Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • NeuroRacer Computerspiel

    05.09.2013, Rüdiger Dmoch
    Woher kann man das Spiel bekommen?
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Dmoch,

    Das Spiel ist bisher nicht im Handel erhältlich. Auf unsere Nachfrage meinte einer der beteiligten Forschers allerdings, dass gerade an einer Version gearbeitet wird. Übrigens sind ähnliche Studien mit anderen Videospielen schon durchgeführt worden - keines dieser Spiele "gleicht aber NeuroRacer", meint unser Informant. Womöglich müssen wir also noch ein wenig Geduld haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Melinda Baranyai

    Redaktion Spektrum.de

  • Feuerbrand befällt nicht Reis

    02.09.2013, Achim E. Gau, Minden
    In dem oben genannten Artikel ist nach meinem Verständnis dem Autor ein Übersetzungsfehler unterlaufen. Auf S. 16 wird ein Artikel von Ting Li zitiert (Nature Biotechnology 30, S. 390-392, 2012) bei dem die genannten Wissenschaftler gegen Feuerbrand resistenten Reis züchten.
    Feuerbrand (Fire blight) ist eine schwer wiegende bakterielle Pflanzenkrankheit, die von dem Bakterium Erwinia amylovora hergerufen wird. Nach meinem Kenntnisstand befällt diese Pathogen keine Reispflanzen, sondern infiziert Pomoideae, unter anderem Apfel- und Birnbäume; Quitte, Himbeere, Feuerdorn, Rotdorn, Hagedorn, Mispeln. Bei Sichtung der Originalliteratur stellt man jedoch fest, dass es sich bei dem in der zitierten Arbeit genannten Pathogen, um das Bakterium Xanthomonas oryzae pv. Oryzae handelt. Dieses ruft beim Reis den so genannten Bacterial blight hervor und nicht Fire blight (Feuerbrand), wie es fälschlich in ihrem Artikel genannt wurde.



    Antwort der Redaktion:

  • Hauptverursacher der Treibhausgase mit über 50% gesucht? Gefunden!

    02.09.2013, Florian Buss
    Das renommierte WorldWatch Institute hat Ende 2009 eine Studie über die Bedeutung der Tierhaltung und des Konsums tierlicher Produkte für den Klimawandel veröffentlicht.
    Demnach ist der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern für mindestens 51% der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verantwortlich!
    Link zur Studie : http://www.worldwatch.org/files/pdf/Livestock%20and%20Climate%20Change.pdf

    Na wer hätte das gedacht... kaum würden wir als Konsumenten Erzogene mal bewusst auf ein paar Genussminuten verzichten, wäre das 2%-Problem mindestens zehnfach gelöst.

    Aber da hat ja die Viehwirtschafts- und Pharmaindustrie-Lobby was dagegen und deshalb - oder aus purem Unwissen - wird von oben nur so getan als ob.

    Doch jeder von uns kann gleich heute anfangen, etwas gescheites für sich und sein Umfeld zu tun. Eine super Infoquelle dazu ist m.E. www.provegan.info.
  • Weltrekord in Errata!

    01.09.2013, Dietmar Thaler
    In einer Rezension hätte sich auch ein Hinweis auf die horrende Anzahl von Druck- und Tippfehlern im Erstdruck der ersten Auflage finden können. Freundlicherweise hat der Verlag eine Zeit lang entsprechende Listen veröffentlicht. Mit dem Erscheinen von Nachdrucken der ersten Auflage und insbesondere mit der zweiten Auflage sind diese Listen zum Erstdruck per Internet kaum noch zugänglich. Daher für alle jene traurigen Besitzer der aller ersten Ausgabe ein Link, der (noch?) funktioniert:

    http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/Errata_090211.pdf?SGWID=0-0-45-581298-0

    Leider ist auch diese Liste nicht vollständig. Mühevolle Ergänzungen sind über Errata zum Nachdruck der ersten Auflage und sogar noch über Errata zur zweiten Auflage von Hand nach zu tragen.

    Daher für alle, die sich scheinbar günstig antiquarisch bedienen wollen: Finger weg vom Erstdruck!
  • Erstaunlich

    31.08.2013, Quantenphysiker100
    Ich freue mich, zu sehen, dass die Wissenschaft einen enormen Fortschritt macht. Jedoch wissen wir alle: Es gibt noch viel zu entdecken; zu erfinden und zu erforschen.Ein Quantensprung [nicht wörtlich gemeint-sonst wäre der Sprung recht klein! ;) ].
  • Krank

    31.08.2013, Anna
    Das ist krank. Wenn man überlegt, dass im Westen die Frauen inzwischen am liebsten Mädchen bekommen. Wie krank, ein Geschlecht vorzuziehen, das seine "Vorteile" nur Vorurteilen verdankt.

    Ich (junge Frau) werde ganz ehrlich auch versuchen, die Empfängnis so zu beeinflussen, dass es nur oder vor allem Mädchen werden. Warum? Einen Mann würde ich zum sanften Softie erziehen, wie mein Freund einer ist - aber unsere Gesellschaft ist noch nicht richtig reif dafür. In unserer Gesellschaft werden Männer immer noch verspottet, wenn sie Frauen in ihrem Verhalten gefallen wollen.

    Mädels haben körperlich und geistig alles, was Jungs auch haben: Sie sind dabei aber netter, hübscher und sozial intelligenter. Sie gehen nicht in Bordelle und reden sich dann ein, die Frauen würden das freiwillig machen. Sie essen weniger Fleisch, und und und ...

    Sowas wie das in Indien und China ist ja Selbstzerstörung. Wenn die heutige Welt etwas braucht, sind es Frauen. Wenn ich indische Fotos voller Männer sehe, frag ich mich immer:
    Wo sind denn die richtigen Menschen, die die soziale Welt auch verstehen? Wenn Frauen dabei sind, haben Männer ja meist noch Orienterung. Aber wo sind die Frauen?
  • Unter Niveau!

    31.08.2013, W.-P. Kunze
    Wissenschaftsjournalismus? Beim Lesen dachte ich immer wieder, das es aus Readers´ Digest wäre.
  • Klimawandel & CCS

    31.08.2013, Helmut Schalles
    >> hört denn dieser CCS - Unsinn niemals auf ???
    CCS - carbon capture & storage - ist das Paradebeispiel einer ökologischen Fehlentwicklung.
    Es erfordert zusätzlich Energie und produziert damit auch noch zusätzlich CO2.
    Das Einbunkern im Erdreich ist keine Dauerlösung und es stehen dazu auch nur beschränkte Kapazitäten zur Verfügung.
    Neben den ggfs. zu erwartenden Risiken wie Erdbeben und künstlichem Vulkanismus kommt das CO2 auch irgendwann wieder zurück an die Erdoberfläche und dahin, wo wir es doch eigentlich nicht haben wollen.
    Wenn dann auch noch Nahrungsmittel wie Mais und Zuckerrohr ( - möglichst noch als Monokulturen - ) als Energieträger in Erwägung gezogen werden, haben wir Menschen nichts von der Natur gelernt.
    Die Sonne schickt uns gut 5000 x mehr Energie als wir Menschen benötigen.
    Wenn wir dieses Angebot effizienter nutzen und CO2 nicht als Schadgas, sondern als Nutzgas einstufen würden, wäre sofort jeder Gedanke an und über CCS überflüssig.
    Mit CO2 lassen sich nicht nur Mais, Zuckerrohr oder Holz "füttern", auch Algen und spezielle Bakterien gedeihen damit prächtig und produzieren mehr Biomasse als jede Landpflanze.
    CO2 und überschüssige - also vorhandene, aber nicht genutzte - Energie lassen sich u.a. zur Erzeugung von Methangas als speicherfähigem Energieträger verwenden, womit moch weitere Vorteile verbunden wären. Unsere Abhängigkeit von importiertem Erdgas würde gemindert, Braunkohlekraftwerke könnten durch sauberere Gaskraftwerke ersetzt werden und - wir könnten CO2 im Kreislauf nutzen.
    Die volatilen Energieträger wie Windkraft und Photovoltaik würden - mit einem kleinen Umweg über das Methangas - grundlastfähig.
    Gaskraftwerke würden CO2-neutral, ein faszinierender Gedanke !
    Langfristig wäre der Klimawandel damit sogar tatsächlich zurückzudrehen.

    Und wir diskutieren über CCS.......
  • Biodiesel aus Palmöl?

    31.08.2013, Christian Krippenstapel
    Es ist immer wieder zu lesen, daß Regenwälder für Ölpalm-Plantagen zur Biodieselherstellung gerodet werden. Das ist falsch, wie jeder selbst überprüfen kann, der mit etwas chemischem Grundwissen Palmölmethylester herstellt: Palmölmethylester wird schon bei +10°C fest und ist ergo als Biodiesel völlig ungeeignet, der selbst im Sommer bis 0°C flüssig bleiben muß. Der Löwenanteil des erzeugten Palmöles dient als Nahrung vor allem in Indien und China, deren Bürger sich durch die boomende Wirtschaften erfreulicherweise endlich genügend Nahrungsmittel leisten können.

    Natürlich darf man die Biotreibstoffdiskussion nicht blauäugig führen oder als alleinseligmachendes Konzept mißverstehen, aber man muß auch nicht auf jede Verteufelungskampagne reinfallen, mit denen sich große Mineralölkonzerne lästige Konkurrenz vom Halse schaffen wollen!
  • Gibt es denn nur noch religiösen Wahnsinn?

    31.08.2013, Gilbert Brands
    Laut eigenen Gutachten der CCS-Forscher liegt der Energiebedarf für Abscheidung, Transport und Lagerung bei 20-30%, was in etwa bedeutet, dass pro drei Kohlekraftwerken ein viertes nur für diese Technik hinzukommen müsste. Bezüglich der Speicherung sei einmal auf die Kernenergieendlager verwiesen: nach 30 Jahren Forschung steht noch nichts fest. Andere Modelle sehen das Versenken im Meer vor - obwohl das nach anderen Forschern bereits heute übersättigt ist.

    Jeder Klimaforscher pflegt in Sachen Klimawandel nur noch seine fast schon religiösen Vorstellungen, wobei alles darauf beruht, dass die simple Formel CO2 = Temperaturerhöhung richtig ist. Ist die Welt tatsächlich so einfach? Äußerst unwahrscheinlich. Aber religiösen Fanatikern war so was schon immer egal.
  • Ideenklau?

    30.08.2013, Frank Wohlgemuth, Tornesch
    Springer erwähnt in seinem Einwurf die vermeintliche Entdeckung der Werferfähigkeiten des Menschen durch ein Team um den amerikanischen Evolutionsbiologen Neil T. Roach (Nature 498, S. 483, 2013). Ich halte das für geklaut. Sehen Sie doch einmal hier hinein: http://www.werfer.de/index.html. Eduard Kirschmann hat sein Buch „Das Zeitalter der Werfer: eine neue Sicht des Menschen. Das Schimpansen-Werfer-Aasfresser-Krieger-Modell der menschlichen Evolution“ 1999 im Selbstverlag veröffentlicht, 2001 nach Kontakten mit der amerikanischen Paläoanthropologenszene auf den Wunsch von Richard W. Young ins Englische übersetzen lassen, fand aber keinen Verlag. Das ist vom verlegerischen Standpunkt für mich verständlich, weil das Buch zu viele Längen hat; außerdem präsentierte es für jemanden ohne Grundlagen für eine fundierte eigene Meinung zu sehr eine Außenseiterposition. Der Text ging aber wie gesagt in der Anthropologenszene herum und wurde auch einige Male zitiert. Insofern finde ich es äußerst verwunderlich, dass Roach und sein Team noch nichts davon gehört haben wollen. Ich habe auch nichts in ihren Quellen gefunden.

  • Anmerkung der Autorin

    29.08.2013, Juliette Irmer
    Zu den Zahlen bezüglich Statin-Einnahme und Herzinfarktprävention:
    Das Zahlenbeispiel gibt die Anzahl der notwendigen Behandlungen (engl.number needed to treat NNT) wieder. Es ist eine statistische Maßzahl, die angibt, wie viele Patienten pro Zeiteinheit mit einem Medikament behandelt werden müssen, um das gewünschte Therapieziel bei einem Patienten zu erreichen, z.B. um einen Herzinfarkt zu verhindern. D.h. die Forscher würden bei 1000 nicht behandelten Personen in 5 Jahren 18 Herzinfarkte erwarten.
    Das heißt auch 982 Personen nehmen 5 Jahre lang umsonst Statine ein.

    Allerdings bezieht sich dieses Zahlenbeispiel auf Patienten, die ein geringes Risiko haben, einen Herzinfarkt zu entwickeln. Bei Patienten, die ein höheres Risiko haben, verbessert sich das Verhältnis etwas auf 40 zu 1000 in 5 Jahren.
  • OZ

    29.08.2013, Elmar Neumann
    Hallo,

    die OZ von Hg ist 80 nicht 82.

    Gruß
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank, wir haben den Fehler ausgebessert.

    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de
  • Fleckenmusang-Scheiße und Ähnliches

    29.08.2013, Paul R. Woods
    Nun - mit ein wenig Bienenkotze (= Honig) schmeckt erhitzte Absonderung aus modifizierten Schweißdrüsen (= Milch) fast jedem besser. Oder wie wäre es mit Vogelspeichel und Seegras (= Vogelnestsuppe)?
    Und wie ist es mit all den Absonderungen durch Bakterien (Brot, Bier, Wein, Käse)?
  • Grüne Gentechnik ist alle, aber nicht grün

    28.08.2013, Robert Orso
    Sie haben den Zusatz "Gewerbliche Einschaltung" in Ihrem Artikel vergessen.

    Die Menschen sind nicht so dumm wie die Industrie sie gerne hätte. Sie entscheiden sich für oder gegen irgendetwas aus ganz spezifischen Gründen. Die hier immer angeführte Angst vor Gesundheitsschäden durch GM-Lebensmittel ist nur einer davon und bei Weitem nicht der wichtigste. Die Menschen essen auch sonst allerlei ungesunde Nahrung ganz freiwillig.
    Tatsächlich NUTZT die "grüne" Gentechnik nur ganz wenigen. Den Herstellern des selbstverständlich patentierten Saatguts und den Herstellern der Agrarchemie gegen die die neuen Pflanzen nun endlich unempfindlich sind. Und das sind "zufällig" genau die gleichen Firmen.

    Mangelernährung ist ein logistisches Problem, kein genetisches. Robuste Pflanzen, die auf schlechten Böden gedeihen, unempfindlich gegen Schädlinge sind - das sind die Anforderungen der Landwirtschaft. Die Gentechnik produziert aber nur schwächliche Pflanzen, die sich "dank" massivem Einsatz von Agrarchemie gegen pflanzliche und tierische Konkurrenz behaupten können. Diese Agrar-Wüsten lassen sich dann effizient industriell verarbeiten und die Produkte überschwemmen dann billig den Markt wo sie (mangels Erkennbarkeit) die Vielfalt der natürlich erzeugten Nahrung verdrängen.

    Die Menschen sind bereit für regionale, frische, ntürlich und nachhaltig produzierte Waren gutes Geld zu bezahlen. Noch nie mussten die Menschen prozentuell weniger von ihrem Einkommen für Lebensmittel ausgeben als heute. Wenn sich manche Menschen ein "natürliches" Essen nicht leisten können liegt das nicht an den eklatant hohen Lebensmittelpreisen, sondern daran, dass die Einkommen schneller gesunken sind als die Preise. Nahrung ist heute so billig, dass sich die Produktion für viele Landwirte überhaupt nicht mehr lohnt. Genau diese "billigen" Industrie Lebensmittel ruinieren den Markt.

    Weil aber die Menschen bewusst auf GM-Lebensmittel verzichten wollen, auf Lebensmittel die um den halben Globus reisen müssen, auf Lebensmittel die nicht nachhaltig, artgerecht oder durch Sklavenarbeit erwirtschaftet werden, deshalb wehrt sich die Industrie so vehement gegen eine entsprechende Kennzeichnung. Dem Konsumenten eine eigene Entscheidung verweigern, und seien die Gründe dafür noch so irreal, ist Konsum Terrorismus.

    Würde sich die GenTech Industrie wirklich darum sorgen, ob die indischen Reisbauern, die afrikanischen Kartoffelbauern, die Indios auf ihren Maisfeldern auch genug hochwertige Nahrung zum Überleben produzieren können, würden sie anders handeln. Die einzige Sorge besteht nur darin, dass die hohen Entwicklungskosten für ein Produkt das niemand will, vielleicht umsonst ausgegeben wurden und der Geldregen dann vielleicht nicht einsetzt. Den Hunger in der Welt bekämpfen wollen sie? Haha! Ja genau.

    Die Industrie will doch immer den "freien Markt". Konkurrenz belebt das Geschäft. Der Markt ist heilig, er regelt alles auf wundersame Weise selbsttätig zum Wohle der Menschheit. Außer eben, die Zielgruppe will das Zeug nicht haben. Weil es aus China kommt, weil Tiere gequält wurden, weil es Chemie enthält, weil zu viel Zucker drin steckt, die Verpackung giftig ist oder eben das "Frankenfood". Da werden auf einmal die Forderungen laut, man möge das alles doch bitte dem Kunden zu seinem eigenen Wohl verheimlichen, damit er es doch kauft.

    Ich sage mal: Am Bedarf vorbei produziert. Das kommt vor. Steht dazu.