ASTROnews | 06.05.2006

Dünen auf Saturnmond Titan

Auf Radarbildern der Raumsonde Cassini vom Saturnmond Titan haben Forscher riesige Dünen entdeckt – die allerdings nicht aus Sand, sondern aus Wassereis- oder Methankristallen bestehen. Ansonsten sind die bis zu 150 Meter hohen Dünen, die sich über hunderte von Kilometern erstrecken (Bildhöhe entspricht 175 km), den irdischen Pendants recht ähnlich. Sie finden sich vornehmlich im Bereich des Titanäquators und sind das Ergebnis östlicher Winde.

Wie die Forscher um Ralph Lorenz von der University of Arizona errechneten, wehen diese mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Kilometern pro Stunde. Der schwache Hauch reicht zur Anhäufung der riesigen Dünenfelder, weil sie aus Partikeln bestehen, die in ihrer Konsistenz gemahlenem Kaffee gleichen. Zudem erleichtert die geringe Schwerkraft den Transport. >> JS
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