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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 65

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Zeit der politischen Besonnenheit vorbei - es herrscht emotionaler Hyperaktivismus

    06.01.2018, T.Kilian
    Das hier "Zwei Jungs" wie im Sandkasten spielen und sich gegenseitig aufwiegeln ist die eine Sache, das andere ist das beide sehr Emotionale Personen sind die genau mit diesem "Verhalten" in Richtung der innenpolitischen Präsenz für sich zu Nutzen wissen eine andere. Amerikaner Identifizieren sich mehr durch "Ihr-Auftreten" als durch inhaltliche politische debatten und Reformen, das macht "Donald Drump" nach innen auch bei den "Wählern" attraktiv die sehen und denken ("endlich haut mal jemand auf den Tisch". Ähnlich wie bei Kim... der seine Innenpolitische "Schwäche" durch Macht-Krämpfe und Nuclear-Artikulation und Drohung kompensiert. Darin liegt die Gefahr ! Beide sind emotional affektiv können eigenes Ego nicht von Ihrer Rolle als Staatslenker differenzieren... - Das schlimme ist, das man zuwenig über die reale Bedrohung (Stand des koreanischen Nuklear-Arsenals) weis und einschätzen kann. Trägersysteme hat er bereits, nukleares Material ebenso - KimY. Hat nichts mehr zu verlieren als sein eigenes "Gesicht" und damit der Untergang... - ähnlich wie Adolf Hitler der mehr oder weniger Politik der Verbrannten Erde" - hauptsache mit Kopf nach oben - mit der letzten Kugel seines eigenen Versagens zu sterben.
  • Alternder Bonobo Verhaltensbiologie Bonobos mögen keine Helfer

    06.01.2018, Barbara Lang
    Hm - keinesfalls möchte ich in ein falsches Licht geraten, aber :

    ist es bei Menschen - selbst bei Kindern und Jugendlichen - inzwischen nicht auch so, dass sie sich eher Allianzen zu sogenannten " Durchsetzungsfähigen " , sprich Egozentroikern suchen ? Nur, um die eigene Position stärken zu können ?
  • Fakt

    06.01.2018, Hakan E
    Wer trotz aller Fakten immer noch davon ausgeht diese Wetterextreme sind keine Vorboten Menschen verursachte Ereignisse so hat er keine Ahnung.
  • Historie ist auch wichtig.

    05.01.2018, Klaus Schröder
    Es mag ja sein, dass er eine zum Narzisstischen neigende Persönlichkeit hat. Ich denke aber auch, dass ihm selbst bewusst ist, dass er es übertreibt. Man muss dabei sehen welche Geschichte der Mann hat:
    Er hat im TV viele erfolgreiche Reality-Formate gemacht. Unter anderem auch Wrestling. Da kommt es überall drauf an, die Zuschauer mit einer überraschenden Wendung bei der Stange zu halten.

    Diese Erfahrungen scheint er auf die Politik übertragen zu haben. Es ist halt jetzt die große Präsidenten-Show, die den Zuschauern neue Wendungen präsentiert. Daher feuert er ständig seine Berater. So bleiben die Zuschauer bei der Stange. Jeder Furz wird von der Presse ja auch kommentiert. Auch die Kraftmeierei mit Kim Jong-un sehe ich eher als innenpolitische Maßnahme um seine Fans bei der Stange zu halten: "Was wird Kim Jong-un nun dazu sagen und was wird der Präsident dann antworten? Schalten Sie morgen wieder ein!"

    Praktisch sagt Prof. Lammers so etwas ähnliches: Der Kontext in dem er bestimmte Aktionen durchführt ist wichtig. Beim Kontext sehe ich halt, dass er seine Rolle als Präsident einzigartig ausfüllt: Er macht daraus eine unterhaltsame Reality-TV-Sendung. Wie beim Wrestling wird dann nicht immer wirklich hart zugeschlagen, sondern mit Kraftmeierei gearbeitet. Bei einer Reality-TV-Sendung steht ja auch weniger die Realität, als die Show im Vordergrund. Das hat er praktisch schon bei den Wahlen so durchgezogen. Das ist meiner Meinung nach mehr Absicht und Strategie (was ihm halt liegt), als ein krankhaftes "nicht anders können".

    Deshalb ist das, was der Mann tut natürlich nicht ungefährlich. Denn was das am Ende an außenpolitischen und sonstigen Schäden zurück lässt, ist heute noch schwer einzuschätzen.
  • Beschleunigte Expansion des Universums

    05.01.2018, Lutz Falkenberg
    In der Theorie der Schleifenquantengravitation erfahren kollabierende Schwarze Löcher bei kleinstmöglicher Größe einen Rückprall und explodieren, was aber aufgrund der durch die extreme Gravitation außerordentlich verlangsamten Zeit für außenstehende Beobachter Milliarden Jahre dauert. (Carlo Rovelli, Die Wirklichkeit, die nicht so ist, wie sie scheint, 2016, S. 252)
    "Sehr alte Schwarze Löcher wie die in der Frühzeit des Universums entstandenen könnten heute explodieren." (Carlo Rovelli, Die Wirklichkeit, die nicht so ist, wie sie scheint, 2016, S. 253)
    Gibt es bei explodierenden Schwarzen Löchern analog zum Urknall eine Phase schneller und gewaltiger Expansion und damit einer Art "Small Bang"? Werden explodierende Schwarze Löcher aus der Frühzeit des Universums (Primordial Black Holes) als Ursache für die seit einiger Zeit ablaufende beschleunigte Expansion des Universums in Betracht gezogen oder spricht generell etwas dagegen?
  • Warum nicht andere Sorten?

    04.01.2018, Dirk
    Ich bin nicht vom Fach, aber wenn bekanntermassen Monokulturen und diese eine Sorte Krankheitsprobleme haben - warum fördert man dann nicht Vielfalt und baut andere Sorten an? Es gibt haufenweise andere Sorten, die z.T. auch noch wesentlich besser schmecken als diese mehligen Supermarkt-Einheitsfrüchte.
    Die genetische Optimierung dieser einen Sorte nährt den Verdacht, dass es hauptsächlich wieder um Marktdominanz geht wie auch bei pestizidresistenten Getreiden.
  • Es schneit halt mal wieder im Winter

    04.01.2018, Mark Schäfer
    Sitze gerade im östlichen Ende von Long Island, NY, und soweit ich die übliche Hysterie amüsant finde, muss man das alles relativieren. Jedes Jahr gibt es hier 2-3 Winterstürme bei denen man am besten nicht das Haus verlässt, und es um die 20cm schneit. Dazu haben wir auch regelmäßig mind. 2-3 Windstürme die 40-60kmh überschreiten, die Kombination daraus kommt auch schon mal vor, Stromausfall etc. inclusive.
    Drum also alles halb so schlimm, Florida versinkt im Chaos egal was passiert und wir verbringen den Tag am Kamin, mit nem netten Roten aus Südafrika, ein paar Hauspeojeckten und werden uns morgen wieder herausbuddeln and vielleicht Langlaufen gehen (am Strand).
  • "Seeleute müssen auf dem Atlantik zudem mit extremem Wellengang rechnen."

    04.01.2018, Mustermannn
    Diesbezüglich würde mich mal interessieren ob der Schiffsbau so voran geschritten/ausgereift ist dass der Bauch eines Frachtschiff auf hoher See in einem solchen Moment sicherer wäre als der Landgang?
    Stellungnahme der Redaktion

    So genannte Monsterwellen können Schiffen immer noch schwer schaden, so diese (sicher unvollständige) Liste
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_rogue_waves#21st_century

  • Saubere Luft

    04.01.2018, Sunyata
    Ich möchte an das betagte Gedächtnis des Vorschreiberin apellieren. Das meinige berichtet von unerträglichen Abgaskonszentrationen vor der Einführung von Katalysatoren. Die heutigen Autos machen die Abgase so sauber, dass jedwede Verbesserungen nur noch Marginalien sind, und die gegenwärtige Hysterie darum den Eindruck einer Steuerung erwckt, um dem Standort Deutschland zu schaden.
  • Zahlen benötigt

    03.01.2018, A. Marshall
    Wie viele Tonnen Staub werden bei den ausgedehnten Waldbränden emittiert? Sicher mehr als die paar Böller. Achja, dabei wird auch tonnenweise Dioxin erzeugt, darüber redet aber niemand mehr.
    Wie viele dieser "Berechnungen" über Tote durch Staub/Gift/Pommes dienen dazu einen lukrativen Job zu erlangen?
  • The Day after Tomorrow?

    03.01.2018, Ronnie König
    Erinnert mich an diesen Film. Nun, es wird solcherlei sicher schon früher gegeben haben. Aber auffällig ist, dass wir die letzten Jahre heftige Stürme hatten, die Schadensummen steigen, was wiederum die Versicherungen zu Reaktionen veranlassen wird. Meint steigende Prämien, bis nur noch wenige sie sich leisten können. Dann wird es spannend. Verarmt durch Naturgewalt die USA? Oder lernen die endlich besser zu bauen? Was man auch bedenken muss, bei just-in-Time Geschäften, da wird wohl ein mancher wichtiger Transport liegen bleiben. Irgendwie scheint mir die einstige Entwicklung nun an einen Punkt zu kommen, da sehen wir, dass die natur noch damit fertig wird, aber unser empfindliches Leben sonst in der Menschenwelt stösst auf vielen Gebieten immer mehr an seine Grenzen.
  • Dieser Begriff ist eine Chance

    03.01.2018, Isabell R.
    Ich dachte immer, ist doch völlig egal, wie wir das... ZÄN nennen. Aber Literaturwissenschafterin Eva Horn öffnete mir die Augen: https://blog.wernerlampert.com/2017/12/willkommen-im-anthropozaen/
  • Stürme und Überschwemmungen

    03.01.2018, Dirk
    Es ist absolut sinvoll, wissenschaftlicher mit dem Klimawandel umzugehen, denn wenn man nachvollziehbar Stuss redet, macht man sich angreifbar für Skeptiker, denen man dadurch Munition liefert.
    Andererseits sind die Zusammenhänge so komplex, dass auch die Wissenschaftselite keine verlässlichen quantitativen Aussagen machen kann - wie soll das ein Durchschnittsgebildeter verstehen, wenn man alles in immer neuen Kontexten verstehen muss?
    Ausser acht gelassen hat Hr. Kachelmann aber einen wichtigen Faktor: durch die Erwärmung steigen die Meeresspiegel und damit die Folgen bei Stürmen an der Küste und in flachen Inselgruppen. Auch Rückstauungen in Flussläufen und steigende Grundwasserlevel im Küstenbereich sind eine Folge.
    Ebenso hat die Bevölkerungsdichte stark zugenommen, was die Folgen in flachen Küstengebieten dramatisch verschlimmert.
    Man kann also vielleicht noch sagen: es stürmt nicht mehr als früher - aber gravierendere Folgen hat es trotzdem, und das zunehmend.
    Ebenso könnte es vielleicht auch nicht mehr regnen, aber dank Flussbegradigungen, geänderten Anbaumethoden (Pestizide statt umpflügen), grösserer Felder und lokal optimierter Entwässerung sind die Folgen zunehmende Überschwemmungen.
  • Presse

    03.01.2018, Charly
    Was sagte Scholl Latour vor seinem Tod:

    Die Massenverblödung in Deutschland durch die Medien nimmt dramatisch zu. Ja da hatte der Mann wohl Recht, ob er auch schon gewusst hat, wie schnell sich diese Seuche ausbreitet?
  • Strom aus Erneuerbaren - weder billig noch zuverlässig

    03.01.2018, Dr. J. Götz
    In den Kommentaren wird von verschiedenen Autoren behauptet, dass Strom aus Solar und Wind immer günstiger werde und durch fortschreitenden Zubau von Kapazitäten die Bedarfsdeckung übernehmen könne. Das stimmt so nicht. Am 1. Januar 2018 war in ZDF heute unter Bezug auf dpa zu lesen "Rekordkosten für Noteingriffe - Deutsches Stromnetz unter Druck" Im Weiteren wurde ausgeführt, dass "im Norden Stromüberfluss, im Süden Mangel" herrsche bzw. geherrscht habe und allein der Netzbetreiber Tennet 2017 fast eine Milliarde Euro für Noteingriffe ins Netz habe zahlen müssen. Heißt: für ganz Deutschland ist der Betrag noch viel höher. Schon 2016 wurde von WELT N24 am 17.01. gemeldet "Eine Milliarde Euro verhindert den Blackout". In der Nachricht wurde ausgeführt, dass diese Beträge von jeweils hunderten Millionen von Euro für das Hoch-und Runterfahren von Kraftwerken, für den Abruf von Netzreserven und das Notabschalten von Windkraftanlagen eingesetzt werden mussten. SpiegelOnline vermeldete am 17.01.2016 "Blackout-Abwehr kostete 2015 eine Milliarde Euro".
    All diese Zusatzkosten auf den "so billigen" Strom aus Erneuerbaren sind den fluktuierenden Stromquellen Wind und Solar und den Vergütungsregelungen im Erneuerbare-Energien-Einspeisegesetz (EEG) geschuldet. Eine Änderung ist nicht in Sicht, weil es keine Stromspeicher der Größenordnung 10 TWh gibt und in vorhersehbarer Zeit nicht geben wird. Erinnert sei an die "Dunkelflaute" im Januar 2017: Hochdruckwetterlage über Deutschland, trübe, wenig bzw. kein Wind. In den Medien wurde darüber berichtet. Es mussten letzte Reserven mobilisiert und aus dem Ausland zugekauft werden. Dabei mussten im Dezember 2016 wegen Starkwind und Überangebot im Netz große Strommengen ins Ausland verschleudert werden und die Annahme des Stromgeschenks den Abnehmern noch mit zig Millionen zu Lasten der deutschen Stromkunden vergütet werden! Was für ein Schwachsinn!
    Deutschland leistet sich ein teures Doppelsystem: 100%(des Bedarfs) in Form konventioneller und ein zweites (schon mehr als 100% des Maximalbedarfs an installierter Kapazität) deckendes System aus Solar- und Windkraftanlagen. Die Krux ist aber die Volatilität von Wind und Sonne: die konventionellen einschließlich Kernkraftwerken müssen je nach Angebot hoch oder runterfahren und manchmal reicht es eben nicht mehr.
    Das Statistische Bundesamt teilte Oktober 2014 mit, dass sich der Strompreis für private Stromkunden seit 2000 fast (192 %) verdoppelt hat. Preistreiber waren vor allem höhere Steuern und Umlagen zur Finanzierung der erneuerbaren Energien. Da 2016 eine Erhöhung stattgefunden hat, kann man inzwischen davon Ausgehen, dass die Verdopplung stattgefunden hat. Herr Trittin hat im Zusammenhang mit dem EEG behauptet, dass das bisschen EEG-Umlage einer Kugel Eis pro Monat entspräche. Inzwischen - 2017-kostet die EEG-Umlage die deutschen Stromkunden rund 24 Mrd. Euro - das sind einige hundert Euro pro Haushalt im Jahr!
    Ich persönlich erwarte, dass es durch den fortgesetzten Zubau Erneuerbarer in Form von Solar- und Windkraftanlagen, die Abschaltung der letzten das Netz stabilisierenden Kernkraftwerke und in Zukunft Ausstieg aus der Kohle zu einem flächendeckenden Blackout in Deutschland kommen wird.

    Gute Nacht Deutschland!