Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Im Garten urinieren ?

    30.11.2014, Martin Hintermann
    Frage: Soll ich ab jetzt mein Uringeschäft im Garten vornehmen und damit meine Pflanzen, Rosen, etc. begiessen ? Oder kann das auch den Pflanzen schaden ?
    Antwort der Redaktion:
    Das können Sie machen, Sie sollten dann aber rasch mit Wasser verdünnen ;-) (dl)
  • Selbstbeherrschung kann man nicht üben!

    28.11.2014, Dr. Amadeus Hartwig
    Eine schöne Aussicht für das Leben der Menschen in ihren vielfältigen Interaktionsprozessen, aber vielleicht auch doch nur eine neue Fata Morgana?
    Ich habe in den letzten 25 Jahren in einer Kinderarztpraxis in Berlin unter Einbeziehung von Therapeuten (Physiotherapie, Ergotherapie/Psychomotorik) mit Kindern (und ihren Eltern) gearbeitet, die verschiedenste Entwicklungsdefizite in Motorik, Sprache und Verhalten sowie Lernen und Sozialverhalten vom Frühgeborenenalter bis zur Pubertät aufwiesen. Dabei konnten wir beobachten, dass bei allen Auffälligkeiten die Affektstabilität, zu der die Selbstbeherrschung zählt, mitbetroffen war. Das galt für die Kinder wie auch ihre Eltern.
    Kindliche Entwicklung ist nicht nur die Herausbildung einzelner isolierter Fähigkeiten und Fertigkeiten.
    Alles ist miteinander verbunden – ein System kindlicher Entwicklungspotentiale, das durch mehr oder weniger günstige Umwelteinflüsse gefördert oder negativ beeinflusst werden kann. Der Einfluss der Vererbung ist dabei nur gering.
    Man muss darauf achten, wie Heranwachsende die Sensibilität für zwischenmenschliche Notwendigkeiten entwickeln, denn wie im Artikel gezeigt, ist die Herausbildung emotionaler/ affektgebundener Verhaltensweisen entscheidend für den Erfolg von Menschen.
    Unbegrenzte Bedürfnisse und Wunschträume einer zunehmend transkulturellen, fließenden Erwachsenenwelt lassen mehr und mehr die Grenzen und Strukturen sich neu organisierender Lebensprozesse „zerfließen“.
    Sensibilität, Mütterlichkeit, Eigenverantwortung, Selbstbeherrschung, gesellschaftliches Handeln, soziale Intelligenz werden immer wieder neu in einem Prozess von psychosozialen Umweltfaktoren bei Heranwachsenden gebildet.
    Intelligenz ist nur ein Zugriffsystem auf mehr oder weniger erworbene und abgespeicherte Lerninhalte aus der Vielfalt menschlicher Lebenserfahrung.
    Selbstbeherrschung ist aber ein Bestandteil unseres Affektsystems – unbewusst und uns somit verschlossen. ÜBEN wird man sowas nicht können!
  • "Oliver Krüger von ...

    28.11.2014, michael m.
    ... der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin sieht zudem noch ein weiteres Problem: "Rohphosphat ist häufig mit den Schwermetallen Kadmium und Uran verunreinigt. Die Schwermetalle sind auch im Dünger enthalten und gelangen so auf unsere Felder." Für Kadmium existiert zwar in vielen Industrieländern ein Grenzwert, für Uran aber nicht."

    im mittel enthalten die oberen 33cm des erdbodens 1,5t Uran / km² (nach ATSDR).

    wie üblich also angstmache in verbindung mit mangelndem hintergrundwissen.
  • Mehr Masse im Galaxienkern

    28.11.2014, Gert Weigelt
    und das bis zu 40% ... Kann dadurch auf die Dunkle Materie verzichtet werden, wenn das SL in der Galaxie die Masse derart vergrößert?
  • kann es nicht sein,

    27.11.2014, Michael M.
    das die archäoligischen daten nicht viel mehr als 'randbedingung' für die simulationen verwendet wurden?

    da es derzeit kein klimamodell gibt, welche die bekannte klimatologische historie (und gegenwart) abbilden kann und konnte wäre es schon arg verwunderlich, wenn wir nun auf einmal die windrichtungen im pazifik zwischen 800 und 1.300 a.D. hindcasten könnten...

    aber leider gibt der artikel keine auskunft über solche fragen.
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Michael M.,

    Stimmt, auch ich war beim Schreiben und Recherchieren zum Artikel Ende September zuerst erstaunt über das Selbstbewusstsein, mit dem die Forscher die klimatischen Verhältnisse im Pazifikraum für die Vergangenheit rekonstruiert haben. Im Text habe ich den Schwerpunkt dann später auch nicht auf ihre Methode gelegt (das wäre ein Themenschwerpunkt für sich), deshalb für alle Interessierten hier noch drei Quellen, an denen der Ansatz vielleicht nachzuvollziehen ist: Die Klimamodellierung selbst beruht auf einem oft verwendeten Modell der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (CSIRO), zu dem Sie in Geosci. Model Dev. 4(2):483, 2011 nähere Fachinformationen finden. Aus diesen aktuellen Modellen haben die Forscher dann auf das Klima der vergangenen Jahrhunderte geschlossen (siehe hierzu Clim Change 83(1-2), S.241-285, 2007 und Clim Dyn 27(2-3):165-184, 2006.

    Ihren Schluss, es gebe derzeit "Kein Klimamodell, das die klimatologische Gegenwart abbilden kann", teile ich nicht pauschal. Über größere und kleinere Feinheiten wird man aber wohl in bester akademischer Tradition noch einige Zeit streiten.

    Viele Grüße aus der Redaktion,
    Jan Osterkamp
  • So ändern sich die wissenschaftlichen Zeiten

    27.11.2014, Eleonore Weichert
    Frauen in Stöckelschuhen (so hießen sie damals) haben einen sehr unsicheren Stand und können nicht weglaufen. Die wissenschaftliche Erkenntnis daraus war damals:
    beim Mann wird der Jagdtrieb (leichte Beute) und der Beschützerinstinkt geweckt.
  • Bitte nicht verallgemeinern!

    27.11.2014, Rolf Schauder
    Ihr Artikel enthält eine nicht zulässige Verallgemeinerung. "Clostridien setzten das Botulismustoxin frei, das für den Menschen tödlich ist." Richtig ist, dass das Botulinumtoxin von einem Clostridium (C. botulinum) hergestellt wird. Allerdings gibt es viele Clostridium-Arten (C. pasteurianum, C. butyricum....), die nicht pathogen sind, nur Zucker, keine Proteine verwerten, keine Toxine herstellen.
    Man sollte vermeiden, von 1 schwarzen Schaf zu schließen, dass alle Schafe schwarz sind.
    Wie valide die Aussage in Ihrem Bericht sind, kann ich (zumindest auf die Schnelle) nicht nachprüfen. Leider ist die Quelle Ihrer Informationen nicht angegeben. Darin könnte ja stehen, welche Clostridien-Arten im Magen der Geier gefunden wurden - und wie deren Eigenschaften einzuordnen sind.
  • EndZOO fordert vegane Raubtiere?

    27.11.2014, Frank Albrecht
    Sie werden im ganzen Universum keine einzige Aussage finden, in der EndZOO eine vegane Ernährung für Löwen oder andere so genannte Raubtiere fordert. Aber wer solche EndZOO-Märchen verbreitet, möglicherweise aus erheblichen Wissenslücken oder um EndZOO bewusst zu diffamieren, kann nur auf naturentfremdenden Pfaden daher wandern und meinen, das die FREIHEIT für so genannte Wildtiere NICHT ARTGERECHT sei.
  • Alte Kamelle

    27.11.2014, Wolfram Obermanns
    Hohe Absätze zwingen in eine Körperhaltung die Brust und Po stärker exponieren.
    Außerdem wird der Gang tendenziell unsicherer, die Frau wirkt hilfsbedürftiger bzw. körperlich unterlegener als sonst.
  • Vielleicht mal aus dem Labor ins Leben gehen :-)

    26.11.2014, Oliver Dorsch
    Ein thematisch hochinteressanter Artikel, der in dieser Form nur aus Frankreich kommen kann (was mich persönlich sehr freut).

    Allerdings sollte Labor-"mann" vielleicht nicht nur über mögliche Ursachen im abstrakten, aber letztlich begrenzten eigenen Erlebnisraum nachdenken, sondern ein wenig ins Leben gehen, zum Beispiel mal Tänzerinnen fragen:
    - Stöckelschuhe ändern die Gangart drastisch ins lasziv wahrgenommene, weil das Becken die Gehbewegung anders aufnimmt/umsetzt. Der ungewohnte Ablauf fällt einfach auf.
    - Weil es zudem eine ungewohnte Bewegung ist, wird sie auch eher als elegant wahrgenommen ==> "Klar", das "man" eher der Dame als der Landpomeranze hilft.
    - Nicht an sich die künstliche Vergrößerung wirkt, sondern bei großen und speziell langbeinigen Frauen wirkt sich diese Bewegungsablaufänderung wesentlich stärker aus als bei kompakt gebauten. Also fällt nicht auf dass die Frauen größer sind, sondern große Frauen sind zusätzlich auffälliger.

    Warum kann "Forscher" bei Mode und Bewegungen nicht einfach mal Menschen als zusätzliche Quelle dazuziehen, die sich professionell damit beschäftigen müssen, sondern denkt sich im im stillen Kämmerchen selbst was aus?

    Ach ja: und natürlich ist es umgekehrt
    - Die Medien stellen nicht Stöckelschuhe als sexuell attraktiv dar, sondern: sie haben schlichtweg die sexuell suggestive Wirkung erkannt oder die Möglichkeit, etwas als "abgehoben" darzustellen.

    ;-)
  • wo bitte bleibt

    26.11.2014, Michael M.
    die abschätzung des gewinns / nutzens der kohlekraftwerke für die allgemeinheit in folge der versorgung mit preiswerter und zuverlässiger energie und des daraus resultierenden wohlstandszuwachses?

    wo bitte findet man die ganzen kranken und gestorbenen personen, welche angeblich in diesem zeitraum durch die kohlekraftwerke geschädigt wurden?

    wo bitte findet man die besagten milliardenschäden, welche den kohlekraftwerken zugeschrieben werden?

    und warum bitte hat noch keiner die kraftwerksbetreiber wegen oben angesprochener schäden verklagt?

    ps: wie verträgt sich eigentlich die veröffentlichung postnormaler wissenschaft mit dem titel 'spektrum der wissenschaft'?
  • EndZOO fordert vegane Löwen?

    26.11.2014, Frank Albrecht
    Selten haben wir soviel geistigen Müll gelesen. Sie finden keinen einzigen Satz von EndZOO, indem wir eine vegane Ernährung für Löwen und andere so genannte Raubtiere fordern. Aber wer solche EndZOO-Märchen verbreitet, entweder aufgrund erheblicher Wissenslücken oder um EndZOO zu diffarmieren, kann nur auf dem naturentfremdenden Pfad daher wandern und meinen, das die FREIHEIT für so genannte Wildtiere NICHT ARTGERECHT sei. EndZOO Deutschland e.V.
  • Urin- Dünger der Zukunft

    26.11.2014, Kintzler, Manfred
    Es war immer ein großes Gaudi, wenn unsere Großmutter (vor 60 Jahren), mit ihrem Nachttopf in den Garten ging und die Pflanzen begoß. Man sieht, verlorenes Wissen wird wieder genutzt. Hier lag aber wohl ein reiner Fall von Empirie vor.
  • Sehr schöner Artikel

    26.11.2014, Dr.Joachim Genth
    Herzlichen Dank, Frau Dr. Sperlich, für Ihre ausgewogene informative Berichterstattung. Würden gerne über den weiteren Fortgang informiert werde.
  • wohltuend

    25.11.2014, Hendrik Elsner
    Das gezeigte Video lief heute durch alle Online-Gazetten und war "geschmückt" mit allerlei reißerischen Headlines.
    - Monster aus der Tiefe
    - furchterregendes Geschöpf
    - unheimliche Kreatur
    Ich fürchte hier sind eher die Autoren monströse, furchterregende und unheimliche Kreaturen und Geschöpfe aus den Tiefen des Journalismus.
    Wie wohltuend ist da die sachliche Berichterstattung von Menschen, die an fundierten biologischen Erkenntnissen Interesse haben.