Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • @Volland

    16.02.2015, FMH
    Politisch inkorrekt? Vielleicht, aber ich würde die Ignoranz als größeres Problem ansehen. Ein paar Stichwörter könnten Ihnen auf die Sprünge helfen: Medizinisches Personal, Entwicklungsländer, Bluttransfusionen, dumme Zufälle - jeder kann sich mit HIV infizieren, auch Sie.

    Auch der Rest Ihres Posts ist sehr ignorant. Politik und Pharmaindustrie erzählen uns doch alle Nase lang, dass die Krankheit gefährlich ist und entsprechende Werbekampagnen kosten Millionen. Werfen Sie der Pharmaindustrie wirklich vor, dass man ordentlich wirksame Medikamente entwickelt hat, die aber eben nicht heilen können?
    Kreativ, das muss man ihnen lassen.
  • Grundsätzliche Übereinstimmung!

    16.02.2015, Roland Koslowski
    Es ist angenehm zu lesen, dass in so einem populärwissenschaftlichen Artikel mit Unsinn ("Schlacke") aufgeräumt wird. Schade allerdings, wenn dann doch wieder Fehler enthalten sind, kleine, vermeidbare. Eine kurze Recherche hätte genügt um zu klären, dass der Muskel seine Kohlenhydratvorräte (Glycogen) NICHT dem restlichen Körper zur Verfügung stellt. Hier unterscheidet er sich grundsätzlich von der Leber. Es ist auch nicht richtig, dass im weiteren Verlauf des Fastens aus Lipiden (man hätte hier besser Fette gesagt) und Proteinen Ketonkörper hergestellt werden. Diese werden AUCH hergestellt. Glycerin aus Fetten und einige Aminosäuren (aus Proteinen) dienen aber vor allem der Herstellung von Glucose (der Vorgang nennt sich Gluconeogenese), ohne die einige Zellen und Gewebe (z.B. das Gehirn) nicht arbeiten könnten.
    Auch Sätze, wie: "Gemeint sein könnten physiologische Abbauprodukte, die bei einigen Krankheiten wie Rheuma und Arthritis anfallen." sind leider nicht geeignet, Klarheit herzustellen. Hier sollten besser Ross und Reiter genannt werden! Welche Abbauprodukte sind gemeint?
    Und schließlich: Die Sache mit der Fasten-erleichternden Darmspülung entbehrt meines Wissens nach bisher jeglichen Nachweises. Oder haben Sie da Daten? Würde mich interessieren.
  • Der Vergleich: Lebensmittel gegen Babyimpfung

    16.02.2015, Petra
    "Der Vergleich: Lebensmittel gegen Babyimpfung

    Rechnen wir das mal auf ein 5 kg schweres Baby um: Das wären also ein Höchstwert von 5 mg Aluminium pro Woche. Pro Tag sind das 0,71 mg.
    Und nun sehen wir nach, was in Impfstoffen drin ist: Der einzige Sechsfach-Impfstoff am Markt, Infanrix hexa enthält sogar zwei Aluminiumverbindungen: Al-hydroxid und Al-phosphat. Das ergibt laut Produktinformation eine Menge von 0,82 Milligramm Aluminium-Ionen (Al3+).
    Wenn die Babys beim Impfarzt - so wie üblich - auch gleich noch die Pneumokokken-Impfung dazu bekommen so erhöht sich die Aluminiummenge (jetzt am Beispiel von Synflorix gerechnet) nochmal um 0,5 mg.
    Den Babys werden beim Impfarzt also 1,32 mg einer Substanz injiziert, welche nach Expertise der EFSA "toxisch auf das sich entwickelnde Nervensystem wirkt".
    Das ist fast die doppelte Menge, welche für Lebensmittel als tolerierbarer Höchstwert gilt.

    Und dann muss man noch wissen, dass in Lebensmitteln - über den mit Giften relativ gut geübten Magen-Darm-Trakt - kaum Aluminium im Körper aufgenommen wird.
    Bei der Injektion ins Muskelgewebe verbleibt hingegen rund 100 Mal mehr Aluminium im Organismus.

    Eine von der französischen Nationalversammlung eingesetzte Expertenkommission empfahl kürzlich, Aluminium aus Impfstoffen so rasch wie möglich zu entfernen und speziell für die Babys, welche am meisten geimpft werden, Aluminium-freie Alternativen anzubieten. - Mit gutem Grund!"

    http://ehgartner.blogspot.de/2012/08/notbremse-bei-aluminium.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed:+GesundBisDerArztKommt+%28Gesund+bis+der+Arzt+kommt%29
  • Soll das eine Überraschung sein ?

    16.02.2015, Tyler Durden Volland
    Es gehört mittlerweile zur Allgemeinbildung, dass Viren mutieren. Und natürlich gerade die, die eben nicht von den verwendeten Medikamenten in Schach gehalten werden...

    Das Problem sind wie üblich die Pharamaindustrie und die Politik. die es zugelassen haben, dass HIV Infektionen für eine ganz normale Krankheit gehalten wird, die man mit regelmässigen Pillen unter Kontrolle halten kann. Die Zunahme der HIV Infrktionen spricht da Bände.

    Um die banale aber unangenehme Wahrheit auszusprechen: Nur die Dummen infizieren sich, ich sehe also kein grössertes Problem...

    (Zu politisch unkorrekt? Na dann mal frisch zensiert...)
  • Offene Wälder

    15.02.2015, Michael Schnickers
    Schon Reiseberichte aus der Römerzeit berichten von den "offenen Wäldern" Germaniens, also gab es damals zahlreiche große Lichtungen und Weiden.
    "Nach den Darlegungen Cäsars bedeckten damals ganz Westdeutschland ausgedehnte Wälder, die aber keineswegs unpassierbar waren, und zwischen denen oasenartig eingestreute Waldsteppen und Ackerbreiten lagen oder, wie in unserer Gegend, baumlose und strauchlose Heidehügel und Sandrücken hervorlugten."
  • Entschlackung

    15.02.2015, Karl Ludwig
    Ich bin kein Mediziner. Ich bezweifle aber, daß sich im Körper Schlacke bildet. Schlacke ist ein Rückstand bei der Koksgewinnung.
    Meines Wissens sind die Gefäße im Körper auch keine Rohrleitungen, die verkalken, sondern Organe.
    Für die Entgiftung des Körpers sind die Leber, die Nieren, die Haut und die Lungen zuständig. Ein gesunder Mensch braucht weder Entschlackung noch Entgiftung. Ein Mensch ist dann gesund, wenn er ausreichend und ausgewogen ernährt wird, er braucht nicht zu fasten.
  • Bricht 67P bald auseinander?

    15.02.2015, Herbert Haupt
    Der 500 m-Riss ist der Anlass für diese Überlegung.
    Aber gemach. Tschuri hat seine heutige Gestalt wohl dadurch bekommen, dass vor langer Zeit zwei kleinere Kometen sich sanft angenähert haben und dann aneinander hängen blieben.Das entstandene Gebilde ist angesichts der geringen Schwerkraft nicht sehr stabil, zumal es sich - wie Rosetta festgestellt hat - mehr um lockere Schutt/Eis-Haufen handelt, als um ein kompaktes Gebilde. Und jetzt wurde zudem festgestellt, dass der Komet bei der Annäherung an die Sonne sehr einseitig erodiert: bis zu 20 Meter auf dem Südteil, während der Nordteil kaum Materie verliert. Das verschiebt den Massenschwerpunkt und wirkt sich auch auf die Rotationsachse aus. Verständlich, wenn dann gerade an der schwächsten Stelle Spannungen auftreten. Also: Tschuri wird uns wohl in seiner jetzigen Form noch einige Zeit erhalten bleiben. Daran werden auch die Gezeitenkräfte im Perihel nicht viel ändern, da Tschuri dort immer noch 1,25 AE von der Sonne entfernt ist.
  • Ist Gentherapie wirklich schon routinetauglich?

    15.02.2015, Dr. Christian Monnerjahn
    Gentherapie ist - oder war zumindest bisher - ein sehr individueller Therapieansatz. Damit eignet sie sich gut für emotionale Darstellungen - was man dem Artikel auch anmerkt. Das ist nicht neu (siehe L. Thompson "Der Fall Ashanti - Die Geschichte der ersten Gentherapie") - leider kommt die Diskussion der Genetik, insbesondere Details zur Konstruktion von Vektoren, etwas zu kurz.

    Es ist schade, daß das ganze Feld der "Selbstmord-Gentherapie" ausgespart wurde. Zumindest in meiner Post-Doc-Zeit Ende der 1990ger/ Anfang 2000der Jahre erschien dieses Einsatzgebiet von Gentherapie neben erblichen Stoffwechselkrankheiten sehr attraktiv, u.a. für maligne Glioblastomen.

    Die Autorin weist zu Recht auf die besondere Hürde der Zulassung durch Arzneimittelbehörden hin. Zulassungsverfahren sind auf standardisierte Produkte ausgerichtet. Das ist die Gentherapie aber (noch) nicht. Vektoren können zwar aus genetischen "Baukasten-Elementen" konstruiert werden, das geschied aber sehr individuell für kleine/ kleinste Patientengruppen bis hin zu einzelnen Patienten. Wie im Artikel angesprochen, ist zudem die Dosierung ein besonderes Problem - wie auch die geringe Patientenzahl, die mit einem Produkt pro Studie behandelt werden können. Das sind ziemliche Herausforderungen, sowohl für einen Antragsteller wie für Arzneimittelbehörden, die in den USA und in Europa mittlerweile einen administrativen Rahmen für solche "advanced therapies" haben. Neben den dramatischen "Wunder-Berichten", die es auch in diesem Artikel gibt ("Rettung im letzten Moment") wäre es schön, auch einmal den Weg durch diese Zulassungsverfahren darzustellen. Ziel dieses Regelwerks ist ja nicht, möglichst viel Bürokratie aufzubauen, sondern sicherzustellen, daß ein Therapieansatz einen gut kalkulierbaren Nutzen-Risiko-Range hat - und man eben nicht mehr auf spontane Ideen angewiesen ist, um noch irgendwie eine "Rettung im letzten Moment" zu schaffen.
  • Dasselbe gilt für Rehe

    15.02.2015, Blümel
    Die sind eigentlich im Wald auch fehl am Platz. Aber lieber Rehe im Wald als gar keine.
  • Feinde erkennen

    15.02.2015, dirk p.
    es spricht ebenso gegen ein Waldhabitat, dass auf freier Fläche Feinde viel früher von den hochgewachsenen Tieren entdeckt werden.
    Bspw. wie Rastvögel, die sich vorwiegend auf unansehnlichsten Freiflächen aufhalten, um früh genug flüchten zu können, bzw. Raubvögel zu bemerken.
  • Fastenzeit der nordafrikanischen Indianer

    15.02.2015, Rudolf Küppers
    Erklären Sie mir doch bitte welch indigener Stamm sich hinter den nordafikanischen Indianern verbirgt, die Sie in obenstehendem Artikel ausdrücklich erwähnen? ;) Welche Vision stand Ihnen beim Verfassen des Beitrags vor Augen?
    Antwort der Redaktion:
    Guten Morgen Herr Küppers,

    dankeschön für den Hinweis (und danke auch an alle anderen Leser, die ihn entdeckt hatten)!

    Wir haben den Lapsus jetzt im Text vertuscht, denn natürlich ging es um nordamerikanische Indianer. (Offenbar hatten wir eine kurze Vision friedlich globalisierter Koexistenz, bei der es auf die korrekte geografische Einordnung nicht mehr gar so sehr ankommt ... ;).

    Viele Grüße an alle aufmerksamen Leser,
    Redaktion Spektrum.de
  • Nicht nur Wisente

    14.02.2015, Georg
    Die Theorie mit dem Jagddruck gibt es ja auch bei den Hirschen. Die sollen auch eher im Offen- bzw. Halboffenland heimisch gewesen sein, bis sie eben der übernehmende Druck durch Jäger in den sichereren Wald vertrieben hat und sie nur während der Dämmerung zum Äsen auf die Wiese kommen.
  • Neue Erkenntnisse

    14.02.2015, wurstfinger
    Man muss ja nicht alles glauben,was Wissenschaftler aus heiterem Himmel heraus nach Jahrzehnten der Forschung auf einmal zu entdecken scheinen.

    Vielleicht haben die Urururgroßväter der oben abgebildeten Tiere nur die Tage in Dickicht des Waldes verbracht, um bei Anbruch der Dämmerung den schützenden Forst zu verlassen,und sich in der lichten Umgebung genüsslich die verschiedenen Mägen vollzuschlagen.

    Wie dem auch sei, es sind schon imposante Tiere,für die es sich lohnt einen Restbestand zu erhalten.
  • Was ist gefährlicher?

    13.02.2015, Ulrich Heemann
    Sie schreiben, dass "der hoch radioaktive Atommüll im Vergleich zu den leicht oder mittelradioaktiven Stoffen mit weitem Abstand der gefährlichste" sei. Es ist durchaus denkbar, dass auch viele Wissenschaftler das so sehen und hinsichtlich der unmittelbaren Bedrohung bei direkter Exposition mag das auch sicher richtig sein. In der Endlagerung sieht das jedoch anders aus, da Stoffe mit hoher Radioaktivität diese naturgemäß auch sehr schnell verlieren. Sie verfügen generell über eher kurze Lebensdauern, was sie hinsichtlich der Langzeitgefährdung eher auf untere Ränge stuft. Natürlich muss man im Einzelfall sehen, ob die radiologische Belastung eher aus der hohen Zerfallsrate oder dem hohen Energiegehalt je Zerfall resultiert, was obige Einschätzung in ihrer allgemeinen Formulierung ein wenig relativiert. Auch können Tochternuklide jene langen Lebensdauern aufweisen, die sie auf lange Sicht problematisch machen. Aber obige Aussage ist - in Bezug auf die Endlagerung - so sicher nicht haltbar.
  • Ein paar Korrekturen und Ergänzungen

    13.02.2015, Kai Petzke
    Es ist extrem schwierig, eine "top 10" der physikalischen Erkenntnisse und Experimente zu formulieren. Ich persönlich hätte dort auf jeden Fall Newtons Apfel (auch wenn es den wahrscheinlich nie so genau gegeben hatte) und den Magnetismus allgemein (und nicht nur die magnetische Induktion) genannt. Persönlich fehlt mir auch ein Hinweis auf Supraleitung bzw. Suprafluidität, weil das makroskopische Quantenphänomene sind, und/oder der Photoeffekt, der die Quantennatur des Lichts enthüllt. Auch gehört m.E. ein Experiment in die Liste, das sich mit 1. und/oder 2. Hauptsatz der Quantenmechanik beschäftigt. HIer könnte man analog zum Michelson-Morley-Experiment ebenfalls ein negativ-Ergebnis anführen, nämlich, dass es bis heute niemandem gelungen ist, ein anerkanntes Perpetuum Mobile zu bauen.

    Klar ist es unklar, was man stattdessen weglassen sollte. Am ehesten könnte man noch elektromagnetische Welle und Induktion zu einem Artikel zusammenlegen, analog evtl. Spektralanalyse und Laser (ein Laser ist ja eine Lichtquelle, die Licht einer ganz genau festgelegten Spektralfarbe erzeugt).

    Einen Darstellungsfehler, der freilich ubiquitär ist, würde ich auch gerne korrigieren: Atome bestehen nicht zu 99,9% aus "leerem Raum". Dieser Raum ist vielmehr von Elektronen erfüllt! Und wenn wir z.B. uns auf einen Betonfußboden stellen und dann feststellen, dass dieser unter unserem Gewicht nur 0,1 Millimeter nachgibt, dann hat dieses geringe Nachgeben genau damit zu tun, dass sehr viel Kraft benötigt wird, die Elektronen zusammenzuquetschen! Es sind die von den Elektronen vermittelten elektrischen Kräfte, die diese Stärke haben, ihrer vermeintlich geringen Masse zum Trotz!

    Zwar sitzen tatsächlich 99,9% der Masse eines Atoms im Atomkern, der aber übrigens nur ca. 0,000000000001% des Volumens eines Atoms ausmacht. Wenn man schon die Mär vom leeren Raum verwendet, müsse man also eigentlich schreiben, dass 99,999999999999% leer sind. Aber, wie gesagt, diese 99,999999999999% sind nur aus der Sicht der starken Wechselwirkung (also der Kernkräfte) "leer", aus Sicht der elektromagnetischen Wechselwirkung (also der ganz normalen Chemie) sind sie erfüllt mit Elektronen!