ASTROnews | 13.04.2011

US-Raumfähren

Altersruhesitze für Spaceshuttles

Mit Spannung war erwartet worden, welchen Einrichtungen die US-Raumfahrtbehörde NASA ihre Spaceshuttles nach ihrer Außerdienststellung im Herbst dieses Jahres vermachen würde. Die NASA hatte den sich bewerbenden Einrichtungen strenge Auflagen gemacht, was die Aufstellung und Präsentation der Raumfähren angeht. Sie hatte sich wohl schon frühzeitig dafür entschieden, dass nur US-amerikanische Einrichtungen eine Raumfähre erhalten sollen.

Die Raumfähre Discovery, die bereits ihren letzten Flug hinter sich hat, kommt zur Smithsonian Institution in Washington, DC. Sie betreibt in der Nähe des Flughafens Dulles das "Steven F. Udvar-Hazy Center", riesige Hangars, in denen sich auch zahlreiche Großflugzeuge befinden. Die derzeit dort stationierte Testraumfähre Enterprise, das US-amerikanische Gegenstück zu der im Technik Museum Speyer ausgestellten russischen Raumfähre Buran, wird zum "Intrepid Sea, Air & Space Museum" in der Stadt New York verlegt.

Die Atlantis, die nach derzeitigen Planungen im Juni zu ihrer letzten Reise in den Erdorbit aufbricht, hat keine weite Reise vor sich, denn sie wird im Besucherzentrum des Kennedy Space Centers der NASA im US-Bundesstaat Florida präsentiert. Die Endeavour, die Ende April 2011 ihren letzten Flug ins All absolviert, soll nach Los Angeles kommen und dort im "California Science Center" ausgestellt werden.

Die NASA hatte aber nicht nur ganze Raumfähren zu vergeben, sondern auch Raumflug-Simulatoren und Ausrüstungsgegenstände. Ein Simulator soll beispielsweise im Adler Planetarium in Chicago ausgestellt werden, Astronautensitze im Johnson Space Center der NASA in Houston im US-Bundesstaat Texas und Steuertriebwerke der Raumfähre kommen in Museen in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama und in Washington, DC.

Tilmann Althaus
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