Wunder des Weltalls

NGC 2244 Rosettennebel in Fancy Color

Fotograf: Markus Noller

Es muss nicht immer die Hubble Palette sein... dachte ich mir bei meinem ersten Versuch in der Schmalbandfotografie.

Am 23.1.2011 konnte ich seit langer Zeit mal wieder ein paar Deep-sky-Photonen sammeln. Leider hatte ich nur ca. 4 Stunden klaren Himmel, daher sind pro Kanal nur 3 x 1200 s Belichtungszeit durch Schmalbandfilter in den Wellenlängen des H-alpha-, OIII- und SII-Lichts zusammengekommen. Die geringe Bilderanzahl und Belichtungszeit ist leider im Rauschen der dunkleren Bildbereiche zu sehen.

Bearbeitet habe ich meine erste Falschfarbenaufnahme mit der Tone-mapping-Methode nach J. P. Metsavainio. Bewusst habe ich nicht die Farben der Hubble-Palette gewählt, sondern wollte etwas von den ausgetretenen Pfaden weg, ohne aber Details durch schlechte Farbkontraste zu verlieren. Ich denke, für die Belichtungszeit ist das maximale aus den Rohdaten herausgeholt.

Aufgenommen habe ich mit einem Takahashi FS 78 mit Reducer 78/475 (f/6) auf einer nicht eingenordeten EQ 6 (unmodifiziert) vom Balkon aus. Als Kamera diente eine SBIG ST8300M mit SBIG FW8-STL mit Astrodon LRGB-NIR-Filtern sowie Baader H-alpha-, OIII- und SII-Filtern. Guiding über SX Lodestar am OAG. Die Bildbearbeitung erfolgte mit DSS, Maxim DL und PS CS4 (da ich im Moment beruflich unterwegs bin, fand die Bearbeitung leider am Laptop statt, was zu abweichender Darstelleung auf kalibrierten Monitoren führen kann). Es wurden ca. 20 Stunden in die doch relativ aufwendige EBV investiert.

Ich weiß, dass das farbenfrohe Bild sicher Geschmacksache ist, aber stellt es doch die durch Schmalbandfotografie gewonnenen Informationen kontrastreich dar. Für H-alpha wurde Violett, für OIII Cyan und für SII wurde Weiß gewählt. Das Bild ist Dark-, Flat- und Bias-kalibriert.
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Pferdekopfnebel und Flammennebel

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Rosettennebel mit Hubble-Palette

Erster Versuch, die Hubble-Palette anzuwenden. » weiter

Flammen- und Pferdekopfnebel

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M 42, 43 - Orionnebel

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