Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • vielschichtiger Sachverhalt klar dargestellt

    24.09.2013, Rainer Hamp, Neuburg an der Donau
    Ihre Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" wendet sich freilich an ein Fachpublikum und interessierte Laien mit doch gewissen Vorkenntnissen. Trotzdem ist es manchmal recht mühsam, sprachlich den wissenschaftlichen Texten zu folgen. Anders ist dies beim Text "Das wechselhafte Leben der Sterne" von Rolf Launhardt. Dem Autor ist es gelungen, einen vielschichtigen Sachverhalt – die Sternentwicklung – sprachlich in Satzbau und Wortwahl und inhaltlich im Aufbau so klar und einleuchtend darzustellen, dass es ein Genuss war, den Text zu lesen. Sehr gut gelungen ist auch der letzte Abschnitt, in dem Herr Launhardt den Inhalt noch einmal mit wenigen Sätzen so zusammenfasst, dass man sich den Gesamtprozess der Sternentwicklung gut vorstellen kann.
  • Ergänzung

    24.09.2013, Roland Schröder, Celle
    Die Mathematik entscheidet nicht über den Wahrheitsgehalt einer Aussage. Sie macht ausnahmslos "Wenn-Dann-Aussagen" der Art: "Wenn A wahr ist, dann ist auch B wahr". Die Frage, was eigentlich noch wahr ist, wenn bereits A falsch ist, gilt in der Mathematik als nicht entscheidbar. Damit ist auch klar, dass Gerichturteile, die streng nach den Grundregeln mathematischer Logik gefunden werden, nur dann wirklich gerecht sind, wenn die Basistatsachen, (juristisch: die Indizien, mathematisch: die Prämissen), gesichert sind. Wenn also Urteile trotz Anwendung mathematischer Logik sich später als Fehlurteile herausstellen, hat dies zwei mögliche Ursachen: Die Prämissen waren falsch oder es wurde gegen Schlussregeln verstoßen. Die Mathematik bringt aus sich heraus keine Fehlurteile hervor. Das muss hier zur Ehrenrettung der Mathematik unbedingt gesagt werden.
  • braucht man Kästen ?

    23.09.2013, Ronneberger
    Die Kästen auf der Backbordseite waren ja weniger Schwimm- als Ballasttanks.
    Ich denke jetzt muß man das Schiff entlasten, die Bordwand flicken und auf der Steuerbordseite Luftkissen oder Tanks anbringen, um es soweit zu heben, dass die Bordwand über den Wasserspiegel ragt. dann kann man das Schiff leer pumpen.
  • Flora, Fauna & Quacksalberei

    23.09.2013, Axel Bach
    Etwas erstaunt bin ich, dass sensationelle Funde über Pflanzen und Tiere in diesem Artikel keine Erwähnung finden. Es wurden Reste von z.B. Palmen & Leoparden gefunden, die dann ja wohl auf ein viel wärmeres Klima hinweisen und eher an ein Aussehen der Landschaft, das an Afrika als an das heutige Niedersachsen erinnert. Ich halte die allgemein gültige These des PRIMITIVEN FRÜHMENSCHEN für genauso unsinnig, wie die Annahme die Nordvölker der Zeit vor der römischen Assimilation wären nur unterentwickelte Barbaren gewesen. Denn die wenigen Funde dieser Kultur sagen schließlich nur eines aus: "Sie hatten sich der Natur so gut angepasst, dass sie kaum Spuren hinterließen!"

    Ich persönlich halte die Zivilisation von heute für weniger fortschrittlich und zukunftsorientiert als Menschen jener Zeit. Denn diese hatten schon vor mehreren tausend Jahren erkannt, dass Städtegemeinschaften völlig destruktiv sind! Und hatten dies hinsichtlich der Gesundheit & Ernährung, Ökologie &. Ökonomie schon erfasst. Völker, die keine Städte bilden, sind als fortschrittlich zu betrachten u. nicht wie in unserer Wissenschaft als unterentwickelt. Es ist so gesehen alles Auslegungssache und die Interpretation von archäologischen Funden der heutigen "Wissenschaft" zeigen mir nur... "dass die meisten Archäologen leider totale Fachidioten u. Theoretiker sind!" Kausalität, Empathie u. Logik scheinen dieser Fachrichtung völlig ab zu gehen!?

    Schon allein Funde anhand von der Tiefe bzw der Dicke in Metern der Erdschichten zu datieren, ist genauso zweifelhaft, wie das Auffinden von Keramik in Steingebäuden, um dann das Alter der Keramik mit dem Alter des Gebäudes gleich zu setzen. Fast die ganze Datierung der Archäologie ist ein reines Fantasiegebilde und hat mit der Realität überhaupt nichts zu tun.
  • Drei Eigenschaften Gottes

    23.09.2013, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Diesmal möchte ich den Ball für Springers Einwurf im Spiel halten. Vielleicht beruht sein Unverständnis "Das finde ich zunächst kaum schlimmer als die Idee, es gebe einen allwissenden Gott" darauf, dass die Mehrzahl der Theologen beider westlicher Konfessionen (Protestanten und Katholiken) aus der "zeitlosen" Allwissenheit Gottes im Sinn einer nicht determinierenden "Vorhersicht" allen Geschehens eine vorherbestimmende Prädestinationslehre im Sinn einer allgemeinen göttlichen "Vorsehung" beziehungsweise "Fügung" gemacht haben. Insofern hat Augustinus mit seiner verabsolutierenden Gnadenlehre, die dem Menschen im Prinzip keine Freiheit lässt, nicht nur den Katholizismus verseucht, sondern auch Luther ("sola gratia") und Calvin infiziert. Ich setze meine eigene These dagegen:
    Aus der christlichen Offenbarung kann man drei absolute Eigenschaften Gottes folgern:
    Die Allgüte – da Gott als absolute Liebe außerhalb des Bösen existiert.
    Die Allwissenheit – da Gott als absolutes Sein außerhalb von Raum und Zeit existiert.
    Die Allmacht – da Gott alle Freiheit besitzt, innerhalb seiner Allgüte und Allwissenheit zu wirken.
  • Raum und Zeit aus Bewegung …

    21.09.2013, Wolfgang Huß
    Ich meine man kann dem Rätsel von Raum und Zeit auf die Schliche kommen, wenn man einfacher denkt und analysiert. Dabei wird dann auch deutlich, »… wie Raum und Zeit aus etwas Grundlegenderem entstehen …«, so wie Zeeya Merali es hier in seinem Artikel formuliert.

    Aus meiner Sicht entstehen Raum und Zeit aus einer bestimmten, konstanten oder kontinuierlichen Form von Bewegung, ähnlich wie dies in der Speziellen Relativitätstheorie durch die konstante Lichtgeschwindigkeit der Fall ist.
    Das Gedankenexperiment einer Lichtuhr, wie Einstein es eingeführt hat, veranschaulicht dabei gut, wie Zeit aus der Bewegung des Lichts in einem räumlich strukturellen Kontext – die Spielgel der Lichtuhr – entsteht. Das Ticken der Lichtuhr entspricht dem Zählen der Reflexionen zwischen den Spiegeln.
    Die Lichtuhr läuft langsamer, wenn sie sich zum Beobachter bewegt, weil das Licht – sich zwischen den Spiegeln im Zickzack bewegend – für die dann längere Strecke mehr Zeit benötigt. Die Uhr tickt also für den Beobachter langsamer.

    Doch dieser recht simple Ansatz der Speziellen Relativitätstheorie erklärt eine für Raum und Zeit wichtige Beobachtung nicht: Warum nimmt die innere Frequenz eines Masse behafteten Elementarteilchens zu, wenn es sich bewegt und seine Zeit, wie die einer bewegten Lichtuhr, langsamer geht?
    Wenn die quantenmechanische Schwingung eines Elementarteilchens ebenso funktionieren würde wie eine Lichtuhr, dann müsste sie bei Bewegung des Teilchens ebenso langsamer ablaufen – also in Zeitlupe. Im Gegensatz zur Erwartung ist dies nicht der Fall. Denn nach der Quantenmechanik ist die Frequenz f eines solchen Teilchens bei dessen Bewegung höher, weil sie mit E = f • h proportional zur Energie des Teilchens ansteigt, und die Energie bei Bewegung ja höher ist als bei Stillstand.

    Wie muss nun die Spezielle Relativitätstheorie verändert und um welche Bewegungsstruktur muss sie erweitert werden, um diesen Effekt zu beschreiben?
    Der zuvor beschriebene Fall der Bewegung eines Elementarteilchens mit Ruhemasse ist allerdings zu komplex, den strukturellen Sachverhalt an seinem Beispiel zu analysieren. Deshalb möchte ich ersatzweise eine auf den ersten Blick etwas anders gelagert erscheinende Beobachtung analysieren, welche die Relativitätstheorie über die Gravitation direkt mit der Quantenmechanik in Verbindung bringt – das Pound-Rebka-Snider-Experiment. Am einfachsten ist dies mit einer Variante dieses Experiments, welche die Veränderung der Frequenz eines Lichtteilchens – eines Photons – bei der Bewegung im Gravitationsfeld der Erde untersucht. Hier erscheinen mir die strukturellen Zusammenhänge übersichtlich. Die Energie des Photons steigt bei Annäherung an die Erde und deshalb stärker werdender Gravitation. Aus diesem Grund steigt auch seine Frequenz mit E = f • h proportional zu seiner Energie, vergleichbar einem bewegten Elementarteilchen mit Ruhemasse in der Speziellen Relativitätstheorie.

    Welche Struktur von Raum und Zeit eines Photons kann eine Frequenzsteigerung bei Annäherung an die Erde hervorrufen?
    Der von mir gefundene, folgend kurz geschilderte Lösungsansatz heißt fraktale Quanten-Fluss-Theorie (http://www.quantum-flow-theory.eu). Er verbindet eine etwas veränderte Spezielle Relativitätstheorie über eine zusätzliche Bewegungskomponente mit der Quantenmechanik. Dadurch ergibt sich in erster Näherung eine gering veränderte, aber den Beobachtungen entsprechende Allgemeine Relativitätstheorie.
    Das sich ergebende System verhält sich nach thermodynamischen Regeln, wie Merali es nahe legt.

    Der Ansatz geht folgendermaßen: Alle Elementarteilchen und das Vakuum werden von recht einheitlichen, neuen Fundamentalteilchen gebildet, welche sich grundsätzlich mit konstanter Geschwindigkeit durch den Raum bewegen. Ihre Bahnen haben eine helixförmige Spiralform. Ein Photon ist ein rotierender ringförmiger String aus diesen Fundamentalteilchen, dessen Spin in Bewegungsrichtung oder entgegengesetzt orientiert ist und welcher sich mit der aus der Allgemeinen Relativitätstheorie bekannten lokalen Lichtgeschwindigkeit im dreidimensionalen Raum bewegt.
    Nähert sich das Photon im Pound-Rebka-Snider-Experiment der Erde an, so nimmt seine Geschwindigkeit wie in der Allgemeinen Relativitätstheorie mit dem Anstieg der Gravitation ab. Aufgrund der konstanten Bewegung seiner Fundamentalteilchen rotiert sein Ring deshalb schneller, weil er seinen Radius nicht verändert. Diese beschleunigte Rotation entspricht genau der beobachteten Zunahme der Frequenz des Photons im Schwerefeld der Erde, wenn die Helix der Spiralbahn der Fundamentalteilchen in Erdnähe, also bei im kosmischen Maßstab sehr geringer oder nahezu verschwindender Gravitation, einen Gangwinkel von 45° besitzt. Dies bedeutet, dass jedes Wirkungsquant eines Photonen-Strings, der sich mit Geschwindigkeit der Lichtgeschwindigkeitskonstanten im Raum bewegt, auch mit der selben Geschwindigkeit um das Zentrum des Strings rotiert. Bewegt sich das Photon langsamer, so rotiert es schneller.
    Auf diese Weise wird über zwei Bewegungskomponenten eine neue Raum und Zeit Struktur kreiert, die dem Pound-Rebka-Snider-Experiment gerecht wird. Sie ist Bestandteil der Struktur aller Elementarteilchen wie auch der des Vakuums, weil alles auf der gleichen helixförmigen Spiralbewegung der Fundamentalteilchen beruht.

    Die konstante Bewegung der Fundamentalteilchen installiert Zeit als Normaluhr, welche überall im Raum gleich läuft und für die Quantenmechanik essentiell ist. Die variable Lichtgeschwindigkeit der Photonen-Strings im dreidimensionalen Raum installiert die ortsabhängige, variable Zeit der Allgemeinen Relativitätstheorie im Gravitationsfeld des Vakuums – im neuen Modell zur Unterscheidung jetzt Alterung genannt – und generiert durch diese den Eindruck der gekrümmten Raumzeit.
    Es wird deutlich, dass strukturelle Bewegung als Grundlage von Raum und Zeit den Mehrwert besitzt, verschiedene Arten von Zeit parallel zu erzeugen. Diese Eigenschaft ist notwendig, um das sogenannte „Problem der Zeit“ zu lösen (Vgl. Kiefer, Claus. »Auf dem Weg zur Quantengravitation.« In: Spektrum der Wissenschaft (Apr. 2012), S. 34—43. URL: http://www.spektrum.de/alias/titelthema-physik/auf-dem-weg-zur-quantengravitation/1142715, S. 37.). Denn erst durch dessen Lösung scheint es möglich die Vereinheitlichung von Quantenmechanik und Allgemeiner Relativitätstheorie zu vollziehen.
    Durch die konstante Bewegung der Wirkungsquanten hat der hier geschaffene Raum eine kausale Struktur, ähnlich wie diese im Artikel durch die Simulationen beschrieben wird, an denen Renate Loll beteiligt ist: Man kann in der Zeit nicht hin und her reisen.

    Jedes Fundamentalteilchen hat die Wirkung h (Plancksches Wirkungsquantum) auf sein Umfeld und wird nun Wirkungsquant genannt. Daher bedeutet die Zunahme der Frequenz f eines Photons, dass nach E = f • h die Anzahl der Wirkungsquanten im String des Photons wie auch im Vakuum proportional zur Energie ist. Jedes Wirkungsquant ist eine Masse-, Impuls- und Energieeinheit.
    Das aus dieser Struktur auch die Heisenbergsche Unschärferelation durch ein prinzipielles Abzählproblem (Vgl. Treitz, Norbert. »Von den falschen Tönen zur Unbestimmtheitsrelation.« In: Spektrum der Wissenschaft (Okt. 2010), S. 40-42. URL: http://www.spektrum.de/alias/quantenmechanik/von-den-falschen-toenen-zur-unbestimmtheitsrelation/1044195) hervorgeht, wenn man die Messung der Energie eines Elementarteilchens als das Zählen seiner Wirkungsquanten in einem Zeitintervall begreift, ist ein starker Hinweis auf die Vereinheitlichung von Quantenmechanik und Allgemeiner Relativität.

    Elementarteilchen mit Ruhemasse – Leptonen und Quarks – bestehen in diesem Modell aus rotierenden Wirkungsquanten-Strings, die um eine helixförmige geschlossene Spirale schwingen. Untersucht man die Wirkung der Wirkungsquanten eines Elementarteilchens auf das umgebende Vakuum und andere Elementarteilchen-Strings in der Nähe, so ergibt sich in erster Näherung die Formel für die Lichtgeschwindigkeit im dreidimensionalen Raum um eine Zentralmasse herum, welche aus der Allgemeinen Relativitätstheorie bekannt ist und die entsprechende Gravitation erzeugt. Die so hergeleitete Gravitation ist statistischer Natur, ähnlich wie es Merali aufgrund der Untersuchungen des Ereignishorizonts von Schwarzen Löchern beschreibt. Darauf, dass eine solche Herleitung der Gravitation möglich ist, verweist er ebenfalls.
    Das Vakuum besteht in diesem Modell ähnlich wie ein Photon aus Wirkungsquanten, die zu rotierenden Ringen als Strings verbunden sind. Deshalb nimmt auch die Vakuumenergie- und folglich die Wirkungsquanten-Dichte bei Annäherung an eine Zentralmasse zu.

    Auch den Grund für die helixförmige Grundstruktur des Vakuums und der in ihm eingebetteten Elementarteilchen kann man aufspüren: Angenommen alle Wirkungsquanten des Raums seien gleichmäßig verteilt. Dann würde in diesem Bild die gravitative Wirkung, die alle Wirkungsquanten der Vakuumenergie gegenseitig aufeinander haben, für die 45°-Wicklung der Helixbahnen der Wirkungsquanten verantwortlich sein. Dieser Winkel entspricht, wie schon gesagt, den Beobachtungen des Pound-Rebka-Snider-Experiments für Orte im Raum, an denen keine oder sehr geringe Gravitation herrscht.
    Da dieser Winkel, auf Basis der konstanten Wirkungsquanten-Geschwindigkeit, die Vakuumlichtgeschwindigkeit des Elementarteilchen freien Raums festlegt, ist die innere gravitative Wechselwirkung des Vakuums der Grund für die Größe der Vakuumlichtgeschwindigkeit. Der Winkel ist folglich von der Energiedichte des „wirklich leeren“ Vakuums abhängig. Der bisher rätselhafte Verbleib der gravitativen Wechselwirkung der Vakuumenergie wird so ersichtlich, weil in der Grundstruktur des Vakuums verborgen.

    Integriert man nun die bekannten Elementarteilchen unserer Materie ins Vakuum und lässt diese sich zu Sonnen, Galaxien und Galaxienhaufen verklumpen, so ergibt sich eine variabel mitlaufende Energiedichteverteilung des Vakuums. Diese variable Energiedichte erzeugt den Eindruck der Raumzeitkrümmung der Relativitätstheorie. Wenn sich die Anzahl der Wirkungsquanten im Kosmos nicht verändern würde, wäre der Kosmos im Durchschnitt flach, wie es in unserem Kosmos beobachtet wird. Denn wenn sich Wirkungsquanten in Galaxien ansammeln, muss ihre Dichte zwischen den Galaxien geringer werden.
    Abschätzungen der zusätzlichen Gravitation der erhöhten Vakuumenergie mit überdurchschnittlicher Energiedichte in und um Galaxien herum und deren Verringerung zwischen Galaxien oder Galaxienhaufen weisen darauf hin, dass diese Eigenschaft des Gravitationsfelds im Vakuum wohlmöglich das Dunkle-Materie-Phänomen ganz oder teilweise erklären kann.

    Das eben geschilderte Modell der Quanten-Fluss-Theorie hat meiner Meinung nach viele interessante Facetten, die bei weitem noch nicht alle Erwähnung fanden:

    Die helixförmigen Spiralbewegungen werden in der fraktalen Quanten-Fluss-Theorie auf fraktale Weise bis ins Unendliche fortgesetzt, so dass auch die Wirkungsquanten aus Ringen von Mikro-Wirkungsquanten bestehen und so fort. In der praktischen Anwendung des Modells legt man sich dann, je nach benötigter Genauigkeit, auf eine tiefste Strukturebene fest, auf der sich die feinsten Mikro-Wirkungsquanten mit konstanter Geschwindigkeit bewegen. Man kann zeigen, dass es an einem Ort im Raum zu einer bestimmten Zeit immer eine höchste Ebene dieser Struktur gibt; die Ebene der Elementarteilchen.
    Bei einer bestimmten Energiedichte des Vakuums gibt es dann einen strukturellen Phasenübergang, der den Übergang unseres Kosmos in ein Schwarzes Loch markiert. Im Schwarzen Loch können sich die Wirkungsquanten nicht mehr zu Strings zusammen schließen, weshalb die Ebene der Elementarteilchen dort drinnen eine Strukturebene tiefer und kleiner liegt. Im Schwarzen Loch existiert also im wahrsten Sinne ein Mikro-Kosmos der nach den gleichen physikalischen Gesetzen funktioniert, wie unser Kosmos außerhalb. Durch das neue Modell existiert in seinem Inneren nun Zeit, was seinen Ereignishorizont für physikalische Beschreibungen transparent macht.

    Der Urknall stellt sich dann als ein etwas anderes Szenario dar, als es die von Merali beschriebene, rückwärts laufende Uhr in den Berechnungen zur Schleifenquantengravitation vermuten lässt: Der Urknall entspricht der Innenansicht der Entstehung eines Schwarzen Lochs und eröffnet dadurch ganz andere Möglichkeiten, wie das Dunkle-Energie-Phänomen zustande kommt, als die heute üblichen Überlegungen es nahe legen.
    Ob das holografische Prinzip hier gilt bleibt zu untersuchen, es könnte aber durch den Phasenübergang begründet sein. Die von Merali erwähnte Singularität eines Schwarzen Lochs der Allgemeinen Relativitätstheorie muss hingegen nicht mehr erklärt werden, denn sie existiert in diesem Modell durch den strukturellen Phasenübergang nicht:
    » ›Das Problem mit der Singularität loszuwerden, ist ein großer Erfolg‹ (Abhay Ashtekar)«

    Auch die Entstehung von elektromagnetischen oder elektroschwachen Feldern und Ladungen kann erklärt werden: Auf den Strings ungleichmäßig dicht verteilte Wirkungsquanten erzeugen dynamische Polarisationen, die sich im Vakuum ausbreiten.

    Die starke Wechselwirkung ist in Form des Zusammenhalts – also der Spannung – der Wirkungsquanten eines Strings enthalten. Dabei treten Quarks als zusätzliche innere Schlaufen eines Strings in Erscheinung und sind deshalb, wie beobachtet, nicht ohne weiteres aus dem String eines Hadrons oder Mesons zu lösen (Confinement). Die Gluonen entsprechen dann Sprüngen – im Sinne eines Versatzes – in den Strings, welche Photonen-Segmenten ähneln.

    Ob die hier beschriebene Photonen-Struktur bei Hochenergie-Photonen die Körnigkeit der Wirkungsquanten verspürt, wie Merali Vermutungen von Wissenschaftlern darlegt, bleibt zu untersuchen.

    Der neue Ansatz verbindet wesentliche Eigenschaften der Stringtheorie mit denen der Schleifenquantengravitation, wie Merali diese beschreibt. Er enthält die schwingenden Strings der Elementarteilchen, allerdings in etwas anderer Form als in der Stringtheorie und „nur“ in den beobachteten drei Raumdimensionen. Auch die Schleifen der Schleifenquantengravitation kommen als Raum und Zeit bildende Elemente hier in ähnlicher Form vor.

    Interessant ist auch, dass die neue Theorie ohne eine imaginäre Zeit auskommt.

    Die Quanten-Fluss-Theorie ist also ein ganz anderer und sicherlich für viele unerwarteter Ansatz Raum und Zeit sowie die Vereinheitlichung von Quantenmechanik und Allgemeiner Relativitätstheorie zu beschreiben. Die Erweiterung einer bestimmten Sichtweise der Speziellen Relativitätstheorie um weitere Strukturen von Bewegung scheint so wichtige Eigenschaften der Quantenmechanik und der Allgemeinen Relativitätstheorie abzubilden.
  • Die virtuelle Darstellung von Teilchen wie sie uns erscheinen.

    21.09.2013, Beier Karl - Heinz
    Die Materieteilchen, so wie sie uns in unserer Dimension erscheinen, werden wahrscheinlich aus Urmaterie wie sie im Urknall hervorgegangen sind, und aus dem Vakuumfels permanent auf ihrem Energieinhalt konstant gehalten. Denn ich vermute, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht vom Urknall an den heutigen Wert hatte. Da aber jedes Materieteilchen seinen für immer gleich bleibenden Energiegehalt haben dürfte, verändern sich auch die Massen der Teilchen in unserer Dimension. Der Abgleich geschieht im Untergrund über die (h:2x Pi) Quanten mit dem Vakuum Feld, in Form von verborgenen Parametern & v und verborgenen Parametern der Urmaterie &m als welche man die down und up Quarks ansehen könnte. Da wir in unserer Dimension diesen extrehm kurzzeitigen Selbstwechselwirkungen nicht folgen können, erhaschen wir immer nur Ausschnitte dieser Reaktionen, in Form des Wahrscheinlichkeitsquadrats der Eigenschaften, die wir gerade messen wollen. Denn die h Quanten sind über die Uranfangszeit mit den verborgenen Parametern verbunden. Man kann sagen, die Vakuumfelddichte entspannt sich mit der vergehenden Zeit. Das ist meine Meinung.
  • Volkswirtschaftslehre - eine Wissenschaft?

    20.09.2013, Josef G.
    Ich zitiere aus einem unten verlinkten Artikel:
    Steve Keen, Professor an der School of Economics and Finance der University of Western Sydney, erhebt schwerwiegende Einwände gegenüber der Volkswirtschaftslehre. Einer richtet sich beispielsweise gegen eines der Fundamente dieser Lehre, die Theorie des Unternehmens, deren Ableitung er als mathematisch fehlerhaft nachweist. Nach Korrektur des Fehlers kehren sich die Aussagen dieser "Theorie", die die Globalisierungsdoktrin freier Märkte stützt, in ihr Gegenteil um. Bemerkenswert ist nicht nur, dass eine grundlegende Theorie, die an praktisch jeder Hochschule gelehrt und die in jedem Volkswirtschaftslehrbuch dargestellt wird, in sich nicht widerspruchsfrei ist. Es ist insbesondere bemerkenswert, dass der Wirtschaftsnobelpreisträger George Stigler vor über 50 Jahren in einer ökonomischen Fachzeitschrift auf die Wurzel dieses Fehlers aufmerksam machte, ohne dass dies einen Einfluss auf die Theorie und ihre Darstellung gehabt hätte. Dass eine zentrale Aussage über 50 Jahre lang fehlerhaft abgeleitet wird, obwohl ein Nobelpreisträger dieser Disziplin auf den Fehler — übrigens ein einfacher Fehler bei der Anwendung von Schulmathematik — in einer Fachzeitschrift dieser Disziplin hingewiesen hat, ist in einer Wissenschaft, wie etwa der Physik, nicht vorstellbar. Steve Keen schreibt zur Unternehmenstheorie:
    "... Auch wenn sie kein aktives Forschungsgebiet von Ökonomen mehr ist, so ist die Marshallsche Theorie des Unternehmens immer noch zentral für die in die Volkswirtschaftslehre einführende Pädagogik. Über die Jahre widerstand sie zahlreichen Kritiken - an ihrer empirischen Relevanz, an ihrer eindimensionalen Beschreibung der Motive von Unternehmen, an ihrer „Black Box“ Behandlung von Unternehmen, usw. In diesem Artikel lege ich einen weiteren Kritikpunkt vor: sie ist, ganz einfach, mathematisch falsch. Wenn die Fehler in der Theorie korrigiert werden, dann bleibt nichts von Substanz übrig: Wettbewerb führt nicht dazu, dass der Preis mit den Grenzkosten übereinstimmt, durch die Gleichsetzung von Grenzerträgen und Grenzkosten werden die Profite nicht maximiert, der Ausstoß ist unabhängig von der Anzahl der Unternehmen in der Branche und der Wohlfahrtsverlust, den das Modell einem Monopol zuschreibt, ist statt dessen auf profitmaximierendes Verhalten zurückzuführen. ..."

    Hier der mathemetische Nachweis des Fehlers:
    Eine andere unsichtbare Hand des Marktes — von den blinden Flecken der Volkswirtschaftslehre
    von Jürgen Kremer
    Professor für Wirtschaftsmathematik am RheinAhrCampus Remagen
    http://www.deweles.de/files/mathematik.pdf
  • Videoprojekt: "10 unbequeme Wahrheiten über Hans J. Schellnhuber"

    20.09.2013, Klimamanifest von Heiligenroth
    Es ist angebracht, sich über die "10 unbequemenen Wahrheiten über Hans J. Schellnhuber" zu informieren. Einfach mal googeln. Das umfangreiche Videoprojekt geht Montag bereits in "Kapitel 4" und die Zugriffszahlen steigen stetig....
  • Meinung

    20.09.2013, Karl M.
    Sehr interessanter Artikel, ich kann und will hier keine "wichtige" hochtrabende Erkenntnisse von mir geben, sondern nur meine persönl. Beobachtungen und Meinung.

    "Die Kurve steigt zwar an – schließlich ist mehr Geld immer besser als weniger –, tut dies aber mit zunehmendem Vermögen immer weniger, denn zusätzliches Geld nützt einer reichen Person weniger als einem Bettler."

    Das ist doch auch ein Beweis, die heute Politik der "Fastalleimmerärmer gegen Diewenigstenimmerreicher" ist grundlegend verkehrt, da dadurch der Nutzen und auch der Wert des Geldes sinkt. Kann man ja bei täglichen Beobachtungen deutlich erkennen.
    Die gierigen Profitmaximierer, sägen sich selbst den Ast ab den sie ausquetschen und irgendwann, ist dann (1.)das Risiko größer als das zuerwartende Geld, was dem neoliberalen Geröll endlich mal ihre "überragende Intelligenz" vor Augen führt.
    Die wahren Kapitalisten und Unternehmer früherer Jahre, kümmerten sich um ihre Angestellten und ihre Standorte durch soziale Verantwortung und keinem ist dadurch ein Schaden entstanden.

    Inwieweit nun das damals übliche "materialgedeckte Geld" mit unserem ungedeckten Altpapier und virtuelle Buchgeld vergleichbar ist, sei dahin gestellt.
    Laut Karl M. ist Geld eine Ware (Handelsware, Rohstoff) bzw. eine Ware Geld. Damit ist sicher nicht Papier oder die Absonderung der Tastatur gemeint. Die Ware sollte bereits bestehen/vorhanden sein und nicht auf Versprechungen/Schuld/Leerverkäufen und ähnlichem beruhen.
    Bin gespannt wie Person B kuckt, wenn ihm Person A den versprochenen Gewinn in vorm von Schuldscheinen/Zahlungsversprechen, die von seinen Nachfahren eingelöst werden, auszahlt.




    1. Die abflachende Kurve legt nahe, dass es sich lohnt, auf Geld zu verzichten und dadurch Risiken zu vermeiden.
  • Umgang mit Kritikern

    20.09.2013, Klaus Bauer
    Interessantes Interview. Da drängt sich unweigerlich die Frage auf, warum so liederlich - nein - ehrabschneident, mit "Kritikern" umgegangen wird (http://www.heute.de/Klimawandel-Skeptiker-amtlich-unerw%C3%BCnscht-28010994.html?tabNo=3)

    Haben die Herren einmal in die Beiratsliste von http://www.eike-klima-energie.eu/fachbeirat/ geschaut? Alles Idioten?
  • Vielleicht sollten Sie

    20.09.2013, Gilbert Brands
    beim nächsten Mal noch einen Kaffeesatzleser zum Interview hinzuziehen. Schwammiger kann es dadurch auch nicht mehr werden.
  • Fluorverbindungen

    19.09.2013, Roman Koutny
    Gerade Fluorverbindungen sind so elementar, dass man ihren Handel wohl kaum unterbinden kann. Zur Not kann man alternativ Flussspat mit Schwefelsäure versetzen.
  • " ....sind zu Konferenzen und Treffen um die Welt gereist..."

    19.09.2013, ohminus
    Das würden die doch tun, ob das IPCC existiert oder nicht, nein? Gewöhnlich werden auch die Treffen von Working Groups etc. am Rande von wissenschaftlichen Konferenzen abgehalten, bei denen man sich ohnehin trifft.
  • Vielleicht lieber eine Doppelstrategie?

    18.09.2013, A. Stefanowitsch
    Auf einen aktuellen Gesamtüberblick zum Stand der Forschung können wir wohl nicht verzichten, es bietet sich aber an, dem IPCC-Bericht einfach eine vernünftige Versionierung zu verpassen, die es erlaubt, zeitnah und modular Erkenntnisse auf den neuesten Stand zu bringen. Nur, wenn sich etwas Fundamentales ändert, würde eine neue Versionsnummer vergeben, kleinere Änderungen würden durch Unterversionen (5.1, 5.2a, usw.) abgebildet.

    Daneben könnte dann ein Teil der freiwerdenden Ressourcen auf Antworten zu „tagesaktuellen“ Fragen verwendet werden (obwohl ich befürchte, dass die „Klimaskeptiker“ das als willkommenen Anlass sehen würden, die Zeit der Wissenschaftler/innen durch noch mehr Pseudodebatten zu binden).