich mich, wie der Autor der Rezension zu solch einem Urteil kommt: "umkreist mit Hilfe neuer Forschungsergebnisse aus Psychologie, Hirnforschung und Humangenetik das Thema individuelle Schuld in der Rechtsprechung. Auch philosophische Thesen zieht er hierfür heran."
    Scheele hat so gut wie überhaupt keine neueren wissenschaftlichen Studien gelesen, zitiert zumeist Artikel aus FAZ, ZEIT, SpOn, u.ä. Die wenigen Bücher, die er zitiert, sind längst veraltet. Im Literaturverzeichnis gibt es kein Werk der aktuellen Hirnforschung und Psychologie, von Philosophie hat der Autor überhaupt keine Ahnung. Das Buch ist nach meinem Dafürhalten eine Komposition von privaten Erfahrungen und Verletzungen (die er gern dauernd ausführt) nebst einer nur ungefähren Ahnung über die Forschung und die von ihm gestreiften Themen. Nur im Bereich des Strafrechts kann man ihm Wissen und Erfahrung zubilligen. Das ist aber für solch ein Thema absolut unzureichend.
    Der zudem auf das breite Publikum zielende schreierische Stil ist Ärgerlich. Zudem zeigt sich, dass er selbst noch Zitate falsch wiedergibt - so etwa schon auf den ersten Seiten das von Max Planck über wissenschaftliche Erkenntnisse.
    Mir wäre es deutlich wohler, wenn die Rezensionen in Spektrum kritischer wären und von mehr Kompetenz der Rezensenten zeugten!
    Mit freundlichem Gruß
    Josef König