Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Was es alles gibt …

    25.02.2008,
    Es ist echt erstaunlich was es alles im Weltall gibt. Ich möchte mich bei den Verfassern der Texte auf dieser und auf anderen Seiten herzlich bedanken. Durch diese habe ich viel gelernt und die Wissensgier ist ständig gestiegen.

    Tschüssi

    Der Weltraumflo
  • Wechselwirkung Dunkler Materie

    23.02.2008, Klaus Teutenberg, Lindlar
    Welcher Wechselwirkung unterliegt die Dunkle Materie? Gegenseitige Vernichtung ist doch elektromagnetische Wechselwirkung. Bisher ist meines Wissens nur die Gravitationswechselwirkung der Dunklen Materie bekannt. Hat P. Gondolo seine Spekulation in einer seriösen Zeitschrift veröffentlicht?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Teutenberg,


    Herr Gondolo hat seine These im Fachblatt "Physical Review Letters" veröffentlicht, dessen Seriosität in Fachkreisen nicht angezweifelt wird.


    Woraus die Dunkle Materie besteht, ist noch unbekannt. Es gibt mehrere Thesen hierzu. Die meisten Fachleute tendieren zu der Annahme, dass sich die Dunkle Materie aus so genannten WIMPs (Weakly Interacting Massive Particles) zusammensetzt - also aus schwach wechselwirkenden, massereichen Teilchen. Diese Partikel unterliegen - so die Theorie - nur der Gravitation und der schwachen Wechselwirkung. Darin ähneln sie den Neutrinos, die ebenfalls nur der Gravitation und der Schwachen Wechselwirkung unterliegen. WIMPs müssen allerdings, so es sie gibt, eine viel größere Ruhemasse als Neutrinos besitzen.


    Aus Symmetriegründen nimmt man an, dass es zu jedem WIMP ein Antiteilchen gibt - genauso wie es Baryonen und Antibaryonen, Elektronen und Positronen, Neutrinos und Antineutrinos etc. gibt. Wenn WIMP und "Anti-WIMP" aufeinander treffen, gibt es eine Paarvernichtung und sie zerstrahlen, ganz ähnlich wie bei den anderen Teilchen-Antiteilchen-Paaren. Voraussetzung dafür ist, dass sie sich begegnen - und die Wahrscheinlichkeit hierfür nimmt mit steigender WIMP-Dichte zu. Insofern liegt es nahe, das Innere von Dunklen Sternen als Regionen anzunehmen, wo viele WIMP-Paarvernichtungen stattfinden.


    Viele Grüße,


    Frank Schubert
  • Rotation der Milchstraße

    23.02.2008, Florian Mengedoht , München
    In dem Bericht wird geschrieben, daß unser Sonnensystem durch die Spiralarme der Galaxis wandert. Meine Vorstellung war immer, daß sich die Spiralarme als Ganzes um das Zentrum drehen, wir also "gefangen" in unserem Arm sind. Denn woher soll die unterschiedliche Rotation Sonne/Spiralarm denn kommen? Wir haben doch keinen eigenen Antrieb :)
    Oder habe ich da grundsätzlich was mißverstanden?


    Ausserdem finde ich es immer wieder lustig, wie wichtig es den Klimaskeptikern ist, daß WIR NICHT dran SCHULD sind. Wie wenn das das Klima interessieren würde. Unsere derzeitige (westliche) Zivilisation ist nicht fähig, in einer ganz normalen irdischen Warmzeit zu überleben. DAS ist unser Problem und die Herausforderung. Und wenn wir den Weg in die Warmzeit auch nur zusätzlich beschleunigen, wider besseren Wissens, so sind wir einfach selber dumm und selber schuld.

    mit freundlichen Grüßen
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Mengedoht,


    wie die Spiralarm-Struktur der Milchstraße zustande kommt, ist noch nicht restlos geklärt. Auf jeden Fall sind die Spiralarme aber keine feststehenden Strukturen, es sind also keine langgezogenen Sternansammlungen, die sich in Formation um das Milchstraßenzentrum bewegen. Die Umlaufgeschwindigkeit wird nach innen hin, also in Richtung des Zentrums, immer größer. Wären die Spiralarme diskrete Sternansammlungen, würden sie schon nach relativ kurzer Zeit "verquirlen" und dadurch unkenntlich werden.


    Eine These besagt, dass die Spiralarme lediglich Regionen mit erhöhter Materiedichte und mithin forcierter Sternentstehung sind. Diese Verdichtungen - so die These - bewegen sich wellenartig durch die galaktische Scheibe, und zwar unabhängig von den Sternen. Ein Sonnensystem wie unseres, das um das galaktische Zentrum kreist, kann demnach ohne weiteres von Spiralarm zu Spiralarm wechseln: Es taucht einfach durch die Dichtewellen hindurch.


    Viele Grüße,


    Frank Schubert
  • Entfernte Galaxien

    22.02.2008,
    Galaxien bewegen sich mit 200 - 300 KM pro Sekunde.
    Der Urknall geschah vor rund 13,8 Milliarden Jahren.
    Die am weitesten von uns entfernten Galaxien haben einen Abstand von rund 13 Milliarden Lichtjahre von der Milchstraße.


    Wie passt das zusammen ??? Legt man eine Galaxiengeschwindigkeit von 300 KM pro Sekunde zu Grunde, dann wäre die am weitesten entfernte Galaxie nicht 13 Milliarden Lichtjahre sondern lediglich 26 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Oder wie schaffen die Galaxien diesen Abstand seit dem Urknall ??
    Antwort der Redaktion:
    Lieber anonyme(r) Fragesteller(in),


    die Galaxien bewegen sich mit einer Fluchtgeschwindigkeit von uns fort, die proportional ist zu ihrem Abstand. Dies wird durch das Hubble-Gesetz beschrieben: v = H0*r,


    wobei v die Fluchtgeschwindigkeit, H0 die Hubble-Konstante und r der Abstand der Galaxie zu uns ist. Also: je weiter weg die Galaxie, desto größer ihre Fluchtgeschwindigkeit. (Ab einem gewissen Abstand wird die Fluchtgeschwindigkeit sogar größer als die Lichtgeschwindigkeit, was der Relativitätstheorie nicht wiederspricht, weil die Fluchtgeschwindigkeit durch die Expansion des Raums und nicht durch eine Bewegung im Raum zustande kommt)


    Den Abstand der "am weitesten von uns entfernten Galaxien" kennen wir nicht. Um ihn zu kennen, müsste uns die Größe des Universums bekannt sein, was nicht der Fall ist. Wir kennen nur die Größe des sichtbaren Universums, welches höchstwahrscheinlich nur einen Teil des gesamten Weltalls repräsentiert.


    Übrigens beträgt der Radius des sichtbaren Universums nicht 13 Milliarden Lichtjahre, sondern zirka 40 Milliarden Lichtjahre. Das älteste Licht, das uns heute erreicht, ist zwar nur 13,7 Milliarden Jahre unterwegs gewesen. Aber der Raum ist in dieser Zeit expandiert, so dass die Entfernung zwischen uns und dem Startpunkt dieses Licht von ursprünglich 13,7 Milliarden auf heute etwa 40 Milliarden Lichtjahre angewachsen ist.


    Noch einmal: das heißt aber nicht, dass die fernsten Galaxien 40 Milliarden Lichtjahre entfernt sind. Das Universum geht jenseits dieser Distanz wahrscheinlich noch viel weiter. Einige Kosmologen vermuten, dass wir lediglich einen winzigen Bruchteil des Universums sehen. Demnach gäbe es auch Galaxien, die Billionen oder Trillionen oder Trilliarden Lichtjahre entfernt sind - wir können sie eben nur nicht sehen. Der Urknall war ja keine punktuelle Explosion, die sich an einem bestimmten "Ort" ereignet hat, weil es Orte damals noch gar nicht gab (das Raumzeitgefüge, wie wir es kennen, ist erst im Zuge des Urknalls entstanden). Der Urknall war überall, und er war überall gleichzeitig. Er kann also im Prinzip ein unendlich großes Universum hervorgebracht haben.


    Viele Grüße,


    Frank Schubert
  • Mondfinsternis im Tessin gut zu sehen

    22.02.2008, CH-8424 Embrach (Schweiz)
    Die kleine Schweiz mit den Alpen hat manchmal wettertechnische Vorzüge. Ist es im Norden, wie am vergangenen 21. Februar 2008 bewölkt, so reissen die Wolken über der der "Schweizer Sonnenstube", dem Tessin meist auf. Genau so war es während der totalen Mondfinsternis. Wahrscheinlich war die Alpensüdseite eine der wenigen Regionen in Europa, von der aus das lunare Schattenspiel praktisch uneingeschränkt gesehen werden konnte. Ganz wolkenlos war es aber auch südseitig des Gotthards nicht, aber immerhin hatten die vorbeiziehenden Wolken noch etwas Dekoratives. Die Finsternis war ausgesprochen hell und farbintensiv. Auf der Danjonskala hätte ich sie auf eine 3 oder 3.5 geschätzt. Reizvoll war die Konstellation des finsteren Mondes mit Regulus und Saturn.

    Thomas Baer, Sternwarte Bülach (Schweiz)

  • Nach der Mondfinsternis

    21.02.2008, Manfred Holl, Hamburg
    Hallo!

    Die letzte totale Mondfinsternis für die nächsten 7,5 Jahre, und in Hamburg gab es mal wieder nichts zu sehen. Lediglich so gegen 4:30 Uhr MEZ schien die über der Stadt hängende Wolken-/Nebelschicht sich ein wenig lichten zu wollen. In Blickrichtung SSW war für ein paar Minuten deutlich ein rötlicher Schimmer zu sehen, der auf eine helle Mondfinsternis hindeutete. Das war der Höhepunkt des Ereignisses. Danach blieb der Himmel bedeckt und nach Sonnenaufgang kam stellenweise dichter Nebel auf.
    Antwort der Redaktion:
    So war es leider fast überall in Deutschland
  • MOND

    21.02.2008, GEORGE CARACAS
    SELTEN EINE DERARTIGE KLARE VERDUNKELUNG GESEHEN - ROT, ROTER AM ROETESTEN ..... EINMALIG - WARE DIE AMI´S DA WIRKLICH DRAUF ???

    JEJEJEJE
  • Spekulation oder Statistik

    19.02.2008, Thomas Papst, Guxhagen
    Nun sind es mal wieder viele Planeten im Universum, auf denen potentiell Leben entstehen kann. Die Drake-Formel darf also mal wieder neu gefüllt werden, damit man statistisch sagen kann, wie weit die nächste Zivilisation (die grünen Männlein) entfernt leben.

    Zwar beruhen fast alle Erkenntnisse in dieser Richtung auf Interpretationen und Schlussfolgerungen, die auch anders sein könnten, trotzdem scheint der Wille der Autoren hier sehr deutlich durch die wissenschaftlich anmutenden Artikel; der Wunsch nach Nachbarn oder Leidensgenossen damit wir nicht einsam sind im Universum - so ganz ohne Gott oder Engel.
  • Frühwarnsystem: welches Instrument?

    16.02.2008, H.J. Kemm, Langenhagen
    Hallo, sagen Sie mir bitte, welche Einrichtung in SOHO diese Messungen durchführen kann.

    MfG H.J. Kemm
    Antwort der Redaktion:

    Hallo Herr Kemm,



    verwendet wird das Instrument „Costep“, der Comprehensive Suprathermal and Energetic Particle Analyzer.



    Weitere Informationen über das Gerät finden Sie bei der Meldung im verlinkten Artikel „Stürmische Sonne“ oder auf der Costep-Homepage der Uni Kiel (leider nur in Englisch).



    MfG Dre.
  • Peinliche Titelseiten

    15.02.2008, Thomas Nicolau, Köln
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    seit einiger Zeit bin ich Abonnent von AH und schätze den populärwissenschaftlichen Ansatz des Magazins. Allerdings stößt mir immer wieder die Gestaltung der Titelseite auf, die ich für reißerisch und völlig unangemessen für die Zielgruppe der Leserschaft halte. Manchmal sind die Titelseiten mit so peinlichen Überschriften und Bildern versehen, dass ich sie bei Lesen in der Öffentlichkeit tunlichst verberge. Mit einem Teenager-SF-Fanzine oder einem Esoterikkatalog in der Hand würde ich (39) mich nicht unwohler fühlen.
  • Doktor Wer - Bereits wieder abgesetzt

    11.02.2008, Grumelli, Oberdorf BL, Schweiz
    Laut einem Bericht auf sf-radio.net hat Pro 7 die Serie bereits wieder abgesetzt und zeigt ab dem 16. Februar Wiederholungen von Desperate Housewives.

    Privatfernsehen ... schalt ein, in 2 Minuten kann's bereits zu spät sein.
    Antwort der Redaktion:


    Ja, echt peinlich! Aber bei dem Sendeplatz und der Taktung (zwei Folgen nacheinander am Samstagnachmittag) wundert mich das nicht. Werbung hab ich auch keine gesehen … Bleibt, auf ein Wiedersehen bei RTL2 zu hoffen!



    Dre.
  • Raketenstarts: Immer wieder beeindruckend

    11.02.2008, Michael Khan, Darmstadt
    Egal, wie viele Starts man miterlebt: Der Flug einer Rakete ins Weltall ist immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis - mir fällt kein anderes Wort ein als "erhebend".

    Erstaunlich war an den Bildern, die von der Kamera am Aussentank aufgenommen wurden, wie stabil und vibrationsarm die Schubphase nach Absprengen der Feststoffbooster verlief. Man hatte den Eindruck, auf den Monitoren sei ein Standbild - da rollte dann plötzlich das Gespann um die Längsachse, sodass man merkte: Der Flug ist wirklich so ruhig.

    Man kann am System STS vieles kritisieren, das meiste trifft auch zu, mangelnde Verfügbarkeit und Flexibilität, Kosten, Empfindlichkeit, Sicherheit ... aber man sollte auch an die technische Meisterleistung denken, den Triumph der Ingenieurskunst.
  • Columbus

    10.02.2008,
    Welche Aufgabe hat das Modul Columbus?
    Antwort der Redaktion:

    Hallo,


    Columbus ist ein Forschungslabor, in dem mehrere Experimenteschränke – die Payload Racks – für Versuche in der Schwerelosigkeit untergebracht sind.



    Im Einzelnen sind dass das Biolab, das European Physiology Modules Facility (EPM), das Fluid Science Laboratory (FSL), das European Drawer Rack (EDR) und der European Transport Carrier (ETC).



    Auf einer externen Plattform – also im Vakuum des Weltraums – sind die Experimente Solar und EuTEF untergebracht, mit Platz für weitere.



    Mehr Informationen über die Versuche können Sie den auf „Weltraumlabor Columbus“ verlinkten Artikeln und Webseiten entnehmen sowie der künftigen Berichterstattung hier bei astronomie-heute.de
  • Weblinks zum Artikel "Astronomie mit geladenen Teilchen"

    09.02.2008, Dr. Helmut Steinle, Muenchen
    Wo finde ich denn die in den Literaturhinweisen auf S. 34 angegebenen "Interessanten Weblinks" zu diesem Artikel aus SuW 1/2008?
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für die Nachfrage. Die Eintragung der Weblinks auf der Online-Seite zu diesem Artikel war vergessen worden. Sie sind nun nachgetragen worden,
    siehe http://www.suw-online.de/artikel/913424.
  • Überlegungen dazu

    08.02.2008, Joscha, Hamburg
    Ich habe diese Woche den Artikel gelesen und mich nun gefragt, ob es nicht trotz der genannten Nachteile (Reibung und g-Kräfte) sinnvoll wäre dies weiter zu überlegen, da mir außerdem völlig die Idee fehlte, dass das Raumschiff bzw. die Rakete mit einem Katapult auch nur ein wenig startgeschwindigkeit bekommen könnte. Damit wäre es nach meiner Überlegeung möglich mehr Nutzlast mitzunehemen, da der Treibstoff für den Start eingespart werden kann, wenn man die Rakete erst mit einem Katapult beschleunigt und dann erst die Rakete zündet. Habe ich einen Denkfehler, oder gibt es bereits solche Pläne?

    Gruß Joscha
    Antwort der Redaktion:
    Hallo,


    die Kombination des Wurfmechanismus mit einem Raketenantrieb ist ja bereits vorgesehen. Laut Entwurf sollen die emporgeschleuderten Satelliten von einem kleinen Raketentriebwerk auf ihre endgültige Umlaufbahn gebracht werden. In welcher Höhe er zünden soll, ist mir nicht bekannt. Höchstwahrscheinlich aber erst im Weltraum, denn der Raketenantrieb muss zwangsläufig sehr schwach ausgelegt werden: Es steht kaum Nutzlast zur Verfügung, obendrein müssen alle Systeme extrem widerstandsfähig sein.


    Ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre, das emporgeschleuderte Vehikel mit einem leistungsstarken Triebwerk zu versehen, das schon in der Atmosphäre zündet. Die Raketen, die in der Raumfahrt üblicherweise zum Einsatz kommen (insbesondere die Flüssigantriebe), dürften die Beschleunigungskräfte in einem Weltraumkatapult kaum überstehen. Man würde tonnenweise Treibstoff mit irrsinnigen Geschwindigkeiten durch die Gegend schmeißen – das wäre im Grunde genommen ein überdimensionaler Molotowcocktail. Ganz abgesehen davon, dass Weltraumkatapulte nur verhältnismäßig kleine Massen schleudern können, da die nötige Energie zum Beschleunigen sonst unbeherrschbar groß wird.


    Aus meiner Sicht werden sich Weltraumkatapulte, so es sie jemals geben sollte, immer nur für sehr kleine und extrem robuste Nutzlasten eignen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie in der Raumfahrt je eine bedeutende Rolle spielen werden.


    Viele Grüße,


    Frank Schubert
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