ragt man Amateur- oder Fachastronomen nach dem "NGC", so wissen wohl die allermeisten was gemeint ist: ein Katalog mit vielen Nebeln und vielen Sternhaufen. Geht es aber um einzelne Objekte, dann wird die Sache schon schwieriger. Zu den populären Objekten ohne Messier-Nummer gehören zum Beispiel die Sculptor-Galaxie NGC 253, die von der Kante gesehene (englisch: edge-on) Galaxie NGC 891 im Sternbild Andromeda und der Nordamerikanebel NGC 7000 im Schwan. Den zugehörigen Katalog erstellte John Louis Emil Dreyer (1852 – 1926, siehe Bild rechts). Er ist heute eine feste Größe, und die NGC-Nummer geriet zur primären Bezeichnung für helle Galaxien, Nebel und Sternhaufen. Der NGC ist der letzte visuell erstellte Katalog nichtstellarer Objekte des gesamten Himmels. Mit 7840 Einträgen ist ihre Anzahl zwar groß, aber trotzdem noch überschaubar. Heutige Spezialkataloge weisen bis zu 100 Millionen Einträge auf. Nur die wenigsten unter den Lesern werden schon einmal einen Blick in das Original haben werfen können. Dies kann auch leicht befremden, versprüht das Werk doch den spröden Charme eines Telefonbuchs (siehe Bild ganz rechts). Wer es dennoch ergründen will, muss sich mit den zunächst kryptisch erscheinenden Daten auseinandersetzen.