Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Mondsonde als Müll

    13.06.2009, Frank Reinshagen
    Es ist traurig, dass die Menscheit überall im Kosmos ihren Müll zurück lässt. Haben wir nicht genug gefährlichen Müll im Erdorbit? Jetzt werden auch noch die Planeten zugemüllt. Was für einen Eindruck sollen Besucher von fremden Planeten von uns bekommen?
  • "Hubble" in der letzten Lebensphase?

    23.05.2009, Dipl.-Ing. J. Woker, Koblenz
    Mit dem Ende der Atlantis-Mission und dem Wiederaussetzen von "Hubble" tritt dieses, wenn sich die Planungen so erfüllen wie sie aufgestellt wurden, in seine letzte Lebensphase. Betrachtet man die Zeit, in der die Systeme dieses Veteranen letztlich durchgehalten haben, dann ist dies sicher ein Anlass, den Hut vor den seinerzeitigen Konstrukteuren zu ziehen.

    Aber auch ein Anlass, nach vorne zu sehen. Längst sind die Möglichkeiten weit über das hinaus gewachsen, was Hubble heute möglich macht. Die Nachrüstung wird einige Aspekte für das alte Teleskop wieder nutzbar machen, aber die Grenzen sind offensichtlich. Die "Nachfolger" stehen in den Startlöchern. Die Langlebigkeit von Hubble eröffnen diesen, auch wenn sie an den Lagrange-Punkten für uns Menschen mangels eines ausreichend weitreichenden Transportsystems wohl unerreichbar und damit auch nicht wartbar sein werden, eine gute Perspektive.

    Bliebe die Frage offen, ob nicht die Flut der derzeit im Orbit befindlichen astrophysikalischen Sonden ein Indiz dafür ist, dass eine dauerhafte Plattform wie die ISS letztlich ein sinnvoller Standort für dauerhaft in Weltraum betriebene Observatorien sein könnte, auch wenn die ISS in ihrer heutigen Konfiguration immer noch mehr ein Labor ihrer selbst als ein Arbeitsplatz ist. Aber auch hier wird die nächste Generation erwachsener und eher auf Produktivität ausgerichtet sein.
    Antwort der Redaktion:
    Die erwähnten neuen Teleskope gehen nicht ohne Grund so weit von der Erde weg. Der erdnahe Raum ist für viele ehrgeizige Astronomie-Missionen ungeeignet. Das Gravitationsfeld, das Magnetfeld und die Restatmosphäre zerren an den Raumfahrzeugen herum, die große warme Erde strahlt alle paar Minuten aus einer anderen Richtung auf die Instrumente und verhindert so ein stabiles thermisches Gleichgewicht. Sehr tiefe Temperaturen sind ganz generell nur mit viel Aufwand zu erreichen.



    Die ISS, bzw. eine bemannte Station allgemein, ist noch unangenehmer: Durch die Bewegungen der Astronauten kommt zu den Einflüssen der Erde auch noch eine mechanische Unruhe hinzu. Kurz gesagt: Es rüttelt ständig. Ein solcher Standort wird deshalb von praktisch allen Astronomen als ungeeignet angesehen.



    Die Wartbarkeit von "Hubble" hat dieses Instrument zwar regelmäßig in der Tagesschau und anderen Massenmedien erscheinen lassen, hat aber einen sehr hohen Preis gehabt.
    Für die Kosten einer einzigen bemannten Wartungsmission hätte man jeweils eine ganze Anzahl weiterer Kopien des "Hubble" bauen und starten können. Wobei aber natürlich das Argument nicht unberechtigt ist, dass die entscheidenden Politiker die Mittel für z.B. zehn "Hubbles" wohl eher nicht, für ein paar Shuttle-Starts aber durchaus zu zahlen bereit sind.



    U.B.
  • T Leporis als Scheibe aufgelöst [Heft Mai 2009, Seite 17]

    20.04.2009, Bernhard Treichler, 8421 Matzelsdorf 24
    Im o.a. Artikel im Heft Mai 2009 auf Seite 17 steht nachfolgende Angabe:

    "T Leporis ist ein Mira-Stern mit dem rund hundertfachen Durchmesser der Sonne. befände er sich im Zentrum unseres Planetensystems, so würde er sich bis etwa zur Erdbahn erstrecken."

    Sonnendurchmesser: ~1,391.4 Millionen km
    Durchmessers T Leporis demnach: ~ 139 Millionen km

    Erdabstand zur Sonne: ~ 147,1 bis 151,1 Millionen km, bzw.
    mittlerer Abstand zur Sonne: ~ 149,6 Millionen km

    Wenn sich nun T Leporis tatsächlich im Zentrum unseres Sonnensystems befinden würde, so würde der Radius dieses Sterns knapp 70 Millionen km in Richtung Erde reichen, also nicht wie im Text beschrieben "sich bis etwa zur Erdbahn erstrecken", sondern maximal knapp die halbe Strecke davon einnehmen.

    Sogar Venus mit einem mittleren Abstand zur Sonne mit rund 108 Millionen km würde sich noch außerhalb des Sternes befinden. Merkur hingegen befände sich im Sterneninneren.
    Antwort der Redaktion:
    Herr Treichler hat völlig Recht. Zusätzlich zu diesem Leserbrief erhielten wir einen weiteren von Alexander Friedo aus Stedtlingen, der anmerkte, dass ihm diese Verwechslung von SternDURCHMESSER mit ErdbahnRADIUS in der populären Literatur schon öfters begegnet ist.
  • Ursuppe mit Variationen

    13.04.2009, Klaus Moll
    Die Rückschlüsse hier sind doch sehr gewagt, wenn man davon ausgeht, dass die untersuchten Sonnen nur wenige Millionen Jahre alt sind.
  • DenkMal: Tag und Jahr

    09.04.2009, A. Dietrich, Görlitz
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    hinsichtlich der DenkMal-Frage "Auf
    welchem Planeten des Sonnensystems dauert ein
    Tag länger als ein Jahr?" ist meiner
    Meinung nach die richtige Antwort davon
    abhängig, was unter einem "Tag" zu
    verstehen ist.

    Wird als ein Tag die Rotation um 360 Grad
    (siderische Rotationsperiode) angesetzt, so ist
    Venus richtig (sid. Rotation: 243 d, Umlaufzeit:
    225 d, wobei "d" hier einen Erdentag bedeutet).
    Wird dagegen die Rotationsdauer von einem Tag
    auf die Sonne bezogen (synodische
    Rotationsperiode), so wäre die richtige Antwort
    Merkur (syn. Rotation: 176 d, Umlaufzeit: 88 d).

    Auch sollte man mit dem Begriff "Jahr"
    Vorsicht walten lassen, da ein Jahr mit
    der Umlaufzeit der Erde korreliert ist. Es wäre
    also der besseren Eindeutigkeit wegen notwendig, von
    "Planetenjahren" zu sprechen oder
    die Frage so zu formulieren: Bei welchem
    Planeten ist die (sid. oder syn.) Rotationsdauer
    größer als seine Umlaufzeit?
  • Nur noch Show?

    07.04.2009, Manfred Holl
    Beim Lesen dieser Kurzmitteilung frage ich mich, warum angesichts der negativen PISA-Zahlen nach wie vor viel Wert auf Effekte und Events gelegt wird, aber dabei die Weiterverbreitung (astronomischen) Wissens eine zunehmend untergeordnete Rolle spielt.

  • ISS

    25.03.2009, Cleto Tolpeit, St Lorenzen
    Die Arbeit der Astronauten grenzt wahrlich an Heldentaten.
    Man kann sie vergleichen mit den grossen Entdeckern (Kolumbus, Marco Polo). Ich hoffe sie werden auch entsprechend von der Geschichte honoriert.
    Bei einer moeglichen bemannten Marsmission kommen mir aber schon Bedenken. Wie kann man 2 jahre in einem so kleinen Raum verbringen?.....
  • Einsturz oder Einschlag?

    24.03.2009, Rolf Kohl , Langgöns
    Nach meiner Meinung kann es sich durchaus um einen Einschlagkrater handeln. Wenn nämlich - wie in der Nachricht beschrieben - Hohlräume unterhalb von relativ dünnen Decken bestehen und dort Fremdkörper niedergehen, dann kann sich seitlich kein Wall bilden. Es entsteht vermutlich ein kreisrundes Loch. Hier auf der Erde kann man dies schön an dünnen Eisdecken auf Gewässern nachstellen.

    Was mich bei diesen Bildern noch wundert, ist dass der Boden so hellweiß ist, während Ergussgesteine doch eher dunkel oder schwarz sein dürften. Einen Unterschied zu irdischen Ergussgesteinen dürfte es kaum geben, da die Zusammensetzung sehr ähnlich sein dürfte.
    Mir hat sich mehrfach schon der Verdacht aufgedrängt, dass es sich vieleicht sogar um Eisböden handelt, da auch in diesen Löchern erkennbare Felsen weiß und nicht schwarz sind.
    Antwort der Redaktion:
    Herr Kohl hat insofern Recht als der Einsturz im Einzelfall durch einen Einschlag ausgelöst werden kann. Aber generell ist dazu kein Einschlag nötig, wie auch durch ähnliche Strukturen auf der Erde nahegelegt wird.

    Seine Argumente bezüglich der Helligkeit des Materials auf dem Boden des Lochs sind weniger stichhaltig. Da man die genauen Beleuchtungs- und Reflexionsverhältnisse im Innern des Schachts nicht kennt, kann aus den gezeigten Bildern nicht abgeleitet werden, wie hell oder dunkel der Boden genau ist.
  • Womöglich im Zentrum unserer Milchstraße mehrere Schwarze Löcher?

    05.03.2009, Michael Schlaak, Dessau-Roßlau
    Die oben veröffentlichte Meldung verwundert mich nun etwas. Am vergangenen Sonntag (01.03.) sah ich in "alpha centauri" bei BR-alpha eine Sendung zu eben diesem Thema. Professor Lesch sprach dabei die Vermutung aus, dass Beobachtungen mithilfe von Radioteleskopen vermuten lassen, dass möglicherweise im Zentrum unserer Galaxis auch mehrere schwarze Löcher ihr Unwesen treiben, nur wären sie schon einige Zeit wenig aktiv, da es wahrscheinlich wenig Gas und Staub zu verschlingen gibt. Da diese Sendung eine frühere Aufzeichnung war (copyright 2006) glaubte, ich dass inzwischen schon neuere Erkenntnisse vorhanden sein müssten. Deshalb erstaunt mich jetzt die Meldung, dass erstmalig so ein Phänomen beobachtet wurde.
    Antwort der Redaktion:
    Harald Lesch bezog sich auf sehr indirekte Hinweise, die eine sehr vage Vermutung begründeten, die sich aber bisher nicht weiter konkretisiert haben. Die neue Beobachtung ist dagegen sehr konkret: Hier sieht man direkt die Spektren zweier Quasar-ähnlicher Objekte im Kern derselben Galaxie. Das ist in der Tat etwas Neues. - UB
  • Kometenschweif

    25.02.2009, Uwe Lemmer, Stuttgart
    Die Bahngeometrie macht das Erkennen des Kometenschweifes von Lulin nicht einfach, zumal Staub- und Ionenschweif in verschiedene Richtungen zeigen. Aber hätte man in Ihrer Übersichtsgrafik den Schweif nicht anders herum zeichnen müssen? Auf den meisten Astroaufnahmen sehe ich einen Schweif, der nach Osten (also vom Löwen in Richtung Jungfrau) zeigt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Uwe Lemmer
    Antwort der Redaktion:
    Die Sache ist etwas komplizierter. Da wir uns derzeit fast genau zwischen der Sonne und dem Kometen, und zudem fast genau in seiner Bahnebene, sehen wir den in der Bahnebene verteilten Staub zu beiden Seiten des Kometen, allerdings auf der Ostseite (in Flugrichtung "hinter" dem Kometen) wesentlich deutlicher. Das ist der Schweif, den Herr Lemmer in seiner Frage diskutiert. Der Gasschweif dagegen war Anfang des Jahres nach Westen gerichtet (wie in der Übersichtskarte). Dann war er Mitte Februar eine Weile praktisch unsichtbar, da er genau von uns weg zeigte und von der Koma überlagert wurde. Und nach seiner kürzlich durchlaufenen Opposition wird der Komet uns ab jetzt seinen Gasschweif nach Osten gerichtet präsentieren. Dieser Richtungswechsel ist in der Karte nicht korrekt wiedergegeben. UB
  • Entdeckung des Olympus Mons

    23.02.2009, Gretschus, Buxtehude
    Ich glaube der Olympus Mons wurde etwas früher entdeckt als in dem Beitrag angegeben. Dort wird behauptet, erst die US-amerikanischen Raumsonde Mariner 9 habe ihn im Jahr 1972 entdeckt.


    Dagegen Zitat aus Wikipedia:
    Olympus Mons wurde früher als Nix Olympica (lat. nix = Schnee) bezeichnet. Diese Albedobezeichnung stammte von Giovanni Schiaparelli, der ihn am 10. November 1879 entdeckte und glaubte, Schnee zu sehen.

  • Apollo 8 - 40 Jahre Mondflug

    01.02.2009, Gerhard Volk, Bendorf/Rhein
    Mit dem Artikel "Apollo 8 - 40 Jahre Mondflug" in SuW 12/2008 ist Thilo Günter eine sehr gute Zusammenfassung für diesen Teil der Raumfahrtgeschichte gelungen! Es werden nicht nur die spektakulären Ereignisse bei der technischen Umsetzung und der praktischen Durchführung des Mondflugs eingehend beschrieben, sondern es wird auch an die tragischen Umstände erinnert, die den Mondflug, ja - so makaber es auch klingen mag, quasi zu einem solch frühen Zeitpunkt erst möglich gemacht haben. Gemeint sind hierbei die Menschen, die durch die "V2" - die erste Großrakete der Welt - ums Leben kamen, sei es durch deren Einsatz als Kriegswaffe oder durch die menschenverachtenden Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter bei deren Bau in Penemünde.


    Auch die wesentlich zu dieser Forcierung eines erfolgreichen Mondfluges beitragenden Umstände des "Kalten Krieges" werden verdeutlicht. So lässt sich z. B. Apollo 8-Komandant Borman erst nach seinem massiven Hinterfragen davon überzeugen, dass diese Mission kein Himmelfahrtskommando ist, bei dem Sicherheitsvorkehrungen außer Acht gelassen wurden, nur um einer vermeintlich bevorstehenden Mondumrundung durch sowjetische Kosmonauten zuvorzukommen. Dies erklärt auch weiterhin, was heute kaum mehr vorstellbar ist: Von der Ankündigung des Mondfluges durch Kennedy im Mai 1961 bis zu dessen serienreifer Umsetzung 1968 vergehen gerade mal lächerliche 8 Jahre. Eine Zeitspanne, mit der heutzutage ein einfacher Mittelklassewagen von der ersten Planung bis zur Serienreife gerade mal eben so hinkommt.


    Thilo Günter veranschaulicht in seinem Artikel, welch logistische Meisterleistung bei diesem gigantischen Vorhaben, bei dem zeitweise 450.000 Menschen beschäftigt sind, von Nöten war. Das Ablaufgeschehen und die wichtigen Manöver des Mondfluges werden weiterhin verständlich erläutert. So z.B. dass die Planung der Flugbahn über den Gleichgewichtspunkt zwischen Mond und Erde dazu führt, dass Treibstoff eingespart und gleichzeitig auch noch mehr Nutzlast zum Mond geschossen werden kann.


    Ein kleiner (Zähl-)Fehler passiert dann doch noch bei der Statistik der Mondlandungen: Es waren nicht fünf, sondern mit Apollo 11, 12, 14, 15, 16 und 17 insgesamt sechs erfolgreiche Landungen!


    Mich würde es sehr freuen, wenn aus dem Anlass "40 Jahre Mondlandung" von Thilo Günter an dieser Stelle noch weitere Einzelberichte erscheinen würden; nicht nur zu den oben erwähnten 6 Mondlandungen, sondern auch Detailberichte zu den meist etwas vernachlässigten Missionen von Apollo 7, 9 und 10, durch deren umfangreiches Testprogramm eine erfolgreiche Landung auf dem Mond erst möglich wurde. Vielleicht wäre auch ein Fachbericht interessant, der die einzelnen Flugbahnen der Apollo-Mondschiffe, deren Positionsbestimmung und Navigation und vor allem deren Berechnung in den Raumschiffen mit dem Hintergrund der für heutige Verhältnisse doch sehr sehr schmalbrüstigen Bord-Computer der Apollo-Raumfahrzeuge zum Thema hat.
  • Gravitations-Astronomie zum Mitmachen

    01.02.2009, Heinz-Bernd Eggenstein
    Wer bei der Jagd nach Gravitationswellen mithelfen will, kann dies durch das "Spenden" von Rechenzeit auf seinem heimischen PC tun: Das Projekt Einstein@Home (http://einstein.phys.uwm.edu) arbeitet nach dem Vorbild von SETI@Home um durch verteiltes Rechnen die nötige Rechenkapazität zum Durchstöbern der Detektor-Daten nach Gravitationswellen von Neutronensternen zur Verfügung zu stellen.

  • Es war richtig unheimlich

    19.01.2009, : Leider anonym
    Jetzt - endlich! - erfahre ich hier, was wir am Samstag, als wir auf der Autobahn Hamburg-Berlin auf halber Strecke waren, gesehen haben und uns noch viele Kilometer Rätsel aufgab. Ohne Ankündigung, ohne Geräusch und ohne andere Anzeichen auf das besondere Ereignis wurde es mit einem Mal taghell. Ich rief sofort "Was ist das denn?" und versuchte durch die Windschutzscheibe die Ursache des Ungewöhnlichen zu erfahren. Aber nichts, nur ein aufflackerndes Licht, und nach wenigen Sekunden war der Spuk vorbei. Aufmerksam lauschten wir nach einem Knall, hielten Ausschau nach einem weiteren Leuchten, welches die Erscheinung als Gewitterblitze entpuppen würde, oder sonst einer Erklärung. Im Radio kam auch nichts weiter als Musik und Heiterkeit. Was konnte so unglaublich hell und gleichzeitig so geräuschlos sein - jetzt weiß ich es und die Natur erfüllt mich wieder einmal mit Ehrfurcht!
    Antwort der Redaktion:
    Leider hat der Leser weder seinen Namen noch seine email-Adresse angegeben. Normalerweise veröffentlicht SuW solche Briefe nicht. Diesen möchte ich ausnahmsweise zum Anlass mehmen, alle Leserbriefschreiber daran zu erinnern, dass sie solche Angaben unbedingt machen sollten. Offenbar sind die "anonymen" Leserbriefe fast durchweg Versehen, denn sehr oft werden darin Fragen an die Redaktion gestellt. Natürlich haben wir in diesen Fällen keinerlei Möglichkeit zu reagieren, denn nicht jeder Brief, nicht jede Frage ist für eine öffentliche Antwort geeignet.



    Herzliche Grüße,

    Ihr Leserbriefredakteur,

    Ulrich Bastian

  • Präzession oder magnetische Kurzschlüsse?

    16.01.2009, Herbert Haupt
    Mich interessiert neben der Energieverlust-bedingten Zunahme der Rotationsperiode auch der genaue Verlauf der Höhe der weichen Gammablitze (Bursts): (a) Nimmt die Höhe sehr gleichmäßig zu und wieder ab, z.B. ähnlich einer Parabel? Dann könnte die Ursache eine Präzession der Drehachse sein; falls ein massereicher Begleiter vorhanden ist. (b) Oder nehmen innerhalb der Sichtbarkeitsperiode die Höhen unregelmäßig zu und ab, evtl. auch mehrfach? Dann könnten die Energieausbrüche auf Kurzschlüsse in den aufgewickelten Magnetfeldlinien zurückgehen, die momentan enorme Energiemengen freisetzen.
    Antwort der Redaktion:
    Die Überlegung von Herrn Haupt ist richtig. Mit dem von ihm vorgeschlagenen Kriterium lassen sich die beiden möglichen Gründe für das nur sporadische Auftreten der "weichen" Gammastrahlenausbrüche (Bursts) unterscheiden. Die Antwort lautet: Innerhalb der Aktivitätsperioden eines "Soft Gamma-Ray Repeaters" (SGR) ereignen sich die einzelnen Ausbrüche in unregelmäßigen zeitlichen Abständen und mit unregelmäßig wechselnder Stärke. Die spricht für die "Kurzschlüsse", und so wird das Phänomen auch durchgängig von der Fachwelt interpretiert.



    Eine sehr schöne, populäre und dennoch tiefgehende Darstellung der Soft Gamma-Ray Repeaters und ihrer Deutung (allerdings nur in Englisch und Spanisch) von Robert Duncan findet sich auf der
    folgenden Internet-Adresse: http://solomon.as.utexas.edu/~duncan/magnetar.html. Der Text ist zwar schon 5 Jahre alt,
    aber das Grundsätzliche der Darstellung gilt auch heute noch.
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