RUBIDIUM

Symbol: Rb
Kategorie: Alkalimetalle
Ordnungszahl: 37

Relative Atommasse: 85,4678
Schmelzpunkt: 312,2 K
Siedepunkt: 961 K
Dichte: 1,53 g cm-3
Elektronegativität: 0,9
Ionisierungsenergie: 4,177 eV
Konfiguration: [Kr] 5 s
Oxidationszahlen: 1
Atomradius: 247,5 pm
Ionenradius: 149 pm (+1)

Der nachfolgende Artikel ist dem Lexikon der Chemie entnommen.

Rubidium, Symbol Rb, chem. Element aus der I. Hauptgruppe des Periodensystems (Alkalimetalle), Leichtmetall; Z 37, Massenzahlen der natürlichen Isotope 85 (72,15 %) und 87 (27,85 %), Atommasse 85,4678, Wertigkeit I, Härte nach Mohs 0,3, D. 1,532 g cm-3, F. 38,89 °C, Kp. 688 °C, elektrische Leitfähigkeit 8,8 Sm/mm2 (bei 0 °C), Standardelektrodenpotential (Rb/Rb+) -2,925 V.

Eigenschaften
R. ist ein weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall, das in kubisch-raumzentriertem Gitter kristallisiert. Das Rb-Isotop 87 ist schwach radioaktiv, sein β-Zerfall unter Bildung von 87Sr wird zur physikalischen Altersbestimmung genutzt. Das chem. Verhalten ähnelt weitgehend dem des Kaliums. In Gegenwart von Sauerstoff entzündet es sich spontan und verbrennt vorrangig zu Rubidiumhyperoxid RbO2. Mit Wasser reagiert es explosionsartig zu Rubidiumhydroxid RbOH und Wasserstoff. Geschmolzenes R. ist außerordentlich aggressiv und greift z.B. Glas und Porzellan an.

Analytisches
Rb+-Kationen zeigen die gleichen Fällungsreaktionen, die für das Kaliumkation typisch sind. Eine wertvolle Methode zum qualitativen und quantitativen Nachweis ist die Spektralanalyse. Charakteristisch sind die rote Linie bei 780,0 nm und vor allem die beiden blauen Linien bei 420,2 nm und 421,6 nm. Auch die Atomabsorptionsspektrometrie bietet sich an.

Vorkommen
R. ist mit 0,031 % am Aufbau der Erdkruste beteiligt und nimmt damit in der Häufigkeit der Elemente den 16. Platz ein. Es kommt in der Natur als ständiger Begleiter des Kaliums in Konzentrationen bis zu l % in dessen Mineralen vor, z.B. in Carnallit oder Lepidolith.

Gewinnung
Die den leichteren Alkalimetallen analoge elektrochem. Herstellung des R. ist möglich; meist gewinnt man das Metall jedoch durch Reduktion des Rubidiumhydroxids mit Magnesium oder Calcium oder durch Umsetzung von Rubidiumdichromat mit Zirconium bei 500 °C im Hochvakuum:
Rb2Cr2O7 + 2 Zr → 2 Rb + 2 ZrO2 + Cr2O3

Verwendung
R. wird zur Herstellung von Photozellen sowie als Gettermetall in Elektronenröhren und Hochleistungslampen verwendet.

© Spektrum Akademischer Verlag



Top