Lesermeinung - Sterne und Weltraum

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  • Helles Objekt am Mittagshimmel

    09.11.2013, Sascha Bieder
    Also man mag mich für verrückt halten, aber ich habe heute gegen 12.30 Uhr am Himmel ein sehr helles Objekt gesehen, bevor es von Wolken verdeckt wurde.
    Durch ein Fernglas sah es ziemlich kugelig aus, war aber nur sehr klein. Habe leider kein Teleskop.
    War das vielleicht sogar schon der Komet?
    Antwort der Redaktion:
    Nein, der Komet ISON war das nicht; für ihn braucht man derzeit selbst am Nachthimmel noch einen Feldstecher. Für verrückt zu halten braucht man Herrn Bieder aber deshalb noch lange nicht. Es kann ein Flugzeug gewesen sein, das Sonnenlicht zu ihm hin spiegelte. Es kann ein Iridium-Flare gewesen sein (siehe SuW 12/2012, S. 8/9 oder 2/2006, S. 8/9); diese werden gelegentlich so hell, dass sie auch am hellen Tag zu sehen sind. Es kann ein Sonnenlicht-Reflex von der ISS gewesen sein, usw.

    Ulrich Bastian
  • MESSIER 34, PLEJADEN, IC 349, BARNARDS MEROPE-NEBEL

    05.11.2013, Bernhard Staub, Winterthur (Schweiz)
    Ich freue mich sehr über die wunderschöne Aufnahme von MESSIER 45, PLEJADEN, IC 349, BARNARDS MEROPE-NEBEL. Ich freue mich immer über ein Astronomie-Bild von meinem US Namensvetter BARNARD Edward Emerson. Dieses werde ich gleich ausdrucken und an einem Ehrenplatz aufhängen. Es ist ein besonderes Geschenk, da ich die Leserbilder in letzter Zeit mehr ansehe.
    Recht herzlichen Dank für die Bildaufnahme.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine schöne Zeit.
    Herzliche Grüsse
    aus CH Winterthur
    Bernhard Staub
  • Beobachtung des Kometen ISON in Sonnennähe

    30.10.2013, Karl-Heinz Seelig
    Lässt sich Komet ISON während seiner Perihelpassage nicht auch mit Hilfe der Sonnensonde SOHO beobachten? Entsprechende Weblinks wären dann sehr hilfreich und hoch interessant.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Seelig,
    selbstverständlich können Sie den Kometen ISON in den wenigen Tagen um den Periheldurchgang auf den Bildern der Sonnensonde SOHO sichten, falls sein Kern nicht vorher auseinanderbricht. Dazu gehen Sie am besten auf die Seite "The Very Latest SOHO Images" und wählen dort "LASCO C3". Ist ISON der Sonne besonders nahe, dann wechseln Sie auf "LASCO C2". Unter diesen beiden Adressen finden Sie immer die neuesten Bilder der beiden Koronografen an Bord von SOHO. Ab dem 24. November sollte Komet ISON im Erfassungsbereich von LASCO C3 auftauchen.
    Ebenfalls empfehlenswert sind die Bilder der beiden Sonnensonden Stereo-A und -B, hier klicken Sie am besten auf "Latest SECCHI beacon images". Dort finden Sie ebenfalls aktuelle Koronografenbilder, auf denen Komet ISON auch zu sehen sein sollte.
  • Titan und "Curiosity" ...

    28.10.2013, Mathias Völlinger, Rastatt
    Und dann liegt es doch nahe, ein paar Automaten dort landen zu lassen. Was auf dem Mars geht, sollte doch auch auf Titan, dem wohl faszinierendsten Mond im Sonnensystem, möglich sein.

    Faszinierender Film von der Titan-Landung: https://www.youtube.com/watch?v=PrnuGAQroXQ



  • Alle Daumen HOCH

    22.10.2013, Stephan Paschkin
    Ich bin echt begeistert von eurem Projekt und wünsche viel Erfolg und gutes Gelingen.
  • Lebensdauer einer Gravitationslinse

    17.10.2013, Florian Mengedoht, München
    Je weiter Linse und abgebildetes Objekt von der Erde entfernt sind, desto schmaler ist der Bereich, in dem die Gravitationslinse funktioniert. Nun wandern doch alle Objekte relativ zu einander, Galaxien wohl um einiges schneller als die Erde um die Sonne.
    Dies müßte doch dazu führen, daß sich Einsteinringe ziemlich schnell wieder auflösen, bzw. die Abbildung recht dynamisch ist. Darüber finde ich aber nirgends eine Aussage, weshalb sie wohl doch länger existieren. Warum?
    Antwort der Redaktion:
    Die Gravitationslinse an sich hat keine begrenzte Lebensdauer, denn sie besteht so lange wie die ablenkende Masse, also die Vordergrundgalaxie existiert. Sie wirft zu jeder Zeit einen Einsteinring von der Hintergrundgalaxie in das Universum. Die wahre Frage muss lauten: Wie lange sind wir Erdenbürger in dem "Brennpunkt" der Linse, wie lange können wir hier auf der Erde den Einsteinring sehen?

    Die 0.35 Bogensekunden Durchmesser des Einsteinrings entsprechen am Ort der Vordergrundgalaxie (also der Linse selbst) mehreren Kiloparsec. Selbst wenn die Vordergrundgalaxie gegenüber der Sichtlinie zwischen uns und der Hintergrundgalaxie um diesen Betrag seitlich versetzt wäre, dann würden wir immer noch eine starke Gravitationslinse - allerdings keinen kompletten Einsteinring mehr - sehen. Wenn wir mal annehmen, dass sich die Sonne und die Vordergrundgalaxie seitlich mit der enormen Geschwindigkeit von 2000 km/s bewegen, dann würde es dennoch einige Millionen Jahre dauern, bis die Gravitationslinse von uns aus gesehen erheblich an Stärke eingebüßt hätte.

    Die für den vollen Einsteinring nötige Präzision der Ausrichtung von 0,01 Bogensekunden würde selbst bei der angenommenen enormen Seitbewegung fast 100 000 Jahre erhalten bleiben, realistischerweise aber noch deutlich länger.

    UB
  • Mehr zur Halbschatten-MoFi

    16.10.2013, Stefan
  • Sonnenteleskope

    13.10.2013, Christian Weis, Scheidegg
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit sehr großem Interesse habe ich den Artikel „Sonnenteleskope“ von Hans Jürgen Kärcher gelesen, handelt es sich doch zum Teil um eine Reise in meine (zugegebenermaßen jüngere) Vergangenheit. Im Jahre 2010 konnte ich als Associate Research Scholar ein Semester am Steward Observatory der University of Arizona verbringen und habe dabei alle namhaften Observatorien des mittleren Westens der USA besucht – unter anderem auch einige der im Artikel erwähnten Sonnenteleskope.
    Hierbei habe ich auch Claude Plymate kennen gelernt, der damals noch am McMath-Pierce Solar Telescope (Arizona) arbeitete und mittlerweile als Chief Observer und Telescope Engineer an das Big Bear Solar Observatory (California) gewechselt ist. Von ihm stammt das Bild des McMath-Pierce Sonnenteleskopes im oben genannten Artikel. Mittlerweile verbindet uns auch über die große Distanz eine gute Freundschaft und so habe ich mir erlaubt, ihm mit Zustimmung Ihres Verlages eine Kopie des Artikels zukommen zu lassen.
    Claude hat sich sehr gefreut, daß ein Bild von ihm in der renommierten Zeitschrift Sterne und Weltraum abgedruckt worden ist und ich möchte Ihnen seine Kommentare nicht unterschlagen:

    "
    1) It's quite gratifying to hear of an article highlighting solar
    observatories. Solar is often a quite overlooked and under appreciated
    discipline within astronomy. 2) I'm quite disappointed to hear that BBSO
    - currently the highest resolution solar observatory - was not mentioned
    in the article! 3) They used a photo from me?!? I wonder which one and
    where they got it from.
    "

    Als Ingenieur, der beruflich wie privat mit Teleskopen arbeiten darf, freue ich mich immer über Artikel, die auch die instrumentellen Aspekte der Disziplin Astronomie näher beleuchten und danke Ihnen herzlich dafür, daß Sie der Technik in Ihrer Zeitschrift entsprechenden Raum zur Verfügung stellen. Selbstverständlich bedanke ich mich auch bei den Autoren dieser sehr interessanten Beiträge – ich freue mich schon auf die nächsten Artikel!

    Freundliche Grüße aus dem Allgäu,
    Christian Weis
  • Physik-Nobelpreis: Vorgabe des Stifters oder Tradition?

    09.10.2013, Norbert Gregor Günkel
    Je mehr ich über die Verleihung des Nobelpreises nicht nur bei SuW, sondern auch in anderen Quellen lese, desto stärker wird meine Verwirrung. Ist die Vergabe des Preises an eine Institution durch die Siftungsurkunde Nobels ausgeschlossen - oder handelt es sich bloß um eine Tradition, die das Komittee befolgt? Wenn es eine Regel ist, müssen sich die CERN-Wissenschaftler fügen, wie es ja auch bei Thomas Naumann anklingt. Denn die Vorgaben des Stifters kann das Komittee nicht ändern. Ist es bloß Tradition, dürfen sie sich zu Recht ärgern, dass an einem alten Zopf festgehalten wird, der in die moderne Forschungslandschaft einfach nicht mehr passt.
  • Erklärungsbedarf

    03.10.2013, Norbert Gregor Günkel
    Der Bericht lässt eine interessante Frage leider offen: Wie konnte die Gaswolke angesichts der schweren und "strahlenden" Nachbarschaft überhaupt so lange bestehen, dass sich dieser Stern bilden konnte? Das Bild legt doch die Vermutung nahe, dass der Strahlungsdruck immens ist.
    Antwort der Redaktion:
    Ja, er ist immens. Aber er wirkt sich erst dann in voller Wucht aus, wenn die Restwolke durch den Kollaps des Zentralbereichs bereits relativ dünn geworden ist. Genau dieser Druck der heißen Sterne der Umgebung kann sogar ganz im Gegenteil durch eine anfängliche Kompression der Wolke den Kollaps und damit die Bildung des Sterns erst angestoßen haben. Solche Sternwinde können also je nach den detaillierten Bedingungen die Sternbildung initiieren, beenden oder auch von vornherein verhindern.
  • Das Pferd von hinten aufgezäumt

    30.09.2013, Erwin Gebauer, Marl
    Die Feststellung, dass eine asymetrische Materieverteilung um uns herum aus unserer Perspektive erkannt wird, verwundert mich nicht.

    Befinden wir uns im Zentrum des Universums?
    Befanden wir uns zum Zeitpunkt der “Freisetzung” der Hintergrundstrahlung im Zentrum?
    Kann die Massenverteilung des Universums um uns herum weitestgehend symmetrsch sein, wenn wir uns nicht im Zentrum des Universums befinden?

    Können wir sicher sein, dass wir das gesamte Universum erkennen (physikalisch erfassen) können?

    Schön wäre es, wenn diese Fragen alle gesichert beantwortet wären.

  • Kalender für Sternfreunde: Großes Lob und ein Wunsch

    27.09.2013, Norbert Gregor Günkel, Wartenberg
    Als langjährigem Benutzer des Kosmos Himmelsjahres ist mir der Kalender für Sternfreunde eher zufällig in die Hände gefallen - und ich muss sagen, dass ich begeistert bin. Die Fülle der Daten und ihre Aufbereitung sind toll. Den Redakteuren und der Layouterin gilt ein großes Dankeschön.
    Nur einen Wunsch habe ich für den Kalender: Ein Einband, der nach zweimaligen Benutzen nicht schon so ausssieht, als wäre das Beobachtungsjahr bereits herum. Ich weiß, damit würde sich der Zeitschriften-Charakter ändern. Aber die Praxistauglichkeit des Kalenders würde deutlich gesteigert.
  • Ornithologie Glückssache ?

    23.09.2013, Peter Wanner, Aadorf (Schweiz) und Birgit Brückner, Norderstedt
    Zum Leserfoto Nico Geisler, gefiederte "Linsenverschmutzung durch einen Schwan", Seite 88:
    Bei der "Linsenverschmutzung" handelt es sich niemals um einen Schwan, sondern um einen Storch.

    B. Brückner, Norderstedt

    SuW Oktober 2013, Seite 88, Bild Nico Geisler: Die gespreizten Handschwingen und insbesondere die langen Beine der "Linsenverschmutzung" deuten doch wohl eher auf einen Kranich als auf einen Schwan.

    Peter Wanner, Aadorf (Schweiz)

    .
    Antwort der Redaktion:
    Der Vogel auf dem Bild ist ein Kranich. Störche haben ein viel "langgezogeneres" Erscheinungsbild im Flug. Kopf und Hals bilden bei Störchen im Flugbild eigentlich eine Einheit, während beim Kranich der Kopf genau so abgesetzt ist wie auf dem Foto zu sehen.

    Dr. Harald Kranz, Leiter des Arbeitskreis Vogelkunde/Ornithologie beim Naturschutzbund Heidelberg

    Asche auf mein Haupt! Herr Wanner hat also Recht. Ich glaubte zuerst an einen Storch, weil mir die Flügelform dafür besser passte und weil ich dachte, der lange Storchenschnabel sei für die Auflösung des Fotos zu dünn und deshalb nicht erkennbar. Zu spät wurde mir bewusst, dass die Beine sehr gut zu sehen sind - der Schnabel eines Storchs ist aber dicker als die Beine! Er müsste also ganz klar sichtbar sein. Daraufhin habe ich bei Herrn Kranz angefragt: Ergebnis siehe oben.

    U. Bastian


    Ursprüngliche redaktionelle Antwort:

    Frau Brückner hat wohl Recht; diese Silhouette kann keinesfalls einen Schwan darstellen. Das Flugbild eines Kranichs sieht zwar ziemlich ähnlich aus, ist aber dennoch von einem Storch unterscheidbar. Gegen einen Kranich spricht des Weiteren das Datum des Bildes (17.7.).
    U.B.
  • Raumfahrt ?

    20.09.2013, P. Werner, Heidenheim
    Dem ersten Beitrag kann ich nur in vollem Umfang zustimmen. Mit Raumfahrt hat das nicht viel zu tun. Man fliegt mit Uralttechnik aus der Sechzigern im Schneckentempo um die Erde herum. Das Schlimmste ist, dass man noch nicht einmal mehr in der Lage zu dem ist, was man vor 40 Jahren schon hinbekommen hat. Ich glaube nicht, dass sich in den nächsten Jahren in der "Raumfahrt" was Größeres tut. Auch die "neue" Rakete wird, wie die Ares V auch schon, bestimmt so schnell nicht abheben. Da müssen wir uns wohl auf die Informationen neuer Teleskope beschränken. Da erfährt man dann, dass ein Planet an einer fernen Sonne vorbeigezogen ist und diese kaum messbar verdunkelt hat. Zum Glück funktionieren die Voyager-Sonden ja noch. Da kann man zumindest ihre Bahnen noch verfolgen. Das ist mer noch spannender.
  • Morgensichtbarkeit im Dezember

    16.09.2013, Peter Wüst
    Ich nutze den vorliegenden Artikel für die Vorbereitung auf ISON in unserer Sternwarte in Überlingen.
    Auf der Grafik Seite 76 unten muss es allerdings unter Morgenhimmel nicht 14.12. sondern 4.12. heißen.
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